Hallo, möchte mich auch mal hier einklinken:
Es gibt keine einzige als vernünftig zu bezeichnende Studie, die belegt, dass Vitaminpräparate wirklich einen postiven Effekt ausüben.
Selbstverständlich gibt es anerkannte Studien, die versucht haben sowas zu belegen. Nur dir haben das Gegenteil rausgefunden: Vitamin-
Präparate können sogar schädlich sein. Zum Beispiel gab es in Finnland mal ein groß angelegtes Experiment, in dem über 5 Jahre Raucher Beta-Carotin (Vitamin A) zu sich nehmen sollten (Experiment war so aufgeteilt, dass ein Teil der Leute Platzebos und ein andeer Teil das Beta-Carotin bekamen, aber keiner von ihnen wusste, was von beiden er bekommt). Das Experiment musste vorzeitig abgebrochen werden, weil die Sterberate sich sogar erhöht hat. Begründung waren nachher zwei sachen:
- Weil bei Raucher und Alkoholigern sich die positive Vrkung des Beta-Carotins ins negative kehrt
- Reines Vitamin A - isoliert von anderen Vitaminen und Mineralstoffen - nutzt dem Körper nichts
Ich würde auch abraten von aller Art von Vitamin Präperate, weil da eben nur eine begrenzte Menge an Vitaminen drinn sind - und die Vitamine kann der Körper so nicht nutzen. Was er braucht ist die Vielfalt; Vitamine mit den anderen Mineralstoffen, die noch so im Obst sind.
Allerdigs ist es falsch alle "Pillen" mit Vitamin-
Präparaten gleich zu setzen. Denn es gibt auch Nahrungsergänzung, deren Inhalte nicht in Labors gezüchtet werden, sondern die Bestandteile von echtem Obst und Gemüse beinhalten (also nicht geziehlte Vitamine, sondern das Fruchtfleisch von Obst bzw. Gemüse). Deren Nutzen mag zwar strittig sein, aber fakt ist: Es sind darin Vitamine genauso, wie sie in Äpfeln, Birnen, Apfelsienen, etc. drinn sind. Und zwar MIT den Mineralstoffen.
Ob die Wirkung dieser (getrockneten) Vitamine dann noch die gleiche effektive ist, wie die, des "originalen" Obst und Gemüses ist wieder eine andere Sache.
Dafür gibt es aber ebenfalls anerkannte Studien. Um nur mal einige zu nennen:
- "Effect of Supplemental Phytonutrients on Impairment of the Flow-Mediated Brachial Artery Vasoactivity After a Single High-Fat Meal" (2003)
Ergebnis dieser Studie ist, dass "die Supplementation vor dem schädigenden Effekt einer fettreichen Mahlzeit auf das Endothel schützen konnte, dass dieser Effekt kumulativ war und dass er auch nach Beendigung der Suplementation anhielt" (Übersetzt: Das Einnehmen der Nahrungsergänzung wirkte den negativen Auswirkungen der fettreichen Mahlzeiten (schädlich fürs Endothel = eine Schicht in Blutgefäßen) entgegen und die positive Wirkung verstärkt sich. Die positive (d.h. schützende) Wirkung ist eine anhaltende Wirkung)
- "Supplementation with mixed Fruit and Vegetable Juice Concentrates Increased Serum Antioxidants and Folate in Healthy Adults" (2004)
Bei dieser Studie ging es darum, dass (gesunde) Personen im Alter von 40 bis 60 Jahren über eien Zeitraum von 7 Wochen eine Nahrungsergänzung erhielten. Das Ergebnis war ebenfalls positiv.
Mir sind noch mindestens 3 weitere (wirklich von unabhängigen Institutionen kontrollierten) Studien bekannt, deren Aufzählen mir jetzt aber zu mühsam ist und weiterhin sind mir noch ca. 5 Studien bekannt, die aber noch nicht abgeschlossen sind.
Also an Studien diesbezüglich mangelt es jedenfalls nicht. (Und das sind jetzt nicht Studien, die von einem bestimmten Personenkreis bzw. (Hersteller) Firma durchgeführt UND kontrolliert/überwacht wurden, sondern von der Fachpresse angesehene Studien... da kann man nicht unbedingt das Motto "ich traue keiner Studie, die ich nicht selber gefälscht habe" ansetzen

)
Weiterhin gibt es natürlich noch Studien, die nicht ganz so unabhängig kontrolliert wurden, die aber ebenfalls mit positivem Ergebnis eines Nahrungsergänzungsmittels ausgewiesen sind.
Mehrfach ist auch dieses Argument hier zu lesen:
Wenn man Vitamine zu sich nehmen möchte, sollte man natürliche Produkte zu sich nehmen!
Das ist grundsätzlich richtig und der wahrscheinlich beste Weg. Wobei hier auch zu beachten ist (wie ja ebenfalls schon genannt wurde), dass auch natürliche Produkte bereits ihre gehaltvollen Vitamine verloren haben können... aber sie sind dann zumindestens nicht schädlich, sondern bringen einfach nur wenig ("nichts" würde ich nicht sagen, denn ein bissl Vitamin + Mineralstoffe ist sicherlich immernoch drinn).
Als Beispiel seien die Vitamine, die Unreif geerntet werden müssen und dann per Schiff transportiert werden - einige Wochen sind die Wahren sicherlich unterwegs... das reicht aus, damit die Vitamine verschwinden. Abgesehen davon entfaltet das Obst/Gemüse die größte Menge an Vitaminen erst in der allerletzten Reifephase (genaue Prozentangaben kann ich nicht nennen, aber ich hab in Erinnerung, dass es nicht unerheblich ist).
Außerdem Wird Obst und Gemüse hier in DL auch teilweise erst mal noch gelagert... Dafür gibts übrigens spezielle Regelungen über die Dauer. Über eine Regelung, nähmlich die bei Apfelsinen hab ich damals, als ich davon erfahren habe, nicht schlecht gestaunt: Apfelsienen dürfen in DL maximal 5 Jahre gelagert werden... Na das dann nix mehr groß an Vitaminen in einer so lange gelagerten Apfelsiene ist, dürfte wohl einleuchten - abgesehen davon ist diese dann bestimmt auch nicht mehr sonderlich lecker, weil schon recht vertrocknet...
Übrigens gibt es in DL (wie in vielen anderen Länder) von den Gesundheitsexperten Richtlienien für eine gesunde Ernährung (ach nee): Diese besagt in DL, dass ein gesunder Mensch pro Tag mind. 5 Portionen (eine Portion entspricht dabei einer Handvoll) Obst und Gemüse essen soll. Das deckt aber nur den minimalen Bedarf und sollte in keinem Fall unterschritten werden... Und wer jetzt ganz ehrlich zu sich ist wird wahrscheinlich feststellen: "so ganz schaff ich das wahrscheinlich doch nicht"... (zumal da von einheimischem Obast z.B. auch aus eigenem Anbau, weil das frisch ist, ausgegangen wird)
Ein Mensch, der irgendeine Art von Beschwerde hat (Erhöhte Temperatur, Unwohlsein, Grippe, Husten, etc.) sollte weit mehr als diese 5 Portionen pro Tag zu sich nehmen, denn der Körper holt sich die benötigten Reserven - und dann ist "auffüllen" angesagt!
Übrigens ist das "dumme" an der Gesundheit: Du bekommst den aktuellen Zustand nicht unbedingt mit. Die Symptome stellen sich erst ein, wenn du vielleicht schon 70% deiner Gesundheit eingebüßt hast... bis dahin bekommt dein Körper es hin, noch mit seinen Reserven auszukommen. Das ist auch der Grund, weshalb bei älteren Menschen (und damit meine ich bereits ab ca. 40) so gesundheitsfördernde Mittel wie Nahrungsergänzung erst wirklich interessant wird, denn die merken dann erst, das mit ihrer Gesundheit nicht mehr alles so ganz okay ist. Würde man aber viel früher anfangen was für seine Gesundheit zu tun, dann würde man nicht schon mit 40 anfangen die einzelnen Symptome bekämpfen zu müssen (natürlich gibt es auch Menschen mit besonders schwachem bzw. besonders starkem Imunsystem... dann verzögert/beschleunigt sich diese Zeit etwas)
Ich selbst nehme (wie mein vielleicht aus meinen Argumentationen ersehen könnte) auch ein Nahrungsergänzungsmittel, weil ich es für richtig halte, meinen Mangel an Obst bzw. Gemüse auszugleichen. Und ich denke ich kann sagen: Mein Imunsystem ist im Vergleich zum Durchschnitt deutlich stärker: So oft, wie dei Grippewelle um sich greift - ich kann mich in den letzten 4 Jahren nicht wirklich an eine Grippe bei mir erinnern, und bei Fieber bzw. Heiserkeit ging das innerhalb EINES TAGES vorrüber. Die einzigen Arzt Besuche, die ich mache sind die profilaxen (Zahnarzt) bzw. wegen eines gebrochenen Arms
