Sollte Cannabis legalisiert werden? Diskussion 

Noch mal einige historische Hintergründe :
Cannabis ist mit eine der ältesten Heilpflanzen;
religiös, kultisch eingebunden in den verschiedensten Kulturen;
die Verteufelung als gefährlich Droge geschah meines Wissens zuerst in den 20er Jahren
des letzten Jahrhunderts als Hanf in der schwarzen amerikanischen Community
populär wurde.
Wir leben heute in einer säkularisierten Gesellschaft :
die sogenanten Drogen sind nicht mehr religiös eingebunden
(mal abgesehen von "Dies ist Christi Blut")
wie man sieht ich war mal Meßdiener (ha)

Ob jemand heute durch die Einnahme bestimmter Subtanzen eine Abhängigkeit
entwickelt, liegt von einigen Ausnahmen (z.B. Crack) abgesehen,
eher in der Person des Konsumenten als an der Art der "Droge".

Leider geschieht in Hinsicht Drogenpräventation viel zu wenig.
Das rigorose Verbot und die restriktiven BTM-Gesetze ersticken
alternative Ansätze schon im Keim :
etwa den Einsatz von LSD in der Psychatrie.
 
eigentlich sollten alle Drogen legalisiert werden. Denn wer Drogen nehmen will, der nimmt sie auch. Egal ob jetzt über Alkohol, Cannabis oder andere Drogen geredet wird, es kommt ja immer das gleiche raus.
Wenigstens wäre die Beschaffungskriminalität vom Tisch und die freiwerdenden Kapazitäten könnten zur Aufklärung von z.B. Kindesmisshandlung verwendet werden.
 
[...] Nur Offenheit, frühe Aufklärung sowie von der Mehrheit dazu akzeptierte Regelungen (siehe auch -> Konradin # 124) können langfristig zur Beseitigung von (weltweiten) Drogen- sowie vllt. auch anderen Problemen führen :)

Wenn dies zu etwas geführt hätte, hätten wir heute nicht Kinder mit Kinder auf dem Arm und keine Sozialschmarotzer die auf kosten andere leben, nicht weil die Eltern die Offenheit bzw. die frühere Aufklärung verpasst haben, sondern den Kindern ihr Leben vor gelebt haben.

Und wenn ich mir das recht gut überlege und so einige Meinungen darüber hier so lese, komme ich doch dem Entschluss das man sich das mit der Legalisierung vom Cannabis doch solange warten sollte, bis die eigentlichen Probleme gelöst sind .
 
Tja, muesli und sein Glaube an das Gute im Menschen.

Nur leider zeigt die Wirklichkeit ein anderes Bild.


Aber bezüglich Alkohol stimmt eine These:

Alkkohol ist legal, es wird aufgeklärt und deswegen haben wir schon seit Jahrzehnten überhaupt keine Probleme mehr mit Alkohol.

Es gibt in Deutschland keine Alkoholiker. Es stirbt niemand mehr an Alkohol. Und es geschehen auch keine Unfälle und Straftat unter Alkoholeinfluss.

Das gleiche könnten wir bei den anderen Drogen auch erreichen. :D
 
Richtig, McKilroy, es wird aufgeklärt, daß 'ein ganzer Kerl' saufen muss und die Werbung hämmert uns tagtäglich ins Bewusstsein, daß Saufen zur Fröhlichkeit gehört wie der Schinken zum Speck.

Wer das Feierabendbier verschmäht wird schnell als Spaßbremse geoutet und Komasaufen gehört zwar nicht zum guten Ton, wird als 'Betriebsunfall' aber allerseits toleriert. Da kann ja nichts besseres bei herauskommen.

Wenn du das bei Hanfprodukten auch haben willst, McKilroy, dann hast du aber noch gewaltig nachzuholen und die Werbetrommel zu rühren... :D
 
Wenn du das bei Hanfprodukten auch haben willst, McKilroy, dann hast du aber noch gewaltig nachzuholen und die Werbetrommel zu rühren... :D

Keine Bange, lieber Konradin, wenn das erst einmal legalisiert ist und Leutz damit offiziell Kohle machen können, dann wird das ganz sicher von alleine kommen. :p

Oder meint ihr etwa im Ernst, dass diese Mechanismen ausgerechnet dabei nicht greifen werden?

Ihr seid so etwas von realitätsfremd.
 
Das gleiche könnten wir bei den anderen Drogen auch erreichen. :D

Ja genau :D mir geht's nämlich gehörig auf den Keks, dass in jeder Werbepause mindestens 3 Biersorten beworben werden, aber nicht ein einziges, wirklich wichtiges und aufklärungsbedürftiges Hanfprodukt oder eine Marken-gōza ...
 
mir geht's nämlich gehörig auf den Keks, dass in jeder Werbepause mindestens 3 Biersorten beworben werden, aber nicht ein einziges, wirklich wichtiges und aufklärungsbedürftiges Hanfprodukt oder eine Marken-gōza ...

Wo du recht hast, hast du recht, aber mir ging damals auch die Werbung vom HB Männchen auf den Nerv, indem er uns vorgemacht hat, dass rauchen beruhigt etc. und jetzt auf einmal ist es Bäää.. und.. gesundheitsschädigend......
 
Irgendwer hat das hier geschrieben :
"Je weniger Drogen desto besser. Alkohol in Form von Bier, Wein etc ist mMn in unseren breiten ein Kulturgetränk und hat daher auch seine Existenzberechtigung."

Seit wann ist Alkohol ein Kulturgetränk? Alkohol ist neben Heroin die härteste Droge der Welt. Man hat Sie damals in der Prohibitionszeit nur legalisiert weil man damit so schön viel Geld verdienen kann und so die Kriminalität bekämpft wurde. Aber Fakt ist wenn du einmal Alkohol süchtig gewesen bist dann darfst du nie wieder auch nur eine Soße wo Alkohol drin ist essen weil du sonst gleich wieder an der Flasche hängst.

Da muss mir dann mal einer erklären warum Alkohol nicht als harte Droge geführt ist und nicht verboten ist. Die Antwort liegt auf der Hand hier geht es dem Staat nur ums Geld. Das gleiche gilt fürs Rauchen.

Dann hat noch jemand behauptet 1 2 Gläschen nach Feierabend jeden Tag würden nicht abhängig machen. Das sieht die Wissenschaft leider ganz anders. Bei ein zwei Gläschen jeden Tag ist man nach Meinung der Wissenschaft schon Gelegenheitsalkoholiker und die Grenze zum richtigen Alkoholiker ist verschwindend gering.

So nun mal zum Canabis und warum es überhaupt verboten wurde:

Im Jahre 1925 fand die Internationale Opiumkonferenz in Genf statt. Dort wurde auch ein Verbot von Cannabis diskutiert. Während der Zeit der Prohibition in den USA wurde auch Cannabis zunehmend als eine Gefahr für die Gesellschaft angesehen. Hintergrund war jedoch, dass die mächtigen Baumwollfarmerverbände der Südstaaten und Tabakproduzenten fürchteten Marktanteile an Hanf zu verlieren und unter Hinweis auf die Rauschwirkung zum Verbot drängten. Kombiniert mit gezieltem Lobbying zwischen 1935 und 1937 des Hearst News Network des Medienzars William Randolph Hearst, der wegen der Aussicht einer preisgünstiger werdenden Papierproduktion mit Hanf hohe finanzielle Verluste befürchtete, und der Chemiefirma DuPont, die unter anderem Nylon und Rayon produzierte, dürfte das letztendlich zum de facto-Verbot im Jahr 1937 geführt haben. Vermutlich steht dies auch im Zusammenhang damit, dass 1933 in den USA die Alkoholprohibition aufgehoben worden war und der damit verbundene riesige staatliche Verfolgungsapparat somit ohne sinnvolle Beschäftigung war; so war die treibende Kraft des US-Cannabisverbots, der Vorsitzende des „Bureau of Narcotics“ Harry J. Anslinger, vor 1933 im „Prohibition Bureau“ für die Durchsetzung des Alkoholverbots zuständig gewesen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde der Anbau der bis dahin gebräuchlichen Hanfpflanze als Rohstoff für Uniformen, Verbandszeug, Flugzeugbau und ähnlichem zwar noch einmal propagiert, mit dessen Ende ging aber auch die hektarweise Vernichtung von Feldern einher, auf denen „Marihuana“ angebaut wurde – ein Synonym spanischer Einwanderer, das in kurzen Werbefilmen der US-Regierung als Droge für Perverse, siechende „Untermenschen“, geistlose „Neger“ und mexikanische Immigranten beschrieben wird. Dieser harte Dualismus in der Drogendiskussion – hier die wohlvertrauten Alltagsdrogen Alkohol und Tabak, die meist nicht einmal als Drogen bezeichnet wurden, dort die neue, fremdländische Gefahr „Marihuana“, von der viele nicht wussten, dass sie mit dem altbekannten Hanf identisch ist – hielt sich lange Zeit hartnäckig und führte zur erfolgreichen Verbannung der Nutzpflanze Hanf aus dem westlichen Kulturkreis.

Obwohl in den europäischen Staaten mit Ausnahme von Portugal, wo der Konsum von Cannabis zu „Aufmüpfigkeit unter den Negersklaven“ geführt hatte, keine negativen Auswirkungen des Cannabis-Konsums bekannt waren, wurde auf Drängen von Ägypten, das seinerseits damit gedroht hatte, die Einfuhr von Kokain und Heroin aus Europa zu verbieten, Cannabis zu einer illegalen Droge erklärt. Dahinter dürfte gezieltes Lobbying von Bayer wegen des Heroin-Absatzes gestanden haben – Heroin wurde damals noch von Bayer legal produziert.

Da sieht man das die Länder dieser Welt nur von Koruppten und Verlogenen Menschen regiert werden!!

Damit sollte alles geklärt sein denn auch heute gibt es eine Industrielle Lobby die nicht will das Cannabis legalisiert wird weil es eventuell deren Geschäfte kaputt machen könnte.
 
ich sage mal einfach NEIN.
es würde dann eine ganze Generation nur noch Bekift durch die Gegend laufen.
 
Nein - in NL wird es auch bald wie bei uns sein - Diskussionen sind im gange.

Problematisch ist Canabis an sich ja nicht so sehr, aber wenn ich mir vorstelle, wie diese Konsumenten benebelt Auto fahren und Kinder tot fahren, weil es ja "nur" Canabis wäre...
 
aber wenn ich mir vorstelle, wie diese Konsumenten benebelt Auto fahren und Kinder tot fahren, weil es ja "nur" Canabis wäre

Deshalb haben wir ja diese Diskusion.
Du behauptest, dass bis heute kein Canabis konsumiert wird und keine Konsumenten Autofahren.
Glaubst du das wirklich?
Ich bin mir sicher, dass sich ausser der Beschaffungskriminalität nichts ändern würde.
 
Du behauptest, dass bis heute kein Canabis konsumiert wird und keine Konsumenten Autofahren.

Entweder ist meine
kugel.gif
beschlagen oder du liest etwas, was dort so garnicht steht :D

Fakt ist doch, wenn es legalisiert wird, erhält es genau den selben gesellschaftlich akzeptierten Touch, wie Alkohol und zugedrönt Autofahren od. andere Straftaten "mutieren" zum Kavaliersdelikt wie eben auch alkoholbedingte Straftaten.

Ich finde es weiterhin lustig (oder beängstigend :ööm:) wie Raucher fast als Schwerverbrecher abgestempelt werden aber Betrunkene und – wenn es nach einigen hier geht – Drogensüchtige ihrem Laster weiter unbehelligt fröhnen dürfen.


MfG,
NeHe
 
NeHe schrieb:
Fakt ist doch, wenn es legalisiert wird, erhält es genau den selben gesellschaftlich akzeptierten Touch, wie Alkohol und zugedrönt Autofahren od. andere Straftaten "mutieren" zum Kavaliersdelikt wie eben auch alkoholbedingte Straftaten.
Nun, Akzeptanz und Verherrlichung sind ein unterschiedliches Paar Stiefel. Wenn es bei reiner Akzeptanz bliebe, dann wäre die Legalisierung von Hanf meines Erachtens das allergeringste Problem. Wenn es allerdings darüberhinaus zu einer Verherrlichung der Droge (wie beim Alkohol) käme, dann hätte man das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Letzteres will ohnehin nur eine kleine Minderheit, was ich keineswegs besorgniserregend finde, denn solche Minderheiten gibt es bei Allem und Jedem.

Gruß Konradin
 
Genauso ist es lieber Konradin. Es gibt Menschen, die ganz sicher reif genug sind, verantwortlich mit allen mehr od. weniger "gefährlichen" Dingen des Lebens umzugehen. Das fängt bei Aspirin an und hört bei Atombomben auf :D

Und du wirst mir sicher zustimmen, dass der Grossteil der jetzigen Konsumenten von Drogen ganz sicher nicht plötzlich Verantwortung zeigt, wenn sie legalisiert werden würden ;). Und das ist für mich ein Grund, dies eben nicht zu tun. (Auch wenn's mir persönlich Wumpe wäre, wie ich bereits hier geschrieben hab.)
Und wenn es erstmal legal (akzeptiert) ist, wer schützt dann vor Verherrlichung? Wie gross ist der Schritt? Ganz sicher nur wenige Euro gross :D

Um es globalgalaktisch zu formulieren: Die Menschheit ist einfach zu dumm, um selbstverantwortlich Gutes von weniger Gutem zu unterscheiden. Solange Geld die Welt regiert, wird sich daran auch nichts ändern.


MfG,
NeHe
 
@ NeHe & Konradin :)

Und genau deshalb schrieb ich ja auch bereits
- und ich glaube, ich spreche da vmtl. sogar auch für Euch beide -
dass ein verantwortungsbewusster Umgang mit Drogen keineswegs der grundsätzlichen Legalisierung derselben bedarf ;)
Allerdings genauso wenig die Kriminalisierung des Besitzes oder gar des Gebrauchs derzeit unter Strafe gestellter Drogen und deren Konsumenten!

So wie ja auch ein Arzt diverse Drogen verschreibt und in die Verantwortung von Patienten übergibt,
kann man (wie teilweise bisher) leichtere Drogen durchaus gesellschaftlich tolerieren
und die Aufklärung über deren Nutzung auch zur (Schul-)Bildungssache machen....
Sofern daran überhaupt Interesse staatlicherseits besteht.

Allerdings gehört der Konsum von Drogen, welcher Art auch immer,
- lassen wir Aspirin mal besser außen vor ;) -
nun einmal auch weder in den Straßenverkehr, noch in den Beruf , noch in andere verantwortungsvolle Bereiche des Lebens.
Derartiger Missbrauch gehört bestraft, völlig klar.

Der Besitz bzw. die Nutzung eines IPods zum Hören von Musik oder die Nutzung eines Handys ist ja auch nicht grundsätzlich kriminell/strafbar,
sondern eben nur dann, wenn das Hören von Mucke oder das Telefonieren (z.B. im Straßenverkehrs) zur Beeinträchtigung führt :D

greetz
muesli
 
Zuletzt bearbeitet:
Entweder ist meine
kugel.gif
beschlagen oder du liest etwas, was dort so garnicht steht :D

Fakt ist doch, wenn es legalisiert wird, erhält es genau den selben gesellschaftlich akzeptierten Touch, wie Alkohol und zugedrönt Autofahren od. andere Straftaten "mutieren" zum Kavaliersdelikt wie eben auch alkoholbedingte Straftaten.

Wie kommst du darauf, daß es nicht längst schon so ist?

Tobi
 
Natürlich kann man den Teufel an die Wand malen.
Profitgier - Steuern - Verherrlichung - Verkehrschaos...

Fakt ist nun einmal, Drogen werden konsumiert.

Legal oder illegal. Leider!

Mein Gedanke dabei ist nur, dass es durch eine Legalisierung womöglich etwas überschaubarer und im besten Fall kontrollierbar würde.

Aber so ein Verbot zieht die Kriminellen doch an wie das Licht die Motten. Nur die, kriegen wir mit der Fliegenklatsche nicht gezähmt.
 
Fakt ist nun einmal, Drogen werden konsumiert.

Legal oder illegal. Leider!

Stimmt. Die Frage bleibt nur: WEnn es legalisiert wird, wird es dann mehr oder weniger? Werden die Vorteile, die es dann hinsichtlich des Wegfalls der Beschaffungskriminalität ohne Zweifel geben wird, nicht durch anderweitige Nachteile überwogen? Das wäre z.B. das Anwachsen der Konsumentenzahlen, wovon ich fest ausgehe. Ich glaube nicht, dass es das Verbotene ist, was die Leutz zum Drogenkonsum bringt. Die Zahlen bei Alkohol und Nikotin zeigen anderes.

Mein Gedanke dabei ist nur, dass es durch eine Legalisierung womöglich etwas überschaubarer und im besten Fall kontrollierbar würde.

Was wird überschaubarer?

Wenn ich mir anschaue, in welchem Umfang sich die Jugendlichen die Kante geben, glaube ich nicht, dass dies bei anderen legalisierten Drogen großartig anders sein würde.

Ein äußerst schwieriges Thema und eine noch schwierigere Entscheidung.

NeHe schrieb:
Um es globalgalaktisch zu formulieren: Die Menschheit ist einfach zu dumm, um selbstverantwortlich Gutes von weniger Gutem zu unterscheiden. Solange Geld die Welt regiert, wird sich daran auch nichts ändern.

Ein sehr wahrer Satz.

Wäre es anders, hätten wir es leicht und viele könnten glücklicher und zufriedener leben.
 
Es ist klar, dass diejenigen, die den größten Vorteil aus einer Legalisierung ziehen die Konsumenten sind.
Natürlich wird mit einer Legalisierung auch erstmal die zahl der Konsumenten ansteigen.
Nur in dem Moment, in dem es Cannabis legal ist, gibt es dann quasi keinen Drogentourismus mehr (und damit auch weniger Leute, die bekifft Auto fahren!!), es gäbe quasi keine Dealer mehr auf den Straßen (die haben weit höhere preise als Coffeeshops und hätten bei einer Legalisierung keine Kundschaft mehr), damit würde dann Cannabis nicht mehr zusammen mit "harten" Drogen vertrieben, sodass diese zu geringerer Anzahl auf den Straßen aufzufinden sind.
Es gibt bei allem Vor- und Nachteile, nur wie man so schön sagt: "einen Tod muss man sterben".
Ich denke brutal gesagt kann man dafür in Kauf nehmen, dass durch eine Cannabislegalisierung auch mehr Leute konsumieren. Dadurch muss es noch lange nicht sein, dass es mehr Abhängige gibt.

Wer pauschal sagt, bei der Legalisierung einer weiteren Droge würden bei dieser zwangsläufig die gleichen Probleme auftreten, die es bei den etablierten Drogen bereits gibt, denkt meiner Meinung nach nicht weit genug.
Auf der anderen Seite ist der Cannabiskonsum bei vielen dieser Probleme bei objektiver Betrachtung nicht so schlimm wie der Konsum etablierter Drogen.
Ein Beispiel wäre, dass die Folgeschäden von Alkohol und Tabakkonsum jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe verursachen, was bei Cannabis definitiv nicht gegeben ist.
 
Dann präzisiere ich einmal:

Die Menschheit ist einfach zu dumm, um selbstverantwortlich Gutes von weniger Gutem zu unterscheiden.

Auf diese Aussage bezog sich mein Statement "Wäre es anders, hätten wir es leicht und könnten glücklicher und zufriedener leben".

Aber:
Und ja, auch mehr Geld zu haben bzw. zu wollen, kann wie eine Droge sein. Die Symptome sind die gleichen. Es gibt eine Menge Leutz, die von einem "ungesunden" Streben nach mehr Geld abhängig sind. Den Leuten kann es noch so gut gehen, sie werden niemals glücklich sein, weil sie immer weiter dem Geld hinterher laufen - und sich damit oftmals das eigentliche Leben kaputt machen.

Sucht ist ein weitgesteckter Begriff.


Und wenn die Menschen besser zwischen "gut" und "nicht so gut" unterscheiden könnten, dass würden wir die Diskussion hier nicht führen. Dann würden die Menschen nämlich die Finger von Zigaretten, Hasch und auch von Alkohol (in größeren Mengen) lassen. Hasch würde dann nur für medizinische Zwecke verwendet, wo es durchaus Sinn machen kann.
 
... und gerade weil es eben so ist, dass Menschen zum Missbrauch neigen, benötigen sie Grenzen. Wir müssen uns sozusagen vor unserem eigenen inneren "Suchtschwein" schützen. Die Frage stellt sich jetzt, wo wir uns im Rahmen unserer Eigenverantwortung selbst reflektieren und schützen können und wo wir auf die "Hilfe" des Staates angewiesen sind. Auch der Missbrauch von Alkohol verschlingt jährlich Milliarden an Steuergeldern. Wäre es da wirklich weise auch noch Cannabis zu legalisieren? Was für Signale würde der Staat da senden? Eine andere Sache ist die Entkriminalisierung von Konsumenten - die ist schon längst überfällig. Gruss freefloating
 

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