Ad 1 
Verträge sind - für mich, ja ich bin "altmodisch

- verbndlich.
Insofern ist sowohl das Solidar-Prinzip (innerhalb der EU) verbindlich.
Auch ein Ausschlußwunsch kommt reichlich zu spät.
(Geht übrigens vertraglich auch gar nicht *g*)
Hier haben schlicht die Kontrollen beim Eintritt und spätestens seit 2003/4 versagt...
Man sollte also eher diese "Kontrolleure" in EU- und in nationalen Parlamenten mal richtig zur Rechenschaft ziehen
Ad 2
Unter'm Strich...
ist Deutschland eher einer der Gewinner der EU
Sowohl was die Außenhandelsbilanz angeht, als auch bezüglich der politischen Gewichtung in Europa.
Das dabei (wiedermal) die (kleinen) Steuerzahler eher die Dummen sind,
liegt wohl eher an den Verteilungsmodalitäten innerhalb unseres Landes.
Auch hier muss man sich fragen, wer dafür wohl zu allererst verantwortlich ist
Ad 3
Was griechische Verhältnisse bzgl. Korruption und Vetternwirtschaft sowie Steuergerechtigkeit angeht...
Na jaaa,
ist halt einfacher, über den Gartenzaun zu schielen und darüber zu maulen

Die Defizite hier in D weden hier von einigen wohl zu gerne unter den berühmten Teppich gekehrt.
Im Korruptionranking liegen wir auch nicht gerade auf dem letzten Platz auf dem Globus...
Was übrigens mal anders und besser war
Allen anderen sei gesagt

"Halt die Erde (oder die EU) an,
ich will aussteigen"
war mal 'nen netter Slogan, um nachdenklich zu machen,
mehr aber nicht!
Globalisierung gab es (relativ gesehen) schon immer

Nur das es heutzutage (Vielen) immer deutlicher bewusst wird,
dass man sich aus weltweiten Vernetzungen nicht einfach separieren kann.
Auch wenn der Wunsch nach 'ner "heilen Welt" auf der eigenen kleinen Insel ja nur zu verständlich ist.
Kurzum:
Eine konkretere, verbindliche Finanzkontrolle innerhalb der EU-Staaten (bzw. weltweit),
verbindlichere Einhaltung von längst getroffenen Richtlinien (Mastricht etc.) ohne permanente, nationale Ausnahmen,
bessere nationale Steuergerechtigkeit (auch bzgl. Transaktions- und Spekulationsbesteuerungen (EU- bzw. weltweit),
sowie die strikte Offenlegung von Plänen sowie Verbindlichkeiten (national wie europaweit),
würde schon einiges mehr an Transparenz bringen
und zukünftig wohl eher zur Vermeidung offensichtlicher Fehler in Staatshaushalten führen.
Auch hier ist Deutschland bestimmt kein leuchtendes Beispiel (für Europa) bzgl. finanzieller (Eigen-)Verantwortung und wirtschaftlicher Stabilität (Das ist längst seit Anfang der Achtziger (Kohl und Nachfolger) vorbei.
Wir selbst sind momentan ein Staat, der überwiegend auf Pump "lebt".
Desweiteren wären, und zwar möglich sofort, rigide Kontrollen und Beschränkungen von Banken,
was deren Größe, Handelsvolumen, Eigenkapital und deren Besteuerung angeht, längst überfällig.
Das Totschlagargument von "Systemrelevanz" und dem Verlust von Finanz- und Wirtschaftsstabilität dieser virtuellen Jongleure wird man nicht dadurch entgegnen können,
dass deren Risiken immer wieder durch Volkswirtschaften (bzw. deren Steuerzahlern) aufgefangen werden.
Denn auch die jetzige Situation Griechenlands wäre nie entstanden,
wenn nicht (weltweite UND EU-Banken) hier unverantwortlich immer weiter Kredite weiter zur Verfügung gestellt hätten und auf die schon genannte Vertragssolidarität bei der Bedienung von ZINSEN und Rückzahlungen vertraut hätten.
DENN
auch um hier mal mit dem weit verbreiteten Aberglauben aufzuräumen,
Staaten können nicht bankrott gehen...
Die Weltgeschichte ist voll von derartigen Fällen.
Allein das letzte Jahrhundert kennt Dutzende von diesen Fällen,
nicht nur in der sogenannten zweiten und dritten Welt
Nur wurden sie allzu oft "einfach" anders benannt,
oder eben durch durch zusätzliche "Maßnahmen", wie Kriege, Abwertungen (Inflation), Beschlagnahmungen, dubiose Um- und "Entschuldungen" oder ähnliches mehr gut verschleiert und somit scheinbar weitgehend unbemerkt "gelöst".
so far
muesli