===> Thema verschoben in die Leseecke, wie ich dir bereits gestern mitgeteilt habe!
Spannendes Thema ...
Aber:
Ich habe mit Schrecken festgestellt, dass auf diesem Forum Links zu einer illegalen eBook-Kopie eines von mir geschriebenen Buches angeboten wurde.
Auch hier
nochmal (Ich kann es fast vertonen und als Lied verkaufen)
In diesem Forum werden nirgendwo Links zu irgendwelchen illegalen Kopien von irgendetwas angeboten. Solltest du einen solchen Link sehen (eher, als die Moderatoren),
dann bitte umgehend per Meldebutton (
) melden, damit wir diesen schnellstmöglich entfernen können.
@ Topic
zu 1.
Wenn ich Zeit zum Lesen hätte, würde ich evtl. genau aus diesem Grund das eine oder andere EBook haben wollen, wo ich das Holz im Regal hab. Ob ich dafür nochmal fast den selben Preis bezahlen würde, ist fraglich.
Bei Audio-CD ist es statthaft, sich eine Kopie anzufertigen um nicht die gesammte CD-Sammlung im Sommer mit ins Gartenhäuschen nehmen zu müssen (Das käme bei manchen jährlich einem kleinen Umzug gleich)
Warum sollte ich das bei Büchern nicht machen dürfen? Bzw. warum gibt es nicht zu jeder Buchausgabe eine digitale dazu, gegen einen
geringen Aufpreis (Materialwert)? Der Aufwand für den Verlag dürfte sich in Grenzen halten oder will mir jemand erzählen, dass der Verlag sich hinsetzt und das Buch manuell einscannt und bearbeitet? Ich bin mir sicher, dass die Manuskripte in digitaler Form vorhanden sind. Daraus parallel zum Papierbuch ein
DRM-freies EBook zu erstellen, dürfte ein sehr geringer Aufwand (finanziell, personell) sein.
zu 2. Das ist vllt. nicht generell so aber es gibt sehr viele Beispiele, wo es eben tatsächlich so ist, dass sich Leute das Buch kaufen, nachdem sie das EBook angelesen haben. Umgekehrt ist es eben auch nicht so, wie die lieben Statistiker uns erzählen wollen. Nicht jeder, der ein EBook saugt, würde sich das Buch kaufen, wenn das EBook nicht frei zu haben wäre. Diese Annahme des Kaufverlustes ist schlichtweg aus mehreren Gründen Unsinn weil:
1. Viele Autoren kennt man nicht und lernt man erst kennen durch EBooks, was man nicht kennt, kauft man nicht. (also doch ein gewisser Werbeaspekt)
2. Vielen ist es aus finanziellen Gründen gar nicht möglich, sich Bücher zu kaufen. Wenn eine alleinerziehende Mutter vor der Entscheidung steht,
Asylon oder
Äpfel für die Kinder ... wofür wird die sich wohl entscheiden? Diese Bevölkerungsgruppe der Geringverdiener wird natürlich dieses Angebot nutzen und sich so einen Weg schaffen, geistig nicht zu verarmen (wenn sie es schon materiell sind). Das ist vllt. nicht in Ordnung, schmälert aber den Umsatz auch nicht, weil sie eben nicht kaufen würden.
3. Jäger & Sammler ... die von 300 EBooks vielleicht
mal 1 lesen ... werden sich die anderen 299 auch nicht kaufen.
Übrigens habe ich in meinem Bekanntenkreis sehr viele Leute, die einen Kindle besitzen. Die kaufen sich ihre EBooks
regelmässig bei amazon, weil das einfach unkompliziert ist. Eingestiegen sind die
alle durchweg über privat angefertigte EBooks. Der gesamte offizielle EBook/EReader-Markt ist m.M.n. durch die privat erstellten EBooks erst "gezwungen" worden bzw. hat viel zu spät die Zeichen der Zeit erkannt und sich nach und nach angepasst.
Ich bin mir relativ sicher, dass wenn die nun noch Hardwarebindung, DRM und ähnliche Mätzchen weglassen würden, der Kaufwille noch zu steigern wäre. Aber wenn der Kunde für sein sauer verdientes Geld noch vorgeschrieben kriegt, wo und wie er das Produkt zu nutzen hat, wen wundert es, dass der sich dann nach frei zu nutzenden Alternativen umschaut?
Wenn ich mir ein Buch kaufe, dann entscheide doch auch ICH, ob ich das in einem Schrank oder in einem Regal lagere und ob ich es mit oder ohne Brille lese.