Wenn heute Wahl wäre geschlossen 

Wäre heute Wahl würde ich folgende Partei wählen

  • CDU/CSU

    Stimmen: 74 16,7%
  • FDP

    Stimmen: 67 15,1%
  • SPD

    Stimmen: 47 10,6%
  • Bündnis 90 die Grüne

    Stimmen: 31 7,0%
  • die Linke

    Stimmen: 55 12,4%
  • Sonstige

    Stimmen: 103 23,2%
  • gar keine Partei

    Stimmen: 29 6,5%
  • eine ungültige Stimme abgeben

    Stimmen: 38 8,6%

  • Umfrageteilnehmer
    444
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
das Problem dabei ist nur, wenn jeder mehr Geld hat, wird auch alles teurer... insofern ist das eine falsche Aussage. Übrigens, warum ging es den Deutschen gut? Weil es der Wirtschaft gut geht. ich hab nämlich noch niemals was von hohen Sozialabgaben nach '45 gehört
 
Sierb schrieb:
... Politiker sind daran jedenfalls nicht Schuld. ...
Nein? In der BRD mussten eigens Gesetze geändert werden, um den Wirtschaftskriminellen freie Hand zu geben.

Nur eine Liste:
Twenty-five people at the heart of the meltdown ... | Business | The Guardian
Natürlich ist diese Liste nicht vollständig; so fehlen in dieser Liste z.B. die „Edelkriminellen“
Ackermann, Eichel, Merz, Verheugen, Brook, Ortseifen, Leusder, Matthäus-Maier, Steinbrück, von Klaeden, Pofalla, Merkel, ...

Nebenbei: Den Weg für bestimmte finanzielle Transaktionen freizumachen, das Stützen bzw. Fallenlassen von Banken/Finanzhäusern/Großunternehmen ist Politik; es sind also Politiker für die Entscheidungen verantwortlich.

Dass die Finanzmisere nicht zuletzt auch aus den persönlichen Aversionen von den Leitern (einst) führender amerikanischer Bankhäuser und ihren Gegenspielern in der Politik herrührt, gilt mittlerweile als Allgemeinwissen.

Sierb schrieb:
... Du sprichst an, dass wir mit dem Argument "gute Wirtschaft = besseres leben" betrogen wurden. Aber letzlich ist das so. Du kannst doch nicht behaupten, dass wir nur so reich sind, weil wir den armen immer mehr Geld geben. ...
Eins vorweg: Ich bin nicht reich, ich beziehe eine kleine Rente und unterrichte täglich bis zu acht Stunden.
Du meinst also, es wäre ganz in Ordnung, dass sich der arbeitende Pöbel, der seinen Fürsten Paläste (und Macht) aufgebaut hat, mit den vom Tische der Mächtigen herabfallen Brotreste begnügt?

Dazu der Kommentar eines meiner Schüler (ein – für meine Verhältnisse – schwerreicher Immobilienmakler): „Die Sozialleistungen sind die billigste Lösung für uns (Besitzende). So wird das Volk gerade noch ruhig gehalten. Andernfalls müssten wir – wie in den USA – unsere Wohnanlagen durch Privatarmeen sichern und unsere Häuser zusätzlich durch hohe Mauern und Alarm- und Überwachungsanlagen schützen. Dies käme uns wesentlich teurer"
 
hier geht schon wieder ne Grundsatzdiskussion los... Carmen wollte wissen warum Leute CDU wählen. Aber Gott sei dank leben wir in einer Demokratie.
 
Sierb schrieb:
hier geht schon wieder ne Grundsatzdiskussion los...
So kann diese „Grundsatzdiskussion“ nicht zuletzt dazu dienen, Gründe für die Wahlentscheidung (z.B. für oder gegen CDU/CSU) zu eruieren, bzw. seine eigene Entscheidung noch einmal zu überdenken.
Nebenbei: An einer Grundsatzdiskussion kann wohl nur teilnehmen, wer Grundsätze (zu vertreten) hat.

An der Umfrage zur Wahlentscheidung habe ich teilgenommen.

Sierb schrieb:
... Aber Gott sei dank leben wir in einer Demokratie.
Amen. So gibt es – zumindest für Dich – einen göttlichen Schuldigen an der Misere.
 
joungster schrieb:
So kann diese „Grundsatzdiskussion“ nicht zuletzt dazu dienen, Gründe für die Wahlentscheidung (z.B. für oder gegen CDU/CSU) zu eruieren, bzw. seine eigene Entscheidung noch einmal zu überdenken.
Ich erwarte bei einer Wahl der Linkspartei zur stäksten Partei das die soziale Marktwirtschaft, sozialer werden wird. Ich glaube auch das die anderen großen Parteien daraus lernen werden und zukünftig sozialere Interessen vertreten werden. Zudem bietet sich damit die Möglichkeit, die Politiker von den Stühlen zu entfernen die die Interessensvertretung der Reichen ist.

Das kann nur die Linkspartei sein, weil sie noch nie in Regierungsverantwortung waren und somit noch unberührt sind. Bis da die Lobby neue Handlanger rekrutiert hat steht schon die nächste Wahl an.

Liebe Grüße
Carmen
 
Carmen schrieb:
Ich erwarte bei einer Wahl der Linkspartei zur stäksten Partei das die soziale Marktwirtschaft, sozialer werden wird. ...
Selbstverständlich hoffe auch ich dies.

Allerdings zeigt die Geschichte der BRD einige Entwicklungen, die mich eher skeptisch stimmen.

Die „Grünen“, einst als die Friedens- und Umweltschutzpartei angetreten, zeigten sich – einmal an der Macht – als die Partei der Bellizisten; die Sozialdemokratische Partei Deutschlands – einmal an der Macht – setzte den größten Sozialabbau seit dem Bestehen der BRD durch.

Das allgemeine Vertrauen in die BRD-Demokratie:
Als ich in meiner Schule Unterschriften für die Linkspartei.PDS sammelte (bevor in Bayern eine Partei zu Bezirks- und Landtagswahlen zugelassen wird, muss eine ausreichende Anzahl von Unterschriften vorliegen, die den Wahlvorschlag bestätigen), lehnten viele mit dem Argument ab, dass sie bei Leistung der Unterschrift (mit vollem Namen und Anschrift) massive berufliche Nachteile zu erwarten hätten.

Offenbar ist in großen Teilen der Bevölkerung das Vertrauen in die Überwachungsdemokratie der BRD nicht sehr ausgeprägt. Seltsam?
 
Ich wollte nurmal kurz einwerfen, dass es Leute gibt, die der Meinung sind, dass die Regierung nicht noch mehr sozialere Interessen Unterstützen soll. Ich bin übrigens der Meinung, dass zu sozial unsozial ist. Ich finde es nämlich durchaus nicht gerecht, dass ich mir 13 Jahre lerne, mir einen riesen Stress für mein Abi in 3 Tagen geb und einer, der sein Leben lang gefaulenzt hat später das selbe Verdienen. Das ist nicht gerecht. Und nur, weil die größere Schicht der Bevölkerung vermutlich weniger verdienen wird als ich, ist es noch lange nicht gerecht mich um meinen verdienten Lohn zu bringen.

Mich interessiert nurnoch, was ihr mit "Volksnähe" meint.
 
Ich schließe mich hier einigen Leuten an:

Das soziale in der Politik wie auch in unserer Gesellschaft allgemein wird stark mit Füssen getreten.

Wenn es nicht mal mehr die SPD schafft eine soziale Politik zu verfolgen und es mehr Zulauf zu publizitischen Parteien wie die PDS und anderen gibt, dann sollten wir uns mal Fragen wo das alles mal enden soll.

Früher sind Menschen auf die Strasse demonstrieren gegangen mit dem Wissen vieleicht nicht mehr zurück zukommen. Diese Erungenschaften, die wir heute für Selbstverständlich halten, wurden hart erkämpft.


Und was heute:

Rente mit 67
2 Klassenmedizin
Gehälter/Abfindungsregelungen für Manager/Bänker u.a.
Zeitarbeitsfirmen
Nebenjobs von Abgeordneten

u.v.m
:rot:

Alles Themen bei denen jedem sozial eingestellten Menschen übel wird.


Aber scheinbar interessiert es keinen.
 
Sierb schrieb:
Ich finde es nämlich durchaus nicht gerecht, dass ich mir 13 Jahre lerne, mir einen riesen Stress für mein Abi in 3 Tagen geb und einer, der sein Leben lang gefaulenzt hat später das selbe Verdienen. Das ist nicht gerecht. Und nur, weil die größere Schicht der Bevölkerung vermutlich weniger verdienen wird als ich, ist es noch lange nicht gerecht mich um meinen verdienten Lohn zu bringen.
Hallo sierb
verdienen und bekommen sind ein großer Unterschied. Eigentlich argumentierst Du das unstudierte das Gleiche bekommen wie Du während Du studierst und danach beziehst Du Dein vermeintliches besseres Einkommen rein auf die Tatsache das Du studiert hast.
Aber so ist die Realität tatsächlich, trotz Vollzeitbeschäftigung muß der Steuern Zahlende ein Teil an gut und gewinnbringend arbeitende bezahlen.
Wo ist das Leistungsprinzip? Der Beste soll den besten Lohn bekommen. Wenn jemand sein Leben lang fleißig und gut arbeitet soll trotz dessen keine auskömmliche Entlohnung erhalten? Das kannst Du doch nicht meinen.

Von daher auch die Anforderung, das Arbeiter gut bezahlt werden müßen damit es den Firmen und dann dem Staat gut geht. Das Geld das Niedriglöhner und die Mittelschicht ausgeben würden bringt Steuern auch durch die gestiegenen Umsätze der bekauften Firmen zudem entfällt die Lohnsubventionierung zudem werden diese Arbeiter ein besseres Wertigkeitsgefühl bekommen. Deshalb werden Krankheiten weniger und Innovationen reichhaltiger und die Qualität sowie Effizienz steigen. Alles Punkte die uns jetzt voranbringen würden. Investitionen, Reicher, in den Geldmarkt schaffen keine zusätzlichen Arbeitsplätze sondern vernichten Arbeitsplätze weil Heuschrecken Firmen vernichten. Deshalb ist die goldene Regel:
Wenn es den Arbeitern gut geht, geht es den Firmen gut und somit dem Staat. Warum? Höheres Einkommen bedingt höhere Einzahlungen in Renten, Krankenkassen, Steuertöpfe usw.
Das ist der Grund weshalb ich die Partei die das richtige fordert wähle und nicht die das falsche fordert und dann auch noch umsetzen wird!

Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
Sierb schrieb:
... Mich interessiert nurnoch, was ihr mit "Volksnähe" meint.
Nachdem dieser Begriff innerhalb dieser Diskussion erstmals von Dir verwendet wird: Was ist Deine Definition?

Nebenbei: Ich wäre niemals – weder vor, noch nach meinem Studium – auf die Idee gekommen, dass mich mein Diplom zum Schmarotzertum (auf Kosten der hart Arbeitenden) berechtigt.
 
Wir sind eine Gesellschaft, die auf Bildung aufgebaut ist. Dass das nicht immer gerecht ist, stimmt. Und das wohl der ein oder andere Arbeiter deutlich mehr arbeitet wie ein Lehrer z.B. ist auch nicht immer gerecht. Wir dürfen als Gesellschaft trotzdem nicht dafür sorgen, dass Bildung sich nicht lohnt.
Auch brauchen wir das Aufstiegsprinzip. Menschen arbeiten besser und mit mehr Engagement, wenn sie was erreichen wollen. Fällt das weg, hemmt das die Produktivität
Natürlich ist es dann sehr, sehr wichtig Chancengleichheit zu schaffen. Die ist im Übrigen in Deutschland sicher mit am höchsten auf der Welt.

Du sprichst das Leistungsprinzip an. Das Bezieht sich nicht darauf, dass wer fleißiger ist mehr verdient, sondern der, der sein Wissen am besten anbringt.

Carmen, interssanterweiße teile ich deine Meinung in den Meisten Punkten. Mein Lösungsansatz ist dagegen der komplette Gegensatz. Wie schon gesagt, denke ich, dass es der Wirtschaft gut gehen muss, damit es den Menschen gut geht.
Ich halte das für den besseren Lösungsansatz, da das keine Inflation nach sich zieht. Glaubst du nicht, dass wenn alle mehr Geld haben, dass die Preise für alles im Gleichen Maß steigen weil die Leute es jetzt bezahlen können? Und noch eine Frage: Woher soll das Geld kommen. Wir sind doch jetzt schon überschuldet.
Du wirst mir jetzt sicher vorwerfen, dass dagegen Geld für die Abwrackprämie rausgeschmissen wird. Aber dieses Geld kommt direkt in die Wirtschaft. Direkt in den Umlauf. Dadurch kann die Autoindustrie mehr Autos bauen, die Zulieferer bekommen wieder mehr Aufträge, können mehr produzieren usw.
Wir sind uns auch hier einig, dass mehr Geld ausgegeben werden muss. Aber, dass darf nicht auf Kosten der Wirtschaft gehen. Denn ich denke, dass wenn man allen über einen Längeren Zeitraum mehr Geld gibt, die Produktivität sinkt. Denn, kein Mensch arbeitet freiwillig. Und bekommt jeder jetzt mehr fällt der Wunsch nach Aufstieg weg und man arbeitet weniger.

@Joungster: Damit habe ich genaugenommen das hier gemeint ;):
joungster schrieb:
Was wir brauchen, sind Politiker, die sich dem „Volk“ verpflichtet fühlen.

Findest du also nicht, dass du mehr verdienen solltes wie ein Fließbandarbeiter beim Deimler?
 
Sierb schrieb:
...Carmen, interssanterweiße teile ich deine Meinung in den Meisten Punkten. Mein Lösungsansatz ist dagegen der komplette Gegensatz...

Hallo
ich hatte ja auch immer die CDU gewählt... Es ist aber Tatsache das die CDU jede Gestaltungsmöglichkeit hatte und jetzt sind sie einfach nicht mehr glaubwürdig. Die Realität bestätigt auch die falsche Herangehensweise der CDU. Die Wirtschaft ist so frei wie nie in den letzten Jahrzehnten den Mindestlohn hatten wir auch nicht, die Gewerkschaften verdienen bald ihre Bezeichnung nicht mehr, die Überwachungsmöglichkeiten sind paradiesisch. Einsicht auf Konten unbescholtener Bürger sind genauso selbstverständlich wie die generelle Massenkriminalisierung von Jugendlichen und anderen so genannten Urheberrechtsverletzern. Ein Bild das frei im Internet zugänglich ist von einem Produkt das man in EBAY zum Verkauf anbietet, ist eine Strafe von mehreren Tausend € wert. Bitte?? Die Hersteller bewerben die Nutzer des Internets ohne sich die Einverständniserklärung einzuholen, wenn man aber sein legal gekauftes Produkt zeigen will damit man es Verkaufen kann, ist auf einmal ein Schaden für den Hersteller bezifferbar?????????????????? Was wünscht die sich noch? Immer sind irgendwelche Situationen oder andere schuldig nie die Entscheidungen der CDU! Sogar Millionenbetrug bleibt straflos. Wenn Du aber einen Cent Steuerschuld hast, gibt es Erzwingungshaft! Wer sind wir? Was für Wertigkeiten haben wir?

Die CDU glänzte damit die Schröder SPD zum Schaden Deutschlands zu torpedieren in dem sie dafür sorgte das wichtiges und mit Mehrheit beschlossenes dann nicht umgesetzt werden konnte. Heute schmückt man sich mit den Agenda Federn der SPD... eigentlich will ich ja keinen Einfluss nehmen auf die kleine Wahl hier im Board und möchte mich deshalb mit meinen Ansichten zurückhalten. Bei Ungerechtigkeiten steigt mir einfach das Temperament.. Brrrrrrrrrrrrrrremmmmmmmmmms!

Liebe Grüße

Carmen
Link zum aktuellen Politbarometer: Umfrage vor Bundestagswahl: Schwarz-Gelb verliert Mehrheit
und das ergab eine Umfrage der Bild: http://www.bild.de/BILD/politik/2009/03/24/bild-de-umfrage/absolute-mehrheit-fuer-schwarz-gelb.html 60% Mehrheit????
PS: Wer genau wissen will was sich die CDU, SPD und FDP als Schuld anrechnen lassen muß, kann sich in folgenden Videostreames ansehen was es bedeutet diese Parteien gewählt zu haben:
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html?dr=1
insbesondere offenbart dieser Link die Inkompetenz oder die Lügen der Regierung: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/721346?inPopup=true
 
Zuletzt bearbeitet:
parteien wollen ncihts ändern, sie wollen an die macht kommen, da es dann erst richtig kohle regnet. man muss sich davon verabschieden, dass es da draussen leute gibt, die sich um das wohl des volkes kümmern. es geht letztlich nur um das eigene wohl. ich sehs nciht pessimistisch, ich sehe es realistisch..
 
Hallo
Bisher wurden 98 Stimmen abgegeben davon waren 17 Stimmen die in einer realen Wahl nicht gezählt hätten ( ungültige oder gar keine ). Somit wurden 81 Stimmen abgegeben.

Die CDU/CSU hätte statt 21,43 % eine tatsächliche 25,93 %
Die FDP hätte statt 18,37 % eine tatsächliche 22,22 %
Die SPD hätte statt 12,24 % eine tatsächliche 14,81 %
Die Grüne hätte statt 04,08 % eine tatsächliche 04,94 %
Die Linke hätte statt 14,29 % eine tatsächliche 17,28 %
Die Sonstigen hätte statt 12,24 % eine tatsächliche 14,81 %

Die CDU/CSU zusammen mit der FDP hätten statt 39,8 % ein verbessertes Ergebnis auf 48,15 % ein Plus von 8,35 %

Ich denke das der Protest durch Wahlverzicht und Abgabe von ungültigen Stimmen die Parteien stärkt, die die Hauptursache der Protestwahl sind.

Wenn die Sonstigen hingegen noch detailiert aufgelistet wären, frage ich mich ob der Anteil sinken würde?

Liebe Grüße Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt ja auch noch einige wählbaren (obacht Kontroverse meiner seits) unter 5% wie APPD, SAV, MLPD, DKP, Tierschutzpartei unter anderem.
Denke jeder sollte sich % einreihen in die Reihen der Wählenden da Er/Sie sonst das gröste Übel durch Stimmenthaltung wählen.
 
Hallo
warum wählt man Die Sonstigen?
Spielen die Ereignisse um die Bahn und Hrn. Mehdorn eine Wahl beeinflussende Rolle? Hat die Wirtschaftskriese dazu geführt das man eine andere Partei wählen wird? Oder hat es die Entscheidung für eine bestimmte Partei bekräftigt?

Liebe Grüße
Carmen
 
Ich sehe im Moment einfach keine wählbare größere Partei. Und indem ich was kleines "unbedeutendes" wähle zeige ich ja das die "großen" was falsch machen, ohne mich einfach der Wahl zu verweigern. Und hoffe das die "großen" dann mal über ihr Verhalten nachdenken und sich eventuell ändern.
Vielleicht ein bisschen utopisch, aber ich denke das ichs so machen werde.
 
sanshine schrieb:
parteien wollen ncihts ändern, sie wollen an die macht kommen, da es dann erst richtig kohle regnet. man muss sich davon verabschieden, ...
Parteien können nichts ändern.

Selbstverständlich stellt sich die Frage nach dem warum. Doch lohnt es wirklich, sich darüber Gedanken zu machen?
Die Regierung, Kanzler oder Kanzlerin, also Chef und Chefin der „Exekutive“ sind nicht angestellt, um eigene Entscheidungen, geschweige denn die des „Volkes", durchzusetzen, sondern um auszuführen, was von den Machthabern im Hintergrund beschlossen ist.

Fragen von Soll und Haben werden von den Interessenverbänden beantwortet. Von dort nehmen sie ihren Weg in das Bundesgesetzblatt. Die Kanzlerin bekommt derzeit beim „Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft 2009“ von den Präsidenten des Bundesverbandes der Arbeitgeber, des Industrie- und Handelskammertages und des Deutschen Handwerks ihre Arbeitsanweisungen für die nächsten Monate ausgehändigt.

Erst wenn sich die Interessen der Finanz- und der Realwirtschaft, der Konzerne und des Mittelstandes nicht so decken, wie sie sollen, muss „harmonisiert“ werden. Diese „Harmonisierung“ bezeichnet man in Regimes wie dem der BRD als Politik.
Etwas mehr Handlungsfreiheit hat das Regime, wenn die Grenzen festzulegen sind, wie viel „Freiheiten“ dem Souverän gelassen werden sollen; wie man ihn dazu dressiert, an der richtigen Stelle sein Kreuzchen zu machen. Auch, wenn zu entscheiden ist, wann und in welchen Ländern es Märkte und Rohstoffe zu rauben gilt (= humanitärer Einsatz).
Auch wenn das Regime in diesem Punkt von Stiftungen und Gesellschaften für auswärtige Politik beraten wird, tut es sich bei der Kalkulation von Gewinn und Verlust solcher „humanitären Einsätze“ ungleich schwerer als bei den Berechnungen von Hartz IV oder der Gesundheitsreform. Es besteht also ein relativ großes Restrisiko. Für die Untertanen.

Über dieses Thema könnte ich – und habe ich auch schon – Stunden referieren.

Wahlen: Man gibt den Sklaven das Gefühl, sie hätten die Wahl.
Letztendlich läuft es darauf hinaus: Könnten Wahlen etwas Entscheidendes bewirken bzw. ändern, würden sie nicht stattfinden (dürfen).

Warum ich „die Linke“ wähle? Sie war die einzige Partei (damals PDS), die sich gegen die Verbrecher stellte, die 1999 im Deutschen Bundestag den Überfall auf Jugoslawien beschlossen (damals konnte ich allerdings noch nicht wählen).
Krieg – ein Zustand, den ich kenne – ist in meinen Augen das größte Verbrechen, das man einem Volk antun kann (an euch Deutschländer: Ist nicht bisher jeder Krieg, der von Deutschland ausging, auch nach Deutschland zurückgekehrt ?).

Als „links“ würde ich „die Linke“ allerdings nur im Vergleich zu den Brauen (Rot [SPD] + Grün [Grüne] = Braun) bezeichnen.
 
ist's nicht eh egal?

europawahl werde ich was eu-kritisches wählen, Bundestagswahl wohl die Linke ... die SPD hat's vermasselt, CDU kann ich traditionell nicht vertreten, FDP wäre eine Stimme für die CDU, die Grünen sind zu unsicher ... Links, ja.
 
Also wenn jetzt Wahlen wären dann hätt ich jetzt 50 Euro mehr weil ich Wahlhelfer bin!:)
 
Roshi schrieb:
Also wenn jetzt Wahlen wären dann hätt ich jetzt 50 Euro mehr weil ich Wahlhelfer bin!
Pfui, wie geldgierig. Nimm Dir ein Beispiel an den Repräsentanten dieser Republik: Sie – die Abgeordneten, Minister, KanzlerInnen und Präsidenten – haben ihre Ämter nur angestrebt, um selbstlos dem Volke zu dienen.

Vollpfosten schrieb:
Gibt es auch ganz klare Gründe dafür (abgesehen von einigen Klaren)?
 
Also ich würde ja schon gerne wählen gehen. Aber ich weiss nicht was die Parteien unterscheiden, denn alle reden um den heißen Brei herum. Ich habe für 2 Wochen an einem kommunalpolitischen Praktikum teilgenommen, und dort sieht man sehr genau, wie professionell sich unsere lieben Politiker vor einer Entscheidung drücken. Es ist wirklich sehr verwunderlich wie wenig die Politiker von Theorie und Praxis verstehen. Dies zeugt wirklich nicht von Intelligenz!
 
Sierb schrieb:
… Politiker sind daran jedenfalls nicht Schuld. …
Dass das derzeitige – weltweite – Desaster nahezu ausschließlich der Politik (den Politikern) anzulasten ist, zeigt dieser Bericht recht ausführlich und auch für sehr Blauäugige gut verständlich. Die nächsten Verbrechen – an denen wiederum die Politiker „jedenfalls nicht Schuld“ haben werden – wurden gerade in London (von Politikern) beschlossen.

G-20-Gipfel: Der Goldene Schuss - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Sierb schrieb:
… Findest du also nicht, dass du mehr verdienen solltes wie ein Fließbandarbeiter beim Deimler?
Nein! Ich bin in die Schule (und, nach meiner Berufsausbildung, zur Uni) gegangen, weil ich

1. Eltern hatte, die aus der sogenannten (polnischen) „Bildungsschicht“ stammten, mich also von klein auf zum Lernen anhielten (so wuchs ich z.B. dreisprachig auf, weitere Sprachen kamen später hinzu),
2. mir das Lernen mehr Freude bereitete, als die Arbeit an der Druckmaschine.
3. mir das Studium durch die damalige Politik auch als Ausländer finanziell möglich wurde.

Auf welche „Eigenleistung“ sollte sich also der Anspruch auf höheren Verdienst stützen? Ich tat mein ganzes Leben lediglich das, was ich konnte und wollte. Der Sklave am Fließband tut das, was er tun muss (aus welchen Gründen auch immer).
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben Unten