sanshine schrieb:
parteien wollen ncihts ändern, sie wollen an die macht kommen, da es dann erst richtig kohle regnet. man muss sich davon verabschieden, ...
Parteien
können nichts ändern.
Selbstverständlich stellt sich die Frage nach dem warum. Doch lohnt es wirklich, sich darüber Gedanken zu machen?
Die Regierung, Kanzler oder Kanzlerin, also Chef und Chefin der „Exekutive“ sind nicht angestellt, um eigene Entscheidungen, geschweige denn die des „Volkes", durchzusetzen, sondern um auszuführen, was von den Machthabern im Hintergrund beschlossen ist.
Fragen von Soll und Haben werden von den Interessenverbänden beantwortet. Von dort nehmen sie ihren Weg in das Bundesgesetzblatt. Die Kanzlerin bekommt derzeit beim „Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft 2009“ von den Präsidenten des Bundesverbandes der Arbeitgeber, des Industrie- und Handelskammertages und des Deutschen Handwerks ihre Arbeitsanweisungen für die nächsten Monate ausgehändigt.
Erst wenn sich die Interessen der Finanz- und der Realwirtschaft, der Konzerne und des Mittelstandes nicht so decken, wie sie sollen, muss „harmonisiert“ werden. Diese „Harmonisierung“ bezeichnet man in Regimes wie dem der BRD als Politik.
Etwas mehr Handlungsfreiheit hat das Regime, wenn die Grenzen festzulegen sind, wie viel „Freiheiten“ dem Souverän gelassen werden sollen; wie man ihn dazu dressiert, an der richtigen Stelle sein Kreuzchen zu machen. Auch, wenn zu entscheiden ist, wann und in welchen Ländern es Märkte und Rohstoffe zu rauben gilt (= humanitärer Einsatz).
Auch wenn das Regime in diesem Punkt von Stiftungen und Gesellschaften für auswärtige Politik beraten wird, tut es sich bei der Kalkulation von Gewinn und Verlust solcher „humanitären Einsätze“ ungleich schwerer als bei den Berechnungen von Hartz IV oder der Gesundheitsreform. Es besteht also ein relativ großes Restrisiko. Für die Untertanen.
Über dieses Thema könnte ich – und habe ich auch schon – Stunden referieren.
Wahlen: Man gibt den Sklaven das Gefühl, sie hätten die Wahl.
Letztendlich läuft es darauf hinaus: Könnten Wahlen etwas Entscheidendes bewirken bzw. ändern, würden sie nicht stattfinden (dürfen).
Warum ich „die Linke“ wähle? Sie war die einzige Partei (damals PDS), die sich gegen die Verbrecher stellte, die 1999 im Deutschen Bundestag den Überfall auf Jugoslawien beschlossen (damals konnte ich allerdings noch nicht wählen).
Krieg – ein Zustand, den ich kenne – ist in meinen Augen das größte Verbrechen, das man einem Volk antun kann (an euch Deutschländer: Ist nicht bisher jeder Krieg, der von Deutschland ausging, auch nach Deutschland zurückgekehrt ?).
Als „links“ würde ich „die Linke“ allerdings nur im Vergleich zu den Brauen (
Rot [SPD] +
Grün [Grüne] = Braun) bezeichnen.