"Sozialschmarotzer" Sozialthema 

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Wenn dein Exkurs über 'Knast-Urlaubsparadiese' weder deinen persönlichen Anschauungen entspricht noch dies deiner Meinung nach etwas mit dem Thema zu tun hat, auf welchem du immer wieder herumpochst, warum hast du ihn dann geschrieben, Peter Wallace?

Aber selbst wenn es diesen österreicheischen Luxusknast genau so gäbe, wie er (quasi als Verführung zum sozialen Schmarotzertum der potentiellen Leser), dann stünden seine Pforten wohl kaum für deutsche Kleinkriminelle offen.

Natürlich gab es die Qualität der Einrichtungen betreffend schon immer gewisse Abstufungen. Die Festungshaft von Herrn Hitler war wohl kaum mit dem damals üblichen Zuchthaus zu vergleichen und auch der Knastaufenthalt von Herrn Schreiber entsprach keineswegs dem üblichen Regelvollzug. Zumindest nicht im Detail. Aber das liegt wohl eher daran, daß einige der Insassen 'gleicher' als andere sind. Das war früher so und ist auch heute nicht anders.

P.S. Zu welchen Konditionen kann man eigentlich einen derartigen Luxusurlaub buchen? Ich würde mich freuen, wenn es darüber seriöse Informationen gäbe. So muß ich mich leider mit dem Schlaraffenland begnügen, auch wenn ich es bisher in keinem Reisebüro gefunden habe. Aber immerhin füllt es einige Bücher...
 
Also lieber (ich hoffe das nimmt mir keiner übel) Peter_Wallace...

Du als wertvolles Mitglied der deutschen Arbeiterklasse,..ich hoffe Du arbeitest und tust nicht akademikern oder angestelltern oder beamtern statt arbeiten, wenn doch dann meine ich natürlich die jeweils höhere Klasse in der Du dich dann befindest...

,bist also damit einverstanden, das Du nach dem Du Deine "Arbeit", " Anstellung" usw. verloren(nur in unserer Vorstellung..so utopisch das auch sein mag) hast und die Monate verstrichen sind die vor einer Hartz4 ( Hass4) Phase kommen.... jetzt kommt es .... nicht mehr als 4,25 € pro Tag für das Essen ausgeben darfst.
Ok..bevor Du diese 4.25€ pro Tag auch von uns bekommst, hast Du natürlich alle Barmittel verlebt und dich von einer eventuellen Freundin getrennt damit sie nicht für Dich aufkommen muß (Bedarfsgemeinschaft) und Du hast Besitztümer die bestimmte Grenzen überschreiten auch vorher verlebt....auf Anordnung der ARGE... aber das setze ich ja voraus das dies beim Hass4 Empfänger auch vollzogen wurde.

Es gibt ja Machbarkeitsstudien zu diesem Thema. Hinweis:

Billig-Schrippen und Kartoffelsalat: der streitbare Finanzsenator Sarrazin macht seinem Ruf mal wieder alle Ehre und erklärt Hartz-IV-Empfängern, wie gut sie sich mit weniger als vier Euro am Tag ernähren können. Ist das möglich?...
Hartz-IV-Menü: Sarrazin: So sollten Arbeitslose einkaufen - Landespolitik - Berlin - Tagesspiegel
Ok... Du findest das also gut weil Du dann selber Sozialschmarotzer wärst?
Habe ich das richtig verstanden?
Es würde Dich ja so treffen, wenn Du diese Gaben beziehen würdest... Das ist also für Deine Zukunft ok?
Wenn Du also wie ein Sozialschmarotzer behandelt wirst?? Arbeit soll sich wieder lohnen, verstanden wie dieser Wahlslogan gemeint war und auch immer noch gemeint ist?

Kannst Du mir das mal bitte erklären? Ernsthaft... das ist Ok für dich?

PS: Ein kleiner Nachtrag...
Mehr als 100 Fälle von Mietbetrug mit Hartz-IV-Beziehern

Illegale Wohnungen vermehrt an Arbeitslose vermietet - Immobilienunternehmer und CDU-Politiker Kuhlmann im Visier
Von Florian Hanauer

In Hamburg häufen sich die Fälle von Mietbetrug, bei denen heruntergekommene Wohnungen oder sogar Keller- und Lagerräume, die nicht zum Bewohnen zugelassen sind, an Hartz-IV-Empfänger vermietet werden. Die Räume werden oft von ehemals Obdachlosen oder Drogenabhängigen bewohnt, die sich selbst nicht bei den Behörden melden. Die Mieten werden aber vom Hartz-IV-Träger team.arbeit-hamburg und damit mit Steuergeld bezahlt. Von mehr als 100 Fällen solcher betrügerischen Vermietungen spricht team.arbeit.

Die aktuelle Diskussion entzündet sich an einem neuen Fall, der jetzt bekannt wurde. Der Hamburger Immobilienunternehmer Thorsten Kuhlmann, der schon im Februar wegen heruntergekommener Wohnungen in die Schlagzeilen geriet, soll jetzt Kellerräume illegal als Wohnungen vermietet haben. Das Bezirksamt Mitte bestätigte
http://www.welt.de/die-welt/regiona...le-von-Mietbetrug-mit-Hartz-IV-Beziehern.html ...Das sind keine die hier ins Thema rein passen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du als wertvolles Mitglied der deutschen Arbeiterklasse,..ich hoffe Du arbeitest und tust nicht akademikern oder angestelltern oder beamtern statt arbeiten, wenn doch dann meine ich

Es ist schon schlimm, wie sehr hier der Neid durchkommt. Warum könnt ihr nicht einfach akzeptieren, dass es Leute gibt, die mehr Geld bekommen. (ich habe absichtlich nicht den Ausdruck "verdienen" benutzt).

nicht mehr als 4,25 € pro Tag für das Essen ausgeben darfst.

Sollte das nicht reichen?

Das sind 127,50 Euro im Monat pro Person.

Bei 4 Personen sind das ca. 500 Euro für die Ernährung.

Ich glaube kaum, dass viele Arbeiterfamilien wesentlich mehr im Monat für die Ernährung ausgeben. ;)


Ok..bevor Du diese 4.25€ pro Tag auch von uns bekommst, hast Du natürlich alle Barmittel verlebt und dich von einer eventuellen Freundin getrennt damit sie nicht für Dich aufkommen muß (Bedarfsgemeinschaft)

Siehst du, auch das ist Schmarotzertum. Wir kommen für unsere Familie auf. Wir lassen unserer Familie nicht auf der Straße sitzen und den Steuerzahler dafür aufkommen.

Wieso sollte seine Lebensgefährtin nicht auch für ihn aufkommen müssen?

Diese Beziehungen sollen alle Rechte bekommen, wie ein Ehegemeinschaft - aber bei den Pflichten wird sich aus dem Staub gemacht!

Eben Sozialschmarotzer!! ;)
 
Es kommt kein Neid durch. Es kommt nur immer mehr Sorge durch.
Ich finde es nicht richtig das fleißig arbeitende Menschen vom Staat dahin gebracht werden das sie wie Sozialschmarotzer behandelt werden. Es wird ja schlimmer und es steckt ja ein System dahinter.
Gnade uns wenn wir uns den 60ern annähern...

Durch die Rente mit 67 müssen auch ältere Personen die Möglichkeit bekommen, eine Arbeit ausführen zu können. Das Problem ist, dass nicht genügend Arbeitsplätze für diese verfügbar sein werden.

Gerhard Bäcker und Ernst Kistler fanden nun in einer Studie heraus, dass nur knapp 9,2 Prozent der 63-Jährigen und nur 6,3 Prozent der 64-Jährigen derzeit noch eine Vollzeitstelle haben. Dies bestätigt die Annahme, dass nicht genügend Arbeitsplätze vorhanden sein werden.

Ursula von der Leyen dagegen gab vor Kurzem noch positivere Zahlen bekannt, allerdings rechnete sie sogar Ein-Stunden-Jobs pro Woche mit ein. Für Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des DGB, ist die Rente mit 67 "nicht vertretbar".
Studie: Rente mit 67 ist unrealistisch
Um das geht es doch! Der fleißige wird zum Deppen gemacht! Und Leute wie Du unterstützen das weil sie die verhassten Sozialschmarotzer sehen und nicht die Millionen Menschen die sowas gar nicht verdient haben!

und passend dazu eine aktuelle Neuigkeit:

Nordrhein-Westfalen: Landtagsabgeordnete erhöhen sich ihre Bezüge auf über 10.000 Euro

Im Landtag von Nordrhein-Westfalen haben am Donnerstag dieser Woche die Abgeordneten von CDU, SPD, Grünen und der FDP die Erhöhung ihrer Bezüge beschlossen.

Damit bekommen die NRW-Landtagsabgeordneten jetzt pro Monat 10.093 Euro...
http://www.shortnews.de/id/849437/N...oehen-sich-ihre-Bezuege-auf-ueber-10-000-Euro


Die FDP dringt auf weitere Änderungen bei den Sozialleistungen!
Die Liberalen wollen beim Arbeitslosengeld I (ALG I) für Ältere kürzen. Demnach sollen Erwerbslose über 50 Jahre künftig maximal zwölf bis 18 Monate ALG I beziehen. Derzeit sind es in der Spitze 24 Monate.
Nach Berechnungen von FDP-General Christian Lindner spart eine Verkürzung rund 1,5 Milliarden Euro im Jahr ein. Das Geld solle zugunsten der Hartz-IV-Reform umgeschichtet werden. Dadurch könnten laut Lindner u.a. die Hinzuverdienstmöglichkeiten für Stütze-Empfänger verbessert werden.

Lindner zu BILD: „Gegenwärtig lohnt es sich für Arbeitslose wenig, einen kleinen Job neben Hartz IV anzunehmen.”...
http://www.bild.de/BILD/politik/201...rbeitslosengeld/alg-fuer-aeltere-kuerzen.html
Mehr Hohn und Verachtung für die Menschen auf dessen Rücken Deutschland existiert ist wohl kaum möglich...
 
Zuletzt bearbeitet:
Carmen, deine Hartz-4-Empfänger trifft das doch gar nicht. Ob die Rente mit 65 oder erst mit 67 gezahlt wird, interessiert die meisten Hartz-4-Empfänger überhaupt nicht, da sie sowieso ihr Leben in Hartz-4 verbringen.

Rente mit 67 ist natürlich absoluter Unsinn, der rückgängig gemacht gehört. Das Renteneintrittsalter zu erhöhen bei gleichzeitig Millionen Arbeitslosen ist absoluter Schwachsinn.

Außerdem sollte die Rente nicht an das Lebensalter gekoppelt werden sondern an die Anzahl der gearbeiteten Jahre. Und nach 40 Jahre Arbeit sollte man die volle Rente bekommen.

Aber auch diese Gedanken können vielen Hartz-4-Empfängern völlig egal sein. ;)


Aber ich weiß nicht so recht, was die Rente mit 67 mit Sozialschmarotzern zu tun hat.
 
McKilroy schrieb:
Carmen, deine Hartz-4-Empfänger trifft das doch gar nicht. Ob die Rente mit 65 oder erst mit 67 gezahlt wird, interessiert die meisten Hartz-4-Empfänger überhaupt nicht, da sie sowieso ihr Leben in Hartz-4 verbringen.
Und da haben wir sie wieder, deine wahre Einstellung zum Thema. Der Schlag ins Gesicht vieler die lange Zeit gearbeitet haben und irgendwann nicht mehr gebraucht wurden, so wie z.B. die Nokia Mitarbeiter. Was soll die das schon interessieren, die bekommen doch eh HartzIV und leben in Saus und Braus von McKilroy's Steuern. Ich wünsche niemandem was schlechtes, aber dir würde ich wirklich HartzIV wünschen und dazu einen Haufen Verwandter und Bekannter mit so einem Gedankengut wie du es hast! :würg:
 
Auch wenn das jetzt ein bisschen provkant klingt, aber ich schreibe mal das nieder, was meiner Meinung nach ziemlich viele in diesem Land denken.

Hartz4 ist doch eigentlich ne super Sache und das meine ich Ernst.

1. Gesunde Ernährung ist möglich. Frisch kochen ist meist günstiger als Tiefkühlpizza. Im Fernsehen kommt dann immer "Oh, wir sind so dick, weil wir nur Hartz4 bekommen und dehalb nur Tiefkühpizza kaufen können" Mein Mitleid hält sich in Grenzen.....

2. "Schonvermögen" Es ist ja wohl selbstverständlich, dass man zuerst sein eigenes Geld ausgibt, bevor man durch die Allgemeinheit unterstützt wird... Warum sollte die Allgemeinheit, wozu auch jeder Hartz4-Empfänger gehört, für jemanden aufkommen, der genug eigenes Geld hat. Bsp.: Ich gehe jetzt noch 20 Jahre arbeiten. Dann bin ich 50. Bis dahin kann ich mir 100.000 € ersparen (5.000 / Jahr). Dann mache ich noch 17 Jahre Hartz4. 360 € bar, 300 € Miete und noch 500 € Taschengeld aus meinen Rücklagen (Dank Zinseszins kein Problem).

3. Auto.... Irgendwie hat "jeder" Hartz4-Empfänger ein Auto. Jeder steht in diesem Fall für großen Teil. Argument aus den Hartz-Reihen ist oft, dass man ohne Auto keinen Job findet und das man mobil sein möchte. Mir kommen gleich die Tränen.

4. Haushalt/Einkommen. Ich kenne 2 Hartz4-Empfänger, die von sich selber behaupten, dass es ihnen gut geht. Gut, die haben je 2 Kinder und sind verheiratet. LCD in 40/42" haben beide Familien. Das was monatlich von der Arge kommt ist alles andere als schlecht. 2 Erwachsene, 2 Kinder und Miete. Lt. Sozialhilfe24.de beträgt das vermutliche "Einkommen" 1.762 €!!!!! Sorry, aber das ist unfassbar. Lt. Brutto-Netto Rechner würde mein Nettoeinkommen in Steuerklasse3 mit 2 Kindern bei 2.146 € zzgl. Kindergeld liegen. Wofür eigentlich 40 Stunden arbeiten gehen???? Ernsthaft gemeint..... Dann doch lieber den Tag mit den Kindern verbringen und ein paar hundert € weniger haben. Aber nein, mir bringt die Arbeit eine Befriedigung. Für mich hat die Bedeutung "WOchenende" noch einen Wert.

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Es gibt aber auch Punkte, wo ich anders denke. Es DARF nicht sein, dass Menschen mit einem Vollzeitjob Hartz4 benatragen müssen um Leben zu können. Da muss auf jeden Fall etwas geschehen. Leute, die nicht arbeiten gehen können (Bsp.: Alleinerziehend) sollten Leistungen erhalten. Von mir aus auch höhere als bisher.

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Zusammengefasst: Ich sehe Hartz4-Empfänger nicht als Schmarotzer, aber wer jammert, tut dies auf hohem Niveau. Wo sonst gibt es soviel Geld für "Nichtstun"? Jeder der Geld haben will, sollte zuerst sein Auto abgeben und dann sein Gespartes. Ich persönlich bin gerne bereit, bedürftigen Mitmenschen unter die Arme zu greifen. Aber bedürftig ist man nicht, wenn man ein Auto hat und mehrere Tausend Euro auf der hohen Kante....

Es kann nicht sein, dass sich Leute beschweren, dass sie zu wenig Geld haben mit Hartz4. Zum Leben reicht das auf jeden Fall und spreche hier nicht von überleben. Das ist auch mit deutlich weniger möglich.

So, jetzt könnt ihr mich gerne auseinandernehmen, aber ich schreibe lediglich das, was ein sicherlich sehr großer Teil der Bevölkerung denkt....
 
Und wieder mal ein Beitrag nach dem Motto 'Leute, fresst Sch***e - eine Millionen Fliegen können nicht irren'.

Nichts dagegen, daß du dich zum Sprachrohr für angeblich 'viele' hochstilisierst, aber leider vermisse ich argumentativ etwas die Qualität.

Sorry, aber du behauptest einfach alles mögliche (z.B. daß die Mehrheit der Hartz-IV-Empfänger Autobesitzer seien), belegst davon aber leider garnichts. Ok, dann mache ich es mir genauso einfach wie du und behaupte dreist das Gegenteil: 'die Mehrheit der Hartz-IV-Empfänger besitzt keine Autos' und warum sollte ich dies belegen, wenn auch du es nicht tust?

Ach ja, auch ich kann natürlich frank und frei behaupten, daß meine Meinung von vielen getragen wird oder gar eine Mehrheitssmeinung sei. Aussage gegen Aussage, nichts weiter. Aber eine ernsthafte Diskussion bringt so etwas kaum weiter.

Es ist übrigens für fast jede Diskussion tödlich, mit 'ich kenne einen, der...' argumentieren zu wollen. So findet man Beispiele für alles und jeden. Ich kenne z.B. einen Obdachlosen, der kann dir wahrscheinlich mehr über Magnetohydrodynamik oder die Relativitätstheorie erzählen als so mancher Physiker. Nur, davon auf alle Obdachlosen zu schließen ist ausgesprochen töricht. :depp:

Natürlich kann man den Autobesitz bei Hartz-IV-Empfängern auch generell ablehnen, auch 'gute' Kleidung für ein Vorstellungsgespräch ist nicht wirklich nötig. Sollen sie sich doch endlich damit abfinden, arbeitslos zu sein (und bis an ihr Lebensende oder bis zur Rente zu bleiben), anstatt zu jammern. So viel Ernst muß sein!
:löl:​
 
...Zusammengefasst: Ich sehe Hartz4-Empfänger nicht als Schmarotzer, aber wer jammert, tut dies auf hohem Niveau. Wo sonst gibt es soviel Geld für "Nichtstun"?...
Man bekommt nicht das Geld für's Nichtstun. Man bekommt es weil man Vorsorge betreibt.
Du bezahlst eine KFZ Versicherung obwohl Du keinen Unfall hast. Wenn es anders wäre würdest Du nach dem Unfall anfangen die Kosten zurück zu bezahlen. Wenn es Millionen sind, dann gäbe es manche die nicht zurück bezahlen können an die die auf ihrem schaden sitzen bleiben, weil nichts zu holen ist.

Es ist also nur eine Frage der Kosten und somit eine Frage der Wertigkeit.
Wenn die Nettozahler hunderte Milliarden für Deutschland bezahlen ist es eine Frage der Verteilung wer auf der Strecke liegen bleibt.
Ein Unternehmen das zu wenig Geld einnimmt, kann sich die Steuer bis auf Null runter rechnen in dem es diese Miese gegen rechnet.
Der Arbeiter kann seine vergangene und zukünftige Steuervorauszahlung nicht mindern wenn er zu wenig hat.... er hätte eigentlich auch mehr an den Staat bezahlt als er sich hätte leisten können. Nur hier ist die Verteilung anders geregelt.

In Deutschland bezahlt man für diese "Sozialabsicherung" ohne sich da raus nehmen zu können, außer man ist selbstständig.
andere Länder kennen sowas nicht und deswegen krepieren Menschen auf Müllhalden die man als Slum bezeichnet.
Der Sinn ist also die Vorsorge und es ist auch der Zweck. Aber es ist wichtiger Marmorpaläste zu haben und die armen Reichen von ihrem Risiko der Spekulation zu schützen.
Deswegen streicht man 1 Milliarde aus einem Topf für viele Menschen und vergibt hunderte Milliarden binnen 1 Monats für die Reichen. Ohne Sicherheit ohne zu wissen wie es finanziert sein wird... einfach so ...vorab.
Bezahlen tut es wer?
Der Reiche?
Nein....
Ich kapier nur nicht die Argumentation der hier an der Diskussion teilnehmenden. gerade so wie wenn man nicht betroffen sei.
Wir bezahlen es und wir bekommen dann mal das wofür wir jetzt und zukunftig einstehen.
Willst Du wie ein Sozialschmarotzer behandelt werden oder wie einer der was getan hat? Alle Hass4 Empfänger werden wie Sozialschmarotzer behandelt. Nenn mir einen Unterschied...

Bist Du dafür?
 
Nichts dagegen, daß du dich zum Sprachrohr für angeblich 'viele' hochstilisierst, aber leider vermisse ich argumentativ etwas die Qualität.

Du willst nicht ernsthaft behaupten, dass "die Mehrheit" höhere Hartz4-Sätze fordert oder den Satz als zu niedrig betrachtet, oder? Die Mehrheit wird es so sehen.

Sorry, aber du behauptest einfach alles mögliche (z.B. daß die Mehrheit der Hartz-IV-Empfänger Autobesitzer seien), belegst davon aber leider garnichts. Ok, dann mache ich es mir genauso einfach wie du und behaupte dreist das Gegenteil: 'die Mehrheit der Hartz-IV-Empfänger besitzt keine Autos' und warum sollte ich dies belegen, wenn auch du es nicht tust?

Natürlich kenne ich keine Zahlen. Du wirst auch keine für das Gegenteil kennen, da es eh keine verlässlichen gibt. Man kann ja auch mit dem Auto der ELtern, Lebensgefährten usw fahren. Dann ist man natürlich kein Autobesitzer, hat aber trotzdem eines zur Verfügung stehen.

Es ist übrigens für fast jede Diskussion tödlich, mit 'ich kenne einen, der...' argumentieren zu wollen. So findet man Beispiele für alles und jeden. Ich kenne z.B. einen Obdachlosen, der kann dir wahrscheinlich mehr über Magnetohydrodynamik oder die Relativitätstheorie erzählen als so mancher Physiker. Nur, davon auf alle Obdachlosen zu schließen ist ausgesprochen töricht.

Eher nicht tödlich, wenn man Beispiele aus dem eigenen Freundes-, Bekanntenkreis bringt, die das Problem beschreiben. Komisch, dass die öffentlich dazu stehen, dass man wunderbar mit Hartz4 auskommt. Ein Lusxusleben muss ja wohl nicht fainanziert werden, oder??? Es ist lediglich wichtig, dass man Leben kann... Und wie gesagt, Leben bedeutet nicht überleben in meinen Augen. Man sollte schon am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, solange es sowas noch gibt. Die Sozialausgaben steigen aber immer weiter, weshalb man dann woanders sparen muss.

Natürlich kann man den Autobesitz bei Hartz-IV-Empfängern auch generell ablehnen, auch 'gute' Kleidung für ein Vorstellungsgespräch ist nicht wirklich nötig. Sollen sie sich doch endlich damit abfinden, arbeitslos zu sein (und bis an ihr Lebensende oder bis zur Rente zu bleiben), anstatt zu jammern. So viel Ernst muß sein!

Naja, als Bankkaufmann, oder in anderen Berufen, wo man einen schicken Anzug braucht um eine Stelle zu bekommen, ist das Risiko ja eher gering überhaupt unfreiwillig in Hartz4 zu rutschen. Die meisten, die diesen Beruf erlernt haben und in diesem auch gearbeitet haben, werden wohl einen passenden Anzug im Schrank haben.

Ich sehe jedenfalls nicht ein, dass alles bezahlt wird. Die Betonung liegt auf alles. Und das man ohne Auto und teure Klamotten für immer arbeitslos bleiben wird, ist ein recht armes Argument. Das ist schon fast so wie das mit dem Führerschein. "Das Amt ist ja selber schuld, wenn die mir keinen Führerschein bezahlen...." Ein bisschen Verantwortung muss man schon selber für sein Tun übernehmen.

Wie soll denn der Hartz4-Satz aussehen? Pauschal 1.000 €, damit die freilligen Arbeitsverweigerer noch weiter in deren Anzahl steigen? Das ist übrigens nicht allgemein gesprochen, bevor mir wieder einer so kommt.

Komm, sag doch mal eine Zahl....??? Was soll man an Geldleistungen erhalten?

Ich bin bis Freitag aus der Diskussion raus... Muss "leider" arbeiten und bin erst am Freitag wieder zuhause.

Schöne Woche :)
 
Henry277 schrieb:
Ich wünsche niemandem was schlechtes, aber dir würde ich wirklich HartzIV wünschen und dazu einen Haufen Verwandter und Bekannter mit so einem Gedankengut wie du es hast! :würg:

Danke für die lieben Wünsche.

Naja, so geht man halt mit Leuten um, die anderer Meinung sind. :D


Wünsche es mir ruhig. Kann mir nicht passieren. ;)


Carmen schrieb:
Man bekommt nicht das Geld für's Nichtstun. Man bekommt es weil man Vorsorge betreibt.

Träum weiter.

Es gibt eine ganze Menge Hartz-4-ler, die noch nie Vorsorge betrieben haben. Wir betreiben die Vorsorge für diese Leutz. Wir arbeiten, damit sich diese Leutz auf die faule Haut legen können.

Scheinen ja auch ein paar von denen hier mitzudiskutieren - wenn man sich die Reaktionen so ansieht.


Carmen schrieb:
In Deutschland bezahlt man für diese "Sozialabsicherung" ohne sich da raus nehmen zu können, außer man ist selbstständig.
andere Länder kennen sowas nicht und deswegen krepieren Menschen auf Müllhalden die man als Slum bezeichnet.

Schön, dass du es auch kapierst, Carmen.

Die Arbeitenden bezahlen, "ohne sich da raus nehmen zu können". Wir zahlen zwangsweise für diese Leutz - woanders müssen die sehen, wie sie klar kommen.

Vielleicht wäre es ja eine Lösung, diese Zwangsabgabe einzustellen und es jedem Bürger selber zu überlassen, für sich zu sorgen und vorzusorgen.

Ich hätte da keine Probleme mit. ;)

Ob deine Hartz-4-Empfänger auch damit klar kommen würden?
 
First of all
Kommt mal wieder runter von Euren "frommen" Wünschen bzgl. Anderer.
Die "Kleinen" hauen sich mal wieder unter einander, während ....

Mc Kilroy schrieb:
Vielleicht wäre es ja eine Lösung, (...) es jedem Bürger selber zu überlassen, für sich zu sorgen und vorzusorgen.
Ich hätte da keine Probleme mit. ;)
Keine Probleme...
Mmh, sei Dir da mal nicht all zu sicher ;)

Sofern es keine rein materiellen Sorgen wären, könnten immerhin soziale Probleme in Deinem Umfeld dann für reichlich individuelle Probleme sorgen ;)

Denn
unsere soziale Marktwirtschaft inklusive des Prinzips einer Solidargemeinschaft löst sich doch eh immer mehr auf.
Und Deutschland ist nebenbei in Europa schon der langjährige Spitzenreiter im Auseinanderklaffen von Reallöhnen und der Entwicklung von Individualvermögen.

Und dies nicht nur, weil das völlig absurde Wachstumsprinzip der "westlichen" Ökonomie immer noch (und weitgehend der Masse unbekannt) seine diversen "Blüten" treibt.
Und ich meine damit nicht mal die letzten (vertraglich geregelten) Boni für HRE-"Mitarbeiter", die diese Boni sogar für rote Zahlen des Geschäftsjahres kassieren :p

Nein,
denn sowohl im Gesundheitswesen, in innovativen Branchen wie der erneuerbaren Energien, in Bereichen der IT und auch in diversen Bereichen des Maschinenbau's sowie der Infrastruktur und letztlich auch in weiten Bereichen der Geldwirtschaft "setzen" wir weiterhin auf scheinbar (noch) "bewährte" Pfade, praktizieren dabei aber eigentlich (und weiterhin wachsend) eine quasi neo-anglikanische Casino-Zockermentalität, die sich ja bereits auch schon bei der Immobilienblase bewährt hat.;)

Von daher ist eine gewisses pekuniäres Polster bei den meisten jetzt noch scheinbar gut Situierten nur ein effektiv kleiner Rest von gesellschaftlicher bzw. finanzieller Sicherheit. ;)

Wenn man sich daneben nämlich vergegenwärtigt,
dass (übrigens in der Nähe von Frankfurt) eigentlich das größte Zockerzentrun der Welt (vor der Wall Street und auch noch auf bundesdeutschen Boden *bg* unter reger Beteiligung der deutschen Bank bzw. Börse) bei einem Durchsatz von min. 350-450 Milliarden "Buchgeld" fiktive Termingeschäfte und Finanzderivate "versucht" zu regeln, ohne dabei übrigens von irgendwelchen "Aufsichten" relevant "behelligt" zu werden,
sind spätestens dann auch Vermögenswerte aller individuellen Art auch nur noch von geringem relativem "Wert"...
Denn wenn die Weltwirtschaft von einem dortigen (eigentlich auch bald zu erwartendem) Crash (nämlich der Eurex) betroffen sein würde,
wäre die letztjährige Finanzkrise dagegen nur ein sehr, sehr laues Lüftchen bzgl. der dann zu erwartenden Auswirkungen auf die Welt(finanz)wirtschaft.

Ich schätze spätestens dann (erst) wird so Einigen (vielleicht) richtig deutlich,
wer die wirklichen Schmarotzer (Parasiten) "unseres" System waren ;)

so far
muesli

Siehe u.a.
EUREX
Stern Nr. 36 2.9.2010
 
Zuletzt bearbeitet:
Offenbar hast du Probleme mit dem Lesen, jajetztja. Habe ich etwa behauptet, der Hartz-IV-Satz müsste erhöht werden? Nein, aber auch darüber könnte man natürlich reden.

Ist dir eigentlich geläufig, was eine 'Bedarfsgemeinschaft' ist? Nun, ich fürchte nicht. Sonst würdest du nicht solchen Unsinn wie 'Man kann ja auch mit dem Auto der ELtern, Lebensgefährten usw fahren.' schreiben.

Zahlen könnte ich übrigens schon einige auftreiben, aber warum sollte ich dies tun, während du im Gegenzug nur großspurig etwas behauptest, von anderen aber Beweise erwartest? Du bekommst in dieser Hinsicht genau das, was du selbst lieferst, nämlich nichts. Du weisst hoffentlich selbst, wie Google (& Konsorten) funktioniert.

Den Führerschein habe ich ebensowenig erwähnt. Übrigens wohnt nun wirklich nicht jeder in der Großstadt und z.B. hier, wo ich wohne, sind viele Arbeistplätze mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlicht und einfach nicht erreichbar. Aber man muß diese Jobs ja auch nicht haben. Was dies allrrdings mit der Thematik 'Sozialschmarotzer' zu tun hat ist mir schleierhaft.

jajetztja schrieb:
Wie soll denn der Hartz4-Satz aussehen? Pauschal 1.000 €, damit die freilligen Arbeitsverweigerer noch weiter in deren Anzahl steigen? Das ist übrigens nicht allgemein gesprochen, bevor mir wieder einer so kommt.

Komm, sag doch mal eine Zahl....??? Was soll man an Geldleistungen erhalten?

Geht es hier eigentlich um die Höhe des Hartz-IV-Satzes, über Sozialneid oder über 'Sozialschmarotzer'?

Ich kenne übrigens jemanden, der ganz ohne Geld lebt. Auch das soll es geben. Nur, was sagt uns das? Meinst du, weil einer dies kann (ohne auf dessen Situation hier im Einzelnen eingehen zu wollen) rechtfertigt dies, die Leistungen für alle anderen z.B. zu halbieren? Meinst du, weil einer ohne Wohnung lebt, deswegen ist es für andere auch angesagt, ab besten noch für alleinerziehende Mütter? Sorry, aber man wird immer einen finden, der mit allem zufrieden ist, und sei es in der Todeszelle. Ebenso, wie sich selbst im Schlaraffenland mindestens einer finden wird, der unzufrieden ist. Auf dieser Basis lässt sich schwerlich diskutieren.
 
Zitat muesli: "Denn unsere soziale Marktwirtschaft inklusive des Prinzips einer Solidargemeinschaft löst sich doch eh immer mehr auf. Und Deutschland ist nebenbei in Europa schon der langjährige Spitzenreiter im Auseinanderklaffen von Reallöhnen und der Entwicklung von Individualvermögen."

Genau hier liegt das Problem! Wenn unsere Gesellschaft tatsächlich bereit ist, das Solidaritätsprinzip zu opfern, dann schlittern wir erneut mittelalterlichen Zuständen entgegen. Die Schere zwischen Armen und Reichen klafft jetzt schon bedenklich auseinander. Das Einzige, was einen revolutionären Kollaps verhindern kann, ist ein gesunder Sozialstaat. Weswegen gab es denn die französische oder die russische Revolution? War es nicht wegen der himmelschreienden Ungerechtigkeit und Unterdrückung des Volkes durch den mächtigen Adel? War nicht auch der reale Hunger ein Problem? Heute gibt es einen neuen Adel - den Geldadel. Die Zahl der Einkommensmillionäre wächst und wächst, zumindest in der Schweiz - und doch sind es nur wenige Mitbürger, die 80 - 90 % des Kapitals verwalten. Das gibt mir zu denken. Es scheint, dass wir nichts aus der Geschichte lernen. Der Sozialstaat mit seinem Solidaritätsprinzip ist eine der wichtigsten Errungenschaften des modernen Zeitalters. Natürlich müssen wir Missbrauch im Sozialwesen stoppen, keine Frage, aber der allergrösste finanzielle Schaden wird durch die gierige Zunft der Boniabzocker verursacht. Hier entsteht ein neues Feudalsystem, welches für den sozialen Frieden in unseren Ländern sehr gefährlich ist. Gruss freefloating
 
@ freefloating
(...)Hier entsteht ein neues Feudalsystem, welches für den sozialen Frieden in unseren Ländern sehr gefährlich ist
Dieses System ist doch längst schon (oder immer noch :p) existent ;)
Die Frage ist nur,
wie lange die breite Masse der "Produzierenden" die zugegebenermaßen schwierig zu durchschauende Materie der Verschleierung von Gewinnen und Verantwortungen,
sowie der versteckten Umverteilung von letztlich sozialisierten Verlusten noch hinzunehmen bereit ist. ;)
Da dies vor allem aber breit gefächertes und fundiertes Wissen (also meist langjährige gute und neutral vermittelte Bildung) voraussetzt,
sind bis dato eben (immer) noch alle Voraussetzungen existent, dieses Wissen um das Spielen mit Arbeits- und Wirtschaftsressourcen nur einem kleinem, davon gut profitierendem Kreis (von globalen Spielern) vor zu behalten.

Da man daneben der breiten Masse noch genügend kleinere Spielräume bereitstellt, um den Anschein der "aktiven" Beteiligung aufrecht zu erhalten und natürlich auch für genügend mediale "Abwechslung" sorgt,
kann aufkeimende Kritik damit zumeist schon im Keim erstickt werden.
Auch indem man kritische Diskussionen schon im Ansatz z.B. durch "Neid"debatten sich gegenseitig kompensieren lässt.

Vorgebliche Verursacher (von Problemen) sind dann eben (angeblich) lediglich diejenigen,
welche diesem System schlicht "so" nicht mehr gewachsen sind,
also aus dem vorgegebenen Raster immanenter "Leistungsträger" herausfallen
und damit scheinbar aber auch keinerlei "Respekt" mehr verdient haben.

Ein relativ alter Sozialkritiker hätte dies wohl als Pharisäertum bezeichnet :D
Denn Prinzipien, wie "Teile und herrsche", (wenig) "Brot und Spiele" sowie Erkenntnisse eines Solon zur "Gerechtigkeit" [*] sind zwar schon alt,aber scheinbar immer noch zu wenig bekannt, um die wirklichen Verursacher von Problemen klarer erkennen zu können.
Korruption aller Spielarten sorgt zusätzlich dafür, dass diejenigen, die dieses "Erkennen" zwar vllt. noch könnten, zumeist es aber nicht mehr (wahr haben) wollen.
Man könnte wohl möglich (die zugebilligten) "eigenen" Gewinne damit noch "auf's Spiel setzen". ;)

so far
muesli


[*]Die Gerechtigkeit ist wie ein Spinnennetz
Die Kleinen verfangen sich darin,
die Großen aber kommen und zerreißen das Netz
 
ab besten noch für alleinerziehende Mütter?

Jo, diese und der 55-jährige Arbeiter, der nach 54-jähriger Berufstätigkeit arbeitslos wird, müssen immer herhalten. :fuck:

Aber mal ganz offen gefragt:

Wieso ist es so selbstverständlich, dass wir dafür zahlen müssen, dass diese Frau zu blöd ist, zu verhüten? Wieso ist es selbstverständlich, dass wir dafür zahlen müssen, dass diese Frau den Namen des Vaters nicht nennen kann oder will?

Warum ist es so selbstverständlich, dass diejenigen, die selber für ihre Familie sorgen, auch noch für diese Leute mitsorgen müssen?

Denk mal drüber nach.



@ muesli et freefloating.

Sehr guter Gedankenansatz.

Jedes Feudalsystem (und ein solches haben wir, wie ihr erkannt habt), überlebt so lange, so lange es dem überwiegenden Teil der Bevölkerung so gut geht, dass die Furcht vor dem "etwas verlieren können" größer ist als die Verzweiflung, weil es einem so schlecht geht.

Und da sieht es in Deutschland zurzeit halt noch eindeutig aus. Das Jammern geschieht auf einem Niveau, dass die Taten noch lange auf sich warten lassen. ;)

Und selbst Hartz-4 scheint ja noch über dieser Hemmschwelle zu liegen. Würden es sich sonst so viele der Hartz-4-Empfänger in dieser sozialen Hängematte bequem machen?


Ihr habt völlig Recht, wenn ihr fordert, dass "oben" etwas passieren müsste! Aber wer soll dies mit Nachdruck verfolgen?

Und auch von der Politik wird man auf absehbare Zeit in dieser Richtung nichts erwarten können.
 
Zitat McKilroy: "Ihr habt völlig Recht, wenn ihr fordert, dass "oben" etwas passieren müsste! Aber wer soll dies mit Nachdruck verfolgen? Und auch von der Politik wird man auf absehbare Zeit in dieser Richtung nichts erwarten können."

Natürlich, hier würde sich ja die Katze in den Schwanz beissen ;). Leider sind unsere Politiker alles andere als unabhängig - sie sind Interessenvertreter ihrer Brötchengeber, Verwaltungsratsmitglieder und Bonibezüger. Von dort ist keine Hilfe zu erwarten. Der Druck müsste kontinuierlich und massiv vom Volk und von der Presse kommen. Leider war die letzte Finanzkrise offenbar noch zu harmlos. Bereits machen alle wieder weiter, als wäre nichts gewesen.

Gruss freefloating
 
McKilroy schrieb:
Aber mal ganz offen gefragt:

Wieso ist es so selbstverständlich, dass wir dafür zahlen müssen, dass diese Frau zu blöd ist, zu verhüten?
Höre ich da ein ganz kein wenig Sozialdarwinismus heraus und nur der, welcher erfolgreich ist, darf sich vermehren? Sprichts du armen Leuten grundsätzlich das Recht ab, Kinder zu haben? Wie ich finde, ein interessanter Ansatz. :D

Wer sagt dir eigentlich, daß die alleinerziehende Mutter nicht Teil einer erfolgreichen Familie war, ihr Mann arbeitslos wurde und die Ehe dadurch in die Brüche ging? Was ist, wenn die Mutter selbst vorher jahrelang gearbeitet und in den großen Topf eingezahlt hat, hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?

Aber du scheinst 'alleinerziehende Mutter' ja eher mit 'asoziale Kinderwurfmaschine' zu assoziieren. So etwas finde icht recht menschenverachtend.

Wenn Kinder nicht unsere Zukunft wären, dann könnte ich über deine Ansichten vielleicht noch lachen. Aber es stört dich ernsthaft, Kinder zu unterstützen? Strafen wir sie doch lieber für die 'Sünden' der Eltern. :depp:

Wie wäre es eigentlich, wenn niemand mehr 'zu blöd zum Verhüten wäre' und wir Deutschen keine Nachkommen mehr bekommen würden? Aber zum Glück ist die Geburtenrate hierzulande so niedrig, daß DU MIT DEINEM ERSPARTEN (oder redest du von dem Geld, welches die arbeitende Bevölkerung, also auch diese Frauen, zuvor eingezahlt haben?) nicht allzuviele Kinder unterstützen musst. Es werden allmählich immer weniger.
 
Leider ist es aber so, dass gerade diese Kinder aus der Hartz4-Gemeinde, schlechtere Aussichten auf ein späteres erfolgreiches Berufsleben haben. Obwohl die Eltern doch täglich zu Hause sitzen und Ihre Aufgabe der Kinderereziehung, den Tagesplan ausfüllen könnte.
Sind es die vorgelebten Werte der Erziehenden?
Ist es die mangelnde schulische Leistung auf die Dummheit der Eltern zurückzuführen?
Liegt es an der Gesellschaft, die diese Kinder nicht als gleichberechtigte behandelt?
Oder liegt es an der Aussichtslosigkeit der Eltern, die in einem Sumpf von Behördengängen ihr Selbstwertgefühl verloren haben?

Ich denke es liegt eher daran:
Die durch längere Arbeitslosigkeit, zuhausesitzenden Erziehungsberechtigten, haben ausser ihren Kindern nichts mehr vorzuweisen. In unserer materialistischen Gesellschaft, in der Statussymbole zunehmend an Bedeutung gewinnen, liegt bei diesen Menschen der Fokus auf den eigenen Kindern.
Diesen Menschen gibt das Kind den Halt, den sie in der Gesellschaft verloren glauben (teilweise auch haben). Wer Kinder kennt weiß, dass so etwas von Kindern ausgenützt wird. Sie stehen auf einer Stufe mit den Eltern und bekommen eine Du-hast-mir-nichts-zu-sagen Mentalität. Die Folge: es entsteht eine Null-Bock Generation, die wie Konradin es oben angedeutet hat, immer größer wird.
Die Spirale dreht sich aus meiner Sicht nach unten und wird sich immer mehr beschleunigen. Keiner ist gerne Sozialschmarotzer, auch wenn manche dies in ihrem Bekanntenkreis so von sich geben. Bestimmt würde jeder von denen, lieber durch Ihre Arbeit, ein Geldsorgenfreies Leben leben.
Wie soll in einem Land, eine aufstrebende Wirtschaft blühen, wenn immer mehr Kinder ohne Plan in die Arbeitswelt entlassen werden?
 
@ Konradin

Es ist schon toll, was du in meinen Satz alles reininterpretierst. :depp:

Immer nach dem Motto: Dem anderen was unterstellen und es dann widerlegen. Führ doch direkt ein Selbstgespräch.


Konradin schrieb:
Höre ich da ein ganz kein wenig Sozialdarwinismus heraus und nur der, welcher erfolgreich ist, darf sich vermehren? Sprichts du armen Leuten grundsätzlich das Recht ab, Kinder zu haben? Wie ich finde, ein interessanter Ansatz. :D

Die dürfen po**en so viel sie wollen. Die dürfen Kinder kriegen, so viel sie wollen.
Aber dann sollen sie auch selber dafür sorgen. So einfach ist das. Wir tun das ja auch.

Konradin schrieb:
Wer sagt dir eigentlich, daß die alleinerziehende Mutter nicht Teil einer erfolgreichen Familie war, ihr Mann arbeitslos wurde und die Ehe dadurch in die Brüche ging? Was ist, wenn die Mutter selbst vorher jahrelang gearbeitet und in den großen Topf eingezahlt hat, hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?

Klar, die durchschnittliche alleinerziehende Mutter hat 40 Jahre hart gearbeitet und in die Sozialsysteme eingezahlt. :depp:

Diese alleinerziehende Mutter kommt dann selber für sich und ihr Kind auf.


Konradin schrieb:
Wie wäre es eigentlich, wenn niemand mehr 'zu blöd zum Verhüten wäre' und wir Deutschen keine Nachkommen mehr bekommen würden?

Ach so, dann gibt es in Deutschland also keine gewollten, geplanten Kinder und nur "Unfälle"? :depp:

Wie gesagt, wer sich vermehrt, soll auch dafür aufkommen. Wieso sollen intakte Familien gegenüber diesen Leuten immer mehr benachteiligt werden?

Konradin schrieb:
Aber zum Glück ist die Geburtenrate hierzulande so niedrig,

Tja, wenn die Politiker endlich mal kapieren würden, dass dies wirklich keine Katastrophe ist. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn man sich die Bevölkerung gesundschrumpfen lassen würde (ohne in Panik zu verfallen und durch unvernünftigen Zuzug diesen sinnvollen Mechanismus zu behindern). Wäre es im Zeitalter der Überbevölkerung nicht wirklich sinnvoll, die Bevölkerung schrumpfen zu lassen?

Konradin schrieb:
daß DU MIT DEINEM ERSPARTEN (...) nicht allzuviele Kinder unterstützen musst.

Ich unterstütze genug Kinder - nämlich meine eigenen und durch meine nicht zu knappen Abgaben noch die Kinder dieser Leutz.
Das reicht. Würden das alle in gleichem Maße tun, dann sähe es für die Kinder besser aus.


kanone64 schrieb:
liegt bei diesen Menschen der Fokus auf den eigenen Kindern.

Leider eben nicht. Es ist nachgewiesen, dass diese Leutz (nicht im Einzelfall aber statistisch gesehen) viel weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen als berufstätige Familien. Ist doch irgendwie seltsam, da diese Leutz ne Menge Zeit haben.
Meiner Meinung nach ist das Problem die grundlegende Einstellung zum Leben, welches auch den KIndern vermittelt wird (entspricht ja auch deiner Feststellung).
 
Zuletzt bearbeitet:
Welche hässliche Gedankenwelt. So Schwarz, so wenig Weiß und gar nichts Buntes...
Das kann gefährlich werden, wenn die eigenen Gedanken und Wertvorstellungen plötzlich nicht mehr erlauben mit sich selbst im Reinen zu sein. Viele Selbstmorde und Krankheiten basieren darauf das man mangelnde Toleranz lebte und diese dann mal für sich so anwendet.

Herr McKilroy, Menschen dürfen poppen so viel sie wollen. Es ist ein Grundrecht das Du nicht verbieten kannst und nicht verbieten wirst, nicht mal Deiner Tochter, die Arme.

Ich finde das Du dich damit abfinden mußt das wir in einer zivilisierten Welt leben, in der ist es selbstverständlich was Du anprangerst.
Mir gefällt es, dass in Deutschland ein Sozialsystem vorhanden ist. Es ist nur zu wenig was der Staat denen zurück gibt die bezahlen, von daher erwarte ich das unsere Steuern und Abgaben zuerst für das Volk verwendet wird und wenn was übrig ist dann für andere. Solang aber in Deutschland Millionen Kinder hungern und sich von der Tafel ernähren, weiß ich das es Menschen wie Dich gibt die es so weit haben kommen lassen. Du warst wahrscheinlich nicht dafür verantwortlich, aber Menschen Deines Schlages sind und manche waren dafür verantwortlich. Das ist das beschämende... die europäische Kuh wird mit 1 € pro Tag subventioniert während Menschen sterben weil sie diesen Euro nicht haben.

ich finde es auch bezeichnend wie Du Konradin angehst. Ich lese sehr viel Hass in den Worten, nicht gegen Konradin, aber als Ursache für Deine Gesinnung.

Selbstverständlich siehst Du das anders.. Du siehst dich objektiv und realistisch, so wie die vielen Negativbeispiele der Geschichte.

Beschäftige Dich mal mit Toleranz und bedingungsloser Liebe, damit kannst Du vieles über Dich lernen. Es gibt nicht nur Null Toleranz und Liebe es gibt viele Stufen dahin und gipfelt in der bedingungslosen Liebe.

Beim Thema Sozialstaat sind wir weit von diesen Extremstufen entfernt..deswegen ist es unverhältnismäßig wie Du Dich darüber äußerst.

Das alles ist übrigens nicht als Angriff gemeint. Es ist nur ein Hinweis... nur ein Hinweis, der helfen kann.

Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
McKilroy schrieb:
Die dürfen po**en so viel sie wollen. Die dürfen Kinder kriegen, so viel sie wollen.
Aber dann sollen sie auch selber dafür sorgen. So einfach ist das. Wir tun das ja auch.
Richtig, die Arbeitslosen dürfen machen, was sie wollen. Zumindest solange sie noch nicht arbeitslos sind. Und wenn sie dann eines Tags doch arbeitslos werden, dann sollen sie doch gefälligst nicht Leuten wie dir auf der Tasche liegen.

Schließlich weiß jeder, daß sie (fast) ausnahmslos nichts eingezahlt haben und ihre Arbeistlosig selbstverschuldet ist. Oder gar ihrer Lebenseinstellung entspricht. Nicht die Alten sind es, die nicht mehr gebraucht werden, sie erdreisten sich einfach alt zu werden. Nicht die Mitarbeiter von Karstadt und Co sind es, die plötzlich unverschuldet auf der Straße stehen, sondern jeder weiß, daß bei Karstadt und Co nur potentielle Sozialschmarotzer arbeiten, die nun endlich in den Genuß ihrer wohlverdienten Arbeitslosigkeit kommen. Und auch nicht der mangelnde Umsatz ist es, der zu Kurzarbeit und Entlassung der Belegschaft führt, sondern der ausgewiesene Wunsch dort arbeitender Sozialschmarotzer nach dem 'wohlverdienten Ruhestand auf Kosten der Allgemeinheit'. Jeder lügt sich sein Weltbild so zurecht, wie er will. Und du willst hier ernsthaft diskutieren?

Offenbar ist es nicht angesagt, sich auf hier Geschriebenes zu beziehen. Tut man's, dann ist es dir nicht recht und tut man's nicht, dann ist es dir auch nicht recht. Völlig egal, damit kann man leben. An der Einstellung ändert dies allerdings nicht.

McKilroy schrieb:
Wie gesagt, wer sich vermehrt, soll auch dafür aufkommen. Wieso sollen intakte Familien gegenüber diesen Leuten immer mehr benachteiligt werden?
Eigentlich wäre dies ein klarer Grund, das Kindergeld, Erziehungsbeihilfen und am besten öffentliche Schulen gleich ganz abzuschaffen. Wer Kinder bekommt, der soll auch dafür aufkommen (deine Rede). Ist es etwa zuviel verlangt, die Kinder auf eine Privatschule zu schicken? Wer sich das nicht leisten kann, der muß schließlich keine Kinder bekommen. :depp:

Gestatten, Eliten.
 
Wir sind ein Technoligiestaat.
So jedenfalls wurde doch immer argumentiert, von unseren 2 großen Parteien. Es war zu beobachten dass Firmen, die nicht in der Automobilindustrie oder ähnlichem tätig waren, keine Hilfe vom Staat bekommen.

Ich lebe in der Region Schwarzwald/Baar. Deshalb meine Einschätzung zur Lage in dieser Region:
-Wir hatten hier viele Nähereien, von denen keine mehr übrig ist, es gab keine Hilfe, wir haben ja die Automobilindustrie.
-Wir hatten hier viele Schuhfabriken, von denen keine mehr übrig ist, es gab keine Hilfe, wir haben ja die Autobilindustrie.
-Wir hatten hier die Unterhaltungselektronik (z.B.Saba), von denen keine mehr übrig ist, es gab keine Hilfe, wir haben ja ...
-Wir hatten eine große Uhren- und Schmuckindustrie, von denen keine mehr übrig ist, es gab keine Hilfe, wir haben ...
Es gbt bestimmt noch mehr Beispiele, diese hier fallen mir nur gerade ein.

Da aber durch den Verlust dieser Arbeitsplätze, viele Menschen entlassen wurden, die mit der falschen Ausbildung, eine neue Arbeitsstelle suchten, bei einem Beruf den es nur noch im Ausland gab, war es schwer für sie, eine Arbeit zu finden.
Unter Gehaltseinbußen, wurden sie in der Automobilindustrie und deren Zulieferer untergebracht. Dotz herscht jetzt ein reger Kampf um die verbliebenen Arbeitsplätze. Da aber der Verlust dieser Arbeitsplätze nicht die Schuld dieser Menschen ist, sondern von der Regierung so hingenommen wurde, ist der Staat dazu verpflichtet, für diese Menschen aufzukommen. Wie immer von unseren Steuergeldern. In meinen Augen findet die Wirtschaftskrise schon sehr, sehr lange statt. Nur leider war man vorher Blind.

Wo soll uns das alles hinführen?
Durch den Verlust von Arbeitsplätzen für Menschen, die zwar mit ihrer Arbeitskraft, nicht aber mit ihrer Fachkompetenz mithalten können, werden immer mehr Menschen zu Sozialschmarotzern.

Der Fisch fängt bekanntlich am Kopf an zu stinken, bei uns scheint er schon zu faulen.

Warum in dieser Zeit, gerade diese Menschen, die keine Zukunft haben und auch für ihre Kinder sehen dürften, mehr als andere, die Produktion im eigenen Schlafzimmer ankurbeln, ist mir zwar schleierhaft, doch durch Hartz4 kommen diese Menschen zu keiner aussichtsreicheren Zukunft. Hierzu bräuchten wir Arbeitsplätze die nicht vorhanden sind.
 
Hier eine Klärung dafür, weshalb die Verhütung bei Hass4 Empfängern nicht so klappte.

Hartz IV
Zu arm für die Pille
Bizarr: Empfängerinnen von Arbeitslosengeld II haben keinen Anspruch auf Verhütungsmittel - doch im Fall der Fälle zahlt ihnen der Staat eine Abtreibung.

Sex ist Privatsache, keine Frage. Aber was ist beispielsweise, wenn die Ärmsten in Deutschland kein Geld für Verhütungsmittel haben - ist das dann ihr Problem oder eines des Staates? Und: Kann es der Gesellschaft egal sein, wenn wegen fehlender Verhütung aus Geldmangel ein Embryo heranwächst, der später abgetrieben wird?

Wenn das Geld knapp wird, setzen viele Frauen die Pille ab. Manche Paare nutzen dann Kondome - andere sparen sich jede Verhütung

Tatsache ist: Bevor das Gesundheits-Modernisierungsgesetz im Jahr 2004 in Kraft trat, bezahlten die Sozialämter den Bedürftigen die Verhütungsmittel. Das hat sich geändert.

Seit vier Jahren erhalten Arbeitslosengeld-II-Bezieherinnen nur noch die gleichen Leistungen wie alle anderen Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse. Und das bedeutet: Bis auf sehr seltene Ausnahmefälle erhalten Frauen ab 20 Jahren kein Geld mehr für ärztlich verordnete Verhütungsmittel.

Gleiches Recht für alle - das klingt zunächst gerecht, ist es aber nicht unbedingt. Während Normalverdiener die zehn bis zwanzig Euro pro Monat für Verhütungsmittel leicht bezahlen können, tun sich Hartz-IV-Bezieher schwer, die Summe aufzubringen. In ihrem Regelsatz sind für den großen Bereich der "Gesundheitspflege" weniger als 14 Euro vorgesehen - egal, wie alt die Betroffenen sind, egal ob männlich oder weiblich.
"Wer arm ist, der braucht auch keinen Sex"

Anders ausgedrückt: Geht es streng nach der Rechnung des Bundesarbeitsministeriums, können sich Frauen, die verhüten, darüber hinaus kein Pflaster mehr kaufen und auch nicht zum Arzt gehen. Das würde das Budget überschreiten.

"Das geht nach der Logik: 'Wer schon arm ist, der braucht auch keinen Sex zu haben'", kommentiert Michaela Kleber. Die promovierte Geschäftsführerin von "pro familia" in München kennt das Problem: "Wenn eine Hartz-IV-Empfängerin die Pille will, muss sie sich das vom Munde absparen", erklärt sie.

Klebers Erfahrung nach können oder wollen viele Frauen das nötige Geld nicht zur Seite legen. "Wie soll etwas angespart werden für etwas, für das gar kein Budget vorgesehen ist!?"

Konkrete Zahlen zur Thematik gibt es kaum. Eine Pilotstudie im Rahmen einer Masterarbeit an der Hochschule Merseburg bestätigt jedoch Klebers Einschätzung. Autorin Annelene Gäckle, die mittlerweile für "pro familia" in Köln arbeitet, befragte in verschiedenen Beratungsstellen 69 Frauen zwischen 21 und 45 Jahren nach ihrem Verhütungsverhalten. Zentrale Erkenntnis: Die Quote jener Frauen, die nach eigenen Angaben immer verhüteten, sank mit Eintritt in Hartz IV von 67 auf 30 Prozent...
http://www.sueddeutsche.de/politik/hartz-iv-zu-arm-fuer-die-pille-1.279333

Seit der Einführung von Hartz IV ist die Zahl ungewollter Schwangerschaften offenbar gestiegen. Sollte es für Bedürftige wieder kostenlose Verhütungsmittel geben?

Staatliche Deputation, so heißen im Stadtstaat Bremen Ausschüsse, in denen ein gutes Dutzend Politiker aller Couleur darüber beraten, was sie für ihre Bürger Gutes tun sollten. Weit über eine Stunde hatte die Deputation für Arbeit und Gesundheit schon diskutiert über die Neuordnung des Eichwesens oder die Umstrukturierung im Stahlsektor, da rief Gesundheitssenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD) den Tagesordnungspunkt elf auf, und fortan ging es um Erkenntnisse aus bundesdeutschen Schlafzimmern.

Rosenkötter präsentierte Mitte Februar eine Vorlage aus ihrer Behörde, der zu entnehmen war, wie es Frauen mit wenig Geld wohl so halten im Bett: Nehmen sie die Pille? Nutzen sie eine Spirale? Oder verzichten sie etwa ganz auf Verhütung? Die Gesundheitssenatorin zitierte aus einer Reihe von Studien, und sie war dabei offenbar so überzeugend, dass sich die Anwesenden parteiübergreifend einig waren: Es muss sich etwas ändern in den Betten des Prekariats. Hartz-IV-Empfängerinnen sollten künftig auch Verhütungsmittel kostenlos empfangen.


Der Bremer Vorstoß, der in einer Bundesratsinitiative münden soll, fällt in eine Zeit, in der in deutschen Parlamenten, TV-Talkrunden und an Stammtischen kein Thema höhere Wellen schlägt als die 2005 so umfänglich reformierte Sozialgesetzgebung. Die Idee, Gratispillen zu verteilen, wirft nun eine besonders heikle Frage auf: Hat Hartz IV dazu beigetragen, dass in Deutschland Tausende Frauen Kinder auf die Welt brachten, die sie eigentlich nicht haben wollten?

Organisationen wie Pro Familia, die Caritas und das Diakonische Werk sind sich da ziemlich sicher. In ihren Schwangerenkonfliktberatungen geben immer mehr Frauen an, dass sie sich eine sichere Verhütung nicht leisten können...
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,683760,00.html

Ich kann mir vorstellen, dass es nicht schön ist auf der einen Seite Besuch vom Gerichtsvollzieher zu haben und auf der anderen Seite regelmäßig Geld für die Pille auszugeben. Wenn Pille, dann regelmäßig! Die Abtreibung wird bezahlt.... wie soll sie es machen, McKilroy?
 
Zuletzt bearbeitet:
Carmen

Die Pille kostet zwischen 5 und 17 € pro Monat, je nachdem welches Präparat und welche Packungsgröße verordnet wird. Dabei sind Pillen in der 6-Monatspackung deutlich günstiger.

Wenn ich dieses Vergnügen sicher haben will, dann muss ich halt ein paar Euro bezahlen.

Und wenn man davon ausgeht, dass es ja eigentlich 2 Beteiligte gibt (von Selbstbefriedigung wird man kaum schwanger), dann halbiert sich der Preis oben - kapiert?

Das sollte es einem schon Wert sein, wenn man wirklich kein Kind will.


Ansonsten ist man selber Schuld.

Camren schrieb:
Herr McKilroy, Menschen dürfen poppen so viel sie wollen. Es ist ein Grundrecht das Du nicht verbieten kannst

Carmen, bist du zu blöd, zu lesen. Genau das habe ich doch geschrieben! Nur sie sollten mal lernen, die Konsequenzen selber zu tragen.

Carmen schrieb:
Solang aber in Deutschland Millionen Kinder hungern und sich von der Tafel ernähren, weiß ich das es Menschen wie Dich gibt die es so weit haben kommen lassen.

Carmen, in welchem Jahrhundert lebst du eigentlich?
In Deutschland hungern also Millionen Kinder? :löl:
Deine "Argumentieren" wird langsam ziemlich abstrus (obwohl es das eigentlich schon immer wieder mal ist).


Und nochmals, ihr Gutmenschen:

Wieso habe ich noch nie was von eurem freiwilligen Abgabenfond gehört, mit dem ihr die Bedürftigen unterstützt?

Ihr schwafelt nur und lasst keine Taten folgen. Ihr wollt nur das Geld anderer Leute verteilen. Hört sich schlimm an, ist aber so. ;)
 
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