Werbewirkung von eBook-Raubkopien geschlossen 

  • Ersteller Ersteller schommes
  • Erstellt am Erstellt am
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oha, ein spannendes Thema.

Ich kann nur von mir und meinem Leseverhalten berichten, aber ich liebe Bücher...

Lieblingsbücher habe ich hier im Haus teilweise in vier Ausführungen:

1. ein altes TB meiner Eltern, mein Erstling, der meine Liebe weckte
2. ein gebundenes, weil Lieblingsbücher grundsätzlich in diesem Haushalt gebunden vorhanden sein müssen :D
3. ein gleiches gebundenes, das ich meinem Mann geschenkt habe- weil ich nicht ertragen könnte, wie er Eselsohren in meines machen würde ( und er würde... :depp: )
4. ein weiteres gebundenes zum Verschenken, wann immer ich mal in die Verlegenheit komme.

Das ist kein Witz... ich weiß, das ist komplett beknackt. ;)

Ernsthaft, Lieblingsbücher (und das sind unzählige) sind hier immer mind. zweimal (TB und HC) vorhanden, z.B. weil ich HC auch nie mit in die Badewanne nehmen würde...

Tja und ohne meine Lieblingsbücher kann ich natürlich auch nicht verreisen- was ich sehr oft und lange tue.

Also "brauche" ich auch noch die ebooks-
und irgendwann ist es genug mit dem Bezahlen, denn ich habe meiner Meinung nach das Recht auf das Buch mit dem Kauf des TBs ...

Ob Biss, Harry Potter, Eragon, Schwert der Wahrheit, all diese Serien habe ich hier als Bücher, meist HC, und zusätzlich hätte ich sie eben gerne auch im Reader.

Und ich sehe darin nun wirklich nichts Unrechtes...


Ganz nebenbei finde ich die Preise von ebooks teilweise wirklich unverschämt, gerade wenn ich sehe, daß die Remittenden derselben Bücher in gebundener Form für 2,99€ rausgehauen werden, oder auf Ebay etc. für Startgebot 1 € gehen.

Wenn ich mal ein beliebiges Beispiel nehme:
Die Henkerin von Sabine Martin ( kein Ahnung wie das Buch ist, habe willkürlich bei Weltbild geschaut)

Printausgabe: 8,99 €
dieses wird noch kostenlos (also müßte man Portokosten noch vom Buchpreis abziehen) zugeschickt, wurde gelagert, man kann es verleihen, tauschen, verschenken und verkaufen, und man hat Papier in der Hand
Remittende wäre 2,99 € oder bei Ebay ca. 3-6 € mit Versand, je nach Gebot.
Preis des Ebooks: 7,49 €
Das ist einfach viel zuviel.

Für ganz wenig Aufwand und viele Nachteile zu Lasten des Käufers ist die Gewinnspanne des Verlages sehr hoch ( ich bin mir sicher, es kommt nicht mehr beim Autor an).

Mein wünschenswertester Weg wäre auch, Buch + Ebook zu einem vernünftigen Preis zusammen kaufen und für alte Bücher einen kleinen Obulus.

Aber so ist es einfach unfair...


Sollte ich wirklich mal zufällig an ein Ebook kommen, das ich nicht kenne, und es gefällt mir gut- würde ich natürlich Werbung dafür machen und den Kauf des echten Buches planen.

Also ist die Werbewirklung von Ebooks tatsächlich gegeben- und wie schon vorher erwähnt wurde, viele Menschen würden sich best. Bücher sowieso nicht kaufen.
Die gehen dann in eine Bibliothek oder leihen sie sich im Freundeskreis.

Zum Thema Fachbücher:
Tja, zur Zeit meines Bedarfs gab es noch keine Reader und Ebooks, aber es wurde kopiert.

D.h. die Bücher, die man wirklich "fürs Leben" brauchte, die hat man gekauft, die verhaßte Pflichtlektüre, die in der Bücherei gerade vergriffen war, kopiert oder eben von den Altvorderen günstig gekauft. Und im Zeitalter von Ebay hat man da ja nun mittlerweile auch alle Möglichkeiten, früher war es Uni-intern.

Auch hier ist ein Buch durch zig Hände gegangen- und der Autor hat so nicht weniger verdient.
Ich denke, die Parallele dazu wäre heute so ein Ebook.

Wobei ich persönlich mir ein Arbeiten mit Ebooks gar nicht vorstellen könnte, das Highlighten von Textpassagen mit Grellgelb, reinschreiben, kleine farbverschiedene Klebchen am Seitenrand, um etwas schnell zu finden etc.









VG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ schommes

Hallo Schwester/Bruder. Wir teilen das exakt gleiche Problem und das gleiche Anliegen :')

Auch hier nochmal (Ich kann es fast vertonen und als Lied verkaufen)
In diesem Forum werden nirgendwo Links zu irgendwelchen illegalen Kopien von irgendetwas angeboten. Solltest du einen solchen Link sehen (eher, als die Moderatoren),

Nein, die Links sind nicht öffentlich zu finden. Sie werden via privater Nachricht auf öffentliche Suchanfragen geschickt ;) Hoffentlich überrascht dich das jetzt nicht zu sehr ;) Ich wäre nur ungern dafür verantwortlich, wenn hier jemand meinetwegen aus allen Wolken fällt und einen Herzinfarkt bekommt ;)

Ich habe hier auch eine Anfrage zu meinem Buch gefunden. Und zwar hier: http://www.freesoft-board.to/f436/suche-carina-bartsch-517648.html

Ich gab der/dem User/in höflich den Link, wo sie das Buch käuflich erwerben kann und verabschiedete mich mit lieben Grüßen. Oh große Verwunderung, mein Betrag wurde heute gelöscht.
Vielleicht habe ich ja mit diesem hier mehr Glück? Abwarten.
Zensur finde ich jedenfalls echt schade. Hätte gerne in den AGBs die Vorwarnung gelesen, dass es sich (offenbar?) um ein dikatatorisches Forum handelt.

Ich möchte hier niemanden persönlich anprangern und ich bin auch weiß Gott kein Befürworter von Akta oder dergleichen. Ganz sicher nicht. Ich möchte nur mal in den Raum werfen, dass es Autoren gibt, deren Kontostand vermutlich wesentlich geringer ist als euer eigener. Bei aller urinstinktiver Geilheit auf Kostenloses, das wohl jeder Mensch in sich trägt, sollte man dennoch seinen Verstand einsetzen und "differenzieren".
Stellt euch vor, ihr wärt ein Handwerker. Gerade selbstständig gemacht, im Gründungsjahr. Ihr geht zu einem Kunden, erledigt eure Arbeit, und wenn es an die Rechnung geht, sagt der Kunde: Ich werde Ihre Rechnung nicht bezahlen. Aber ich empfehle Sie weiter! Super, oder?"

Just saying.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh große Verwunderung, mein Betrag wurde heute gelöscht.

[...]

Hätte gerne in den AGBs die Vorwarnung gelesen, ...
Kein Problem, lies die Bereichsregeln. ;)
Du kannst deinen Link gerne dem User per PN zusenden. Dort hat dein Beitrag keine Berechtigung.
Übrigens ist es hier üblich, bei Rückfragen zu Mod-Aktionen den/die Moderator/en des Bereichs per PN zu kontaktieren.

Übrigens sind Vollzitate ebenso unerwünscht.

==> Zitat entfernt und durch "@ schommes" ersetzt, was völlig ausreichend ist.


MfG
 
Danke an NeHe

Mir ist noch ein Beitrag rausgestochen:

Wenn ich mal ein beliebiges Beispiel nehme:
Die Henkerin von Sabine Martin ( kein Ahnung wie das Buch ist, habe willkürlich bei Weltbild geschaut)Printausgabe: 8,99 €
dieses wird noch kostenlos (also müßte man Portokosten noch vom Buchpreis abziehen) zugeschickt, wurde gelagert, man kann es verleihen, tauschen, verschenken und verkaufen, und man hat Papier in der Hand
Remittende wäre 2,99 € oder bei Ebay ca. 3-6 € mit Versand, je nach Gebot.
Preis des Ebooks: 7,49 €
Das ist einfach viel zuviel.

Für ganz wenig Aufwand und viele Nachteile zu Lasten des Käufers ist die Gewinnspanne des Verlages sehr hoch ( ich bin mir sicher, es kommt nicht mehr beim Autor an).

Mein wünschenswertester Weg wäre auch, Buch + Ebook zu einem vernünftigen Preis zusammen kaufen und für alte Bücher einen kleinen Obulus.

Ich kann die Haltung absolut verstehen, zumindest aus der Sicht des Lesers. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt aber, dass es doch nicht so einfach runterzurechnen ist, wie du es hier in deiner Rechnung getan hast.
Was du nämlich vergisst, sind die Abzüge vom Einzelhandel + den Weg dorthin. Und, wie es z.b bei mir ist, ich bei meinen Print-Büchern draufzahle und durch die eBooks meine Ausgaben decke. Man darf nicht "nur" Buchverkäufe oder "nur" eBook-Verkäufe sehen, sondern muss es im Komplettpaket betrachten.
Aber nochmal zurück zum Einzelhandel. Um seine eBooks zu vertreiben, muss man Vertriebspartnern beitreten, sonst hat man gar keine Möglichkeit, in Shops wie Weltbild und Konsorten geführt zu werden. Diese Vertriebspartner verdienen in der Regel zwischen 50% bis teilweise sogar 70% vom Nettoverkaufspreis. Eine kleine Beispielrechnung bei 50%:
eBook Verkaufspreis: 8 Euro
Nettopreis: 6,48 Euro
Ausgezahlte Tantjeme an den Verlag: 3,24 Euro

Bei Amazon z.B gibt es das Kindle Direct Publishing, da bleibt der Weg über einen Vertriebspartner aus und man bekommt direkt 67% des Verkaufspreises.

Dass zwischen eBook und Printausgabe ein erheblicher Preisunterschied sein sollte, sehe ich genauso. Ich denke, die großen Verlage machen das ganz absichtlich, damit das Hauptaugenmerk weiterhin auf den gedruckten Büchern bleibt. Darin sind sie nämlich Marktführer und haben nichts zu fürchten.
(Der Durchbruch von eBooks in Deutschland wurde ja auch so lange wie möglich hinausgezögert. Wir liegen da sehr weit hinten.)
Na ja, deswegen die hohen Preise. Der Plan war, dass die Leser weiterhin bei Büchern bleiben, aber stattdessen suchen sich Leute eben andere Mittel und Wege und besorgen sich Raubkopien. Sind die Verlage auch irgendwie selbst Schuld daran.
 
Ist es dann aber nicht an euch (als Schriftsteller, Autoren), euch zusammen zu schliessen und die Profiteure eurer Arbeit in die Knie zu zwingen?

So wie sich das liest, seid ihr auch gut gefrustet und wenn ich mir die Zahlen anschaue, das versteh ich auch.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass eine geschlossene Autorenfront so einiges bewegen könnte.


Warum schafft ihr euch nicht neue Vertriebswege mit fairen Preisen?

Schandtaten schrieb:
(Der Durchbruch von eBooks in Deutschland wurde ja auch so lange wie möglich hinausgezögert. Wir liegen da sehr weit hinten.)
Und ich bin mir relativ sicher, dass, wären die vielen Scanner/Releaser nicht gewesen, wir noch weiter hinten als hinten lägen :D.
Immerhin gab es schon ebooks, bevor i-ein Verlag beschlossen hat, parallel zur Printausgabe ein ebook anzubieten.

Und ich sags gern noch mal: Wenn ein potenzieller Käufer mit DRM, Formatbindung u.a. Quatsch gehandicaped wird (für eine Sache mit NULL Wiederverkaufswert), wird er sich 3x überlegen, ob er nicht eine freie Alternative nutzt.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ist es dann aber nicht an euch (als Schriftsteller, Autoren), euch zusammen zu schliessen und die Profiteure eurer Arbeit in die Knie zu zwingen?

So wie sich das liest, seid ihr auch gut gefrustet und wenn ich mir die Zahlen anschaue, das versteh ich auch.

Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass eine geschlossene Autorenfront so einiges bewegen könnte.

Warum schafft ihr euch nicht neue Vertriebswege mit fairen Preisen?

Na ja, Frust ist mit Sicherheit da, noch viel schlimmer ist es bei den gedruckten Büchern. Bei einer Auflage unter 10.000-20.000 Stück ist es kaum möglich, einem Barsortiment (=Zwischenhändler. Funktioniert genauso wie bei den eBooks) beizutreten. Zumindest wenn man sein Buch nicht für 30 Euro anbieten möchte. (Kurze Rechnung, mein Buch kostet 16,90, davon würde ich am Ende ungefähr 5 Euro rausbekommen.)

Die Idee, sich zusammenzuschließen und einen eigenen Distrubutionsweg für die ebooks zu "erschaffen", ist absolut keine dumme Idee. Nur nicht leicht in der Umsetzung. Das ist nichts, was man mal so eben ins Leben rufen könnte und wäre für die Person, die das verwaltet, ein Fulltime Job. Noch dazu müssten die Shops mitspielen und das Angebot auch übernehmen. An deren Abzügen, die sich in der Regel auf mindestens 30% berufen, wird aber ohnehin nichts zu ändern sein. Die beste Lösung wäre, wenn mehrere Shops das eigenständige Verwalten der eBooks durch den Verlag (wie Amazon mit Kindle Direct Publishing) anbieten würden. Vielleicht geht der Trend ja in die Richtung. Zumindest hat "Kobo" jetzt schon nachgezogen. Der Shop ist in Deutschland noch nicht allzu populär, aber vielleicht kommt das ja noch.

Und ich sags gern noch mal: Wenn ein potenzieller Käufer mit DRM, Formatbindung u.a. Quatsch gehandicaped wird (für eine sach mit NULL Wiederverkaufswert), wird er sich 3x überlegen, ob er nicht eine freie Alternative nutzt.

Dieses ganze DRM-Zeug ist eine totale Milchmädchen-Rechnung. Im Prinzip bestraft man damit den Kunden, der das eBook auf legalem Weg erwirbt. Und das ist der falscheste aller Ansätze.
Zumal es sowieso keinen Schutz gibt, der nicht irgendwann von irgendjemanden geknackt wird. Auch wenn man eine 20 Meter hohe Mauer um etwas herumbaut, dann ist das Klettern zwar schwieriger, aber bestiegen wird die Mauer früher oder später trotzdem. Und wie du sagst, das verleitet noch eher zum illegalen Downloaden.
 
Ich frag mich immer ob Autoren auch von Raubkopie reden wenn ich ein Buch kaufe und dieses an beliebig vielen Freunden verleihe.
So sehe ich es teils mit Ebooks. einer hat das orginal und lieht es den anderen eben mal aus. Bei Büchern ist das doch auch erlaubt!
Ich habe zb ein Buch m Regal das haben jetzt bestimmt schon 30 andere Gelesen, ih habe es gebraucht gekauft und wer weiß wie viele davor schon draus gelesen haben. Als bestimmt um die 40-50 Personen bei einen Buch von ca 20DM.
Da hat der Autor ja auch nichts von! Außer das die die gelesen haben sich vielleicht weitere Bücher von ihn kaufen werden.
Nur weil das Ebook nun eine Datei ist, darf man es nicht mehr weiter leihen? und das bei den Horror Preis?
 
Hallo Schandtaten,

Du hattest ja auf meinen Beitrag Bezug genommen,
danke daher für die tiefergreifenden Erklärungen bezüglich der Vertriebswege.

Ich kenne mich im Fachbuchverlagswesen ein wenig aus und was Autoren kleiner Auflagen da an Tantiemen bekommen ist einfach nur hochgradig frustrierend.

Da sind wichtige Standardwerke oft ein horrendes Zuschußgeschäft, eine Liebhaberei, die nur hohe Kosten verursacht und sicher keinen Gewinn.


Um aber wieder auf unsere Diskussion zu kommen, hast Du als Autor Dir mal überlegt, ein Konto einzurichten, das offen kommuniziert wird,
ähnlich wie Computerprogrammierer Open Sources anbieten und bei Gefallen eine Unterstützung erbitten?!

Ich kann natürlich nur für uns sprechen, aber wenn wir diese Programme als hilfreich und gut empfanden, war es uns immer eine Selbstverständlichkeit, den Anbieter entsprechend zu beteiligen.

Der Ebook-Markt ist ein zweischneidiges Schwert wegen der Unverhältnismäßigkeit zwischen Buch-Erwerb und anschließender Rechte des Käufers und ebook-Erwerb und keinerlei Rechten am Produkt.
Mir ist klar, daß ein Autor alle Rechte an seinem Buch hat, aber die Diskrepanzen zwischen Rechten an gedruckten Büchern und Ebooks macht sowohl Kunden als auch Autoren momentan zu Verlierern.

Wäre also z.B. ein Paypalkonto und eine entsprechende Webseite nicht vielleicht eine Option, denn ich bin überzeugt, es geht vielen Lesern nicht ums Umsonstlesen, sondern darum, nicht die falschen Rachen zu stopfen...

Überspitzt,
für ein gedrucktes Buch in der Bücherei oder ein 5 mal über Ebay weiterverkauftes Buch, ganz zu schweigen vom üblichen an-Freunde-Ausleihen hat der Autor ja auch keine weitere Vergütung erhalten.


Ist man aber begeistert von einem Autor, möchte man, daß er weiterschreibt.
Jeder muß seine Brötchen nach Hause bringen...


Also könnte ich mir vorstellen, über so ein Autoren-Konto würden vielleicht sogar höhere Summen fließen als über die heute üblichen Wege, die vor allem eine Maschinerie bedienen und ernähren und nicht den Autor zufrieden machen.

Es würde mich interessieren, ob diese Option von einigen Autoren genutzt, bedacht oder erwägt wurde, ob sie überhaupt möglich wäre.

Viele Grüße
Ladybug
 
Habe diese Diskussion jetzt eine Weile verfolgt und mir meine Gedanken gemacht.
Nur mal kurz, wenn ich mir ein gebundenes Buch kaufe und es, nachdem ich es gelesen habe, verschenke oder verkaufe ist das in meinen Augen doch auch nicht illegal.

Wieso wird bei den eBooks da ein Unterschied gemacht? Gibt es dafür überhaupt eine rechtliche Grundlage?
 
Also ihr Lieben, nachdem ich nun in diesen Thread verwiesen wurde, dessen Titel mir schon nicht gefällt - denn das Wort Raubkopien finde ich sehr unglücklich gewählt - werde ich also hier mitdiskutieren, obwohl ich lieber einen neuen Thread gestartet hätte.

Aber zunächst einmal Vorstellung: Ich bin Autorin und würde einerseits gerne Aufklärungsarbeit leisten, wie ich meine Brötchen verdiene, wie viel Arbeit in einem Roman steckt und wie ich dafür bezahlt werde, und andererseits möchte ich gerne verstehen, weshalb ihr meine Bücher gerne lest, ohne dafür zu bezahlen. Nicht falsch versehen, das ist jetzt kein Vorwurf und kein Angriff. Mich treibt die Neugier um Verständnis und der Wunsch, meine Arbeit verständlich zu machen, denn ich habe festgestellt, dass so gut wie niemand weiß, wie wir Autoren arbeiten und was wir verdienen.

Ich habe mich jetzt durch diesen Thread gelesen und würde gerne auf den Beitrag von @bluete und @neujahrsgirl antworten.

@Neujahrsgirl schreibt, Zitat: "Ich frag mich immer ob Autoren auch von Raubkopie reden wenn ich ein Buch kaufe und dieses an beliebig vielen Freunden verleihe. So sehe ich es teils mit Ebooks. einer hat das orginal und lieht es den anderen eben mal aus. Bei Büchern ist das doch auch erlaubt!" Zitatende

Also erst einmal finde ich das Wort "Raubkopie" trifft nicht den Sachverhalt. Denn es wird nichts geraubt. Sehr wohl aber kopiert. Wenn du dein Taschenbuch einem Freund leihst, dann hat er es. Du hast es nicht und niemand anderer, bis er es dir zurückgibt oder weiterreicht. Es ist EIN Buch, das da weitergereicht wird. Wenn du die Datei deines E-Books verleihst, dann kopierst du sie ja. Die Originaldatei liegt irgendwo auf deinem Reader und eine zweite, identische Datei (eben eine Kopie) hat nun der Freund, der sie nach dem Lesen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht löscht (was man hat, das hat man), sondern vielleicht weiter verleiht, also kopiert. Und schwupps, schon sind es drei Dateien. Ein Taschenbuch würde niemand auf den Kopierer legen, um es zu verleihen. Viel zu teuer.

@bluete Dasselbe gilt, wenn du ein gedrucktes Buch kaufst und dann weiter verschenkst. Es ist ein und dasselbe Buch. Wenn du ein E-Book weiter verschenkst, indem du es kopierst und das gekaufte Buch nicht von deinem Reader löschst - und wer macht das schon? - dann gibt es diese Datei nun eben zwei Mal, statt einmal. Sie wurde kopiert.

Ich bin der Meinung, dass man E-Books ebenso tauschen oder weiterverkaufen können sollte, wie gedruckte Bücher. Vermutlich wäre das technisch machbar, da bin ich nicht die Fachfrau. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass künftig beim Kauf eines gedruckten Buchs ein Code mitgeliefert wird, mit dem sich der Käufer die E-Book-Datei gratis runterladen kann. Was mich allerdings nicht entzückt ist, wenn meine Bücher gratis als Download angeboten werden und ich für meine Arbeit keinen Cent bekomme.

Zur Werbewirksamkeit von Buchempfehlungen: Die gab es auch in Vor-E-Book-Zeiten schon. Leser begeistern sich für ein Buch und empfehlen es. Dieses Phänomen gibt es vermutlich seit der Erfindung des Buchdrucks. Doch bisher führte das zu Buchkäufen, an denen wir Autoren prozentual beteiligt waren. Und heute führt es eben zu einem Teil dazu, dass wir Autoren leer ausgehen. Je größer der E-Book-Markt wird, um sie größer ist dieses Stück Kuchen, das wir Autoren NICHT bekommen.


@NeHe
schlug ja in einem Beitrag vor, wir Autoren sollten Front gegen unsere Verlage machen, damit sie uns besser entlohnen. Dieses Argument verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Zugegeben, die meisten Autoren würden sich nicht beklagen, wenn sie besserer Honorarstaffeln aushandeln könnten. Die sind wirklich nicht üppig. Aber wir verdienen etwas, an den illegalen Downloads verdienen wir gar nichts. Und wir werden ja nicht mal gefragt, ob wir unsere Bücher kostenlos zur Verfügung stellen wollen. Das geschieht einfach gegen unseren Willen.

Btw. Ich kann mir sehr gut vorstellen meine E-Books kostenlos zur Verfügung zu stellen, oder für einen absoluten Sonderpreis von 99 Cent zu verkaufen. Nicht für immer, aber für einen gewissen Aktionszeitraum. Dann hätte das wirklich einen Werbeeffekt.

LG,
Cassandra

------------ Beitragszusammenführung ------------


@NeHe

also ich habe mir dein Posting jetzt nochmal genau angesehen. Du schreibst, Zitat:
"Ist es dann aber nicht an euch (als Schriftsteller, Autoren), euch zusammen zu schliessen und die Profiteure eurer Arbeit in die Knie zu zwingen?"

Das Wort "Profiteure" hat einen negativen Klang. Da bereichert sich jemand an der Arbeit anderer, beutet sie aus. Nicht schön. Niemand wird gerne ausgebeutet. Du beziehst dein Posting auf die Verlage, die uns Autoren ausbeuten. Wie gesagt, die Beteiligung am Gewinn könnte besser sein. Aber wenn man statt wenig, gar nichts bekommt, wer ist dann der Ausgebeutete und wer der Profiteur?*)

*) Edit: Unglücklich formuliert. Im Klartext soll das heißen: Wer unsere Bücher runterlädt ohne dafür zu bezahlen ist radikaler Profiteur unserer Arbeit, denn er bezahlt uns gar nichts.

LG,
Cassandra


----
Mod-Edit: Wir haben einen ÄNDERN-Button, Doppelposts sind nicht gestattet!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@ Cassandra57

Beiß dich nicht an meinen Beitrag fest, denn der bezog sich auf den Beitrag deiner Autorenkollegin im Vorpost und den unverhältnismässigen Verschiebungen in den Verdienst-%.

Dass der Schöpfer unverhältnismässig wenig am Gesamtverdienst abschöpft, aber die Vertriebwege dafür umso mehr, dafür kann der Leser nichts und auch der Sauger ändert daran nichts, wenn er nicht mehr saugt. Daran könnt einzig und allein ihr Schöpfer etwas ändern.

Nicht mehr und nicht weniger sagt mein Statement aus.


Cassandra57 schrieb:
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass künftig beim Kauf eines gedruckten Buchs ein Code mitgeliefert wird, mit dem sich der Käufer die E-Book-Datei gratis runterladen kann.
:weg:
Wovon bitte, träumst du Nachts? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass i-ein Verlag ein EBook parallel zur Print kostenfrei abgibt? Schau dich mal um, die EBooks sind tw. um 1 Euro billiger als die Prints, also unverhältnismässig teuer, zumal die Prints sicher bereits digitale Vorlagen haben und somit der Aufwand für ein EBook minimal ist.

Also ein "Home-EBooker" hat wesentlich mehr Aufwand und gibt es kostenlos ab :D.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@NeHe
Ich finde, das sollte man schon auseinander halten. Einerseits werden Autoren in Deutschland nicht üppig bezahlt. Das ist eine Sache. Doch wir leben von unseren Buchverkäufen.

Wir Autoren werden prozentual am Verkauf unserer Bücher beteiligt. Jedes verkaufte Buch und E-Book schlägt auf unserem Konto zu Buche. Jeder Leser, der für sein Buch oder E-Book bezahlt, trägt dazu bei, dass wir Autoren Geld auf dem Konto haben. Jedes Buch, das im Laden geklaut wird, wird sich auf der jährlichen Abrechnung nicht finden, ebenso wie jedes E-Book, das ohne Bezahlung heruntergeladen wird. So einfach ist das.

Fazit: Wir Autoren leben von unseren Buchverkäufen und nicht von unseren Verlagen.

Edit, da Doppelpost verboten.

Also, ich träume nachts aufregende Dingen ;-) und ich weiß, dass in Verlagen darüber diskutiert wird, in absehbarer Zeit jedem Käufer eines gedruckten Buchs den Code für den kostenfreien Download des E-Books mitzuliefern. Der Gedanke ist auch gar nicht abwegig. Denn die Markanteile E-Book vers. gedrucktes Buch werden sich in den nächsten zehn Jahren umkehren. Wer dann noch ein gedrucktes Buch kauft, wird natürlich erwarten, das E-Book kostenlos als Zugabe zu erhalten. Dass die E-Books momentan relativ teuer sind, hat schlicht und ergreifend mit den geringen verkauften Stückzahlen zu tun.
Wenn auf 1000 verkaufte Taschenbücher 10 verkaufte E-Books kommen, dann amortisieren sich die Kosten noch nicht.

LG, Cassandra
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nichts anderes hab ich geschrieben ;) ausser, dass ihr neue Vertriebwege finden sollt (gemeinsam) damit eben ihr verdient und nicht die Verlage :D ... im Grunde lebt ihr schon von den Verlagen ;). Findet ihr keinen, könnt ihr nämlich nicht von Buchverkäufen leben :D.

Dein Fazit hinkt also etwas einbeinig^^
 
@NeHe

da machst du es dir aber wirklich zu einfach. Ich hinke nämlich nicht, aber du guckst aweng einäugig in die Welt, gell?

Natürlich leben wir von den Käufern unserer Bücher. Keine Käufer, kein neuer Verlagsvertrag, kein Geld für den Autor. Logisch, oder?

Aber ich nehme jetzt mal deinen Vorschlag von den neuen Vertriebswegen auf:
Also ich verzichte auf den Verlag. Als Autor ein E-Book selbst zu publizieren ist kein großes Ding. Den Verlag brauche ich für die elektronische Form nicht. Das kann ich tatsächlich selbst machen, falls ich nicht so großen Wert auf Qualität lege. Denn ich bin weder Lektor noch Korrektor, noch Grafiker oder Setzer, geschweige denn die Fachfrau fürs Erstellen von E-Book-Dateien. Aber irgendwie kann Autorin das schon selbst hinkriegen.

Falls ich allerdings Wert auf Qualität lege, bezahle ich all diese Fachleute für die genannten Arbeiten und habe am Ende was zu bieten. Das stelle ich dann bei Amazon und iTunes und wie sie alle heißen ein. Und dann kaufen die Leser mein Buch und ich erhalte Geld für meine Arbeit. Oder sie laden es irgendwo kostenlos runter und ich krieg wieder nix.

Fazit: Wir Autoren leben vom Verkauf unserer Bücher.
 
@NeHe

da machst du es dir aber wirklich zu einfach. Ich hinke nämlich nicht, aber du guckst aweng einäugig in die Welt, gell?

Stimmt, du hinkst nicht (hoffe ich für dich) ich schrieb von deinem Fazit.

Ganz einfach, weil ich gerne hier diskutieren würde. Ruhig und sachlich, um Verständnis bemüht, gemäß der Weisheit "Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte."

:D
 
@NeHe

egal ob hinkend oder einäugig, zurück zum Fazit. Ich behaupte, wir Autoren leben vom Verkauf unserer Bücher. Und was meinst du, wovon wir leben? Oder wovon wir leben sollten, wenn wir gezwungenermaßen unsere Bücher verschenken?

Wie schon geschrieben: Ich bin bereit meine E-Books kostenlos für einen bestimmten Zeitraum zum Download bereit zu stellen. Ich bin auch bereit meine E-Books zu einem Schnäppchenpreis für einen gewissen Zeitraum anzubieten. Aber ich will das selbst bestimmen und nicht aufs Auge gedrückt bekommen. Doch darauf bist du bisher nicht eingegangen.

LG,
Cassandra
 
@cassandra57

Hi, habe die Diskussion verfolgt und muss NeHe teilweise recht geben.
Der Literaturbetrieb kann eine ganze Menge aus dem Leidensweg der
Musikindustrie der letzten 10 bis 15 Jahre lernen.
Am Ende haben die Musiker das Zepter selber in die Hand genommen
und produzieren und vermarkten zu grossen Teilen selber.
Sogar mit Kim Schmitz, dem Megauploader soll ein neues Vermarktungsmodell
in der Mache sein.
Wird alles in der Literaturvermarktung kommen.

LG

Jack
 
Am Ende haben die Musiker das Zepter selber in die Hand genommen
und produzieren und vermarkten zu grossen Teilen selber.


@Jack Hack

siehe oben.

Ich lebe vom Verkauf meiner Bücher. Egal ob über Verlag oder direkt.

Im Unterschied zu Musikern, gibt es für uns Autoren kaum Möglichkeiten "Konzerte" zu geben, sprich Lesungen. Es ist heute schon verdammt schwer, Lesungen zu bekommen. Und meistens wird man gefragt, ob man umsonst liest, das wäre Werbung für die Bücher.

Wie also Geld verdienen, wenn man die Bücher kostenlos hergeben soll - ist ja Werbung - kaum Lesungen kriegt und auch die am libsten umsonst machen soll - ist ja Werbung.

Ich habe es jetzt mal mit einem Amazonshop probiert. Einnahmen in drei Monaten 0,- Euro.

Und wie schon mehrfach gesagt, ich bin bereit einen Teil meiner Bücher zu verschenken. Aber das will ich selbst bestimmen.

LG,
Cassandra
 
Moin !
Will auch mal wieder meinen Senf dazu geben ...^^
Vorweg gebe ich zu, das ich natürlich auch zu denen gehöre, die sich ihre eBooks für "nothing" saugen !

Wir können uns alle hier drehen und wenden, wie wir wollen.
Wir können versuchen es schön zu reden, was wir hier (und natürlich auch woanders) machen.
Wir können Aussagen und Sätze verdrehen, wie wir wollen.

Legal ist es nicht, wenn wir unsere eBooks für Null saugen.
Ebenso wenig ist es Reklame für die betreffenden Autoren, wenn wir ihre Bücher runterladen. Denn warum soll ich mir ein eBook kaufen, wenn ich es umsonst bekommen kann. Ich jedenfalls habe mir noch kein eBook käuflich erworben, nur weil mir ein anderes Buch des Autors gefallen hat.

Fazit :
Wir sollten lernen, ehrlich zu sein, zu dem, was wir hier tun. Wir sollten nicht alles in Grund und Boden reden, was hier von u.a. Autoren angeprangert wird.
Denn diese haben mit dem Schreiben des Buches ihre Arbeit getan und wollen dafür dementsprechend auch ihren Lohn erhalten. Und WIR sind es, die es denjenigen durch das herunterladen verweigern.

CU
Volker59

P.S.
Ich werde aber weiterhin "Angebote" in Anspruch nehmen, denn ich bin nicht besser, wie alle anderen hier ...^^ :rolleyes:
 
Wer ist "WIR"

Ich z.Bsp. bin nicht "WIR"

Ich gehöre u.a. zu denen, die sich entweder ein ebook hier (od. anderswo) saugen, um dann entweder die Print zu kaufen (wenn's das Buch wert ist) oder aber froh zu sein, dafür kein Geld (fehl)investiert zu haben.

Warum? Schlicht deshalb, weil ich gute Bücher auch gern 2x und öfter lese, gemütlich geniessend, auf der Couch ... "old school" mit Holz in der Hand. Es gibt Bücher, die habe ich 5x und öfter gelesen und für solche Bücher würde ich immer wieder Geld ausgeben.

Und ja, es gibt sogar Bücher, die ich gekauft habe, von Autoren, die ich erst (bzw. nur) durch gesaugte ebooks kennengelernt habe und von denen ich mir blind im Nachhinein jedes Buch gekauft habe, einfach weil ich wusste, damit keinen Fehlgriff zu tun. (Katy Reichs, Patricia Cornwell z.Bsp.)

Also bitte ... nicht verallgemeinern, wenn du dich meinst, dann schreib auch ICH. Und wenn du tatsächlich so agierst, dann geh in die Ecke und schäm dich :D. Aber bitte nicht in der Usermasse mit "Wir" abtauchen wollen.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Moin !
@ NeHe
Du sagst es doch selber :
Ich gehöre u.a. zu denen, die sich entweder ein ebook hier (od. anderswo) saugen, um dann entweder die Print zu kaufen (wenn's das Buch wert ist) oder aber froh zu sein, dafür kein Geld (fehl)investiert zu haben.
Also bist du auch ein "WIR" :)
Denn selbst wenn dir das eBook nicht gefällt und du dir deshalb das Buch nicht käuflich erwirbst, hast du dir das eBook ja gesaugt und gelesen. Und nix dafür bezahlt.

Ebenso will ich nicht in der Usermasse mit "WIR" untertauchen, nur sage ich, wie es aller wahrscheinlichkeit nach, in der Mehrheit aussieht. Nämlich so, das "nur" gesaugt und nicht gekauft wird.


@ Jack Hack :
Klar ist das ein (Einzel)fall, wie es auch gehen kann.
Joanne K. Rowling ist auch so ein (Einzel)fall.
Ebenso die "Sage" vom Tellerwäscher zum Millionär.
Oder das man selbst mit einen niedrigen IQ, vergleichbar mit einer Banane, zum Multimillionär werden kann. (Siehe die Geissens ...^^
Aber halt alles Einzelfälle !

Wie ich schon mehrfach erwähnte, bin "ICH" einer derjenigen, die das saugen von eBooks schamlos ausnutzen. (...^^) Und ich stehe halt dazu, ohne den Autoren zu widersprechen, die dieses halt anprangern.

CU
Volker59

P.S.
So und jetzt gehe ich wieder in meine Ecke und schäme mich :rolleyes:
Und ich hoffe, das mir meine Ehrlichkeit nicht zu viele übel nehmen. :(
 
Traurig genug, dass du den Unterschied nicht erkennst. :D

Ich sauge mir ein Buch, gefällt es mir (merke ich ja nach spätestens einem Drittel) kaufe ich es, manchmal les ich auch zu Ende und kauf es trotzdem, weil ich wie geschrieben gute Bücher eben auch gern 2x und öfter lese. Ich könnte es mir auch in der Bibliothek leihen zum anlesen, aber dafür 20 km fahren?

Du hingegen gibst ja ehrlich zu, dass du grundsätzlich kein Geld ausgibst.

Das ist dann doch ein Unterschied und nur deshalb hab ich gegen das WIR moniert, weil es eben kein WIR gibt, sondern auch andere als dich. :p
Da ist die Formulierung, dass du "einer derjenigen" bist, schon korrekter und differenziert auch ausreichend.

Warum dir jemand deine Ehrlichkeit übelnehmen sollte, weiss ich nicht :D zumal es ja im www um einiges einfacher ist, (bei diesem Thema) ehrlich zu sein. :D

btw: "Widersprechen" wrd den Autoren sicher auch keiner grundsätzlich ;) hier geht es auch eher darum, diverse Motive zu diskutieren. Ich hab zumindest noch keinen Beitrag gelesen, der besagt, dass das kostenfreie Saugen von ebooks gut und richtig ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Moin !
Irgend wie drehen wir uns im Kreis. :panik:
Aber trotzdem ist es gut, das jeder seine Ansicht darlegt, so wie er sie sieht. Wäre ansonsten ja auch langweilig, wenn wir alle einer Meinung wären.
Na ja, ob es im www einfacher ist, ehrlich zu sein, bezweifel ich mal ganz stark. Denn, meiner Meinung nach, wird gerade im www mehr gelogen, sich selbst größer gemacht, usw. als im RL, weil es hier in der Anonymität halt nicht möglich ist, das gegenteil zu beweisen.
So hätte ich z.B. ja auch schreiben können, das ich mit den eBooks/Büchern genau so verfahre, wie du es tust. (Saugen, lesen, kaufen) Und keiner könnte mir das gegenteil beweisen. In deinen Fall könnte ich mir sogar vorstellen, das du es wirklich so machst. (Und das meine ich ehrlich !!!)
Aber ich bezweifel, das die Masse genau so verfährt. Da glaube ich eher daran, das das genau solche "Lümmel" sind, wie ich. :rolleyes:

CU
Volker59
 
@Cassandra57

Hier ein Beispiel, wie es auch gehen kann

E-Book-Bestseller: Verleg' dich selbst - und mach' Millionen! - SPIEGEL ONLINE

Amanda Hocking's Blog

Nur mal als Diskussionsgrundlage

Gruss

Jack

Hallo Jack,

ich kenne diese Artikel und die Erfolgsstory der Autorin. Das ist aber die Ausnahme und ändert ja grundsätzlich nichts am Problem ;-).

Denn auch Amanda Hockings Bücher werden kostenlos heruntergeladen. Nur bei dieser Menge an verkauften Büchern, kann die Autorin das vermutlich verschmerzen.

Wer vom Schreiben mit Müh und Not leben kann, kann das nicht verschmerzen. Und wer sich damit ein Zubrot verdient, erst recht nicht.

Außerdem will ich meine Bücher nicht selbst verlegen und selbst wenn ich es täte, würde dann plötzlich niemand mehr meine Bücher für lau saugen? Das glaube ich nicht.


Wir können uns alle hier drehen und wenden, wie wir wollen.
Wir können versuchen es schön zu reden, was wir hier (und natürlich auch woanders) machen.
Wir können Aussagen und Sätze verdrehen, wie wir wollen.

Legal ist es nicht, wenn wir unsere eBooks für Null saugen.
Ebenso wenig ist es Reklame für die betreffenden Autoren, wenn wir ihre Bücher runterladen. Denn warum soll ich mir ein eBook kaufen, wenn ich es umsonst bekommen kann. Ich jedenfalls habe mir noch kein eBook käuflich erworben, nur weil mir ein anderes Buch des Autors gefallen hat.

Danke für die klare Ansage! ☺


Fazit :
Wir sollten lernen, ehrlich zu sein, zu dem, was wir hier tun. Wir sollten nicht alles in Grund und Boden reden, was hier von u.a. Autoren angeprangert wird.

Und wenn ihr dann noch einen Schritt weiter gehen könntet und vielleicht doch bezahlt …

Ich werde aber weiterhin "Angebote" in Anspruch nehmen, denn ich bin nicht besser, wie alle anderen hier ...^^ :rolleyes:

Ich spiele jetzt mal mit dem worst-case-Szenario:

Wie ich ja schon mehrfach schrieb, verkaufen sich meine Bücher noch zum allergrößten Teil als gedruckte Bücher. Noch tut mir das Saugen für lau also nicht existenziell weh. Wobei ich das Geld schon gebrauchen könnte. Mein Auto hat 220.000 km auf dem Buckel und wenn es demnächst mit seinen 15 Jahren nicht mehr durch den TÜV kommen sollte, dann habe ich echt ein Problem. Ich wohne auf dem Land und spätestens im Winter ist das mit dem Rad so eine Sache … Aber ich schweife vom Thema ab.

Für die nächsten fünf bis zehn Jahre wird ein radikaler Wandel prognostiziert. E-Books werden gigantisch an Marktanteil gewinnen und der Markt für print wird winzig klein. Das heißt für mich, dass ich mit Papier-Büchern nicht mehr viel verdienen werde. Mit E-Books vermutlich aber auch nicht. Ich werde zwar nach wie vor begeisterte Leser haben, aber die allerwenigsten werden meine Bücher gekauft haben.

Und damit stehe ich dann vor dem Aus als Autorin. Das muss man ganz pragmatisch sehen. Ich werde gezwungenermaßen aufhören zu schreiben oder das nur noch als Hobby betreiben. Es wird von mir keine Bücher geben oder nur noch alle drei Jahre eines. Meine Leser werden enttäuscht sein. Wie gesagt, das war jetzt das worst-case-Seznario um zu verdeutlichen, dass dieses illegale Saugen durchaus auch Folgen für euch haben kann.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben Unten