Deutschland erwacht ... Diskussion 

  • Ersteller Ersteller StaryWojownik
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Ich kann dir gerne "faktische reale" Probleme auflisten, bei der medialen Allgegenwärtigkeit der Problematik hielt ich das allerdings für überflüssig. Ein paar Highlights, Liste beliebig fortsetzbar:

Das zum Thema "hohle Phrasen". Letztlich braucht man sich aber auch gar nicht an einzelnen Problemen wie obigen aufhalten, der Blick auf die äußeren Rahmenbedingungen der Situation reicht, um die Absurdität der momentanen Situation zu verdeutlichen. Die Zahl habe ich schon im Aylan-Thread gepostet, man beziffert die Anzahl der Auswanderungswilligen im afrikanisch-arbischem Raum auf aktuell rund 540 Millionen, in Zukunft weiter (rapide) wachsend. Selbst wenn man außer Acht lässt, dass diese Zahl andere bedeutende Einzugsgebiete deutscher Asylantenrekrutierung außen vor lässt, sollte klar sein, dass diese Menschenmassen kombiniert mit der andauernden Werbung für die Unerschöpflichkeit unseres Sozialsystems ("Refugees Welcome", "keine Obergrenzen für Asylanten", "wir können unsere Grenzen nicht schützen", etc.) ein stabiles Staatssystem unmöglich machen. Ganz gleich, welcher politischen Anschauung man anhängen mag, unbegrenzte Zuwanderung und gleichzeitig garantierte Sozialleistungen deutlich über dem Weltdurchschnitt sind unter Bewahrung gesellschaftlicher Stabilität unvereinbar. Entsprechend ist die Zeit, wie lange wir unseren einwanderungspolitischen Kurs noch durchhalten, nicht begrenzt durch die Toleranz unseres Volkes sondern vom Wahnsinn unserer Entscheidungsträger.
Wobei bezüglich "Wahnsinn" hier natürlich die naive Vorstellung zugrunde liegt, dass das Volkswohl das primäre Interesse dieser Menschen ist.

Da die Bekämpfung aber den Verzicht auf vieles "lieb und teuer" Gewordenes (ehemals kolonialistisch bzw. ausbeuterisch kapitalistisch Erworbenes) bedeuten müsste
Magst du das ausführen? Für mich klingt das so, als würdest du in letzter Konsequenz den Deutschen, bzw. jedem westlichen Staat welcher als Ziel der Migranten herhalten muss, das Recht absprechen, ihren Wohlstand und gesellschaftlichen Errungenschaften zu schützen, da diese nach deiner Auffassung illegitim (der böse Kapitalismus) erworben wurden.

Insgesamt würde es die Diskussion erleichtern, wenn du deine eigene Position etwas konkreter darlegen würdest. Was sind aus deiner Sicht die "abstellbaren Ursachen"? Ursachen für die Migrantenströme sind vielfältig, im Falle nordafrikanischer Ursprungsländer hauptsächlich eine Konsequenz amerikanischer Außenpolitik, die für den deutschen Bürger aber schwerlich "abstellbar" ist. Bei osteuropäischen Staaten (und anderen) ist es die Attraktivität unseres Sozialsystems kombiniert mit dessen Zugänglichkeit, und die Abstellung dieser Umstände ist ja eines der Primärziele der von dir so unreflektiert denunzierten Bewegung. Was also ist gemeint?
 
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Grmpf...
@ nile und andere, die auf verkürzte Informationen reinfallen (wollen)

Zu Punkt 1
- Eine sogenannte Kriminal"statistik", die keine Vergleichszahlen zu Vorjahren bietet, ist Nonsens
aber bestens zur Stimmungs- bzw. Panikmache geeignet.
Wer darauf schon anspricht, sollte sich früher, breiter und vor allem bei objektiveren Quellen
informieren.
Dies betrifft sowohl die Anzahl von absoluten Straftaten (welchen Grades) zu absoluten bzw.
relativen Asylbewerberzahlen.
- Die Bundeskriminalämter reden hier von einem bis dato kaum relevanten Zuwachs in der
Kriminalstatistik! -
sowie auch 2
- betr. die Anzahl von Polizeieinsätzen.
Dein zitierter Artikel umkurvt dabei allerdings geschickt absolute Zahlen in entsprechender
Relation, vor allem, sobald es um konkrete Delikte in Relation zu anderen Statistiken geht.
Nebenbei bemerkt *bg*
Jede Statistik weist zu ihrem Beginn immer Steigerungsraten um 100% auf.
Schade, dass dieses wohlfeile "Argument" dem ungenannt gebliebenem Autor bisher entgangen zu sein
scheint.
Kommt vermutlich aber noch aus irgendeiner Bildecke... :rolleyes:

Zu Punkt 3+4
Hunderte Turnhallen sind geschlossen
und - ich interpretiere mal etwas eigen:
Wegen Personalknappheit kann die Bundespolizei nicht mehr manche Präventionsmaßnahmen in gewohntem Maße durchführen.

Ich kann zu dieser Liste, die ich selbst unschwer um dutzende Punkte erweitern könnte und hier
ggfs. auch werde, nur den Kopf schüttelnd fragen, was dies konkret mit dem Anstieg von
Flüchtlingszahlen zu tun hat.

Die Behörden kommunaler, regionaler (Bundesländer) wie nationaler Zuständigkeiten sind per Gesetz
eh verpflichtet Reserven für Unvorhergesehenes vor zu halten.
Wenn die Bundesregierung (wie auch bisher stillhaltende Landesregierungen) als wesentlicher Verteiler von Finanzmitteln schon seit Jahrzehnten es nicht für nötig hält, aus Gründen eines (scheinbar) ausgeglichenen Haushalts (z.B. keine Neuverschuldung oder Stützung von Finanzoligarchien etc.pp) Mittel kürzt, abschreibt oder zurückbehält - und dies trotz einer seit 2009 anhaltenden Hausse an Boerse wie Wirtschaft -
dann muss sich niemand wundern, wenn auch Personalmittel in Bereichen der gesamten öffentlichen
Verwaltung (Z.B. Polizei, Justiz, Zoll, Finanzen & Steuern sowie Sozialbedienstete etc.pp) schon lange viel zu knapp bemessen sind.
Gleiches gilt für den Ausbau und Unterhalt von Immobilien und anderer Infrastruktur.
Hier hinkt die Bundesregierung seit Jahren/teils Jahrzehnten mit einem vorsichtig geschätzten Defizit von ca. 40 Milliarden pro Anno hinterher.
Beispiele sind hierzu nicht nur Straßen (ohne die 7 Milliarden jährlich für AB's), sondern z.B. auch der
öffentliche Wohnungsbau.
Sozialwohnungen wurden in den letzten 15 Jahren von einem Bestand von weit über 4 Millionen auf einen
derzeitigen Bestand von unter 1,5 Millionen zurück"gefahren" und dabei völlig im Sinne neoliberaler
Kapitalinteressen und ökonomisch zu lasten der Gemeinschaft "privatisiert".

Da aber auch ohne den Zustrom von Neubürgern preiswerter Wohnraum, genauso wie Bestandteile der
kommunalen Versorgung schon seit weit mehr als zwanzig Jahren knapp und knapper werden, gering(er) gehaltene Steuereinnahmen aber statt dessen noch in die Subventionierung bedürftiger Konzerne (z.B. Energie) fließen, muss es nicht wundern, dass, zuerst auf kommunaler Ebene, wo teils
allerdings auch ähnlich "gewirtschaftet" wurde, jetzt allmählich überall Infrastruktur, Personal
und andere Ressourcen (sehr) knapp und knapper werden.
Allerdings im weltweiten Maßstab immer noch auf hohem Niveau...

Diese Misere allerdings rein an einem prozentual an der Gesamtbevölkerung relativ geringen Zustrom
von Menschen festzumachen, halte ich nicht nur für sehr verkürzt, sondern schlicht für unüberlegt,
auf Unwissenheit fußend und somit, da auch (ver)urteilend, für dumm bzw. verdummend.

Nebenbei, zu deinen ethisch spezifizierten Migrationsströmen von 540 Millionen
Auswanderungswilligen auf Nachbarkontinenten ... ;)
Ich würde die Zahl der Willigen bezweifeln.
Wer verlässt schon gern freiwillig die gewohnte Heimat, Freunde , verwandte etc.pp. ...
Es sei denn, es bleibt ihm nichts/kaum anderes übrig.
Die Zahl der unfreiwillig aktiv werdenden Migrationsströme wird je nach regionaler Lage (Krieg,
Klimawandel, desolate Ökonomie) zukünftig noch wesentlich höher eingeschätzt.
UN-Papiere rechnen hier mit mindestens 2 Milliarden weltweit.
Und das nicht erst seit gestern, sondern derartige Prognosen kenne ich schon aus den achtziger Jahren

Die Frage dabei ist nur, wer sich solche "Bewegungen" finanziell oder auch gesundheitlich leisten
kann bzw. bis jetzt konnte?

Aber ich schätze derartiges mehr an Details ist hier kaum von Relevanz bzw. echtem Interesse.
Den Zahlen und Fakten dazu liegen seit mindestens dreißig Jahren öffentlich jedem zugänglich vor.

Dazu habe ich übrigens auch schon seit 2008 zeitlich wiederkehrend so einiges - an Themen wie
Seiten - auch hier onboard "hinterlassen".

Die Allermeisten interessiert es aber eben erst dann, wenn ihr eigener Vorgarten (trotz Gartenzaun)
bedroht wird, die ersten wohl möglich schon im Gartenteich oder Brunnen "baden" gingen, aber
daneben eigene Verantwortung (am besten gar nicht) in Frage gestellt wird ;)

Zu dieser Verantwortung ich allerdings in diesem Kontext erst später dezidierter Bezug nehmen werde, sofern mir nicht andere dabei zuvorkommen :D

Nur so viel als Stichwort dazu:
Eigenes Konsum- Sozial- wie politisches Verhalten sowie z.B. die Wirtschaft- und Entwicklungspolitik D's bzw. der EU im Kontext
ihrer Auswirkungen auf Drittstaaten...;)
Ob wir dabei z.B. mit Portugal, Spanien, Griechenland oder gleich mit afrikanischen, asiatischen oder südamerikanischen Staaten anfangen, ist mir relativ egal...

so far
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich weiß jetzt nicht genau, auf welchen Artikel du dich mit "mangelnden Vorjahreszahlen" beziehst, mein erster Link war falsch kopiert und verwies leider auf den Artikel zum zweiten Punkt, sorry dafür, ist jetzt korrigiert. In Kurzform die Highlights:
presseportal schrieb:
Der Anteil der von Asylbewerbern begangenen Straftaten an der Gesamt-Kriminalität hat sich binnen drei Jahren von 3,7 auf 7,7 Prozent mehr als verdoppelt. […] Als Tatverdächtige ermittelte die Polizei im vergangenen Jahr 38.119 Asylbewerber gegenüber 15.932 drei Jahre zuvor. Einen starken Anstieg gab es bei den Körperverletzungen (von 3863 auf 9655) und bei den Ladendiebstählen (von 4974 auf 13.894). [..] Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Asylanträge von 53.000 auf 202.000.
Dein "prozentual an der Gesamtbevölkerung relativ geringe[r] Zustrom" macht sich also ganz ordentlich bemerkbar. Und das bezieht sich nur auf 2014, mittlerweile haben ja noch ganz andere Menschenmassen den Weg hierher gefunden.

Bezüglich voller Turnhallen und überlasteter Polizei kann ich deine Frage "was dies konkret mit dem Anstieg von Flüchtlingszahlen zu tun hat" beim besten Willen nicht nachvollziehen. Die Turnhallen sind voll, weil Einwanderer drin hocken und sie damit für ihre vorgesehene Nutzung durch deutsche Schüler blockieren, konkretere Auswirkungen kann man doch schwerlich aufzeigen? Selbiges gilt für die Überlastung der Polizei, die, wie obige Zahlen zeigen, regelmäßig damit beschäftigt ist unter Aufwendung erheblicher Manpower unterbeschäftigte Asylanten davon abzuhalten, sich gegenseitig zu Hunderten an die Gurgel zu gehen, wenn mal wieder jemand ne Seite aus dem Koran gerissen hat oder eine Ethnie die andere für die Benutzung der Duschen zur Kassen bittet. Alles Einsätze, die der letztlich den ganzen Wahnsinn finanzierenden Bevölkerung nicht nützen, die dafür aber die Personalengpässe ausbaden darf. Probleme, die wir nicht hätten, würde der Asylprozess im Sinne unseres Grundgesetzes umgesetzt werden oder, wenn das zu utopisch erscheint, eine den Kapazitäten angemessene Begrenzung der deutschen Aufnahmekontingente stattgefunden hätte. Davon hätten auch die Flüchtlinge unter den Asylanten erheblich profitiert.

Bei deiner folgenden Argumentation ist für mich nicht schlüssig, worauf du überhaupt hinaus willst. Erst scheinst du grundsätzlich in Frage zu stellen, dass es überhaupt Probleme gibt, die durch die steigenden Einwandererzahlen verursacht werden (ist das allen Ernstes eine Position, die du in diesem Stadium noch vertreten möchtest?). Dann liest es sich so, als wäre der ganze Schlamassel ja gar nicht so gekommen, wenn die Bundesregierung "Reserven für Unvorhergesehenes" vorgehalten hätte und zusammengefasst ihren Job besser machen würde. Von dieser logischen Inkonsistenz abgesehen, mag letzteres ja sogar zutreffen, aber letztlich ist das doch genau das, was Bewegungen wie PEGIDA unserer Regierung attestieren, wenn auch vielleicht daraus andere Forderungen abgeleitet werden. Mehr Voraussicht hätte vieles verhindern können, darüber brauchen wir hier nicht diskutieren.


Ich würde die Zahl der Willigen bezweifeln.
Wer verlässt schon gern freiwillig die gewohnte Heimat, Freunde , verwandte etc.pp. ...
Deine Zweifel in Ehren, aber auf die harte Tour herauszufinden, wie viele den Willen aufbringen, ist wohl grob fahrlässig. In Anbetracht dessen, was der aktuelle Strom ohne absehbares Ende so anspült, sogar schlicht dumm.

Zu deinen letzten Paragraphen: Du hast meine Frage nach einer Konkretisierung der für den deutschen Bürger "abstellbaren Ursachen" leider geflissentlich übergangen, diese letzten Absätze schlagen wieder in dieselbe Kerbe. Du verurteilst das Verhalten und die Ansichten derer die man grob als Asylkritiker subsumieren könnte, bleibst bei dem deiner Meinung nach moralisch überlegenem Weg gleichzeitig aber so wage, dass daraus keine nachvollziehbare Handlungsalternative ablesbar ist. Schade…
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Puh, immerhin sind wir schon mal soweit, dass auch du die Existenz realer Probleme verursacht durch die unkontrollierte Massenmigration nicht mehr grundsätzlich in Frage stellst. Gut Ding will Weile haben.

Wenn deine Weltsicht der in dem von dir geposteten Max Uthoff-Auftritt formulierten entspricht, komme ich nicht umhin dir zu unterstellen, nicht sonderlich über das dort Gesagte nachgedacht zu haben. Die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschen (und der zugehörigen Landesteile(!)) ist also quasi das gleiche, wie die unkontrollierte Aufnahme des derzeitig anreisenden Stromes, mit all den Differenzen in Parametern wie Bildung, der Wertebasis, etc.?
Die Absurdität dieses Vergleiches muss man wohl nicht näher erklären.
Selbiges gilt im Prinzip für den Vergleich mit der Bevölkerungsdichte Hollands, die Unterschiede in der Homogenität der Menschen sind entscheidend.

Claus von Wagner zeigt sich auch nicht reicher an Verständnis. Der wesentliche Fehler, der im krassen Gegensatz zu seiner Offensichtlichkeit auch von anderen unermüdlich aufs Neue gemacht wird, ist die Gleichsetzung von Flüchtling und Einwanderer, wobei erstere real aber nur einen Bruchteil der hier Ankommenden ausmachen.


Und möchtest du wirklich vorgerechnet bekommen, wie viel bzw. besser: wie sehr wenig an Geldmitteln aus deiner eigenen bundesdeutschen Brieftasche von Nöten gewesen wäre, um die Flüchtlingssituation im Nahen Osten schon seit Jahren gravierend zu verbessern (was ggfs. manche jetzige Entwicklungen groß teils verhindert hätte)?
Sehr gerne, noch lieber sogar, was für Handlungsdirektiven sich daraus für die Gegenwart/Zukunft in Anbetracht der aktuellen Situation ergeben.
Würdest du statt nach jeder diesbezüglichen Aufforderung meinerseits wortreich auszuführen, warum dir die Formulierung konkreter Zusammenhänge gerade unzumutbar erscheint, selbiges einfach mal machen, dann würde sich unsere Diskussion hier auch nicht so quälend langsam dahinziehen. Weniger Selbstherrlichkeit geparrt mit angedeutetem aber unbewiesenem Allverständnis der Weltprobleme, mehr "faktisch reale" Ursachen und Lösungen.


Zum Froschvergleich: Weder ich noch der überwiegende Teil der Asylkritiker weisen den "zuletzt hinzugekommenden Fröschen" irgendwelche Schuld zu. Jeder Migrant, ganz gleich ob in seiner Anreise motiviert durch Gewalt/Terror in seiner Heimat und/oder bloß scharf auf deutsche Sozialleistungen, der Beweggrund ist aus seiner Perspektive rational und das kann man ihm schwerlich zum Vorwurf machen. Die Kritik richtet sich an diejenigen, die die Frösche immer weiter in den überkochenden Topf schmeißen (oder besser: Köder für diese über den Topf hängen). Denn diese Köder sind gutmenschliche Luftschlösser, die sich nach dem entscheidenden "Sprung" kurzfristig in den chaotischen und teils gewaltbestimmten Aufnahmebedingungen manifestieren und die sich dann mittel- und langfristig als Verdammtsein zu einer Existenz als ewige Unterschicht einer fremden Gesellschaft entpuppen werden, bedingt durch Sprachbarrieren und Bildungsmangel auf einem immer mehr auf Hochqualifizierte ausgerichtetem Arbeitsmarkt. Froschigees welcome!

Dein PPS hat dieselbe ungültige Prämisse, niemand wird der Versuch der Verbesserung seiner Lebensumstände vorgeworfen. Genau sowenig müssen sich andere aber den Versuch des Erhalts derselben vorwerfen lassen. Letzteres wirst du zwar als unmoralisch, da auf "ausbeuterischem" Kapitalismus und dessen Erträge beruhend bezeichnen, aber solange du dir keine Mühe mit dem Darlegen oder zumindest nachvollziehbarem Andeuten einer besseren, mit der Natur des Menschen vereinbarenden, Wirtschaftsordnung gibst, spare ich mir auch eine Rechtfertigung der Überlegenheit dieser.
 
Im übrigen seid "Ihr besorgten Bürger", man erlaube mir den Vergleich *bg* als Resumee, für mich wie ein Haufen Frösche, die langsam in einem großen Topf geköchelt werden und wo sich "die Ersten" Schuld zuweisend über diejenigen Frösche her machen, die als letzte in den Topf geworfen wurden, da diese "anscheinend" Ursache der Krisenverschärfung seien. Klar, einige Frösche "vermuten" vllt. sogar noch andere Ursachen,aber bei Progrom-artiger zuspitzung der Hitze-Problematik gehen solche Bedenken eh meist schnell "unter" bzw. in "Rauch" auf ...;)
Was aber auch heißt, das die "besorgten Frosch Bürger" am ende alle tot sind. Das Kochen überleben diese nämlich nicht .......
 
Grmpf, die Dritte...
nile schrieb:
Puh, immerhin sind wir schon mal soweit, dass auch du die Existenz realer Probleme verursacht durch die unkontrollierte Massenmigration nicht mehr grundsätzlich in Frage stellst. Gut Ding will Weile haben.
Schön, wenn man "falsch Interpretiertes" über eigene Texte liest, die dann in der Quintessenz in
einem Allgemeinplatz enden, der sich sowohl auf die Zuspitzung als auch eventuelle Lösungen von Problemen anwenden ließe ;)

Nur so viel dazu.
Ich streite keineswegs die Existenz von Problemen ab :D
Allerdings habe ich in meinen bisherigen Ausführungen schon deutlich genug gemacht, dass die
Ursachen derselben nicht in der derzeit erhöhten Migration liegen, sondern weit im Vorfeld.
Lange bekannt, aber ignoriert aus diversen meist eigennützigen Motiven.
DAS ist ein UNTERSCHIED :)

Mein Link zu einer kabarettistischen Interpretation eines Spiegel-Artikel des Anfangs der Neunziger
sollte zumindest ansatzweise einen anderen Blickwinkel eröffnen ;)
Ok, wenn jemand Scheuklappen nicht ablegen möchte und den eigenen Weg - welchen eigentlich? und
wohin soll er führen
;) - als der Weisheit letzter Schluss ansieht, helfen vmtl. auch weitere
Erklärungen kaum weiter.

Nebenbei dazu als Stichworte aufgreifend:
Differenzen in Parametern wie Bildung, der Wertebasis etc.pp.
Die gab es also in den Neunzigern (bzw. auch vorher schon) zwischen den ehemaligen Bürgern der DDR
und der BRD gar nicht? :rolleyes:

Du sprichst hier von Absurdität, hoffentlich im klaren Bewusstsein der Bedeutung dieses
"Fremd"wortes :D
Was daran ist "ungereimt" bzw. irrwitzig?
Nun gut, als weitere Bedeutung könnte man "misstönend" gelten lassen.
Dies würde ich hier sogar akzeptieren :D
Du siehst, ich komme dir, wo es geht, entgegen :)

Daneben:
Wer hier Flüchtlinge Einwanderern gleichsetzt und damit Prämissen unlauter verschiebt, wollen wir
an dieser Stelle doch auch gleich mal klarstellen.
Es wird permanent impliziert, das jeder, der unsere Grenzen je überschritten hat, nie wieder
ausgereist ist...
Weitere Kommentare zu einer derart manipulativen Gleichsetzung erspare ich mir.

Den folgenden Absatz von > bis >
kommentiere ich lieber nicht all zu genau.

Abgesehen davon, das Lösungen auch zwischen meinen Zeilen zu finden wären, vorausgesetzt ein konstruktiver Dialog wäre wirklich gewünscht, habe ich von deiner Seite bzw. der Seite der sogenannten "besorgten Bürger" nur einen (uralten) Lösungsvorschlag bis dato vernommen:
Ausgrenzung!
Das dies exakt der alte, bisher eingeschlagene Weg ist, der sich gerade derzeit als völlig
unpraktikabel erwiesen hat, sollte ich an dieser Stelle vllt. doch noch einmal wiederholen.
Einigen scheint selbst das (militärische) Scheitern von Frontex (seit 2004) keinesfalls bewusst zu sein.
Andere praktikablen Lösungen habe ich sowohl seitens der "besorgten Bürger" noch in diesem thread
finden können.

Um in diesem post langsam zum Schluss zu kommen,
noch mal eine (oder zwei/drei) Nachfrage(n) meinerseits :D
Was bezeichnest du eigentlich als unmoralisch?
Ich habe mich dieses Begriffes in diesem Kontext bisher so nicht bedient ;)

Nebenbei solltest du wie auch immer geartete Prämissen nicht mit (m)einer subjektiven These durch
einander werfen.
Du darfst gerne meine geäußerte Annahme, wir lebten in einer dekadenten Gesellschaft durch eine
Gegenthese erwidern.
Einem Austausch der Argumente der jeweiligen Annahmen sehe ich schon mit Freude entgegen :D

Um damit zu meiner Schlussfrage zu kommen.
Was ist deiner Meinung nach eine mit der "Natur" des Menschen vereinbare Wirtschaftsordnung?

Bis dato, will heißen erst in den letzten Jahren, haben alternative Ökonomiemodelle erst marginal, wenn überhaupt Einzug in Universitäten bzw. Businessschools gefunden.
Alternative Theorien und Lösungsansätze gibt es aber nicht schon länger und lange vor dem Kapital von Marx und der "sogenannten", damals "real existierenden" sozialistischen Planwirtschaft, sondern auch danach zu hauf ;)
Ich könnte ohne große Schwierigkeiten (auch hier wieder) meine idealtypische Wirtschaftsform hier darlegen (die Boardsuche würde aber auch weiterhelfen); sähe ich im hiesigem Kontext einen Sinn.
Aber wie schon vorher bemerkt, würde dies hier einerseits eine andere Form der Diskussion bedingen
und andererseits wäre zu diesem Thema ein anderer thread wohl förderlicher.

Nur so viel dazu (was ich aber bereits habe anklingen lassen):
Mehr soziale Marktwirtschaft (z.B. mit Inhalten der 70iger/80zigerJahre) und weniger neoliberale
Aufweichung ehemaliger Wirtschaftsmaxime wäre schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

Falls ansonsten Interesse an alternativer Ökonomie besteht, bin ich gerne bereit mit entsprechenden
sites-links oder ausführlichen Literaturlisten aus zu helfen.
Dies würde aber nicht nur enorme Lesearbeit bedeuten, um darüber produktiv diskutieren zu können ;)

so far
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch wenn die Beiträge hier noch so lang sind, über die Probleme mit den ganzen Einwanderern könne sie dennoch nicht hinwegtäuschen. Ich komme aus einer nicht sehr großen Stadt, man kennt sehr viele Leute und man kommt auch mit dem ein oder anderen, den man nicht kennt, mal ins Gespräch. Ich weiß nicht genau wieviele Flüchtlinge nun mittlerweile hier sind, es sind sicherlich nicht so viele wie in anderen, größeren Städten, aber einige Hundert sind es auch. Untergebracht sind sie erst einmal, in einer von der Bundeswehr geräumten Kaserne. Diese Kaserne ist, seit dem die Flüchtlinge dort eingezogen sind, eine Dauerbaustelle. Alle paar Tage müssen Waschbecken und Toiletten ersetzt werden, Türen, Schalter, Steckdosen sowieso, nichts wird verschont. Ich habe gestern mit einem Handwerker gesprochen, der mir erzählte das sein Chef sämtliche Aufträge, die mit der Flüchtlingsunterkunft zu tun haben, mittlerweile ablehnt.
Aber das ist egal, man hat in einem Stadtteil schon einen ganzen Wohnblock für die Flüchtlinge geräumt. Ob da dann auch alles kaputt gekloppt wird, wir werden sehen.
Ansonsten haben die vielen jungen Männer ja nichts zu tun. Der Großteil scheint sich den ganzen Tag lang in einem, dem Bundeswehrgelände naheliegendem Einkaufscenter aufzuhalten. Dort kann man hinkommen wann man will, sämtliche Sitzmöglichkeiten die es im Center gibt, sind von jungen Männern besetzt, von denen jeder ein Smartphone zu besitzen scheint. Die Händler sind genervt, Kunden die sich einmal setzten möchten haben keine Chance und wer die abschätzigen Blicke sieht, mit denen diese jungen Männer ihre "Gastgeber" betrachten, der sieht keine Freundlichkeit.
Tja, das ist das Bild, welches die Menschen von den "Kriegsflüchtlingen" haben ....... und da kann Frau Merkel noch so oft sagen "Wir schaffen das!", es glaubt ihr keiner.
 
Die Händler sind genervt, Kunden die sich einmal setzten möchten haben keine Chance und wer die abschätzigen Blicke sieht, mit denen diese jungen Männer ihre "Gastgeber" betrachten, der sieht keine Freundlichkeit.

Ist ja fast so, wie auf Ballerman, wo die Einwohner 24 Std. keine Ruhe von den grölenden sauf Tourismus haben und befürchten müssen, wenn sie aus dem Fenster gucken, dass entweder Leute entblößt rumspazieren, oder Turniere vor der Tür Veranstalten ;)
Da ist mir ein Flüchtling mit Smartphone doch lieber.

Das ein Unternehmen die Aufträge ablehnt ist m.E. ein Gerücht, den gerade jetzt blühen die Geschäfte bei denen, sie lehnen eher die Aufträge von Bürgern ab, was ihnen nicht viel bringt.
So sind meine Erfahrungen aus unserem Gebiet.

Das Flüchtlinge sich in Parks oder Kaufhaus versammeln, liegt daran, dass hier öffentliche WLAN angeboten wird, was ich durchaus verstehen mag, den man sollte dran denken, dass diese bei der Flucht und Einteilungen von ihren Familien und Freunden zum Teil gerissen wurden.

Das man den Smartphone bei Ihnen zum Thema macht ist absurd, heute läuft jedes Kind mit so einem Teil herum und das was die besitzen ist das was die hier nicht los werden und gutes Geld dafür bekommen, sowie damals bei der Wende, wo wessis den ganzen Schrott den Ost Bürger angedreht haben.
Beispiel: ich hatte ein Audi 80 für 250 Dm verkauft und derjenige hat diesen für sage und schreibe für 2700 DM an Ost Bürger weiter verkauft.

Soviel zu nächsten liebe ;)

Klar ist, so wie Merkel sagt,wir schaffen das, Griechenland haben sieauch geschafft und das nicht mit ein paar Euro,s sondern mit zig Milliarden.

Ich kann aus meinem Raum berichten, hier ist die Wirtschaft angekurbelt, sogar die vor pleite stehenden Sicherheit Unternehmen stellen Mitarbeiter ein und Wohnungen die keiner haben wollte sind belegt.

Und zuletzt, hier geht es um Menschen, denen nicht zumutbar war in ihrem Land zu leben, auch wenn uns gut geht, sollte man dran denken, was wäre wenn wir in ihrer Lage wären?
 
Und zuletzt, hier geht es um Menschen, denen nicht zumutbar war in ihrem Land zu leben, auch wenn uns gut geht, sollte man dran denken, was wäre wenn wir in ihrer Lage wären?
Was wäre wenn? Das ist doch ziemlich klar. Deutschland (und die Vorläuferländer) haben eine lange eigeneTradition des Auswanderns. Gleichwohl stört mich persönlich die Definition "denen nicht zumutbar war in ihrem Land zu leben" erheblich. Es liegt mir fern irgendetwas an den Zuständen beschönigen zu wollen die in Syrien, Afghanistan, Eritrea oder auch einigen Balkanländern herrschen. Aber eine derartige Definition anzuwenden bedeutet bei stringenter Anwendung ein interpretiertes Asylrecht für 50, 60, 70 Prozent der Erdbevölkerung. Das ist weder (für mich) wünschenswert, noch praktikabel umsetzbar.

Abgesehen davon bin ich der Meinung das gerade die Menschen die ihre Herkunftsländer verlassen diejenigen sind die für eine positive Veränderung in den Herkunftsländern sorgen könnten und müssten. Es ist den heute lebenden Generationen in Deutschland zwar großteils in den Schoß gefallen, aber unsere heutigen Freiheiten, und auch der relative Wohlstand, die dieses Land aus Sicht der Flüchtlinge so erstrebenswert machen, sind auch hier nicht vom Himmel gefallen. Jede Freiheit, jede Gleichberechtigung, mußten von den jeweils hier lebenden Generationen erstritten werden. Und das ist nun meistens beileibe nicht friedlich erfolgt. Das hatte immer seinen Preis.

Man kann über die verschiedenen Wertevorstellungen die es gibt ganz bestimmt unterschiedlicher Meinung sein was richtig oder falsch ist. Aber Flucht aus einem Land in dem (aus subjektiver Sicht) die falschen Wertevorstellungen herrschen ist kein Weg die eigenen Wertevorstellungen zu fördern. Dafür muss man sich schon selbst einbringen, und zwar auch dann wenn es das eigene Leben gefährdet. Die Wertevorstellungen einer Rosa Luxenburg, oder eine Sophie Scholl, eines M.L. Kings, eines Mandelas etc. sind nicht deshalb so eindringlich und mitreissend weil die weggelaufen sind. Sondern weil sie geblieben sind und sich persönlich für ihre Wertevorstellungen eingesetzt haben.
 
Hm,
auch wenn "Prisoners" Beitrag vmtl. für manche ähnlich schwierig zu lesen ist, wie so manche meiner
Beiträge :D , kann ich ihm meinen vollen Respekt hierzu nicht versagen :)
Da denkt jemand auch mal über (andere) Zusammenhänge nach, sucht Parallelen zu ähnlichen
Situationen, und versucht sich zuerst einmal in die Situation von "Menschen" hinein zu versetzen.
Meine Großmutter bezeichnete so etwas schlicht als Herzensbildung, was ihr übrigens wichtiger
schien, als rein intellektuelle Bildung ...
Auch ich, wenn es manchmal auch schwer fällt, versuche genau das auch möglichst oft nicht zu
vergessen :boing:

Wie anders klingt da der nächste Beitrag,
der schon befürchten lässt, dass auch so etwas wie 'unterlassene Hilfeleistung' nur als
Textbaustein in seinem mobile evtl. unter versicherungstechnischen Regressansprüchen auftaucht.
Nun zu konkreten Inhalten dieses Textes, die für sich erst einmal "harmlos" und "ehrlich gemeint"
herüberkommen (sollen?).

Zitat skyjumper:
... Deutschland (und die Vorläuferländer) haben eine lange eigene Tradition des Auswanderns...

Erwiderung:
Jaah, und ebenfalls eine lange Geschichte des Einwanderns. Was hier wohl bewusst verschwiegen werden soll ;)

Zitat skyjumper:
Aber eine derartige Definition anzuwenden bedeutet bei stringenter Anwendung ein interpretiertes
Asylrecht für 50, 60, 70 Prozent der Erdbevölkerung. Das ist weder (für mich) wünschenswert, noch
praktikabel umsetzbar.

Erwiderung:
Jep, denn das ist schlicht wirklich "absurd" und so formuliert bewusst irreführend und manipulativ :D
Wer hier, selbst nur theoretisch, der Fläche der BRD 3,5 bis 4,9 Milliarden Menschen zu "führen"
möchte, hat entweder schon in der Grundschule bei Grundrechenarten versagt, oder möchte evtl. sogar bewusst
nicht ernst genommen werden. Als Persiflage aber denkbar ungeeignet.

Zitat skyjumper:
Jede Freiheit, jede Gleichberechtigung, mussten von den jeweils hier lebenden Generationen
erstritten werden.

Antwort:
Zu denen der Beitragsposter ob seiner offensichtlichen, bereits jetzt schon dargelegten Mängel
zweifelsfrei kaum zu zu zählen sein kann.

Dieser letzte Absatz Zitat skyjumper:
[...] Man kann über die verschiedenen Wertevorstellungen die es gibt ganz bestimmt unterschiedlicher
Meinung sein was richtig oder falsch ist. Aber Flucht aus einem Land in dem (aus subjektiver Sicht)
die falschen Wertevorstellungen herrschen ist kein Weg die eigenen Wertevorstellungen zu fördern.
Dafür muss man sich schon selbst einbringen, und zwar auch dann wenn es das eigene Leben gefährdet.
Die Wertevorstellungen einer Rosa Luxenburg, oder eine Sophie Scholl, eines M.L. Kings, eines
Mandelas etc. sind nicht deshalb so eindringlich und mitreissend weil die weggelaufen sind. Sondern
weil sie geblieben sind und sich persönlich für ihre Wertevorstellungen eingesetzt haben.>> Zitat Ende


strotzt allerdings nur so vor Arroganz, Anmaßung und "scheinhumaner?" Selbstgefälligkeit.
Welche DEINER "Wertevorstelllungen" (in Relation oben Genannter) sollen das denn bitte sein, wenn schon Solidarität, gegenseitige Hilfeleistung, Mitgefühl (oder soll ich Empathie sagen?) allem Anschein schon mal gar nicht dazu gehören.
und die "eigene Moral" Vorrang vor Menschenrechten oder soll ich sagen: dem Allgemeinwohl, besitzt?

Siehe im Kontext dazu u.a. auch diesen Beitrag in Merkels Giftpilze # 10
https://www.freesoft-board.to/index.php?post-add/537753/"eMessageID=5361578
Zitat skyjumper:
[...] Alles darüber hinausgehende lehne ich ab. Und ich bin mir darüber im klaren, dass ich mit meiner
Meinung viele viele Menschen großen Schrecken und viele auch dem Tod aussetze. Das muss ich mit
meinem Gewissen abmachen. Das kann jeder nur mit SEINEM Gewissen ausmachen. Und ich verweigere mich
strikt wenn andere Mitbürger anfangen wollen über mein Gewissen zu entscheiden. ABER: Ich weigere
mich genauso strikt einen Flüchtling deswegen zu verunglimpfen oder gar direkt zu bedrohen. Das
möchte ich auch nicht unterstützen oder fördern. Der Flüchtling ist nicht schlechter als ich. Er
ist nicht weniger wert als ich. Und ich würde an seiner Stelle, in seiner Lage, genau das gleiche
probieren. Zitat Ende

Aah ja! Ansatzweise ja durchaus eloquent formuliert.
Im Übrigen: Der kant'sche Imperativ mal ganz "individuell" interpretiert. :rolleyes:

Dazu vorerst nur so viel:
Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.
Ob es daran bei dir gefehlt hat?
Was nebenbei nicht nur auf so manche "Hiesigen" zuträfe, sondern zukünftig auch für so manche Flüchtingskinder zutreffen könnte bzw. jetzt schon zugetroffen ist (Stichwort: mangelnde Integration).

so far
:würg:

PS.
Nebenbei als Nachtrag ;)
Siehe zur Verhältnismäßigkeit und dem bewussten, sorgfältigem Umgang in der Interpretation von
Kriminalitätsstatistiken
dies konkrete Beispiel bezüglich Kriminal- & Einbruchsstatistiken in
Relation zur Nähe von Flüchtlingsheimen bezogen auf die Arbeit der SOKO Braunschweig:
NDR aktuell vom 27.1015 um 21:45 (die ersten 5 Minuten des Beitrages)
NDR//Aktuell 21:45 | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z - NDR aktuell
Ähnliches an Inhalten lässt übrigens auch die Polizeidirektion Bremen (neben anderen) verlautbaren.
Ohne weiterer Kommentar meinerseits :)

PPS u.a. @ Henry277
edith hilft vllt. ein wenig
Gewalt unter Flüchtlingen - Was entschärft die Lage? | NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen - Osnabrück/Emsland
und Folgelinks
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum letzten Absatz, bleibt eigentlich nur zu sagen, warten wir ab wie es weiter geht. Zur Zeit drehen sich für die meisten Asylanten noch die Mühlen der Behörden. Aber das geht vorbei und dann kommt die Zeit des nichts tuns ....

Was mir bisher auch noch niemand erklären konnte, warum wird in vielen Einrichtungen randaliert? Ich meine, wenn ich irgendwo als Gast hinkomme, dort aufgenommen werde, versorgt werde, warum demoliere ich dann die Unterkunft? Warum werden Türen eingetreten, warum Waschbecken zerschlagen ..... Warum?
 
Was mir bisher auch noch niemand erklären konnte, warum wird in vielen Einrichtungen randaliert? Ich meine, wenn ich irgendwo als Gast hinkomme, dort aufgenommen werde, versorgt werde, warum demoliere ich dann die Unterkunft? Warum werden Türen eingetreten, warum Waschbecken zerschlagen ..... Warum?
Enge, Frust, Verzweiflung, mangelnde Privatsphäre, "dünne Haut", ... , die Liste könnte ich bei angestrengtem Nachdenken sicher noch ein paar Zeilen fortführen.

Nimm 150 Menschen aus Deutschland, alle Altersstufen, vornehmlich aus nicht ganz einfachen Verhältnissen, auf Sozialleistungen angewiesen und an ihrer misslichen Lage in keinster Weise Schuld. Treibe diese Gruppe ein paar Wochen bei Wind und Wetter kreuz und quer durch's Land, setze sie unterwegs noch möglichst viel Stress aus (stundenlanges Schlangestehen, Kontrollen, Beschimpfungen, Separation von Angehörigen usw.) und pferche sie schließlich in eine große Halle mit dünnen Trennwänden und sanitären Einrichtungen, die bestenfalls für eine Schulklasse ausreichen.
Ich wäre sehr gespannt, was es bei diesem Feldversuch zu beobachten gäbe!

Ich habe den Eindruck, dass weniger Tatsachen als vielmehr Ängste und Emotionen die Meinungen zu einem der drängensten Probleme unserer Zeit bestimmen. Wenn ich die Bilder der Flüchtlingstrecks täglich sehe, von den Tausenden höre, die täglich in Bayern ankommen und gleichzeitig feststelle, dass in vielen Bereichen des Umgangs mit Flüchtlingen und Einwanderern die Konzepte bestenfalls in Planung oder in Startlöchern sind, dann macht mir das schon ein bisschen Angst.

Andererseits hab ich persönlich noch an keiner Stelle irgendwelche Nachteile erkennen können, die uns als "Gastgeber" entstanden sind. Immer wenn ich persönlich mit solchen Familien zu tun hatte - und das passiert an der Grundschule, an der ich arbeite, immer häufiger - habe ich die Leute als sehr höflich, verlässlich und ungemein dankbar erlebt.
 
Sorry, aber die Aufzählung deiner Argumente überzeugt mich nicht wirklich. Wenn ich, wie du schreibst, wochenlang bei Wind und Wetter unterwegs bin, auf Sozialleistungen angewiesen bin, Streß hatte usw. usf. dann bin ich doch erst froh, wenn ich endlich irgendwo angekommen bin. Auch wenn die Bedingungen da dann nicht ganz einfach sind, auch wenn es eng und voll ist, sollte man doch wohl erst mal froh sein das die Flucht ein Ende hat. Ich zu essen bekomme, mich waschen kann, eine Toilette benutzen kann ....... Und dann habe ich Frust und kloppe das alles kaputt?
Wie geschrieben, die hier untergebrachten Flüchtlinge leben in von der Bundeswehr sanierten Kasernen, also Einrichtungen, in den auch deutsche Soldaten ohne Probleme längere Zeit leben konnten. Und das ohne die sanitären Einrichtungen ständig zu zerstören.
 
Packe mal hundert Zeugen Jehovas und hundert arbeitslose Jugendlicher zusammen in eine Turnhalle mit einer dünnen Trennwand und schaue, was passiert.Meinst du im Ernst, du kannst das mit realen Wohnverhältnissen vergleichen?

Das mit den Kasernen ist ein guter Witz.Hier direkt im gleichen Ortsteil befindet sich eine ehemalige Kaserne, die letztes Jahr geräumt wurde. Der Zustand ist so miserabel, dass bereits drei Wochen intensiv herumsaniuert wird und dennoch fehlt esw an allen Ecken und Enden.

Nach vielem (baulichen und genehmigungstechnischen) Hin und Her wird zur zum Erstauffanglager umgebaut. Weiterhin fehlen Räume für die Helfer (denn diese sind ja auch noch da umd müssen Pausen machen udn was auch immer). Ich selber bin dort engagiert und kenne die Zustände aus erster Quelle, nämlich durch eigene Inaugenscheinnahme. Selbst der renovierte Zusatnd der Kaserne ist weit von dem Standard entfernt, welcher den Bundeswehrangehörigen damals 'zugemutet' wurde. Ganz abgesehen von der damaligen Belegung, die nur ein Bruchteil von dem entsprach, was jetzt gebraucht wird.

Da wird an der Wasserversorgung gedreht, die vorläufig mit der Bereitsellung von Fässern erfolgen soll, weil die ehemalige Eigenwasservewrsorgung der Bundeswehr dort nicht mehr existiert.Eine Elektrik war praktisch nicht mehr da und vieles mehr.Die Realität, denefalls die hier vor Ort, die hat mit deinen Schönwetteraussagen nicht das geringste zu tun. Was du da beschreibst, das ist reines Wunschdenken. Die Realität ist eine andere.

Ein weiterer strittiger Punkt ist, dass der Schießstand in Nähe der Kaserne noch regelmässig genutzt wird und das Verteidigungsministerium besteht weiterhin darauf, da ein Umzug zu teuer wäre.Ich finde es nicht gerade berauchsecnd, wenn teilweiste traumatisierte Kriegsflüchtlinge von ihren Wohn- und Schlafbereich aus dem Lärm von Kriegswaffenbeschuss ausgesetzt werden. An die ständigen Hubschraubermanöver könnteen sie sich ja vielleicht noch gewöhnen.Irgendwie ist das alles ein schlechter Scherz möchte man vielleicht glauben. Aber nein, es ist die bittere Realität.
 
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Das mit den Kasernen ist ein guter Witz.
Eigentlich nicht. Das war schon zu DDR Zeiten eine Kaserne und da wir ja wissen, das in der DDR alles schlecht war, hat die Bundeswehr weder Kosten noch Mühen gescheut, alles auf den neuesten Stand zu bringen. Also du kannst mir glauben, hier bröckelt kein Putz von der Wand. Und selbst wenn, immer noch tausend mal besser, als ein Zelt in einem türkischen Flüchtlingscamp. Oder bist du da anderer Meinung?
Und was bitte heißt hier "reale Wohnverhältnisse"? Das sind Flüchtlinge und wenn diese nicht ganz Blind geflohen sind, dann müssten sie selber mitbekommen haben, das sie zu hunderttausenden in dieses Land flüchten. Jedem normal denkenden Menschen muss klar sein, das diese Menschenmassen nicht von heute auf morgen in Wohnungen, oder gar Häusern untergebracht werden können. Scheinbar erwarten unsere lieben Gäste, aber genau das von uns. Ich bin jetzt hier, also wo ist mein Haus, wo mein Auto, wo mein Geld und wenn ich das nicht sofort bekomme, dann haue ich alles kaputt weil ich Frust habe ......
Sorry, aber da hört für mich die Gastfreundschaft auf!
 
@Henry277
Was Du beschreibst ist die rational gesehen berechtigte Erwartungshaltung deinerseits. Dem setzt Du die emotional bedingte Ist-Situation entgegen. Das Delta kreidest du den Flüchtlingen an. Die Gründe warum die Flüchtlinge emotional reagieren hat @littleprof im Post 113 doch schon hervorragend aufgelistet. Und Emotionalität hat eben höchst selten etwas mit Rationalität zu tun.

Da unsere Emotionalität eine natürliche Verhaltensweise ist, die sich mit zunehmenden Stress auch immer weniger steuern lässt (hinzu kommen dann noch Dinge wie Gruppendynamik etc.) adressierst Du m.M.n. die "Schuld"frage auch zu einseitig. Im übrigen sind auch Deine und meine Reaktion auf den Zustrom der Flüchtlinge zu einem Teil sehr emotional bedingt. Da wir allerdings warm und trocken sitzen ist das für uns nur eine bedingt brauchbare Entschuldigung.

Jedem professionell helfenden, egal ob nun Bergwacht, Rettungsschwimmer, Feuerwehr, wird als erstes beigebracht mit dem irrationalen Verhalten einer in Not befindlichen Person zu rechnen. Übrigens wird auch beigebracht dass der Retter zunächst an seine eigene Sicherheit denken soll.
 
Das mit den Kasernen ist ein guter Witz.
[.....] Scheinbar erwarten unsere lieben Gäste, aber genau das von uns. Ich bin jetzt hier, also wo ist mein Haus, wo mein Auto, wo mein Geld und wenn ich das nicht sofort bekomme, dann haue ich alles kaputt weil ich Frust habe ......Sorry, aber da hört für mich die Gastfreundschaft auf!
Das glaubst du ja wohl selbst nicht, dass dabei solche eindimensionalen kausalen Zusammenhänge bestehen, Henry277;
dann wäre das Verhalten durch Gespräche zu beeinflussen.
Ich glaube eher an Spontanreaktionen, die durch "Kleinigkeiten" provoziert sein mögen.

Das entschuldigt nicht den Vandalismus in manchen Flüchtlingsunterkünften, aber es ärgert mich, wenn mit solch schlichten Erklärungen argumentiert wird: "Ich haue alles kaputt weil ich meinen Willen nicht kriege."
Ebenso ärgerlich finde ich die Einschätzung der Befindlichkeit der Flüchtlinge, wenn sie von Menschen kommt, die Familie, Job, Aus- und Einkommen haben und aus wohlig warmen Nestern heraus meinen, die Flüchtlinge sollten sich doch mal mit ihrem Status Quo bescheiden.

Es gibt m.E. in dieser Frage keine einfachen Erklärungen und schon gar keine einfachen Lösungen.
Wenn ich höre, man will den Flüchtlingsstrom eindämmen, dann frage ich, wie soll das gehen? Will man an allen Grenzen Mauern und Stracheldraht errichten? Schaut euch an, was in Ungarn passiert ist; hat's was gebracht?
Notfalls werden Tunnel gegraben ....

Schneller abweisen, wer keine Aussicht auf Bleiben hat, ist auch so ein gerne gehörter Rat - genauso einfach wie doof!
Wer will das wie feststellen, wer Aussicht hat und wer nicht?

Ich empfehle übrigens in diesem Zusammenhang folgenden Beitrag: "Flüchtlinge überfordern Deutschland nicht!"

 
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Henry277 schrieb:
So einen Schwachsinn......., kann auch nur so ein Wirtschaftsforscher von sich geben.
Mmh, dieses o.g. "Argument" muss ich wohl erst einmal ein wenig sacken lassen und zudem von möglichst allen Seiten beleuchten, um auch nur keinerlei Facetten zu übersehen.

Um aber andererseits zum Thema dieses threads zurück zu kommen,
der eigentlich ja den zunehmenden Rechtsradikalismus in D betrifft
- ich würde es allerdings eher als zunehmend faschistische Tendenzen unserer Gesamtgesellschaft beschreiben -
sollte man neben zunehmenden Brandanschlägen, offen medial gezeigtem UND ungeahndetem Hitlergruß
sowie zunehmenden Jagdszenen auf Flüchtlinge und Ausländer
auch die Hinhaltetaktik so mancher Entscheidungsträger in Politik und Exekutive,
nicht nur innenpolitisch, sondern auch außenpolitisch gesehen, genauer hinterfragen.

Da dieses Thema traditionell sowohl in der früheren BRD wie auch der ehemaligen DDR ein eher verdrängtes Thema war (ich höre jetzt schon die Widersprüche),
und auch heutzutage, trotz teils offen zu Tage tretenden, wiederholten Progrom-artigen Ausschreitungen, immer noch nicht so ernst genommen wird, wie es nötig wäre, verweise ich sicherheitshalber auch auf die Themenwoche in 3Sat,ZDF & CO
Flüchtlingskrise - Kulturzeit-Schwerpunkt zur Debatte zum Thema "Flüchtlingskrise"
Daneben möchte ich dringend aktuellste Dokumentationen aus 2015 empfehlen wie:
Die Story - weiblich, sexy, rechtsextrem - Doku © WDR 2015 (bei youtube zur Not zu finden), sowie
Nahaufnahme-Dunkles Deutschland (in der Mediathek ) sowie hier Dunkles Deutschland | Alle Inhalte | DW.COM | 26.10.2015.
Leider sind beide Filme leicht bzw. teils auch stärker gekürzt...
Wer sich die Originaldokus in voller Länge "zu Gemüte" führen möchte, kann bei mir anfragen.


so far
 
Ich wage es jetzt mal, mich hier als Schweizer auch einzuklinken, da dieses Problem nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa betrifft.

Leider ist nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern Westeuropas ein zunehmender Rechtsrutsch spürbar. Die alten braunen Geister erwachen wieder überall. Auch bei uns in der Schweiz ist diese Tendenz deutlich spürbar. Die Angst der Menschen, ihren Wohlstand teilen zu müssen, treibt sie zu Tausenden in die Arme der Rechtsparteien, welche ihnen "Lösungen" versprechen, die jeder Menschlichkeit entbehren. Das ist sehr bedauerlich. Selbstverständlich haben wir grosse logistische, kulturelle und finanzielle Probleme mit der ganzen Flüchtlingsschwemme, das kann wohl niemand leugnen. Die Politiker scheinen mir hoffnungslos überfordert zu sein - jeder ist sich selber der Nächste. Gleichwohl finde ich es sehr wichtig, dass wir in den Flüchtlingen in erster Linie hilfsbedürftige Menschen sehen, welche es verdienen, dass wir Ihnen mit Achtung und Würde begegnen. Wären wir auf der Flucht, so würden wir uns das auch wünschen. Unlautere "Flüchtlinge" sind wohl eher in der kleinen Minderheit und hier gibt es jederzeit die Möglichkeit der Ausweisung. Schaut euch an, was in Syrien abgeht und fragt euch, ob ihr a) zum radikalen Islam konvertieren wollt, oder b) euch töten lassen wollt, oder aber c) flüchten und leben wollt.

Gruss freefloating
 
Leider ist nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern Westeuropas ein zunehmender Rechtsrutsch spürbar. Die alten braunen Geister erwachen wieder überall.
Eigentlich kann ich den ganzen Post von @freefloting unterschreiben. Ich habe allerdings die Sorge dass es bereits viel weitergehender ist als einige "braune Geister". Die ewig gestrigen, mit Springerstiefeln aber dafür ohne Haaren, ängstigen mich weit weniger als der aktuelle Zeitgeist.

Es war der Absolutismus in der geistigen Haltung der erst den Rahmen schaffte für das was Hitlers Schergen umsetzten. Und genau diesen Absolutismus der geistigen Haltung ist das was man heute erneut weltweit beobachten kann. Die unerschütterliche Überzeugung das ausschließlich die eigene Sicht der Dinge alleinig glückseelig machend für die gesamte Menschheit sei. "Und willst du nicht mein Bruder sein - dann schlag ich dir den Schädel ein".

Und diese Überzeugung findet man nicht nur in den Reihen der Pegida, sondern genauso in den Reihen der Antifa. Man findet sie bei Putin, Obama, Erdogan und Merkel. Der eigene Standpunkt ist TINA, alternativlos. Und es bleibt nicht bei dieser Geisteshaltung, es folgen Taten.

„Maiestas est summa in cives ac subditos Legibusque absoluta potestas!“ - "Die Staatshoheit ist die gegenüber den Bürgern und Untertanen höchste, von den Gesetzen gelöste Gewalt!" Mit den entsprechend modernen Anpassungen umformuliert könnte das ein Obama sagen bevor er wieder einmal seine Luftwaffe einsetzt um in fremden Staaten das Heil der Demokratie herbeizubomben. Es könnte von Putin stammen bevor er Waffen und "Freiwillige" in die Ostukraine schickt. Oder von Erdogan bevor er den Krieg gegen die Kurden wieder aufnahm, oder von Merkel bevor sie Unsummen an Steuergeldern und Vermögenswerten für die Rettung multinationaler Geldinstitute verschleuderte. Allen gemein ist, dass sie geltende Gesetze aus dieser Geisteshaltung heraus (wohlwollend könnte man auch sagen aus Opportunismus) beugen, biegen und manchmal sogar brechen. Nur stammt dieser Satz von keinem dieser ach so demokratisch gewählten Regierungshäupter, sondern vom Sonnenkönig, Ludwig XIV, dem Sinnbild des Absolutismus.

Doch könnten die Regierungshäupter das nicht machen wenn sich diese Geisteshaltung nicht auch bereits tief in unseren Gesellschaften verwurzelt hätte. "Rechts" ist heute überall. Denn rechtes Gedankengut, linkes Gedankengut und die sogenannte Mitte, sie schöpfen ihre Überzeugung der eigenen Unfehlbarkeit und ihren missionarischen Eifer alle aus dem gleichen "braunen" Brunnen.
 
freefloating schrieb:
...da dieses Problem nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa betrifft.

Die Angst der Menschen, ihren Wohlstand teilen zu müssen, treibt sie zu Tausenden in die Arme der Rechtsparteien, welche ihnen "Lösungen" versprechen, die jeder Menschlichkeit entbehren.
Nun, grundsätzlich eher einverstanden mit deinem in einer Fragestellung mündenden Resümee, freefloating :)
Allerdings betrifft dieses (FOLGE-)Problem nicht nur Europa, alle seiner verschieden "organisierten" (und benachbarten) Nationalstaaten, sondern ist i.P. jetzt schon ein globales Problem.
Das wird "leider" zu oft vergessen bzw. wurde immer wieder erfolgreich (auch in "Industriestaaten") verdrängt.
Zuallererst von den meisten derer Politiker, Wirtschaftspropheten bzw. "Machthabern", in der Folge dann aber genauso von "deren" Untertanen", die auch diesbezüglich zu gerne "Verantwortung" abgeben bzw. delegieren ...
Egal (?), was es alle letztlich "kostet" ;)
Klar, wenn die Verantwortung Aller gefragt ist, fehlende Transparenz (aber auch deren vorherige Einforderung durch jeden Einzelnen) urplötzlich nur noch mit plötzlich fehlendem Vertrauen entschuldigt wird, bleibt ja eigentlich nur noch, die Fehler notfalls eben bei "den Anderen" zu suchen... ;)

Kurzum, dieses jetzt akut werdende Problem, welches Europa u.a. neben einer fortbestehenden Finanz- und Wirtschaftskrise (die zwar keiner wahr haben will, gegen die die EZB aber immer noch vehement "an druckt") trifft, hat Ursachen, die sowohl in der jahrzehntelangen Festschreibung von Machtinteressen und geopolitischen Machtbereichen, aber ebenso in finanzpolitischen Egoismen wirtschaftlich "führender" Länder (und deren Wirtschaftssystemen und deren groß teils mit-profitierenden Bürgern) dieses Globus begründet liegen.

Das die derzeitig Europa betreffende Migrationswelle und deren Ursachen aber keine Einzelerscheinung war bzw. auch zukünftig nicht sein kann (und schlimmstenfalls bis zu einem eventuellen katastrophalen Kulminationspunkt führen kann), sollte eigentlich nicht nur jedem Intellektuellen seit seinem Schulabschluss klar sein.
Es sei denn, man verdrängt alle dies bezüglichen Fakten erfolgreich. Ob nun zu Gunsten eigener "Karriere bzw. eigenen Wohlstands" oder eben aus Faulheit, bleibt sich letztendlich sogar (fast) gleich ;)
Denn weitere Ursachen zukünftig weltweit anstehender Probleme, wie Klimawandel, Ressourcenverknappung, ökologischen "Folgeerscheinungen" sowie weiter steigender Weltbevölkerung, werden, inzwischen klar absehbar, zu Problemen führen, gegen die die derzeitige europäische "Krise" bald nur wie der laue Anfang eines Sturms anmuten wird und wogegen sich auch - jetzt wie zukünftig - niemand mehr auf eine abgeschottete, "eigene" Insel zurückziehen kann.
Man vergesse dabei auch nie,
dass das nur scheinbar gelöste Problem der atomaren Abrüstung nichts weiter als ein frommer Wunsch geblieben ist. (Was 60 Jahre scheinbarer europäischer Friede doch so alles bewirken können)

Altbekannte Praxis ist daneben auch, dass zu Beginn wie auch während solcher diverser wachsender Probleme das "Heil" zu oft in scheinbar einfachen Lösungen wie auch simplen Schuld-Zuweisungen gesucht wird.
Was wiederum dazu führt, dass solidarisches Handeln durch daraus entstehende, weitere Machtkämpfe erschwert wird, wodurch wenigen Manipulatoren und Gewinnlern solcher, zuerst medial, später dann handgreiflicher geführter Kriege, weiter in die Hände gespielt wird.

Man sollte sich allerdings schon im Vornherein sehr, sehr kritisch fragen, ob dann in solchen Situationen überhaupt Gewinner vorher zu sagen werden können.
Bei der Vorhersage von Verlierern wäre dies allerdings einfach. Die Mehrheit!
Und.... Leider dann vmtl. wohl auch in der Schwyz, freefloating :)

so far ;)
 
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Ausweisung. Schaut euch an, was in Syrien abgeht und fragt euch, ob ihr a) zum radikalen Islam konvertieren wollt, oder b) euch töten lassen wollt, oder aber c) flüchten und leben wollt.
Oder vielleicht d) für euer Land kämpfen wollt, so das a) nicht passieren kann? b) kann man natürlich nicht ausschließen, weder beim kämpfen noch beim flüchten.
Machen wir uns doch nichts vor, der Großteil der hier ankommenden Flüchtlinge sind junge Männer. Männer die durchaus in der Lage wären, für ihr Land zu kämpfen.
 
Oder vielleicht d) für euer Land kämpfen wollt, so das a) nicht passieren kann? b) kann man natürlich nicht ausschließen, weder beim kämpfen noch beim flüchten.
Machen wir uns doch nichts vor, der Großteil der hier ankommenden Flüchtlinge sind junge Männer. Männer die durchaus in der Lage wären, für ihr Land zu kämpfen.
Uiuiui, da wirft aber einer mit großen Worten um sich.
Allein in Syrien kämpfen mittlerweile 40 verschiedene Gruppen unterschiedlichster Herkünfte mit verschiedensten "Spendern" im Hintergrund. Und da soll sich jetzt Ottonormalbürger dazwischenwerfen? Zwischen Amerika-unterstützten FSA-Truppen (deren Enthauptungsvideos ich heute noch auf liveleak finde, aber sind ja jetzt "die guten"), den FSA-Jungs mit SA im Rücken oder doch lieber den syrischen Truppen mit russischer Luftunterstützung? Ja das klingt nach einer super Idee, da haben die bestimmt richtig Bock drauf.

Die Flüchtlingskrise lässt sich nur an den Ursprungspunkten, den Fluchtursachen, bekämpfen. Und wenn man mal aufhören würde, alle drei Jahre eine andere bekloppte Gruppe bis unnter die Fingernägel mit Waffen vollzupumpen, dann kommt man einer reellen Lösung näher als mit Strafbombardements, Stachedraht und Konzentrationslagern, ich meine "Transitlagern".
Weiterhin könnte man anstatt sinnfreier Marketingaktionen mal wirklich helfende Projekte für die Flüchtlinge aufbauen. Das enthält ein schnelles Entscheidungsverfahren, ordentliche Unterkünfte und eben auch das rasche Abschieben von Leuten, welche nicht asylberechtigt sind. Aber ne, lieber streichelt Mutti einem Mädchen durchs Haar und Claudia Roth steigt in ein Schlautboot auf dem Mittelmeer - übrigens der erste Fall, bei dem ich den Einsatz scharfer Waffen durch Frontex mehr als begrüßt hätte.

€; Und um noch auf den Titel Bezug zu nehmen: Vor zwei Jahren habe ich mich noch darüber aufgeregt, das in Deutschland so viele Leute faul sind und ihren Unmut nicht auf die Straße tragen. In Zeiten von PEGIDA und co wünsche ich mir das schlafende Volk zurück. Kann ja keiner ahnen das mit "erwachen" das auferstehen längst begrabener Zombie-Ideologien gemeint war.
 
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