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(hat 20.185 Einwohner und ist die Kreisstadt des Landkreises Teltow-Fläming
[Kfz-Kennzeichen: TF] im Land Brandenburg;
liegt etwa 50 Kilometer südlich von Berlin, was durch den Merkspruch
„Luckenwalde, Luckenkien, 50 Kilometer vor Berlin“ ausgedrückt wird;
nördlich von Luckenwalde liegt Trebbin, südlich Jüterbog, östlich Baruth/Mark
und westlich Treuenbrietzen;
in der Nähe des Marktturms beträgt die Höhe über dem Meeresspiegel 49 m,
bei den Weinbergen westlich des Zentrums sind es 77 m;
an der Stelle, an der heute Luckenwalde liegt, existierte der slawische Ort
Lugkin – aus Lugkin wurde später die deutsche Bezeichnung Luckenwalde,
dabei bedeutet Lug Bucht, Biegung oder Bogen [dies bezieht sich auf die
Lage in einer Bucht des Baruther Urstromtals und auf den Flusslauf der Nuthe]
– eine andere Deutung führt die Silbe Lug auf den ebenfalls slawischen Begriff
Luch, der für eine feuchte Niederung steht, zurück;
wahrscheinlich im frühen 10. Jahrhundert wurde eine hölzerne Burg mit Wall,
Palisadenzaun und drei wasserführenden Gräben errichtet, um das Jahr 1007
geriet Lugkin unter die Vorherrschaft des expandierenden Piastenstaats;
in der Mitte des 12. Jahrhunderts – während des Wendenkreuzzugs – ge-
langte Lugkin unter die Vorherrschaft der Wettiner, die slawische Burg wur-
de geschleift und durch neue Anlagen in Stein ersetzt;
die Burganlage wurde am 28. Dezember 1216 durch das Bistum Brandenburg
als Lukenwalde erstmals urkundlich erwähnt, sie bildete das Zentrum eines
Burgwardbezirks – der noch heute existente Marktturm war ein Teil jener
Burganlage;
Luckenwalde entwickelte sich im Laufe des 15., 16. und 17. Jahrhunderts zu
einer bedeutenden Handelsstadt, im Laufe des 18. Jahrhunderts gewann das
Handwerk, insbesondere die Tuch- und Zeugmacher sowie die Müller und die
Bäckermeister, an Bedeutung, und im 19. und 20. Jahrhundert besaß Lucken-
walde große Bedeutung als Industriestadt;
seit der deutschen Wiedervereinigung entwickelt sich der Tourismus zum
wirtschaftlichen Schwerpunkt der Stadt und ihrer Umgebung;
die Stadt Luckenwalde hat nach der Eingemeindung der Gemeinden
Frankenfelde und Kolzenburg am 5. Dezember 1993 die drei Ortsteile
Kernstadt Luckenwalde, Frankenfelde und Kolzenburg)