Todesstrafe in den USA - Eure Meinungen Diskussion 

  • Ersteller Ersteller CharlyH
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Todesstrafe in den USA - Was meint Ihr?

  • Ja

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nein, eine lebenslange Haftstrafe reicht völlig

    Stimmen: 0 0,0%
  • Nur bei erschwertem Mord (z.B. Raubmord, Vergewaltigung mit anschließendem Mord)

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0
  • Umfrage geschlossen .
US-amerikanische Statistiken unterstreichen sehr deutlich, dass die Todesstrafe nicht zu einer Verringerung von Verbrechen mit Todesfolge führt; das Gegenteil ist der Fall:

2008
Morde in Ländern mit Todesstrafe bei 4,6 pro 100.000 Einwohnern,
in den Ländern ohne Todesstrafe bei 2,9.

2009
lag sie bei 4,9 in Ländern mit,
bei 2,8 ohne Todesstrafe.

2010
lag sie bei 5,2 in Ländern mit,
und bei 3,3 ohne Todesstrafe.
Die Statistiken sind zwar ganz nett, aber verkaufe in den Ländern ohne Todesstrafe, Waffen in jedem Supermarkt an die Bevölkerung und die Raten werden sich ganz schnell ändern.
Und wie hast du doch in einem anderen Thema geschrieben? Auf jede Aktion erfolgt eine Reaktion. Damit kann/könnte man dann auch die Todesstrafe rechtfertigen, oder?
 
@Henry: Mit deinem Argument stützt du gerade die These von Stary. Ist nicht die USA ultraliberal wenn es um die Erhältlichkeit von Waffen geht? Dies wiederum passt ja sehr gut zu einem Land, welches die Todesstrafe noch so weitläufig praktiziert. Da besteht ein innerer Zusammenhang. Es ist eben kein Zufall, dass ein so "schiesswütiges" Land* die Todesstrafe gut findet...weil sie immer noch denken, die Probleme auf diese Art und Weise aus der Welt zu schaffen. Auch ein Mord im Auftrag des Staates ist und bleibt ein Mord. Wer gehört auf die Anklagebank? Wer hat Blutschuld auf sich geladen? Der Staat. Es gibt auch keinerlei pädagogischen Wert in der Todesstrafe, höchstens eine schwarze Pädagogik. Wir alle haben ja das Leben sozusagen geschenkt bekommen, also welcher Mensch hat denn das Recht und die Autorität über ein anderes Menschenleben zu entscheiden? Also mit welchem Recht darf ich jemandem, egal was er getan hat, dieses "Geschenk" absprechen? Welches Land, welche Regierung hätte das Recht, mir diese Autorität zuzusprechen? Selbst wenn es denn so wäre... wie käme ich danach mit meinem Gewissen klar? Wenn man das Ganze zu Ende denkt, dann merkt man schnell, dass die "menschlich organisierte" Todesstrafe, moralischen und ethischen Kriterien nicht standhalten kann.

Gruss freefloating

* Man muss ehrlicherweise hinzufügen, dass nicht alle Amerikaner und nicht alle Bundesstaaten die Todesstrafe befürworten. Es gibt auch vehemente Gegner.
 
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[...]Und wie hast du doch in einem anderen Thema geschrieben? Auf jede Aktion erfolgt eine Reaktion.[...]
Kleine Anmerkung (nur der Korrektheit halber) ...

Das, was Du mir nun bereits zum zweiten Mal als Zitat unterstellst – wiewohl es durchaus von mir stammen könnte – ist der Titel der von mir verlinkten Website (http://www.freesoft-board.to/f29/diskussion-ewig-lebt-der-toten-tatenruhm-531039.html#post5291984 - im Quelltext erwähnter Website unschwer zu überprüfen):
 
Ich will ja auch gar keinen überzeugen, die Fragestellung war: Wie steht ihr zur Todesstrafe? und ich halte sie eben in bestimmten Fällen für durchaus angebracht.

Dies ist meine Meinung ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit.
 
Das ginge bei einer reinen Umfrage in Ordnung, Wikinger. Dies aber ist eine Diskussion und da zählen Argumente.

Mir persönlich fällt es schwer, eine Meinung zu respektieren, die mit unterschiedlichen Aussagen gestützt wird, welche sich gegenseitig widersprechen. Ich kann tolerieren, daß du ständig um den heissen Brei herumredest, meinen Respekt verdienst du dir damit jedoch nicht.

Der Aussagegehalt einiger deiner Aussagen geht Richtung Null. Letztendlich belibt nur erkennbar, daß du für die Todesstrafe bist, weil du für die Todesstrafe bist.

Wier armselig!
 
Letztendlich belibt nur erkennbar, daß du für die Todesstrafe bist, weil du für die Todesstrafe bist.

Wier armselig!

Nein, wenn meine Post's richtig liest....... Ich bin für die Todesstrafe weil ich sie für einige Verbrechen als die gerechte Strafe halte. Ein Mensch, welcher diese Verbrechen verübt hat in meinen Augen auch kein Recht zum weiterleben und sie ist ein zuverlässiges Mittel um Wiederholungstäter zu verhindern.

Das Du das anders siehst ist Dein gutes Recht, tangiert mich aber nicht sonderlich.
 
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Ich bin für die Todesstrafe weil ich sie für einige Verbrechen als die gerechte Strafe halte.


Ich bin für die Todesstrafe weil ich sie für einige Verbrechen als die gerächte * Strafe halte. (so wird aus dieser Aussage ein vollständiger Schuh - imho)

*iVglz selbstgerecht - selbstgerächt

Fälschlicherweise handelt es sich bei dem Thread um eine Diskussion; tatsächlich ist es aber ein Meinungsaustausch - d.h. Meinungen werden ausgetauscht, ohne das es zu Wechselwirkungen zwischen den vertretenen Positionen käme. Insofern muß ich mit den Meinungen der Befürworter leben.

Überzeugende Argumente, die eine Befürwortung stützen würden, wurden hier nicht genannt.
 
Überzeugende Argumente, die eine Befürwortung stützen würden, wurden hier nicht genannt.
Ich gehe noch einen Schritt weiter. Es werden nicht nur keine überzeugenden Argumente genannt, sondern nicht einmal echte Argumente. Lediglich vorgeschobene Argumente werden fast schon gebetsmühlenartig wiederholt.

Die Aussage, daß die Todesstrafe ein zuverlässiges Mittel sei, um Wiederholungstäter zu verhindern, ist in etwa die gleiche Binsenweisheit wie die Aussage, daß eine Amputation ein zuverlässiges Mittel sei, gesundheitliche Probleme mit einem Körperteil zu vermeiden (von Phantomschmerzen einmal abgesehen).

Zumal diese Aussage implizieren soll, sie sei die Ultima Ratio gegen gewisse Taten. Das ist sie aber keineswegs (wie Statistiken unschwer belegen), denn sie verhindert so gut wie keine Taten (die Taten, wegen derer der Täter verurteilt wurde, die werden dadurch ja wohl kaum ungeschehen gemacht und eine Fortsetzung der Taten findet auch im Knast so gut wie nie statt, und sei es auch nur mangesl Gelegenheit).

Was tatsächlich Taten verhindert, das ist Prävention. Denn lediglich eine Tat, welche er garnicht erst begangen wird, schützt die Opfer tatsächlich. Die Todesstrafe hingegen produziert nur Opfer und keinem einzigen hilft sie tatsächlich weiter.

Die Aussage hingegen 'ich bin für die Todesstrafe weil ich sie für einige Verbrechen als die gerechte Strafe halte' ist kein Argument, weil es das Dafürsein nicht begründet, sondern lediglich mit einem weiteren Begiff (in diesem Fall 'gerecht') verknüpft.

Es ist übrigens ausgesprochen interessant, daß jemand, der so menschenverachtend ist, daß er Menschen das Recht auf Weiterleben verweigert, von 'Gerechtigkeit' schwafelt. Was ist denn daran gerecht?

Du hat eine eigene Vorstellung von Recht und Gesetz. So weit ok. Was aber gibt dir das Recht, diese Ansicht anderen Menschen aufzuzwingen (es ist doch nicht damit getan, daß du die Todesstrafe rein akademisch auf dem Papier forderst, du willst sie doch sicher auch angewand wissen)?

Ist es nach dieser Vorstellung nicht auch gerecht, wenn diese Leute im Gegezug das Recht bekommen, dir ihre Vorstellung von Recht und Gesetz aufzuzwingen? Jedenfalls machst du dich durch deine Einstellung entschieden zum Täter.

Auch das musste mal gesagt werden.
 
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... ist im „Land of the Free“ der ethnische Anteil der zu Unrecht verurteilten:

Schwarze oder Afro-Amerikaner stellen etwa 12 Prozent der US-Bevölkerung dar (United States Census 2000), aber 70 Prozent aller zu Unrecht Verurteilten. Also nach US-amerikanischen Maßstäben wohl sehr ausgeglichen.

Ethnische Zugehörigkeit als „Schuld“?

„Washington. 30 Jahre nach ihrer Verurteilung wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer Elfjährigen sind zwei geistig behinderte Halbbrüder von der US-Justiz als unschuldig entlastet worden. Unter Berufung auf neue DNA-Beweise entließ ein Richter in Robeson County im US-Bundesstaat North Carolina am Dienstag (Ortszeit) den Todeskandidaten Henry Lee McCollum und seinen zu lebenslanger Haft verurteilten Halbbruder Leon Brown aus dem Gefängnis. Der 50-jährige McCollum und der 46-jährige Brown seien 1984 auf Grundlage "falscher Geständnisse" verurteilt worden, erklärten ihre Anwälte.“
USA - Behinderte Halbbrüder saßen 30 Jahre lang zu Unrecht in Haft - Aus aller Welt - Hamburger Abendblatt

Hier von Gerechtigkeit zu sprechen kommt mir bei diesem leichtfertigen Umgang mit dem Leben Farbiger (wohl die entscheidende Schuld) sehr vermessen vor.
 
StaryWojownik schrieb:
Schwarze oder Afro-Amerikaner stellen etwa 12 Prozent der US-Bevölkerung dar (United States Census 2000), aber 70 Prozent aller zu Unrecht Verurteilten.

Eine Zahl, die sich relativiert, wenn man bedenkt, dass Schwarze aber auch 40% der überhaupt zu Gefängnisstrafen Verurteilen ausmachen, also auch stark überproportional zu ihrem Bevölkerungsanteil.

Davon abgesehen beziehen sich diese 70% auf knapp über 300 Fälle, die dazu älter sind als die Einführung der DNA-Technik in die Kriminalistik. Ob man damit statistisch valide folgern kann, dass auch noch in der jüngeren Vergangenheit über alle Verurteilten hinweg 70% der Falschurteile auf schwarze Angeklagte entfallen, erscheint mir zweifelhaft.

Das die ethnische Zugehörigkeit grundsätzlich einen Einfluss auf die Rechtsprechung in den USA hat will ich damit nicht abstreiten, das bestimmte juristische Wertigkeiten bestehen (schwarz<weiß, Mann<Frau, Unterschicht<Mittelschicht<Oberschicht, …) zeigt ja praktisch jede Studie zum Thema, aber diese konkrete Zahl lässt sich aus meiner Sicht bei dieser Studienlage so nicht halten.
 
Das Problem bei Todesstrafe ist ja so gesehen eine Richtlinie anzulegen, wann man sein Chance auf ein Leben verschwertet hat.
Ob das so einfach und vor allem so richtig ist, mag ich zu bezweifeln.
Das entschuldigt natürlich nicht die widerwärtigen Verbrechen wofür man stattdessen lebenslänglich bekommt.
 
Hallo

Ich erinnere mich mal einen Pro/Kontra Aufsatz zu dem Thema in der Schule geschrieben zu haben und hab dafür eine eins bekommen ;-) Hatte ein paar Punkte auf der Pro Seite aber eine lange List auf der Kontra.
 
Wenn man so manche unmenschlichen Verbrechen so anschaut, wäre es bei manchen schon irgendwie gerechtfertig. Aber wenn man schaut wie viele Unschuldige schon verulteilt wurden, muss ich auch sagen dass ich dagegen bin.
 
Die Todesstrafe geht von der irrigen Annahme aus, man sei besser als derjenige, den man verurteilt, weil dieser (meist) das Lebensrecht eines Menschen missachtet habe. Man ist aber keineswegs besser (aber in der Masse potentiell gefährlicher) als dieser, wenn man sich mit diesem auf eine Stufe stellt und genau das macht, wofür dieser verurteilt wird. Nämlich das Lebensrecht eines anderen Menschen missachten.

Tatsächlich ist es aber oft so, daß mich sich dadurch nicht auf eine Stufe mit diesem stellt, sondern noch eine Stufe unterhalb. Denn solch eine Tat entsteht ja nicht im luftleeren Raum, sondern hat Hintergründe. Manche dieser Taten kann man verstehen (was ja noch lange nicht heisst, daß man sie gutheisst), andere hingegen weniger. Jedenfalls werden die Einzelumstände der Tat hinreichend gewürdigt (wenn nicht, dann wäre dies reine Willkür).

Eine pauschale Befürwortung der Todesstrafe ('für xxx Rübe ab') hingegen dient ausschließlich der Befriedigung eigener niederer Instikte (Rache), wofür man offenbar auch bereit ist, über Leichen zu gehen. Sorry, dies ist aber die unterste Stufe moralischer Vorstellungen, zu denen Menschen gerade noch fähig sind.

Ich für meinen Teil lebe dann lieber in einer Gesellschaft mit Mördern (und gelegentliche Übergriffe durch diese) als in einer moralisch verkommenen Gesellschaft, die das Lebensrecht anderer grundsätzlich mit Füssen tritt. Denn selbst einen solchen Mörder kann man mitunter resozialisieren, eine Gesellschaft aber, die ihre eigenen Werte ('du sollst nicht töten') mit Füssen tritt, hingegen nicht.

Ganz im Gegenteil. Je fanatischer christliche Fanatiker auf ihr eigenes Lebensrecht pochen (natürlich mit dem Recht, sich jederzeit mit Waffen zu schützen), dest stäärker missachten sie meist das Recht der anderen. Diese Menschen erfüllen mich mit tiefer Abscheu.
 
Die Todesstrafe geht von der irrigen Annahme aus, man sei besser als derjenige, den man verurteilt, weil dieser (meist) das Lebensrecht eines Menschen missachtet habe.
Ich für meinen Teil lebe dann lieber in einer Gesellschaft mit Mördern (und gelegentliche Übergriffe durch diese) als in einer moralisch verkommenen Gesellschaft, die das Lebensrecht anderer grundsätzlich mit Füssen tritt. Denn selbst einen solchen Mörder kann man mitunter resozialisieren, eine Gesellschaft aber, die ihre eigenen Werte ('du sollst nicht töten') mit Füssen tritt, hingegen nicht.

Du wählst andere Worte (und erzeugst dadurch andere innere Bilder), als ich, aber ich stehe vollinhaltlich hinter dem, was Du schreibst. Danke Dir dafür.

LG
 
Ich glaube, wenn 80% die Todesstrafe für gerechtfertigt sehen, würden 79% davon sich nicht selbst als Henker zu Verfügung stellen.

Ob die Todesstrafe die Lösung ist kann ich nicht nachvollziehen, den was soll es bringen, wird dadurch die Kriminalität reduziert ? Oder die Gesellschaft befriedigt ?

Wohl eher das letztere
 
Ich bin für die Todesstrafe. Jedenfalls bei extremen Straftaten.
 
Wer das Leben an sich nicht achtet,
also gelernt hat, das (bestenfalls auch sein) Leben zu lieben,
hat keinerlei Recht, über das Leben Anderer zu verfügen.
Selbsttötung
Bitte sehr.
Aber ohne anderen damit zu schaden!

In einer Gesellschaft,
die - ganz nebenbei - das Leben auf diesem Planeten an sich seit Jahrhunderten buchstäblich mit Füßen tritt, klingt eine solche Frage bzw. Forderung eigentlich auch mehr als abstrus. ;)

Der Umstand, sich überhaupt [del] dieses Recht zu zu gestehen
- ohne die zwingende Notwendigkeit des Schutzes des eigenen Überlebens, was z.B. Notwehr oder Nahrungsbeschaffung mit einschließen kann -
hat logischerweise (nicht nur gedankliche) Konsequenzen, denen sich die meisten Befürworter u.a. der Todesstrafe kaum gedanklich stellen ;)

Denn der/diejenige, der/die den Tod Anderer aus subjektiven Motiven und konstruierten, ggfs. sogar mehrheitlich gefassten Rechtfertigungen billigt, macht sich damit selbst zum potentiellen Opfer der Motive und Rechtfertigungen Anderer.

Als hässliches, aber zeit aktuelles Beispiel hierfür, mag der Umgang der/des IS mit Andersdenkenden bzw. die Handlungsweise von Amokläufer bzw. "menschlichen Bomben" dienen.

Von daher stellt sich auch hier die Frage:

Wem nützt es? :rolleyes:

so far
muesli

PS. Bei der Umfrage fehlen mir wichtige Alternativen.
Ergo: kein Votum meinerseits
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Umstand, sich überhaupt über dieses Recht zu zu gestehen
- ohne die zwingende Notwendigkeit des Schutzes des eigenen Überlebens, was z.B. Notwehr oder Nahrungsbeschaffung mit einschließen kann -
hat logischerweise (nicht nur gedankliche) Konsequenzen, denen sich die meisten Befürworter u.a. der Todesstrafe kaum gedanklich stellen ;)


Hmm- verstehe ich Dich richtig, das die "Todesstrafe" gerechtfertigt wäre, wenn es um Aspekte der Nahrungsbeschaffung ginge - wobei es dann schwerpunktmäßig eben um die überlebensnotwendige Mahlzeit ginge und der dabei eintretende Tod des zu Verspeisenden, ein für ihn unerfreulicher, aber bedauerlicherweise notwendiger Nebeneffekt wäre? :p
 
Hi Anakin :D

Das Thema ist ein wenig zu komplex,
um alle Varianten - auch meines Textes ;) - interpretatorisch auf die Schnelle abzusichern. ;)

Im chilenischen Andenvorfall (Flugzeugsabsturz) wurde beim Tod allerdings nicht nachgeholfen.

I.P. könnte man hier im thread aber auch darüber diskutieren.
Grenzwertig ist das Thema doch eh :p

Ansonsten:
Die "Todesstrafe" für Haus- wie Wildtiere, bestenfalls eben nicht auch noch in Massenhaltung, habe ich hier mal mit einbezogen.

Aber wer sich über weitergehende "Nahrungsmittelbeschaffungen" informieren möchte....
Kannibalismus ist vmtl. nicht so wenig verbreitet, trotz Tabuisierung, wie angenommen.
Dazu gibt es übrigens noch einen netten, alten ScIFi-Film: Solent Green. ;)

Auch wenn vorgeblich der Hunger in der Welt ja - heute gerade vermeldet - statistisch um 39% zurückgegangen ist.
Klingt halt besser, als vermelden zu müssen, dass 800 Millionen (inkl. Dunkelziffer vmtl. eher 1 Milliarde) Menschen immer noch Hunger leiden.

greetz :p
 
Hmm- verstehe ich Dich richtig, das die "Todesstrafe" gerechtfertigt wäre, wenn es um Aspekte der Nahrungsbeschaffung ginge - wobei es dann schwerpunktmäßig eben um die überlebensnotwendige Mahlzeit ginge und der dabei eintretende Tod des zu Verspeisenden, ein für ihn unerfreulicher, aber bedauerlicherweise notwendiger Nebeneffekt wäre? :p
Auch diese Situation könnte man sicher führen, wenngleich ich mich in diesem Zusammenhang eindeutig gegen den Begriff Strafe stellen würde, selbst in Anführungszeichen. Schliesslich ist die Todesstrafe keine verspätete Anwendung der Geburtenkontrolle. :D

Nahrungsbeschaffung und Strafe sind völlig unterschiedliche Themen, und auch die Antwortmöglichkeiten dieser Umfrage (so unvollständig sie auch sein mag) implizieren eindeutig den Aspekt der Strafe. Es geht an dieser Stelle nicht darum, ob man einen anderen Menschen (ungeachtet der Umstände) töten darf, sondern darum, ob das vorsätzliche Töten von Menschen aus ideologischen oder ethnischen Gründen zwecks Strafe sinnvoll/zulässig ist oder was auch immer.

Eine Staatraison, welche das vorsätzliche Töten von Menschen aus diesen Gründen (also nicht ausschliesslich zur unmittelbaren Gefahrenabwehr) einschliesst, die zeigt, welchen Stellenwert in diesem Staat der Mensch hat. Nämlich keinen.
 
muesli schrieb:
[...]Auch wenn vorgeblich der Hunger in der Welt ja - heute gerade vermeldet - statistisch um 39% zurückgegangen ist.[...]
Na ja, was die Entwicklung des Hungers betrifft, zeigt sich (auch hier) das segensreiche Wirken der US-amerikanischen Christenhorden und ihrer Vasallen am Beispiel des Irak:

„Der Irak, der wegen seiner Ölquellen eigentlich großes Potenzial für wirtschaftliche Verbesserungen hat, verzeichnet laut Bericht die zweitschlechteste Entwicklung von allen.[...] der Anteil unterernährter Menschen in der Bevölkerung habe sich seit 1990, dem Jahr der irakischen Invasion in Kuwait, mehr als verdoppelt.[...]“
Welthungerhilfe: Welthunger-Index 2014 zeigt positiven Trend - SPIEGEL ONLINE

„Der Spiegel“, seit einigen Jahrzehnten die BILD-Zeitung für den Alphabeten, verschweigt seinem Leser – wohl in Vertrauen auf dessen Dämlichkeit – dass es die US-amerikanischen Christenhorden und ihre Vasallen waren, die im Irak nicht nur ihre Kultur in Form von Morden, Vergewaltigungen und Folterzentren demonstrierten, sondern darüber hinaus auch die Infrastruktur des Landes langfristig zerstörten und es über weite Landstriche radioaktiv verseuchten.
Momentan setzen die Bodentruppen der USA , die IS(IS), deren Arbeit fort: „Wir werden den Irak wieder in die Steinzeit zurück bomben“ (Donald Rumsfeld, von 2001-2006 Kriegsminister der USA). Die Zeichen dafür stehen – nicht zuletzt der gerade erwähnten US-Bodentruppen wegen – gut.

Konradin schrieb:
[...]Eine Staatraison, welche das vorsätzliche Töten von Menschen aus diesen Gründen (also nicht ausschliesslich zur unmittelbaren Gefahrenabwehr) einschliesst, die zeigt, welchen Stellenwert in diesem Staat der Mensch hat. Nämlich keinen.
Ein zutiefst christlicher Staat, wie US-Amerika (gemessen an seinen Taten: wohl zu Recht) von sich in Anspruch nimmt zu sein, kann es sich leisten, Menschen, die die Geschäfte seiner herrschenden Kaste stören, diesen Stellenwert zuzuweisen.

Es kann sich als Führer sogar einen Serien-, bzw. Massenmörder (Friedensnobelpreisträger) leisten. Einen Mörder, der im Gegensatz zu „normalen“ (?) Mördern dank seiner Machtfülle nicht nur in aller Offenheit morden darf, sondern sogar öffentlich seinen Stolz über seine Morde bekundet:
Neues Obama-Buch : "Ich bin wirklich gut im Töten von Leuten" - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT
Review: ?Double Down,? on the 2012 election, by Mark Halperin and John Heilemann - The Washington Post

Dieses Eigenlob für sein mörderisches Agieren wurde vom US-amerikanischen Führer nicht bestritten, allerdings „sei der Präsident über das Durchsickern solcher vertraulicher Details immer frustriert“ (Dan Pfeiffer, Berater des US-Führers).

Unter diesen Gesichtspunkten über die Todesstrafe in US-Amerika zu diskutieren, ist m. E. nahezu müßig: Mit Mördern über die Moral des Mordens philosophieren?

@muesli: Schön, Dich wieder aktiv zu sehen. Hoffentlich bleibst Du uns noch länger erhalten. So oder so.
 
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