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(ist eine Marktgemeinde mit 2.024 Einwohnern im Bezirk Krems-Land im
Südosten des Waldviertels in Niederösterreich;
der Kamp tritt hier aus dem engen Kamptal in das Tullnerfeld;
die Fläche der Marktgemeinde umfasst 4,8 km², von denen 5,03 % be-
waldet sind;
das Gemeindegebiet umfasst die zwei Ortschaften Hadersdorf am Kamp
und Kammern, wobei das mit rund 1.600 Einwohnern deutlich größere
Hadersdorf am Kamp Hauptort und Sitz der Gemeindeverwaltung ist;
urkundlich wird Hadersdorf am Kamp bereits 1136 erwähnt als „Werd,
que nunc dicitur Hedreitsdorf“ [„Werd“ bzw. „Wird“ weist darauf hin,
dass der Ort auf einer Insel inmitten der Kampauen lag], und in einer
Urkunde, ebenfalls von 1136, wird der Ort als „Haderichsdorff“ genannt
[er trägt seinen Namen von den Haderichen, den Herren von Nöstach-
Schwarzenberg, deren Stiftung des Klosters Klein-Mariazell im Wiener-
wald Markgraf Leopold III. weiterführte];
in Unkenntnis der wahren Bedeutung des Ortsnamens gab im Jahre 1514
Kaiser Maximilian I. dem Markte sein bis heute gültiges Wappen, das
zwei miteinander hadernde (kämpfende) Landsknechte zeigt;
der heutige Ortsteil Kammern gelangte 1760 durch eine Schenkung an
das Stift Zwettl zu Hadersdorf;
am 7. April 1945 wurden 61 politische Häftlinge durch eine SS-Einheit,
unter Beihilfe Hadersdorfer NSDAP-Führer, beim Massaker von Hadersdorf
ermordet – sie waren Opfer der so genannten Kremser Hasenjagd, einem
blutigen Gemetzel, initiiert von NS-Treuen, nachdem der Leiter der Männer-
strafanstalt Stein, Franz Kodré, unter dem Eindruck des bevorstehenden
Kriegsendes, Häftlinge entlassen hatte)