Afghanistan Einsatz der Bundeswehr Umfrage 

Ist der Einsatz in Afghanistan noch gerechtfertigt

  • ja

    Stimmen: 98 41,7%
  • nein

    Stimmen: 137 58,3%

  • Umfrageteilnehmer
    235
...Nazi-Deutschland, durch die Völkergemeinschaft (Alliierte) befreit...
Mit 'Völkergemeinschaft' ist wohl der damalige Völkerbund gemeint. Dieser wurde 1946 aufgelöst. Die US-Amerikaner, welche uns mitbefreit haben, waren übrigens nicht Mitglied dieser 'Völkergemeinschaft', insofern hat uns nicht die 'Völkergemeinschaft' befreit, sondern die damaligen Alliierten. Gescheitert ist der Völkerbund unter anderem daran, daß auch dort jeder sein eigenes Süppchen kochen wollte.

Gruß Konradin
 
...Versicherungen zahlen nicht bei gefallenen Soldaten in Afghanistan
Lebensversicherer sind bei gefallenen Soldaten, die in Afghanistan eingesetzt wurden, fein raus. Sie berufen sich darauf, dass die getöteten Soldaten bei Kriegshandlungen gestorben seien. Dies sei jedoch in den Verträgen ein Ausschlussgrund für Zahlungen.

Damit die Hinterbliebenen nicht mit leeren Händen dastehen, springt die Bundesrepublik Deutschland ein und bezahlt einen angemessenen Schadensausgleich. Bislang verweigerten die Versicherungen in 21 Fällen die Zahlungen.

Im Rahmen des Soldatenversorgungsgesetzes sei der Bund zu Zahlungen verpflichtet, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums...
Gefallene Soldaten - Bund springt für Versicherer ein | ZEIT ONLINE

Deutschland führt Krieg..., kein Psychokrieg oder kalten Krieg...

Carmen
 
Erstens
@ joungster bzgl. -> skipper01
skipper01 schrieb:
...natürlich sollte man den Einsatz in Afghanistan beenden, alle Westmächte sollten das tun...
Ich fand die Beiträge von skipper01 schon recht angemessen, ausgewogen und berechtigterweise auch kritisch gegenüber manch anderen Beiträgen.
Die sich auch n.m.M. teils in Polemik und Nebenkriegsschauplätzen verloren ;)
Inwieweit Du dazu so empfindlich reagiert hast, entzieht sich doch etwas meinem Verständnis, joungster ;)
Mit teils provokanten Kritikpunkten bzgl. Deiner Argumentation, mit Adjektiven wie "superklug" verbunden, solltest Du doch umgehen können ;),
denn ein Kompliment ist auch dann eines, wenn es wie hier mit Kritik verbunden ist.
Und nebenbei :D ...
Die Vergleiche zur Wehrmacht in Bezug auf die heutige BW hinken schon enorm, gelle ;) Dazu gibt es einfach bessere xD....following later on :)

Zweitens möchte ich doch hier mal die Threadfrage noch mal deutlich in Erinnerung rufen ;)

Dimu schrieb:
...angesichts der neuen Opfer unserer Bundeswehr in Afghanistan fragt man
sich doch ob der Einsatz nicht besser abgebrochen werden sollte.

- was haltet Ihr von diesen Einsatz ?
- ist dieser Einsatz notwendig ? (es sind unsere Steuergelder)
- müssen wir denn alles mitmachen, was andere anfangen? (USA,England)

Zur Erinnerung:
Der Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan war primär als Unterstützung der neu "gewählten" (von wem? *g*) Regierung Afghanistans gedacht...
Also für das lediglich weitgehend unter Kontrolle stehende Gebiet um Kabul und den Norden *bg*

Hierbei hatte es sich die Bundeswehr zur Aufgabe gemacht, unter dem Schutzschild militärischer Truppen konkrete Zivil- und Aufbauhilfe im Sinne:
winning hearts and minds
durch den Aufbau infrastruktureller, sozialer, polizeilicher und gesundheitlicher Strukturen zu leisten.

Soweit, so gut :D
Und bis hierhin konnte ich - allerdings unter mehr als gewichtigen Bedenken (siehe andere threads im Polforum) -
dem "Ganzen" noch sinnvolle Teile abgewinnen ;)

Humanitäre Hilfe unter Schutz macht schon manchmal richtig Sinn :)

Aber ;)
Afghanistan gesamtheitlich zu befrieden und zu demokratischen Strukturen zu führen, hielt ich auch zu Anfang, damals wie heute, für völlig illusorisch ;)
Ein Land, dass jahrhunderte/jahrtausendelang von rein tribalen Machtstrukturen geprägt war und immer noch ist, sich nach meinem geschichtlichen Wissen selbst Usurpatoren wie Tschingis Khan, Alexander dem Großen und auch den damaligen/jeweiligen Weltmächten Großbritannien sowie der Sowjetunion mit Guerillamitteln jedweder Einflussnahme erfolgreich widersetzt hat, jetzt erneut mit Zwangsmitteln zu begegnen,
stimmt jeden an geschichtlichen (und militärischen) Fakten Interessierten schon mehr als nachdenklich ;)

Von daher war die Koalition einer "ehemaligen" humanitären Schutztruppe mit kriegsführenden "Willigen", wie den USA, GB, Canada, Holland etc.pp. eigentlich eh langfristig zum Scheitern verurteilt.

Als dann auf Druck der "Willigen" auch noch "taktische" Hilfe von den Deutschen geleistet wurde (AWACS, Tornadoaufklärer etc.) war es mit der reinen "Schutztruppenherrlichkeit" denn auch endgültig vorbei :rolleyes:

Von da an, machen wir uns mal gar nichts vor,
stand D auch koalitionstreu im Krieg...
Nenne man den Gegner auch wie man will.
Taliban, als islamisch fundamentalistische, ehemals regierende Machthaber, oder Al Kaida, als ausländische Guerilla-Besucher schon aus Zeiten sowjetischer Besatzung mit CIA's Gnaden und Geldern.

Von daher stehen alle Rechtfertigungen, so eloquent sie auch klingen mögen, wie:
>
auf mehr als wackeligen Beinen.

Das zudem die Bundeswehr gerade auf solche Einsätze kaum oder gar nicht adäquat vorbereitet war und ist,
stellt diese Art von "Truppenübungsplatz" inzwischen schon in ein sehr seltsames Licht.
Stellungs- oder besser Lagerbehauptung erinnern zudem eher an festgefahrene Grabenkämpfe (mit Patrouillen) vergangener Zeiten des WK 1 als an beschützende, humanitäre Hilfe.

Wer (VM und Co) es allerdings in der augenblicklichen Lage noch nicht einmal schafft,
die ursprünglich und auch jetzt noch damit ganz SICHER verbundene, geopolitische Einflussnahme auf ein Durchgangsland zum Indischen Ozean
mit scheinbaren Demokratie-Missionierungen
und scheinbarer "Terrorismusbekämpfung" nachvollziehbar zu begründen und recht zufertigen,
der schafft es auch ganz bestimmt nicht,
offen darzulegen,
das man bisher (und sicherlich auch zukünftig) auf der ganzen Linie gescheitert ist ;)

Eine Merkel, VM Jung, Ex-VM Struck, aber auch viele Fischer-Anhänger können da anscheinend nicht über ihren Schatten springen
und einfach mal eingestehen,
dass das RealLife manchmal doch Unterschiede zu erträumten Idealen bietet :D

Wer das noch leugnet,
egal ob im Sinne eines "semper fi" oder politischer "(NATO)Bündnistreue"
zeigt nur, dass er auf Kosten der Leben Anderer beratungs- und lernresistent ist.

Und wer schützt uns dann vor solchen scheinbar so ernsthaften "Eisenfressern" :ööm:

so far
muesli
 
Zuletzt bearbeitet:
@ muesli:
In deinem Beitrag hast du in vielem den Kern getroffen, mal abgesehen von einer etwas unorthodoxen Absatzformatierung. ;)

Scherz beiseite, die Bundeswehr hat und hatte in Afghanistan nichts verloren. Die strategischen Machtspiele der USA oder Großbritanniens müssen wir weder mit Material, noch mit Waffen oder gar Menschen(-leben) unterstützen!

Es gäbe noch viel mehr Staaten auf dieser Erde, die von Unrechtsregimen beherrscht werden, in denen Bürger- und Religionskriege dominieren oder wo ganz einfach fette Diktatoren ein Land und dessen Volk aussaugen.

Die 'normalen' Menschen in Afghanistan tun mir einfach nur leid. Vor allem die weibliche Bevölkerung, die unter den patriarchalisch-hierarchischen Clanstrukturen und übertriebenem Religionseifer sich nicht mal an die Öffentlichkeit wagen darf und der in großen Bereichen jegliche Bildung versagt wird. Die Taliban als rein afghanisches bzw. inneres Problem abzutun, ist garantiert die falsche Argumentation. Werden diese Gruppen, neben ihrern Drogeneinkünften, doch klar von außen finanziert und mit Waffen versorgt.

Doch was können wir dagegen tun? Außer einer bildungs- und ernährungspolitischen Entwicklungshilfe sehr wenig. Die Regierung in Kabul ist so korrupt, wie es die nächste auch sein wird. Das Land ist gefangen in seinen Clanstrukturen, die Meinung der Menschen dort wird sich kaum ändern! Die Einkommenssituation der Landbevölkerung ist oft genug auf den Opiumanbau angewiesen, nennenswerte Industrie gibt es kaum.

Aber wieder einmal steht die übertriebene Religiosität einem Fortschritt massiv im Wege!
 
In ein paar Jahren werden sich alle aus Afghanistan zurückziehen.
bis dahin werde schon ein paar Millionen Afghanis tot sein, aber man wird nur die toten NATO-Soldaten erwähnen.
Genau wie in Vietnam: 3 Millionen Tote, aber man spricht nur von 50 tausend toten Amis.

Frei nach dem Motto: alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher.
 
So wie manche hier schreiben, sind sie der Meinung, sie wüssten besser was für die Afghanen gut ist als sie selber.
Aber jeder vergisst das Afghanistan seine eigene Kultur hat und das ist keine westliche Kultur.

Man kann nicht einfach das was hier alltäglich ist auf Afghanistan übertragen.

Deutschland teilt sich mit Frankreich eine Grenze, so nah beieinander, und doch trennen diese beiden Völker Welten.
 
M7amad schrieb:
...3 Millionen Tote, aber man spricht nur von 50 tausend toten Amis.
Frei nach dem Motto: alle Menschen sind gleich, aber manche sind gleicher.
Du irrst: Ein Soldat der „freien Völkergemeinheit“ tötet „Rote“, „VCs“, „Taliban“, „Palästinenser“; also Terroristen*, keine Menschen.
Früher – in der guten alten Zeit – konnte man wenigstens auf den Begriff „Untermensch“ ausweichen (dieser Begriff ist allerdings – temporär – verpönt).
__________
* Terrorist ist derjenige, der über keine Kampfbomber verfügt, keine Flächenbombardements durchführen kann, keine Foltergefängnisse überall in der Welt unterhalten kann, sich aber trotzdem zur Wehr setzt.
 
Ich weiss ja nicht, was du für ein Problem hast, joungster, aber in deiner Weltsicht kommen wohl die möchtegernroten Imperialisten der UdSSR und ihre Vasallen merkwürdigerweise nicht vor. Waren nicht auch für diese Kolonialmacht alle Bewohner der eroberten oder zu erobernden Staaten nicht mehr als Menschen 2. Wahl, deren Ableben, auch millionenfach, keinen der Ideologieführer interessierte?

Magst du, auf welcher Seite auch immer, Kriegserfahrung gesammelt haben, deinen Weitblick hat es anscheinend nicht gefördert!

Die Macht korrumpiert immer, ob es sich um US-Präsidenten und ihr Militär oder ganz andere Staaten mit imperialistischen Ansprüchen handelt. Komisch nur, dass auffallend viele Kritiker, die alt genug sind, die Geschichte Afghanistans seit ~1980 erlebt zu haben, sich damals kaum ereifert haben über die Glanztaten sowjetischer Militärs. Wie so oft, eine ganze Portion quasi-schlau dahergebrachter Scheinheiligkeit!

Was soll, eurer Meinung nach, mit Afghanistan passieren?
- Alle fremden Mächte raus aus Afghanistan?
- Das Land sich selbst überlassen?
- Technische und infrastrukturelle Entwicklungshilfe anbieten?
- Die Unterstützung der gemäßigten islamischen Welt einfordern?
- Die Taliban samt Drogenanbau gewähren lassen, wozu sie Lust haben, sprich Schulverbot für Mädchen, Hardcore-Islamismus zum 'Wohle' der Bevölkerung?

WO bitte sind, bei dem vielen Geschwätz, konstruktive Lösungsansätze um dem Staat und seiner Bevölkerung eine Chance auf Frieden zu geben?
 
Faehnrich schrieb:
... aber in deiner Weltsicht kommen wohl die möchtegernroten Imperialisten der UdSSR und ihre Vasallen merkwürdigerweise nicht vor. Waren ...
Den Kalender verloren? Wir schreiben bereits 2009!
 
Lern erst mal lesen! Schließlich ging und geht es um Fremdtruppen in Afghanistan seit ~1980! Aber das passt ja zu dir und deinem Endlossermon über die einzig Bösen dieser Welt!
 
Faehnrich schrieb:
Lern erst mal lesen!
Aber gerne!


Faehnrich schrieb:
Schließlich ging und geht es um Fremdtruppen in Afghanistan seit ~1980! …
Unter dem Titel Afghanistan Einsatz der Bundeswehr wurde das Thema wie folgt gestartet:
Dimu schrieb:
Hallo miteinander,
angesichts der neuen Opfer unserer Bundeswehr in Afghanistan fragt man
sich doch ob der Einsatz nicht besser abgebrochen werden sollte.

- was haltet Ihr von diesen Einsatz ?
- ist dieser Einsatz notwendig ? (es sind unsere Steuergelder)
- müssen wir denn alles mitmachen, was andere anfangen? (USA,England)

Also dann schreibt mal Eure Meinung.
... und nun werde ich weiterlernen (lesen).
 
Faehnrich schrieb:
Was soll, eurer Meinung nach, mit Afghanistan passieren?
- Alle fremden Mächte raus aus Afghanistan?
- Das Land sich selbst überlassen?
- Technische und infrastrukturelle Entwicklungshilfe anbieten?
- Die Unterstützung der gemäßigten islamischen Welt einfordern?
- Die Taliban samt Drogenanbau gewähren lassen, wozu sie Lust haben, sprich Schulverbot für Mädchen, Hardcore-Islamismus zum 'Wohle' der Bevölkerung?

1. JA
2. JA
3. JA
4. NEIN
5. NEIN*
*Mich würde es zutiefst intressieren, warum du dich gerade für das weibliche zuwendest und kein wort über die Männliche jugend verlierst ?

Faehnrich schrieb:
WO bitte sind, bei dem vielen Geschwätz, konstruktive Lösungsansätze um dem Staat und seiner Bevölkerung eine Chance auf Frieden zu geben?

Und warum fällt kein Geschwätz darüber, dass Deutschland i.M andere Probleme hat,oder würdest du es gerne wollen, wenn sich andere um deinen Familien Problem scheren würden ?, wie sollen fremde Mächte insbesondere Deutsche das Problem von Afghanistan lösen ?.. meiner Meinung nach..gar nicht;)

Zitat von Faehnrich: Lern erst mal lesen! (...) Aber das passt ja zu dir und deinem Endlossermon über die einzig Bösen dieser Welt!

Mann muß nicht erst lesen lernen, wenn man eine eigene Meinung hat, also bitte.... entweder man akzeptiert das,oder man läß sein Kommentar dazu sein



Gruß
Uludağ
 
Na gut, dann auch hier eine Antwort auf Faehnrichs Fragen:

1 - als Vertreter eines einzelnen Staates grundsätzlich NEIN. JA (wenn überhaupt), dann nur ALLE ZUSAMMEN UNTER GEMEINSCHAFTLICHER BEFEHLSGEWALT.
2 - natürlich nicht
3 - ja
4 - auch. Wenn, dann möglichst ALLE.
5 - selbstverständlich nicht

Uludag schrieb:
*Mich würde es zutiefst intressieren, warum du dich gerade für das weibliche zuwendest und kein wort über die Männliche jugend verlierst ?
Über die besondere Rolle der Frau in dieser Region sollte man eigentlich kein Wort mehr verlieren müssen. Ist das Frauenbild der Taliban in deinen Augen ok?

Gruß Konradin
 
Bin der Meinung, dass wir dort überhaupt nichts verloren haben.
Was bitteschön geht uns eine uns fremde Kultur an? Wenn die meinen, sie müssten sich gegenseitig abmurksen, dann sollen sie tun, was sie nicht lassen können. Sie sollen auch so leben, wie sie es wollen , und sie werden die Führer haben, die sie verdienen.
Weshalb müssen unsere jungs die köpfe hinhalten, wofür?
Wann endlich begreift die westliche welt, dass in diesen regionen die uhren
anders ticken und wir dort überhaupt nichts zu suchen haben?

Unsere Regierung verkaufte diesen Einsatz schon jahrelang als Humanitäreinsatz, die Wirklichkeit dagegen sieht ganz anders aus.
Es war von Beginn an ein Kampfeinsatz. Wie auch immer ...

Gruss Frusti1
 
Konradin schrieb:
Ist das Frauenbild der Taliban in deinen Augen ok?

Keinesfalls ist das für mich ok, aber man sollte auch die Männlichen Jugendlichen bzw. Kinder nicht vergessen, die für Selbstmordattentaten herangezogen werden.



Gruß
Uludağ
 
Die vergisst man auch nicht. Aber die Rolle der Frau ist nun einmal gerade unter den Taliban signifikant auffälliger besetzt. Männer können bestimmt Sachen tun, Frauen müssen es meist.

Frusti1 schrieb:
Was bitteschön geht uns eine uns fremde Kultur an? Wenn die meinen, sie müssten sich gegenseitig abmurksen, dann sollen sie tun, was sie nicht lassen können.
Diese Art Kulturignoranz hilft uns auch nicht weiter. Grundsätzlich bei allem ja und amen sagen oder gar wegschauen ist auch keine Lösung. Vom moralischen Standpunkt einmal ganz abgesehen ist es schierer Unsinn zu glauben, es gehe hier weiter wie gewohnt, wenn wir eine gedankliche Mauer um Deutschland ziehen und nur für uns allein herumwursteln. Die Schieflage auf der Welt lässt sich - wenn überhaupt - nur durch gemeinsame Anstrengungen (wieder) ins Lot bringen. Manches geht uns mehr an, und manches eben weniger.

Ich finde nicht, daß man tatenlos zuschauen sollte, wie man andernorts geradewegs zurück ins Mittelalter schreitet und die Menschenrechte insbesondere der Frauen mit Füssen tritt. Die Taliban haben deutlich gezeigt, daß schlecht mit ihnen zu reden ist, also muß dies anders geschehen.

Aber ich bin gegen nationale Alleingänge und Krieg ist eben nicht unbedingt die Option. Schon gar nicht, wenn es um eigennationale Interessen geht.

Auch wenn die Uhren dort scheinbar anders gehen (was in meinen bescheidenen Augen durchaus ok ist), dies rechtfertigt noch lange nicht das, was die Taliban dort veranstalten. Rückschrittlichkeit und Menschenfeindlichkeit sind nämlich keineswegs die gleichen menschlichen Eigenschaften.

Gruß Konradin
 
@ Konradin:100% Zustimmung!

Endlich scheint in diese Diskussion mal ein bisschen thematischer Fortschritt zu kommen!

@ Uludag:
Wieso verneinst du meine Frage, ob Afghanistan Hilfe der (gemäßigten) islamischen Staaten einfordern sollte?


Bei aller berechtigten Kritik an den USA, GB und auch der deutschen Militärpolitik in Afghanistan, übersieht man m.E. doch ganz leicht, dass auch andere Mächte und Gruppierungen ihre Finger ganz dick drin haben. Sei es wegen Geld aus Drogenanbau und Waffenschmuggel, aus pseudo-religiösem Denken oder aus dem Einflusswillen auf diese Region.
 
Also was die Förderung von Drogenanbau und Komikern (Steinzeit-Muselmanen oder Ex-Knastis) in Regierungsfunktion angeht.

Das war und wichtiger IST ein Verbrechen der USA sowie der den USA zuzurechnenden Hilfssherrifs.
 
In der Geschichte der Menschheit hat jede Großmacht versucht den anderen ihre Sichtweise aufzuzwingen.
Zur Zeit sind es diese sogenannten demokratischen Staaten und zwar mit den gleichen Argumenten wie zuvor die "Bösen" Kommunisten.
Der Westen will seine Ideologie genau so verbreiten wie die Kommunisten.
Egal ob man es will oder nicht, man wird zur Demokratie gezwungen und jeder der sich gegen die Besatzungsmächte wehrt, wird als Terrorist abgestempelt und in ein KZ eingesperrt (heute heißt so was ja Guantanamo Bay).

Vieleicht wird irgendwann die Demokratie out sein, dann wird es eine Supermacht geben mit einer neuen Ideologie.
Diese könnte dann in Deutschland einen Krieg führen gegen "Steinzeit-Demokraten" bzw. Terroristen, genau wie wir es gerade in Afghanistan machen.
Wer weiß vieleicht sind es dann ja die Taliban.
 
Konradin schrieb:
Aber die Rolle der Frau ist nun einmal gerade unter den Taliban signifikant auffälliger besetzt. Männer können bestimmt Sachen tun, Frauen müssen es meist.

Und meinst du das dıes nur bei den Talıbans so ıst, wıeso redet den kein Mensch darüber, wie die Frauen bei den Arabischen Emiraten untergestellt sind, liegt das vielleicht daran, das sie die Welt mit ihrem Schwarzen Gold regieren.?


Faehnrich schrieb:
@ Uludag:
Wieso verneinst du meine Frage, ob Afghanistan Hilfe der (gemäßigten) islamischen Staaten einfordern sollte?

Aus ganz einfachen Grund, weil dieses Land ihre Probleme selbst lösen sollte, ohne einen Nanny, hätte ich hier Ja gesagt, dann hätte ich bei deiner 2.ten frage gelogen.

übersieht man m.E. doch ganz leicht, dass auch andere Mächte und Gruppierungen ihre Finger ganz dick drin haben

Vielleicht schon, aber die hinter gründe der Besetzung dieser Länder übersieht man auch wie z.B. Organhandel, darüber möchte auch keiner was wissen wollen.
Ich möchte die die Talibans nicht rechtfertigen, aber auch nicht die USA und deren verbündeten auf die Schulter klopfen, daher stehe ich auf meine Meinung, das noch USA noch die verbündeten irgendetwas in diesem Land zu suchen haben, es sei den es geht um ihren Vorteil, denn wer von Menschenrechten spricht, insbesondere USA, sollten sie langsam selbst anfangen vor ihren eigene Türen zu fegen.



Gruß
Uludağ
 
Uludag schrieb:
Und meinst du das dıes nur bei den Talıbans so ıst, wıeso redet den kein Mensch darüber, wie die Frauen bei den Arabischen Emiraten untergestellt sind, liegt das vielleicht daran, das sie die Welt mit ihrem Schwarzen Gold regieren.? ...
Wie kommst Du denn darauf?

-------- denk(t) mal --------

Zehnjährige flieht vergeblich vor 80-jährigem Ehemann

Gnadenlose Zwangsverheiratung in Saudi-Arabien: Eine Zehnjährige ist vor ihrem 80 Jahre alten Ehemann geflohen, den ihr Vater für sie ausgesucht hatte. In der Familie angekommen, wurde sie wieder zurückgebracht.

Riad - Die Zeitung "Arab News" berichtete am Mittwoch, das Mädchen aus der Provinz Al-Laith am Roten Meer sei aus dem Haus des alten Mannes zu einer Tante geflohen. Als sich der verlassene alte Mann bei seinem Schwiegervater beschwerte, brachte dieser das Mädchen nach zehn Tagen gegen dessen Willen zurück zu dem Gatten.

In dem islamischen Königreich gibt es kein Mindestalter für die Heirat. Zudem darf ein Mann bis zu vier Ehefrauen gleichzeitig haben.

Der Ehemann sagte einem Journalisten: "Meine Ehe verstößt nicht gegen das islamische Recht." Er habe ursprünglich eine ältere Tochter aus der gleichen Familie heiraten wollen, da diese jedoch ihre Ausbildung habe fortsetzen wollen, habe ihm der Vater die jüngere Tochter als Braut angeboten.

Die Nationale Menschenrechtsorganisation in Saudi-Arabien kämpft seit einigen Jahren gegen die Zwangsverheiratung minderjähriger Mädchen - bislang allerdings ohne Erfolg. -> Zwangsverheiratung: Zehnjährige flieht vergeblich vor 80-jährigem Ehemann - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama

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Und nun bombt mal schön ...
 
joungster schrieb:
...
Und nun bombt mal schön ...

Macht dein Vergleich die Situation der Frauen und Mädchen in Afghanistan besser? Nein!

Leider herrschen in vielen islamischen Staaten Afrikas und Asiens Gesetze und Gebräuche, die der weiblichen Hälfte der Bevölkerung viele Rechte vorenthält. Es herrschen dagegen Zwang und Fremdbestimmung bis hin zur Gewalt und zu legitimierter Vergewaltigung vor.

Gerade aber in Afghanistan sind trotz Entwicklungshilfe viele Bildungs- und Selbstbestimmungsprojekte sehr schwierig umzusetzen. In Taliban-beherrschten Gebieten werden Schulen für Mädchen zerstört, die Schülerinnen sogar mit Gewalt bedroht. Leider sind auch die Regierung in Kabul, deren Verwaltung, die Gerichtsbarkeit und die Polizeiorgane in großen Teilen korrupt, in alten (Denk-)Strukturen verhaftet und schlecht ausgebildet.

Doch WER soll dieses Land regieren und befrieden? Die Taliban? Die Clanchefs? Ich hab hier bislang noch keinen wirklich konstruktiven Vorschlag gelesen. Nach meiner Meinung wird es auch äußerst schwierig sein, diesen Staat als lebenswerte Heimat für alle Bevölkerungsgruppen und Geschlechter einzurichten!
 
Wenn man sich jetzt schon wieder die 135 Morde an Zivilisten anschaut durch die Bundeswehr am Tanklaster bleibt es dabei das Soldaten letzendlich nur eine Umgangsformstufe/Umschreibung da stellt für Potenziele Mörder/Staatliche Potenziele Mörder.
 
Keeperlein schrieb:
wenn ich mir überlege je nach dienstgrad knappe 50k für 6monate mit bezahltem heimflug 2 wochen etc.

Also da die jenigen die da waren mir erzählen wieviel die da iben gesoffen,gef.. und sonst was haben kann eine notwenidigkeit dessen ja nicht gegeben sein oder??


Meine meinung

Nur zu Deiner INFO:

Die Auslandszulage für Afganistan beträgt am Tag € 110,00, steuerfrei!
In der Regel sind die Soldaten (Luftwaffe) bis 3 Monate vor Ort, wobei darauf geachtet wird, dass KEINER verheiratet ist.
Alle Anderen (Verheiratete) bewerben sich für Afganistan freiwillig!

Zu dieser Auslandszulage kommt dann die reguläre Besoldung, versteuert, je nach Dienstgrad hinzu!

...und gesoffen wird in einem moslemischen Land auch nicht, denn das sind Ammenmärchen die man dir da aufgebunden hat!

Gruß Ben
 
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