Google StreetView - Ja oder Nein? Umfrage 

StreetView - Ja oder Nein?

  • Dafür!

    Stimmen: 175 67,8%
  • Dagegen!

    Stimmen: 83 32,2%

  • Umfrageteilnehmer
    258
Graf von W. schrieb:
Diese Aussage ist totaler Unsinn.

Demzufolge dürfte es alles das, was dir noch nicht widerfahren ist, auch nicht geben.
Stimmt. Aber genau so argumentierst du in Post#70.
 
Graf von W. schrieb:
Demzufolge dürfte es alles das, was dir noch nicht widerfahren ist, auch nicht geben.
Eine interessante Hypothese, mit sinnigen Kausalzusammenhängen,
über die es sich durchaus auch weiter nachzudenken lohnen würde...
Falls noch Kapazitäten in den diversen Synapsen vorhanden sind ;)

Denn @ Konradin :)
Falsch, Dein Satz @Graf von W #72 stimmt schon :D
Allerdings NUR rein subjektiv auf Dich bezogen.

Und genau so oder zumindest so ähnlich (subjektiv) sieht das Ganze auch hier im thread bzw. in der gesamten Debatte um Street View,
oder lasst uns besser sagen Datensammlungen durch Google &Co,
doch auch aus ;)

Für sich genommen mag so manche Innovation, die nebenbei (oder vorrangig *bg*) auch die Möglichkeit der Datensammlung bietet, für jeden Einzelnen (scheinbar) nur Vorteile bringen und jetzt (noch) nur positiv gesehen werden.

Sobald man allerdings anfängt nachzuhaken,
warum in einer marktwirtschaftlich geprägten Welt Konzerne (wie z.B. Google oder auch Payback),
die vorrangig immer noch den Gewinninteressen ihrer Aktionäre verpflichtet sind,
hier samariterhaft "Geschenke" verteilen, sollte man (sofern ernsthaft hinterfragend) schon ins Grübeln kommen :D
Nicht nur für Lateiner oder Asterix-Leser sollte der alte Spruch "timeo Danaos et dona ferentes" schon etwas mehr beinhalten, als nur ein schlichtes hölzernes trojanisches Pferd.

Weder Payback noch Google hatten oder haben etwas zu verschenken.
So manches an bisher schon gesammelten Daten hat sich tw. schon rentiert, anderes wird wohl eher als Anlage für die Zukunft betrachtet.
Allein der Durchschnittsbürger mutmaßt wohl zumeist (wenn überhaupt), wie man mit diesem Datenkram denn überhaupt Geld "verdienen" kann.
Und genau das ist der ungeheuere Vorteil dieses Geschäfts :D
Wenn man es merkt, ist man entweder schon der Leidtragende.
z.B. durch Werbefluten, Tel.anrufe, Ablehnungen etc.pp. um nur bereits in der Breite Geschehenes mal zu benennen oder
weiterhin Ahnungsloser, der nur auf sein persönliches Waterloo noch wartet.

Ach ja,
um die ganzen positiven Aspekte z.B. von Google vorweg zu nehmen, hier gleich mal ein Link zu einer recht guten Zusammenfassung, deren PRO-Argumente sich hier leider längst noch nicht alle wiederfinden :D
http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog/allgemein/2010-08-14/pro-google-street-view

Wer dann bis zum letzten Satz dieses durchaus lesenswerten Artikels angekommen ist, stößt eben auf einen entscheidenden, aber fast überall meist vernachlässigten Inhalt:
Die Straße - man kann es auch noch viel weiter fassen ;) - gehört uns Allen.
Und eben nicht (ungefragt) Google oder anderen Wirtschaftskonzernen, die übrigens auch in anderen Zusammenhängen vermehrt nach dem Besitz von Infrastruktur schielen ;)

Wenn twinky hier #64 hier ganz richtig unter anderem Synergieeffekte (die jetzt noch kaum oder gar nicht sichtbar werden) anmahnt,
so mag mancher erwdern,
all das und teils noch Schlimmeres gibt es doch bereits fast überall.
Ja, aber eben nicht so komprimiert und strukturiert organisiert.

Genauso, wie ein einzelner Krimineller (Beispiel oben *bg*) für sich genommen keine Bedrohung der gesamtem Gesellschaft darstellt,
ist es eben genau anders bestellt mit breitgefächerter weltweiter, organisierter Kriminalität.

Wenn ich mir also veranschauliche, dass
- Gesetzgebungen bzgl. des I-Net immer mehr hinterherhinken,
- Datenabgleiche aller Institutionen sowie auch von Privatpersonen vermehrt zunehmen
- die Konsequenzen solcher Datensammlungen immer diffuser zu durchblicken bzw. zu verhindern sind,
die freie Verfügbarkeit des Web allerdings so langsam an ihre Grenzen kommt [*] und vmtl. über kurz oder lang nur noch priviligierte(re)n Kreisen (auch in der westlichen Welt) offen stehen werden,
dann sind bis dahin gesammelte Daten einzigartiges "Kapital",
welches sich von niemandem Anderen so zukünftig noch empirisch sammeln lässt.

Für's Erste lass ich's damit mal gut sein :D

muesli

[*] Provider erwägen die Zweiklassengesellschaft im Web

PS.
Wohin "schleichende", scheinbar erst harmlose Entwicklungen führen können,
zeigen die Beispiele der Monopolisierung der Energie-, aber vor allem der Wasserwirtschaft und Versorgung in D sehr drastisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Konradin,

tatsächlich? Folgt man der Argumentation vieler Streetview-Gegner, müsste doch bei mir überproportional oft eingebrochen worden sein, müsste mir überproportional viel Werbung zugestellt werden und ich müsste eben so überproportional durch Kreditangebote, und dergleichen, belästigt werden. Aber, obwohl mein Haus seit mehr als fünf Jahren im Internet abgebildet ist (über 3 Mio. Zugriffe seither), ist nichts von dem geschehen. Daraus schlussfolgere ich ganz einfach, dass es sich dabei um fadenscheinige Argumente handelt (eben aus der Luft gegriffen). Oder kannst Du zweifelsfrei belegen, dass die Einbruchsrate, bei Häusern, welche im Internet zu betrachten sind, deutlich höher liegt, als bei Häusern, die nicht dort zu sehen sind?

Gruß
Der Graf
 
danke muesli für den Link der ist sehr informativ :)

Außerdem reden aber auch immer häufiger Privatpersonen wie die oben genannten Düsseldorfer Rentner über angebliche Verletzungen ihrer Privatsphäre. Beschwerden über Google Street View höre ich derzeit fast wöchentlich von Bekannten und Verwandten -- „Du hast doch so ein Blog, was sagst du eigentlich dazu, dass Google uns alle fotografieren und im Internet verkaufen will?“

Diesen Menschen möchte ich sagen: Eure Privatsphäre beginnt hinter eurer Wohnungstür. Der Anblick eurer Häuser und Vorgärten ist öffentliches Eigentum.

Die Straße gehört uns allen.

aus dem zweiten Blogeintrag zu dem Thema

Der Parkbewohner freut sich auf virtuelle Spaziergänge durch die bunte Vielfalt der Metropolen der Welt. Die Häuschen der Kleingärtner und der ungemähte Rasen davor interessieren ihn dabei gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
muesli schrieb:
Die Straße - man kann es auch noch viel weiter fassen - gehört uns Allen.
Und eben nicht (ungefragt) Google oder anderen Wirtschaftskonzernen...

Im zweiten Satz fehlt ein "nur" (Und eben nicht nur Google....) denn sonst hast Du im ersten Satz alles gesagt: Die Straße (...) gehört uns Allen...also auch Google und Co., denn es läuft alles konform mit der Panoramafreiheit.
 
@Graf von W.: Habe ich etwa behauptet, die Einbruchsrate würde dank Google SteetView steigen? Mitnichten, ich habe das nie behauptet (wenn auch die Tatsache, daß bei dir bisher nicht eingebrochen wurde weder ein Beleg dafür noch dagegen ist).

Mancher hat ein Interesse daran, daß sein Bild (oder auch das seines Hauses) im Internet kursiert, aber eben nicht jeder. Zum Beispiel lebt der Hotelier davon, daß bei ihm übernachtet wird. Aber das gilt eben nicht für dessen Nachbarn, der schlicht und einfach seine Ruhe haben will.

Ob ein Service gern genutzt wird sagt allerdings nicht unbedingt etwas über seine Sinnhaftigkeit aus. Letztendlich sind wir eine Bande von Voyeuren und viele von uns schauen sich Bilder an, welche Paparazzi gemacht haben, die mitunter die Persönlichkeitsrechte ihrer 'Opfer' mit Füßen treten. Oder angeblich 'private' Bilder im Internet. Es ist keineswegs angesagt, z.B. Nacktbilder der Nachbarin ins Netz zu stellen, auch wenn vielleicht viele sie gern sehen würden.

Auch das 'Argument', daß alles, was öffentlich geschieht, ungefragt veröffentlicht werden dürfe, ist barer Unsinn. Wenn ich z.B. nackt am FKK-Strand herumlaufe, dann ist das zwar öffentlich und jeder, der dort herumläuft, kann mich sehen. Aber ich kann davon ausgehen, daß dieses Sehen und Gesehenwerden in diesem Rahmen verbleibt und keineswegs für ein internationales Publikum gedacht ist. Und wenn mein Arbeitgeber mich dort sehen will, dann muß er sich schon selbst dorthin bewegen und sich auch selbst ausziehen, um nicht aufzufallen; somit ist die Gegenseitigkeit gewahrt. Bilder davon im Internet hingegen sind purer Voyeurismus.

Vielleicht haben einige inzwischen schon verdrängt, daß Google keineswegs nur harmlose Bilder von Straßenfronten gemacht hat. Überall, wo sie vorbeifuhren, haben sie WLAN-Netze gescannt. Wozu macht man soetwas, wenn man nur ganz harmlose Bildchen von Straßenfronten machen will? Irgendwie ist das schon recht komisch.

Aber der Schaden durch StreetView ist doch schon längst da. Viele Leute haben sich mittlerweile sosehr daran gewöhnt, daß Persönlichkeitsrechte mißachtet werden, daß die Hemmschwelle immer weiter fällt. Hauptsache, wir konnen unserem Voyeurismus bequem vom Bildschirm aus frönen und müssen dazu nicht einmal mehr das Haus verlassen. Aber vielleicht ist das ja bald Schnee von Gestern und StreetView wird durch flächendeckende WebCams ersetzt...
 
Zitat von Konradin: Letztendlich sind wir eine Bande von Voyeuren und viele von uns schauen sich Bilder an, welche Paparazzi gemacht haben, die mitunter die Persönlichkeitsrechte ihrer 'Opfer' mit Füßen treten.

Sehe das mal so, ohne Paparazzi kein Bekanntheitsgrad somit auch keine Aufträge, für diese Herrschaften ist dieser Dienst von den Paparazzi ein kostenloser Werbeschild womit sie selbst auch davon profitieren, nur als Beispiel " Angelina Jolie & Brad Pitt verkaufen Babyfotos für 2,6 Millionen "
Meinst du das ein Normalsterblicher auch soviel bekommen würde, wenn sie sagen "fotografiert mein Kind" ?

Zitat von Konradin: Wenn ich z.B. nackt am FKK-Strand herumlaufe, dann ist das zwar öffentlich und jeder, der dort herumläuft, kann mich sehen. Aber ich kann davon ausgehen, daß dieses Sehen und Gesehenwerden in diesem Rahmen verbleibt und keineswegs für ein internationales Publikum gedacht ist.

Nichts für ungut mein lieber Konradin, erstens würde sich keiner die mühe machen dich in dein Adamskostüm ins Net zu stellen und zweitens ist ein FKK-Strand etablierter Ort, wo Mann oder Frau sich ungeniert zeigt/bewegt/sonnt etc. pp. aber was hat das mit dem eigentlichen Thema zu tun ?, du weichst wieder stark ab. :p

Google macht doch keine aufnahmen von FKK Stränden, es sei den, du sagst dies, weil sich die Leutz bei euch nackt durch die Straßen bewegen :D

Zitat von Konradin: Vielleicht haben einige inzwischen schon verdrängt, daß Google keineswegs nur harmlose Bilder von Straßenfronten gemacht hat. Überall, wo sie vorbeifuhren, haben sie WLAN-Netze gescannt.

Oh mein Gott, sie haben jetzt mein Wlan Netz abgescannt und somit auch die Inneneinrichtung meiner Wohnung in ihrer Datenbank eingespeist :eek: , schnell den Stöpsel aus der wand ziehen und meine Frau in die Aldi Tüte verpacken, denn es kann doch auch sein, das sie dadurch auch mein webcam angepeilt haben :D

Hast du dir auch mal überlegt, dass Bordbetreiber die du besucht hast dein IP haben und auch durch spezielle Programme dir sogar sagen können, wo du vorher warst :rolleyes: und bist du dir sehr sicher, dass außer Google kein anderer dein WLAN Daten scannen kann?

Sorry Konradin, auch wenn dir deine Meinung zu steht, sind sie so was von dürftig, so das ich sie wirklich nicht nachvollziehen kann, ok ich muss dich nicht verstehen, aber ich muß auch nicht verstehen das du auf Teufel komm raus gegen die Pro Argumentierst.

Zitat von Konradin: Aber vielleicht ist das ja bald Schnee von Gestern und StreetView wird durch flächendeckende WebCams ersetzt...

jede Stadt und jeder Dorf hat webcam und wenn du sie sehen möchtest, hilft dir nur einer.....jetzt rate mal wer ?? :rolleyes:
 
Das Verständnis des Konzepts der Digitalen Öffentlichkeit (eigentlich wollte ich nach meinem SPIEGEL-Streitgespräch zu diesem Thema längst einen Artikel drüber geschrieben haben) ist aber noch nicht besonders weit verbreitet. Unter anderem deshalb hat Frau Ilse Aigner auf ihren Ministeriumsseiten einen schriftlichen Muster-Widerspruch vorbereitet – für diejenigen, die nicht wollen, dass ihr Haus in Google Street View auftaucht. Menschen, die das Konzept der Digitalen Öffentlichkeit nachvollziehen können, halten das für eine mittlere Katastrophe – das eigene Haus nicht in Street View? Eine Fassade soll Privatsphäre sein? Es sollte jeder für sich entscheiden können, ob es sein Eigentum veröffentlicht wird?
.
Gruß ACE
 
Konradin schrieb:
@Graf von W.: Habe ich etwa behauptet, die Einbruchsrate würde dank Google SteetView steigen? Mitnichten, ich habe das nie behauptet

Ließ doch einfach nochmal:

Folgt man der Argumentation vieler Streetview-Gegner....

Solltest Du dich aber hier alleine angesprochen gefühlt haben, nimmst Du dich vielleicht einfach zu wichtig.

Da Du augenscheinlich der Meinung bist, dass ich, bzw. mein im Internet abgelichtetes Haus, nicht repräsentativ bin/ist:

Bei mir wurde auch noch nie eingebrochen, ergo gibt es keine Kriminalität.

Hatte ich dir eine ganz simple Frage gestellt:

Oder kannst Du zweifelsfrei belegen, dass die Einbruchsrate, bei Häusern, welche im Internet zu betrachten sind, deutlich höher liegt, als bei Häusern, die nicht dort zu sehen sind?


Mancher hat ein Interesse daran, daß sein Bild (oder auch das seines Hauses) im Internet kursiert, aber eben nicht jeder. Zum Beispiel lebt der Hotelier davon, daß bei ihm übernachtet wird. Aber das gilt eben nicht für dessen Nachbarn, der schlicht und einfach seine Ruhe haben will.

In welcher Art und Weise wird des Nachbarn Ruhe gestört, wenn die Fassade seines Hauses virtuell betrachtet wird ?


Ob ein Service gern genutzt wird sagt allerdings nicht unbedingt etwas über seine Sinnhaftigkeit aus.

Wer entscheidet über Sinn oder Unsinn eines Services? Du?

Letztendlich sind wir eine Bande von Voyeuren und viele von uns schauen sich Bilder an, welche Paparazzi gemacht haben, die mitunter die Persönlichkeitsrechte ihrer 'Opfer' mit Füßen treten. Oder angeblich 'private' Bilder im Internet. Es ist keineswegs angesagt, z.B. Nacktbilder der Nachbarin ins Netz zu stellen, auch wenn vielleicht viele sie gern sehen würden.

Wer solche Bilder sehen will, nutzt in der Regel andere Dienste;)
SV wendet sich auch gar nicht an solche "Nutzer", sondern wahrt die Persönlichkeitsrechte, in dem Gesichter und Kfz-Kennzeichen ausgepixelt werden. Ein Persönlichkeitsrecht an einer Hausfassade gibt es nicht (Panoramafreiheit)

Auch das 'Argument', daß alles, was öffentlich geschieht, ungefragt veröffentlicht werden dürfe, ist barer Unsinn. Wenn ich z.B. nackt am FKK-Strand herumlaufe, dann ist das zwar öffentlich und jeder, der dort herumläuft, kann mich sehen. Aber ich kann davon ausgehen, daß dieses Sehen und Gesehenwerden in diesem Rahmen verbleibt und keineswegs für ein internationales Publikum gedacht ist. Und wenn mein Arbeitgeber mich dort sehen will, dann muß er sich schon selbst dorthin bewegen und sich auch selbst ausziehen, um nicht aufzufallen; somit ist die Gegenseitigkeit gewahrt. Bilder davon im Internet hingegen sind purer Voyeurismus.

SV-Fahrzeuge fahren nicht den FKK-Strand ab, sondern bewegen sich auf öffentlichen Straßen. Du scheinst schlecht informiert zu sein.

Vielleicht haben einige inzwischen schon verdrängt, daß Google keineswegs nur harmlose Bilder von Straßenfronten gemacht hat. Überall, wo sie vorbeifuhren, haben sie WLAN-Netze gescannt. Wozu macht man soetwas, wenn man nur ganz harmlose Bildchen von Straßenfronten machen will? Irgendwie ist das schon recht komisch.

Mein WLAN ist geschützt, was soll SV da mehr sehen, als der Type, der mit dem Laptop auf dem Beifahrersitz, mit dem PKW durch die Straßen fährt?

Aber der Schaden durch StreetView ist doch schon längst da.

Beispiele?

Viele Leute haben sich mittlerweile sosehr daran gewöhnt, daß Persönlichkeitsrechte mißachtet werden, daß die Hemmschwelle immer weiter fällt. Hauptsache, wir konnen unserem Voyeurismus bequem vom Bildschirm aus frönen und müssen dazu nicht einmal mehr das Haus verlassen. Aber vielleicht ist das ja bald Schnee von Gestern und StreetView wird durch flächendeckende WebCams ersetzt...

Welche Persönlichkeitsrechte verletzt SV denn?
 
Zuletzt bearbeitet:
:D
@ internet
Man kann den Begriff Öffentlichkeit natürlich auch durch rein fremd bestimmte Inhalte definieren...
Ohne sich selbst umfassend und kritisch damit auseinander zu setzen.
Wer auf Persönlichkeitsrechte also verzichten möchte,
die Fremdbestimmung und Entmündigung durch Andere scheinbar auch nicht mehr wahrnimmt oder inzwischen vllt. auch nur noch eher resignierend bejaht,
kann dies tun.
Allerdings sollte derjenige auch die Zweifel Anderer respektieren,
auch wenn dies scheinbar so Einigen recht schwer fällt.

Ist es doch von der sukzessiven Aufgabe des eigenen, kritischen Selbstbewusstseins nicht all zu weit bis zur unkritischen Mitläufermentalität.
Der Mainstream des scheinbar so Bequemen hat aber immer auch seine Kehrseite,
die sich meist aber erst spät und unerwartet zeigt.

Das ganz nebenbei Dein Paparazzi-Beispiel mehr als hinkt,
- ich schätze, Du kennst niemanden, der davon betroffen ist :rolleyes: -
Dein FKK-Vergleich schon an Unverschämtheit grenzt
- oder kennt Du Konradin persönlich :depp: -
und Deine Beurteilung von illegalen WLan-Scans und Deine darauf folgende Einschätzung lediglich Deine weitgehende IT-Unkenntnis aufzeigt,
sollte eigentlich keine Erwähnung wert sein.
Aber als Beispiel, jemanden an den Pranger der Öffentlichkeit zu stellen, eignet sich so etwas doch prima.
Ergo -> qed :muesli:

Von daher liegt mir hier (leider wieder einmal) auch ein gewisses "Nuhr"Zitat auf der Zunge...
Vllt. sollte man derartig unreflektierten Unsinn aber auch auch einfach ignorieren... ;)
Wie es so viele machen, wenn sie einfach nicht bereit (oder fähig sind) sich mit komplexeren Entwicklungen fundierter auseinander zu setzen.

Und um es hier nochmals zu betonen :)
Ich teile die Bedenken von Konradin, twinky und so einigen Anderen hier,
die zumindest in diesem thread deutlich machen,
dass sie fähig sind nachzudenken,
bevor sie anfangen hier zu tippen :D
Was übrigen auch für den Autor des von mir verlinkten Artikels #77 gilt.
Denn Aufklärung über Fakten bedeutet nicht zwingend eine unkritische Haltung zum vorgestellten Ganzen ;)

so far
muesli

PS
@Graf von W.
Begriffe sowie Unterschiede z.B. von Eigentum und (kommerzieller) Nutzung sollte man schon auseinander halten können...
Wenn man schon damit argumentiert ;)
SV-Fahrzeuge fahren nicht den FKK-Strand ab, sondern bewegen sich auf öffentlichen Straßen.
Wer hier wohl schlecht informiert ist? :D

PPS Info: :)
THX @9999
http://www.freesoft-board.to/f20/in...stration-freiheit-statt-angst-auf-486062.html
 
Zuletzt bearbeitet:
muesli schrieb:
Begriffe sowie Unterschiede z.B. von Eigentum und (kommerzieller) Nutzung sollte man schon auseinander halten können...
Wenn man schon damit argumentiert ;)

Hier musst Du mir auf die Sprünge helfen, denn ich weiß im Moment nicht so recht, was Du meinst :confused:

Wer hier wohl schlecht informiert ist? :D

Beispiele, wo SV-Fahrzeuge über FKK-Gelände gefahren sind ?
 
@ Graf von W. ;)
Die Nutzung von öffentlichem Raum, also auch Straßen etc.pp. unterliegt Regeln.
Eine über die normale Nutzung, wie z.B. der normalen Fortbewegung, des öffentlichen Raums bedarf zumeist der Genehmigung von zuständigen Behörden.
Eine kommerzielle Nutzung bedarf zudem normalerweise z.B. eines Gewerbescheins, einer speziellen Zustimmung des zuständigen kommunalen oder überregionalen Behörden, z.B. der Straßen(bau)behörde etc.pp..
Inwieweit z.B. der Aufbau der StreetView-Fahrzeuge bzgl. ihrer Verkehrssicherheit/Gefährdung Anderer evtl. sogar TÜV-relevant ist, hat wohl auch kaum jemand mal nachgefragt :D

Und:
Auch FKK-Strände liegen z.T. an öffentlichen Straßen ;)
Und ja, auch Feldwege sind bis auf Ausnahmen öffentlicher Verkehrsraum
Nebenbei:
#85 schrieb:
...in dem Gesichter und Kfz-Kennzeichen ausgepixelt werden.
Diese Software versagt an allen Ecken und Kanten, ist zudem umkehrbar etc.pp.,
Was selbst Google inzwischen offiziell bestätigen musste ;)

Dies nur auf die Schnelle
muesli
 
Hallo muesli,

Die Nutzung von öffentlichem Raum, also auch Straßen etc.pp. unterliegt Regeln.

Hmm, und warum erwähnst Du das jetzt, halten sich die SV-Fahrzeuge denn nicht an diese Regeln?

Eine über die normale Nutzung, wie z.B. der normalen Fortbewegung, des öffentlichen Raums bedarf zumeist der Genehmigung von zuständigen Behörden.

Auch diesen Einwand verstehe ich nicht. Bewegen sich die SV-Fahrzeuge anders, als normale Fahrzeuge, fort? Wenn ja, wie?

Eine kommerzielle Nutzung bedarf zudem normalerweise z.B. eines Gewerbescheins, einer speziellen Zustimmung des zuständigen kommunalen oder überregionalen Behörden, z.B. der Straßen(bau)behörde etc.pp..

Und? Glaubst Du, dass Google über keinen Gewerbeschein verfügt? Was berechtigt dich zu dieser Annahme?

Inwieweit z.B. der Aufbau der StreetView-Fahrzeuge bzgl. ihrer Verkehrssicherheit/Gefährdung Anderer evtl. sogar TÜV-relevant ist, hat wohl auch kaum jemand mal nachgefragt

Warum sollte ein Fahrzeug nicht verkehrssicher sein, nur weil ein Fotoapparat darauf montiert ist? Ist ein Fahrzeug noch verkehrssicher, wenn es eine 1,5 Meter lange CB-Funkantenne auf dem Dach hat? Oder, wenn es einen Sessel auf dem Dachgepäckträger transportiert? Was spricht dagegen, solange es sicher befestigt, und die Dachlast nicht überschritten, wird?

Und:
Auch FKK-Strände liegen z.T. an öffentlichen Straßen ;)
Und ja, auch Feldwege sind bis auf Ausnahmen öffentlicher Verkehrsraum

Welcher FKK-Strand liegt an einer öffentlichen Straße und lässt von dort auch noch Einblicke zu? Und was genau hat jetzt ein Feldweg mit einem FKK-Strand zu schaffen? Das will sich mir einfach nicht erschließen, sorry.


Diese Software versagt an allen Ecken und Kanten, ist zudem umkehrbar etc.pp.,
Was selbst Google inzwischen offiziell bestätigen musste ;)

Das mag zum jetzigen Zeitpunkt zutreffen, aber, so weit mir bekannt ist, arbeitet man da, von Seiten Google, eifrig dran.
 
Also ich bin für den Streetview Dienst, dann weiß man schon im Vorfeld wie die Gegend da aussieht wo man Urlaub machen will. Mir ist egal ob man Haus dort abgelichtet worden ist, ich hab nichts zu verbergen, außerdem stimmen die Adressen ja eh zu 50% nicht mit der Karte überein. Auch wenn man eine Adresse hat und man will wissen wie und wo der andere wohnt und wenn noch die Hausnummer sehr klein am Haus angebracht ist, ist man trotzdem nicht sicher ob das der tatsächliche Standort ist.

Falsche Positionen von Adressen : Daten und Bildmaterial - Google Earth-Hilfe

Hinzu kommt noch das Streetview nicht alle Strassenzüge abfilmt, wenn ein Schild für den Durchgangsverkehr gesperrt oder allgemein Fussgängerzonen, eben da wo Fahrzeuge nichts zu suchen haben wird auch nicht die Strasse dort erscheinen.

Seht euch z.B. Amsterdam an. Google Maps

Zieht euch das gelbe Männchen auf die Karte, bei allen blau umrandeten Strassen da gibt es Streetview.

Die Auto Nummernschilder sind dort gut verschwommen, auch die Gesichter kann man nicht eindeutig erkennen.

Ich weiß nicht warum in Deutschland bei jeden neuer Sache Panikmacherei betrieben wird.
Wenn ich schon wieder Beiträge lese wie "Überwachung", da steht mir wieder die Kotze bis zum Kehlkopf.
Wenn man Menschen überwachen will macht man das mit ganz anderen Methoden, als wie mit den Dienst von Street View.
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig, Steppel, Überwachung ist nur halb so schlimm. Wo kämen wir hin, wenn es Persönlichkeitsrechte gäbe, die auch eingehalten würden. Die vermeintliche Bequemlichkeit und der Voyeurismus der anderen scheinen wichtiger zu sein.

Aber bitte jammere dann eines Tages nicht, wenn deine Meinung nicht mehr gefragt ist und andere darüber bestimmen. Das ist eben der Preis dieser Dinge.

@Graf von W.: Hattest nicht du mich in Post#78 aufgefordert, mich dazu zu äußern? Zitat: 'Oder kannst Du zweifelsfrei belegen...'. Wie du siehst, bin nicht ich es, der sich von dir angesprochen fühlt, sondern du hast mich explizit angesprochen. Lass bitte weitere Unterstellungen dieser Art in Zukunft.
 
Konradin schrieb:
@Graf von W.: Hattest nicht du mich in Post#78 aufgefordert, mich dazu zu äußern? Zitat: 'Oder kannst Du zweifelsfrei belegen...'. Wie du siehst, bin nicht ich es, der sich von dir angesprochen fühlt, sondern du hast mich explizit angesprochen. Lass bitte weitere Unterstellungen dieser Art in Zukunft.

Richtig, es war eine simple Frage, deren Beantwortung Du bisher ausweichst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lass es einfach, Graf von W. Erstens habe ich diese Frage schon beantwortet (ich kann nichts dafür, wenn sie nicht zu deiner Zufriedenheit ausfällt) und zweitens ändert dies nichts an deinen teils unverschämten Wortverdrehungen und Unterstellungen. :gelb:
 
Konradin schrieb:
Lass es einfach, Graf von W. Erstens habe ich diese Frage schon beantwortet (ich kann nichts dafür, wenn sie nicht zu deiner Zufriedenheit ausfällt) und zweitens ändert dies nichts an deinen teils unverschämten Wortverdrehungen und Unterstellungen. :gelb:

Es tut mir Leid, wenn ich dich verletzt habe, es war nicht meine Absicht.
 
Konradin schrieb:
Überwachung ist nur halb so schlimm. Wo kämen wir hin, wenn es Persönlichkeitsrechte gäbe, die auch eingehalten würden.

Da sind aber WebCams die irgendwo versteckt auf den Häuserdächern stehen schlimmer.

Bei StreetView wird ein Foto geschossen und gut ist. Und wer weiß ob die Bilder regelmäßig aktualisiert werden, die Örtlichkeiten ändern sich ja in Laufe der Zeit.
Bei Google Earth hängen die Fotos ja teilweise über 10 Jahre hinterher. Wie gesagt auf dem ganzen Google Kram ist kein Verlass, eben kein Real-Life.
 
Da sind aber WebCams die irgendwo versteckt auf den Häuserdächern stehen schlimmer.
Was haben diese (mitunter illegalen) Webcams damit zu tun, daß Google die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen mißachtet? Wie gesagt, nicht das einzelne Bild ist schlimm, sondern die Tatsache, daß es mittlerweile fast schon als Selbstverständlichkeit gilt, es ungefragt ind Netz stellen zu 'dürfen'.
 
Konradin schrieb:
Wie gesagt, nicht das einzelne Bild ist schlimm, sondern die Tatsache, daß es mittlerweile fast schon als Selbstverständlichkeit gilt, es ungefragt ind Netz stellen zu 'dürfen'.

Diese Selbstverstänlichkeit gibt es nicht "mittlerweile", sondern genau seit 1965:

Urheberrechtsgesetz § 59 - Werke an öffentlichen Plätzen
(1) Zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben. Bei Bauwerken erstrecken sich diese Befugnisse nur auf die äußere Ansicht.
 
@Konradin
Ich seh das nicht so das damit die Persönlichkeitsrechte mißachtet werden. Man fotografiert doch nur die Fassade, Google Earth find ich dagegen viel gefährlicher. Wenn es dort eine sehr hohe Bildauflösung geben würde könnte man viel mehr Details sehen und das würde ich als eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte empfinden wenn man z.B. im Garten halb nackend im Liegestuhl liegt und von oben unbemerkt fotografiert wird und dies ins Netz stellt.
 
Ich vermisse eine 3. Möglichkeit: es ist mir gleichgültig.

Über kurz oder lang, wird eh alles überwacht sein. Möglicherweise (ich vermute, mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit) sind wir schon jetzt weitaus gläserner, als wir vermuten. In den USA oder Grossbritanien beispielsweise, wundert sich wohl keiner mehr darüber, wenn eine Kamera aus der Kloschüssel hervorlugt (sei mir die Übertreibung gegönnt). In manchen EU-Länder reicht es, einen Hinweis-Schild -sichtbar, versteht sich- irgendwo im Kamerabereich hinzustellen, um Aufnahmen im Innen- und Aussenbereich eines Geschäftes oder Hauses machen zu dürfen (und speichern, versteht sich). Ämter müssen nicht einmal darauf hinweisen.

Möglicherweise ist der Unterschied in Deutschland nur, dass diejenigen "sich nicht erwischen lassen dürfen", aber das ist wohl alles. Und irgendwann aus weiss Gott welche politische, sicherheitsrelevante (oder sonstige) Überlegungen werden die Schranken langsam aber stetig fallen, mehr oder weniger offensichtlich.

Eine Frage: glaubt ihr, die (militanten) Datenschützer hätten nicht schon Google verklagt, wenn sie die Möglichkeit sähen? (Wohlgemerkt in der Annahme, dies sei nicht der Fall. Ich habe es nicht nachgeprüft).
 
Amarok schrieb:
Möglicherweise ist der Unterschied in Deutschland nur, dass diejenigen "sich nicht erwischen lassen dürfen", aber das ist wohl alles.
Wo Du recht hast, hast Du recht

Wobei rechtlich gesehen natürlich zuerst gegen Copyright-Verletzungen, Raubkopierer etc.pp. massiv und scharf definiert vorgegangen werden musste :D

Genau das macht eben auch den Unterschied zu und unter einigen anderen EU- und internationalen Staaten aus.
Obwohl Z.B. in Bezug auf den Datenschutz bei Beschäftigten durch eine neue Gesetzesnovelle dieses Monats so einige Grauzonen demnächst klarer geregelt sein dürften.

Von daher hast Du auch vollkommen recht, wenn Du in Bezug auf StreetView darauf hinweist ;)

Google hat hier bei uns, sowie auch vorher (in anderer Hinsicht) in China schlicht "ausprobiert, wie weit sie gehen können.
Denn alles was Google (und nicht nur die) auch bisher schon in Deutschland bzw. der EU angegangen ist, fand weitgehend in ungeregelten bzw. rechtlichen Grauzonen statt.
Teilweise bezogen sich der rechtliche Rahmen auf Erlasse aus der Mitte des vorherigen Jahrhunderts, wo keine Sau über digitale Speicherung und Übermittlung nachdenken konnte.
Von daher ein (weiteres) klares Versäumnis der Politik seit den späten Neunzigern.

Und zum Abschluß...
Jain ;)
Eben weil klare Definitionen des erweiterten Datenschutzes bisher weitgehend fehlen, ist die rechtliche Handhabe gegen (oder eben für) Google sehr diffus
und macht eine Klage speziell gegen Streetview auch fast unmöglich.

Was aber nicht heißt, dass man das Gesamtpaket, an dem Google schon seit einigen Jahren bastelt, nicht weiterhin kritisch unter die Lupe nehmen sollte.
Solange allerdings den Allermeisten (sofern nicht selbst mal von negativen Auswirkungen betroffen) Datenschutz und Persönlichkeitsrechte egal sind,
wird eine Entwicklung weiterlaufen,
die nicht bei Orwell's 1984 oder z.B. Guantanamo aufhören wird.

muesli
 

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