Hi Rangoon!
meist genügt oft ein einschneidender eindruck, hinterlassen von einem traum oder traumatischem erlebnis, das den werdenden schwulen in seine (für sich vorbestimmte) bahn "lenkt". ab diesem zeitpunkt entwickelt man mit seiner sexuellen reife (bei jugendlichen) nur mehr gefühle für das eigene geschlecht. sollte die homosexualität im späteren alter kommen - etwa wie ein blitz einschlagen - dann wurde sie bisher von der vorherrschenden zwangsnorm der "normalgesellschaft" betäubt.
Wie entdeckt man, dass man hetero oder schwul ist? Irgendwann hast du Flattern im Bauch, willst mehr, und dann weißt du es halt. Das passiert auch einfach so, da muss nicht unbedingt ein großes Ereignis vorweg gegangen sein.
schwule bezeichnen "normalsexuelle" menschen gern als heteros. ein abfälliges wort, genauso wie das wort "schwule" selber.
„Hetero“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „anders“, „homo“ bedeutet „gleich“. Diesen beiden Worten haftet nichts Diskriminierendes oder Abfälliges an.
beide lager können mit der sexualität der anderen seite nichts anfangen. normalies verdammen das schwulsein, ereifern sich über "grausliche" sachen, die man sich weder vorstellen kann, noch mag und entwicklen sogar einen hass, besonders auf die für sie wenig appetitlichen männlichen homos.
Was mich persönlich bei vielen Menschen unsagbar stört, ist diese dauernde Reduktion allein auf den Sex. Jeder scheint sich beim Gedanken an einen Homosexuellen sofort vorzustellen, was da im Bett abgeht. Ich schaue auch nicht meine beiden heterosexuellen Nachbarn an und denke daran, was sie im Schlafzimmer machen oder verbinde das mit Gefühlen des Ekels. Das ist doch ihr Ding.
Es gehört ein bisschen mehr dazu, ein Leben zu leben als das, was im Bett abgeht. Schwule und Lesben sind stinknormale Leute mit einem stinknormalen Alltagsleben. Das wird oft vergessen.
lesben werden in der regel von männern eher toleriert, da diese für sie, wie alle frauen, ein lustobjekt sind.
Stimmt, aber ist das nicht schlimm? Das finden Männer dann geil.
Warum kann man nicht einfach jeden lieben lassen, wen er oder sie will? Ganz ehrlich, ich persönlich finde die Fähigkeit, Beziehungen eingehen und aufrechterhalten zu können, Gefühle zu zeigen und zu lieben selbst sehr viel wichtiger als die Frage „Wer mit wem“. Denn leider gibt es unendlich viele Menschen, die dazu nicht in der Lage sind.
schwule können für das andere geschlecht nichts empfinden, es sei denn, sie sind bi. natürlich fortpflanzung wird somit verhindert. sicher eine sicherheitsmaßnahme der natur, die von manchen (oder den meisten) als "gott", "allah", "manitou", usw. bezeichnet wird, daß nicht alle den "verkehrten" gen entwickeln. sonst würde die menschenheit binnen kürze aussterben.
Auch Schwule sind zeugungsfähig, das sind Männer. Genug Männer entdecken, dass sie schwul sind, erst, nachdem sie mit Frau und Kindern in einer unglücklichen Beziehung sitzen. So ungewöhnlich ist das nicht, weil in unserer Gesellschaft Homosexualität nicht als gleichberechtigt und gleichwertig gesehen wird, wie du oben ja auch geschrieben hast. Dadurch verdrängen das viele, eben, weil sie nicht als Außenseiter dastehen wollen.
Es gibt auch Schwule, die Kinder lieben und darum adoptieren.
Abgesehen davon sind ja nun auch nicht 99 % aller Menschen homosexuell, so dass die Gefahr des zeitnahen Aussterbens der Menschheit eher als gering einzustufen ist.
können sich schwule eigentlich vorstellen, auf der erde nur mit dem eigenen geschlecht zu leben? also männer ohne frauen und frauen ohne männer?
vielleicht ginge das sogar eine bestimmte zeit, aber irgendwann einmal würde man diese doch vermissen, oder?...
Hier musste ich lachen. Hey, nur, weil ein Schwuler nicht mit einer Frau schläft, heißt das doch nicht, dass man nicht redet, befreundet ist, sich mag etc. Viele Schwule haben sogar sehr intensive Beziehungen zu Frauen, lieben Kinder etc.
Viele Grüße
Londo