Es gibt nur einen Schöpfer ( GOTT ) - Fortsetzung Diskussion 

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nun, dass ändert aber nichts an der Tatsache, dass Gott diesen Stressfaktor geschaffen hat. Außerdem steht der freie Willen auch wieder im Widerspruch zum Allwissende Gottes: wenn Gott vorher weiß, wie ich handle, habe ich keinen freien Willen, wenn er es nicht weiß, habe ich zwar einen freien Willen, aber Gott ist nicht allwissend.
 
Hallo Langschläfer

Das ist doch mal eine super Argumentation.

Da gibt es nichts dran zu rütteln, ein allwissender und allmächtiger Gott, der so agiert, wie es dieser Gott tun soll, ist ein Widerspruch in sich.
 
Hallo
angeblich wurde der Mensch ursprünglich ohne den freien Willen erschaffen. Gottes Marionette eben. Trotzdem hatten Adam und Eva gegen den Willen Gottes gehandelt und von der Frucht gegessen. Dies widerspricht der These das sie keinen freien Willen hatten..Du kommst mit? Da sie aber von dem Baum mit der Frucht(Frucht=Ergebnis), der Erkenntnis über Gut und Böse aßen, hat der Mensch die eigene Entscheidungsfreiheit erhalten für sich zu entscheiden was für ihn Gut ist. Somit hat er den Schutz Gottes verlassen. Diese Möglichkeit schuf Gott. Er hätte diese Frucht ja auch unerreichbar gestalten können.
Wenn er freien Willen zulässt bedeut es auch die Aufgabe der Kontrolle durch Gott, also nichts mehr mit Marionette. Deswegen handelt der Mensch völlig eigenverantwortlich. Ob dies besser ist als den Schutz Gottes zu haben zeigt sich in der Praxis. Hat der Mensch die Möglichkeit diese Verantwortung zu tragen, oder führt dies zum Chaos? Wenn Gott weiß das alles damit zusammenhängende zum Chaos führen wird, kann er prophezeien das das Ende kommen wird und die Alleinherrschaft des Menschen beendet werden muß.
Er hätte stur bleiben können und sagen können: Da ich weiß das der Mensch dieser Verantwortung, in der Regel nicht gewachsen sein wird sondern nur vereinzelt, werde ich ihm nicht die Möglichkeit geben sich selbst davon zu überzeugen.
Er hat aber gesagt für die Zukunft, die ich garantieren werde das es sie geben wird, ist es besser den Menschen diese Erfahrung machen zu lassen. Dann wird Glauben durch Wissen ersetzt sein. Eventuell hat man dann als Mensch den Führerschein für die Erkenntnis über Gut und Böse.

Selbst ihr Gottesverneiner fordert eigentlich die Kontrolle durch Gott, wie sie ursprünglich vorgeschlagen war - durch Gott. Um Schlimmes zu vermeiden...

Liebe Grüße
Carmen
Lieber langschläfer, jetzt machst Du aber Deinem Nicknamen alle Ehre. Du hast nicht verstanden oder genau gelesen was ich hier geschrieben habe. Der erste Teil widerlegt die Behauptung, der Mensch hätte nicht von Anfang an den freien Willen gehabt. Auch alles weitere ist erklärt was Du jetzt wieder nachfrägst.
 
Zuletzt bearbeitet:
och nö, wäre Gott allwissend, hätte er doch vorher gewusst, wie es kommt. Also hätte er Adam doch von Anfang an den freien Willen gegeben, warum also die ganze Geschichte mit der Frucht? Im Übrigen ändert sich dadurch nichts an dem, was ich oben festgestellt habe.

Apropos Sündenfall:
Adam und Eva haben Mist gebaut und wurden dafür aus dem Paradies gejagt, so weit, so gut. Warum aber straft er dann alle Nachkommen tausende Jahre lang und lässt diese nicht im Paradies leben?

Ist Gott etwa nicht gerecht?

Stell dir vor, dein Großvater hätte etwas angestellt, wofür man ihn lebenslänglich einsperrt. Wenn man nun die Gerechtigkeit Gottes zu Grunde legen würde, müssten alle seine Nachkommen, für den Rest ihres Lebens, ebenfalls eingesperrt werden.
 
Er hätte stur bleiben können und sagen können: Da ich weiß das der Mensch dieser Verantwortung, in der Regel nicht gewachsen sein wird sondern nur vereinzelt, werde ich ihm nicht die Möglichkeit geben sich selbst davon zu überzeugen.

Aber genau das tut er doch!

Er lässt uns doch gar nicht unseren freien Willen ausleben. Er hat doch schon vorher entschieden, dass er alle Menschen vernichten wird, die ihn nicht anbeten.


Er hat doch dem Menschen aus Rache die Gesundheit, das lange Leben usw. genommen.

Was soll das mit dem Baum der Erkenntnis, wenn er doch sowieso das Ergebnis schon kennt?

Wie Langschläfer schon sagte: Gott muss doch vorher schon gewusst haben, dass der Mensch die Frucht nimmt? Also ist die Aktion doch völlig unsinnig.

Und das Gott sich an den Kindern rächt, steht doch im völligen Widerspruch, was er von uns verlangt.
 
wenn Gott alles weiß, dann ist mein Schicksal vorherbestimmt, und dann steht auch von Anfang an fest, ob ich gläubig bin, oder nicht. Somit wäre aber auch jegliches Bemühen um moralisches Handeln sinnlos und von vorneherein zum scheitern verurteilt, Das heißt, die Hölle wird mir bereits in die Wiege gelegt. Ob ich nun Gutes tue oder andere Menschen aufschlitze, ich handle so, weil Gott es so will. Demnach ist das Sakrament der Beichte und die auferlegte Buße zur Vergebung meiner Sünden pure Verarschung.
 
Hallo
Nicht der Mensch ist allwissend. Der Lohn der Sünde ist der Tod.
Wenn dem nicht so wäre, wäre Hitler und andere Artgenossen noch am Leben. Wenn dem so wäre kann ich mir nicht vorstellen, wie es heute auf der Erde wäre. Alle Machtinhaber die gleichzeitig Tyrannen wären, würden noch Leben...mit freiem Willen und der Macht über den Rest der Menschheit...
Denn:
Wenn er freien Willen zulässt bedeut es auch die Aufgabe der Kontrolle durch Gott, also nichts mehr mit Marionette. Deswegen handelt der Mensch völlig eigenverantwortlich. Ob dies besser ist als den Schutz Gottes zu haben zeigt sich in der Praxis. Hat der Mensch die Möglichkeit diese Verantwortung zu tragen, oder führt dies zum Chaos? Wenn Gott weiß das alles damit zusammenhängende zum Chaos führen wird, kann er prophezeien das das Ende kommen wird und die Alleinherrschaft des Menschen beendet werden muß.
Er hätte stur bleiben können und sagen können: Da ich weiß das der Mensch dieser Verantwortung, in der Regel nicht gewachsen sein wird sondern nur vereinzelt, werde ich ihm nicht die Möglichkeit geben sich selbst davon zu überzeugen.
Er hat aber gesagt für die Zukunft, die ich (Gott)garantieren werde das es sie geben wird, ist es besser den Menschen diese Erfahrung machen zu lassen. Dann wird Glauben durch Wissen ersetzt sein. Eventuell hat man dann als Mensch den Führerschein für die Erkenntnis über Gut und Böse.

Selbst ihr Gottesverneiner fordert eigentlich die Kontrolle durch Gott, wie sie ursprünglich vorgeschlagen war - durch Gott. Um Schlimmes zu vermeiden...

Die Beichte ist eine Erfindung der römisch katholischen Kirche. Wenn Gott ein Schicksal vorbestimmen würde, hätte man keinen freien Willen. Deswegen gibt es das Schicksal auch nicht so wie es langschläfer behauptet.
Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
... Selbst ihr Gottesverneiner fordert eigentlich die Kontrolle durch Gott, wie sie ursprünglich vorgeschlagen war - durch Gott. ...
Hier muss ich passen: Ich verstehe es nicht (przepraszam, jestem polak)! Diese Art der Dialektik ist mir (noch) nicht vertraut. Könntest Du dies bitte genauer erklären? Für einen – leider nur mäßig gebildeten – Osteuropäer (zwei Klassen Sonderschule)?
 
*Der Lohn der Sünde ist der Tod.
Wenn dem nicht so wäre, wäre Hitler und andere Artgenossen noch am Leben*

Das ist also der Grund, warum Josef Stalin 75 Jahre alt wurde (andere Diktatoren haben noch weitaus höhere Lebensalter erreicht), mein Nachbar aber, ein rechtschaffener, liebevoller, Familienvater und Ehemann, mit 42Jahren, fürchterlich leidend über einen Zeitraum von zwei Jahren an Krebs krepiert ist.

Noch mal (ich schreibe auch extra langsam): wenn Gott allwissend ist, dann ist mein Schicksal vorbestimmt (denn er kennt es ja) und somit habe ich auch keinen freien Willen!!!!!! Wenn ich aber einen freien Willen habe, dann ist Gott nicht allwissend!!!! Sooo schwer ist das nun wirklich nicht. Oder?
 
Lieber langschläfer,
wenn Du allwissend wärst hättest Du jede information die Du benötigst um weit in die Zukunft vorher zu sehen was zwingend passieren muß. Warum? Wegen der Ursache und der Wirkung.
Ein Beispiel. Wenn Gott von dir weiß das Du was gegen Frauen hast und weiß das ein Typ den Du als attraktiven Mann bezeichnen würdest, der sich zufälligerweise sich in dich verliebt hat, morgen in eine dafür passenden Situation, die auf Grund der realen Sachlage geschehen muß(Wegen der Ursache und der Wirkung), auf Dich treffen wird, kann er wegen 1+2=3 schon weit vor Dir wissen das ihr zusammen eine heiße Nacht verbringen werdet.

Das hat nichts mit Schicksal zu tun sondern mit den Neigungen die Du eventuell hast und den anderen Umständen die geschehen müßen weil die Ursache hierzu schon passiert ist. Verstanden?

Liebe Grüße
Carmen
 
Wenn ich einen freien Willen habe, dann kann ich mir (gedanklich) einen Gott erschaffen, so wie er mir in den Kram passt oder es auch ganz bleiben lassen. Leider bin ich als Produkt meiner Umwelt, welches auch ethnisch und kulturell durch diese geprägt ist, selten so frei, dies nach eigenem Gusto zu tun.

So ist mitunter mehr christliches Brimborium in den eigenen Vorstellungen verborgen, als man auf den ersten Blick glauben mag, sofern man in einem christlichen Umfeld aufgewachsen ist.

Natürlich kann man auch dies negieren, wenngleich es mitunter schwer zu handhaben ist.

In meinem persönlichen kulturellen Empfinden ist schwerlich auf Gott zu verzichten, dort ist eine Prägung durch ihn signifikant. Ich liebe z.B. Orgelmusik und Bach-Kantaten.

Dies zwingt mich natürlich nicht, an die Existenz eines Gottes selbst zu glauben, wenngleich es mich zwingt, daran zu glauben, daß es seit jeher Menschen gab, für die es selbsterständlich war, daß es es einen Gott (im christlichen Sinne) gibt.

Für diese Prägung ist es natürlich unerheblich, ob es Gott wirklich gibt.

Gruß Konradin
 
*kann er wegen 1+2=3 schon weit vor Dir wissen das ihr zusammen eine heiße Nacht verbringen werdet.

habe ich einen freien Willen, könnte ich spontan entscheiden, mit dem Typen (wäre ich den Schwul) nicht ins Bett zu gehen und dein Gott würde ziemlich blöd aus der Wäsche gucken. Da dein Gott aber "weit vor mir weiß", dass ich mit dem Typen ins Bett gehe, kann ich die Situation nicht beeinflussen. Ergo: kein freier Wille.
 
Hallo langschläfer
danke das Du mir das Beispiel nicht krumm nimmst! Respekt! Nun, ja wenn es jemand anders wäre als Du in meinem Beispiel, so wüßte Gott wohl welche Empfindungen und Gedanken vorhanden sind und wie darauf entsprechend reagiert wird. Ich glaube aber das Gott nicht tatsächlich alles wissen kann.
Als Beispiel wenn es den Zufall gibt, der keinem zwingenden Einfluß unterstellt ist, kann er nicht wissen was zufällig sein wird, denke ich- hatte ja noch nie mit Gott soviel zu tun das ich es beurteilen könnte.
freier Wille = von Gott unbeeinflusster Wille

Hier muss ich passen: Ich verstehe es nicht (przepraszam, jestem polak)! Diese Art der Dialektik ist mir (noch) nicht vertraut. Könntest Du dies bitte genauer erklären? Für einen – leider nur mäßig gebildeten – Osteuropäer (zwei Klassen Sonderschule)?
Du bist nicht ungebildet. Das hat auch nichts mit Polen zu tun (zastopis?rasumjes?). Ihr beklagt doch immer und führt als Beweis der Unfehlbarkeit und Grausamkeit an: Warum tut Gott nichts gegen..warum lässt er dieses zu..usw
Gott hat den Menschen mit freiem Willen aber mit der Einschränkung über die noch nicht vergebenen Erkenntnis über Gut und Böse gebaut. Der Baum symbolisierte die Möglichkeit das der Mensch sich aus dem Schutz Gottes befreit um selber bestimmen zu können was für sich (Mensch) selber Gut oder Böse ist.

Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
Rozumiem.

Allerdings bin ich überzeugt, dass Du hier etwas missverstehst oder missdeutest (ich darf wohl davon ausgehen, dass Du mit „ihr“ die Ungläubigen meinst):
... Ihr beklagt doch immer und führt als Beweis der Unfehlbarkeit und Grausamkeit an: Warum tut Gott nichts gegen..warum lässt er dieses zu..usw ...
Du willst eine Frage, die an euch Gläubige gerichtet ist – eigentlich mit dem Ziel einer Rechtfertigung von euch – als Klage verstehen.
Eine Fehlleistung, die wohl nur auf Grund einer frühkindlichen Fehlorientierung zu verstehen ist.
 
Carmen schrieb:
Ich glaube aber das Gott nicht tatsächlich alles wissen kann.

wow, hat aber ganz schön gedauert bis hier hin. :-))


Carmen schrieb:
Ihr beklagt doch immer und führt als Beweis der Unfehlbarkeit und Grausamkeit an: Warum tut Gott nichts gegen..warum lässt er dieses zu..usw

Gutes Stichwort.
Warum hat Gott nicht die 6 Millionen Juden (das auserwählte Volk) vor dem Holocaust gerettet? Gebetet haben sie bestimmt jeden Tag zu ihrem Gott, überhört haben kann er sie also nicht.
Nun stellt sich die Frage:
Konnte Gott sie nicht retten? Dann ist er nicht allmächtig.
oder
Wollte Gott sie nicht retten? Dann ist Gott nicht gütig.
 
Hallo,

ich möchte mich von den ganzen Gesprächstaktiken ,
die zumeist nur philosophisch sind und auf hetzende und verletzende wie auch unfaire Dialektik beruhen , die zumeist auch zu keinem Ergebniss führen , distanzieren.

und jedem ans Herz legen die Beweisführungen der bekannten Religionen wissenschaftlich zu untersuchen.
Hier kann man so manches erkennen.
Ich hab erkannt dass eine Weltreligion super verstandesgemässe -rationale -Wissenschaftliche Beweise aufführt die auch nachvollziebar sind für jeden. Auch sind die Erklärungsansätze nicht so verworren.

Ich finde meine wenigen Beiträge reichen um einen Verständigen Menschen auf eine Sache aufmerksam zu machen das war auch meine Absicht.
 
wow, hat aber ganz schön gedauert bis hier hin. :-))
Gutes Stichwort.
Warum hat Gott nicht die 6 Millionen Juden (das auserwählte Volk) vor dem Holocaust gerettet?

Hallo
Hat gar nicht gedauert, war schon da.
Zu den Juden ist zu sagen das man schon in der Bibel lesen muß, wenn man nachvollziehen will wieso etwas so gekommen ist...
Die Juden sind als Beweis der erfüllten Prophetie an zu sehen, wie es ein Mensch nicht hätte leisten können. Dazu passen auch die vorhin erwähnten Erklärungen und Zusammenhänge:

Gott hat an vielen Stellen der Bibel vorausgesagt, dass die Juden verfolgt und unter die Nationen zerstreut werden, wenn sie böse Wege einschlagen und nicht der Stimme des Herrn gehorchen:

Und der HERR wird euch unter die Völker zerstreuen, und ihr werdet übrigbleiben, ein geringes Häuflein unter den Nationen, wohin der HERR euch führen wird (5. Mose 4,27).
Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Völkern, wohin der HERR dich wegtreiben wird (5. Mose 28,37).
Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde … Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fußsohle wird keinen Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele … (5. Mose 28,64-67, siehe auch 3. Mose 26,31-33; 5. Mose 29,18; Jeremia 9,15; Hesekiel 22,15; Sacharja 7,14).

Das Volk der Juden ist mehrfach zerstreut worden, die letzte und endgültige Zerstreuung geschah im Jahr 70 n.Chr., als Jerusalem von Titus zerstört wurde und die überlebenden Juden sich buchstäblich unter die Nationen verteilten, wo sie den größten Teil der seither vergangenen zwei Jahrtausende zugebracht haben.
Eine weitere biblische Voraussage über dieses Volk besagt jedoch, dass die Juden trotz ihrer Zerstreuung niemals ihre nationale Identität verlieren werden, sondern als besondere und geschlossene Nationen erhalten bleiben: »Siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet« (4. Mose 23,9). Das scheint widersinnig zu sein, denn wenn ein Volk erobert und geschlagen wird und seine Überreste in Gefangenschaft geraten und weggeführt werden, dann löst es sich normalerweise mit der Zeit durch Mischehen und Aussterben auf und wird von den Völkern, unter denen es lebt, assimiliert. Mit den Juden geschah das jedoch nicht. Obwohl sie von den Nationen förmlich verschluckt wurden, hat sich dieses bemerkenswerte Volk niemals aufgelöst.
Der gegenwärtige Zustand der Juden ist in Hosea 3,4 vorausgesagt: »Denn die Söhne Israel bleiben viele Tage ohne König und ohne Oberste, ohne Schlachtopfer und ohne Gedenkstein und ohne Ephod und Teraphim.« Israel sollte lange Zeit ohne königliche Dynastie sein und keinen Tempel, keinen Hohenpriester und keinen Altar für seine Opfer haben (Das »Ephod« war ein Kleidungsstück des Hohenpriesters), aber auch frei sein vom Götzendienst (»Gedenksteine« und »Teraphim« waren Götzen). Der Zustand der Juden während der letzten 2000 Jahre könnte nicht treffender beschrieben werden.
Die Bibel sagt aber auch voraus, dass die Juden wieder in ihr Land zurückkehren und ihren eigenen Staat haben werden, auch wenn sie noch nicht Gott gehorchen und immer noch Jesus als Messias ablehnen: »Ich (Gott) werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen … Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut« (Hesekiel 36,24-27, siehe auch Kap. 34,13; 37,12; 38,8; 5. Mose 30,3.4; Psalm 107,3; Jesaja 43,6; Jeremia 32,37).
Diese Prophezeiungen sind zwar noch nicht erfüllt, doch spielen sich heute vor unseren Augen höchst interessante Vorbereitungen auf diese Erfüllung ab. Im Jahr 1948 wurde der Staat Israel neu gegründet, was wenige Jahrzehnte zuvor kaum jemand für möglich gehalten hätte. Seitdem hat Israel wieder ein eigenes Territorium mit einer Regierung, einer Flagge, Briefmarken, einer Armee und einem Schulsystem. Aus mehr als 74 verschiedenen Ländern und aus allen Kontinenten kehren Juden nach Israel zurück.
Die wichtigste Exportware Israels sind Zitrusfrüchte, und die israelische Stadt Jaffa ist weltweit für ihre Orangen bekannt. Angesichts der Voraussage in Jesaja 27,6 ist das eine hochinteressante Tatsache: »In den kommenden Tagen wird Jakob (d.h. Israel) Wurzeln schlagen, Israel blühen und knospen; und sie werden mit Früchten füllen die Fläche des Erdkreises.«
Jahrhunderte lang war Palästina eine öde Gegend, doch heute prangen die Berge Israels durch die Programme zur Wiederaufforstung von Millionen frischer Bäume, zumeist Koniferen. Jesaja hat einst prophezeit: »Statt der Dornsträucher werden Zypressen aufschießen, und statt der Brennnesseln werden Myrten aufschießen« (Jesaja 55,13).
Wenn man bedenkt, wie unbedeutend dieser semitische Volksstamm einst war, der von den Ägyptern verächtlich »Sandwanderer« genannt wurde, kann man nur staunen, welch große Bedeutung Israel heute in der Welt hat. Israel hat nicht nur eine bedeutende Stellung in Wissenschaft, Religion und Wirtschaft, sondern ist einer der wichtigsten Faktoren für die ganze Weltpolitik. Diese Bedeutung steht in keinem Verhältnis zur winzigen Größe dieses Staates, was Israel wiederum zu einem einzigartigen Volk unter den Nationen der Welt macht.
Die heutige ständige Bedrohung Israels durch seine arabischen Nachbarländer sowie die antiisraelischen Tendenzen der Weltpolitik deuten offenbar auf die Erfüllung einer weiteren biblischen Prophezeiung hin: Dem Staat Israel ist eine schlimme Zeit eines heftigen Konflikts angekündigt, wobei die Stadt Jerusalem der Zankapfel der Völker ist: »Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker: alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln« (Sacharja 12,2-3).
Da die Geschichte der Juden so detailliert und exakt in der Bibel vorausgesagt ist, kann man nur zugeben, dass die Bibel tatsächlich das Wort des lebendigen Gottes ist. Der englische Generalstaatsanwalt und Lordkanzler Erskine sagte einst: »Auch wenn alle anderen Zeugnisse für die Wahrheit der Bibel auf den Grund des Meeres versenkt würden, wären die weltweite Zerstreuung der Juden, ihre beispiellosen Leiden und ihre wunderbare Bewahrung ausreichend, um die Wahrheit der Bibel zu belegen.«10

Zitat das ich mir der Einfachheit halber entliehen habe.
So langsam ist dies hier ein Religionsunterricht geworden...leider aber wohl unvermeidlich wenn man diese Fragen beantworten will. Gott hat die Juden nicht zum Holocaust geschickt, er hat sich wohl genauso wenig in den freien Willen des Menschen eingemischt als bei anderen Gelegenheiten. Das sowas geschah hat wohl damit zu tun gehabt:

Somit hat er den Schutz Gottes verlassen. Diese Möglichkeit schuf Gott. Er hätte diese Frucht ja auch unerreichbar gestalten können.
Wenn er freien Willen zulässt bedeut es auch die Aufgabe der Kontrolle durch Gott, also nichts mehr mit Marionette. Deswegen handelt der Mensch völlig eigenverantwortlich. Ob dies besser ist als den Schutz Gottes zu haben zeigt sich in der Praxis. Hat der Mensch die Möglichkeit diese Verantwortung zu tragen, oder führt dies zum Chaos? Wenn Gott weiß das alles damit zusammenhängende zum Chaos führen wird, kann er prophezeien das das Ende kommen wird und die Alleinherrschaft des Menschen beendet werden muß.


Liebe Grüße
Carmen
 
Zuletzt bearbeitet:
@sarahcan
Wenn wir eine Umfrage bei 4-6 Jährigen durchführen, ob es den Weihnachtsmann gibt, tippe ich auf ein Ergebnis von min. 97% Ja-Stimmen. Außerdem werden wir garantiert eine ganze Menge Kinder finden, die schon einmal eine "Weihnachtsmannerfahrung" gemacht haben. Also ist der Weihnachtsmann, für diese Altersgruppe, real, denn es gibt ja auch Bücher, in denen es steht, dass es den Weihnachtsmann gibt. Die Religionen halten die Menschen, in Bezug auf Gott, in diesem frühkindlichen Gedankenstadium fest. Und zwar aus vorrangig finanziellen Gründen.


@Carmen
Wenn Gott gewusst hat, was den Juden geschehen wird, widerspricht dass doch wieder dem freien Willen des Menschen.

Nun, dein zitierter Bibeltext ist wohl Auslegungssache.

**Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen**

So weit ich mich erinnere, wurden die Juden, außer in Nazi-Deutschland, nirgendwo auf der Welt derart verfolgt und abgeschlachtet.

Dennoch bleibt die Frage offen, warum hat er den 6 Mio. Juden nicht geholfen? Er verabreicht zB einem Junkie über Nacht eine "Gottesheilung", lässt aber sein auserwähltes Volk verrecken. Also, entweder wollte, oder konnte er nicht helfen.
 
Die Juden sind als Beweis der erfüllten Prophetie an zu sehen, wie es ein Mensch nicht hätte leisten können.
Gott hat an vielen Stellen der Bibel vorausgesagt, dass die Juden verfolgt und unter die Nationen zerstreut werden, wenn sie böse Wege einschlagen und nicht der Stimme des Herrn gehorchen

Das sehe ich völlig anders. Was in der Bibel steht ist in dem Fall keine Prophezeiung, sondern ein Freibrief für die Judenverfolgung.


Und selbst wenn dem nicht so wäre, es wird immer so schön gesagt, für all das Böse auf der Welt ist nicht Gott verantwortlich, sondern die Menschen. Kriege und Nöte werden von uns selbst ausgelöst.
Und plötzlich trifft das in genau diesem Fall nicht zu. Für Völkermord ist in dem Fall Gott verantwortlich, weil es so schön zu den Aussagen in der Bibel passt.


Langschläfer schrieb:
So weit ich mich erinnere, wurden die Juden, außer in Nazi-Deutschland, nirgendwo auf der Welt derart verfolgt und abgeschlachtet.
Judenverfolgung gibt es seit dem Altertum. Also quasi seit der Entstehung des Christentums. Juden waren die "Christusmörder" und wurden besonders während der Kreuzzüge gemeuchelt.
In fast allen europäischen Ländern gab es seither Fälle von Völkermord. Der Holocaust war dabei der schreckliche Höhepunkt.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich hab erkannt, dass eine Weltreligion super verstandesgemässe -rationale - wissenschaftliche Beweise aufführt die auch nachvollziebar sind für jeden. Auch sind die Erklärungsansätze nicht so verworren.
Und welche Weltreligion wäre das?

---
Das Bsp mit dem Stein wird übrigens überall auf und ab diskutiert, ich hoffe einige erwarten hier im FSB nicht die Lösung dieses Allmachtsparadoxons. Das Argument, dass wir Allmacht verstandesmäßig nicht ganz begreifen können ist durchaus berechtigt und nicht weniger wert, nur weil diese Antwort schon vorweggenommen wurde.
 
@wetterwachs

es wäre Unsinnig zu behaupten, dass Juden die einzigen waren, die verfolgt und getötet wurden. Gerade im Zuge der Christianisierung wurden weitaus mehr "Heiden", als Juden verfolgt und getötet. Sicher wurden während der Kreuzzüge auch Juden getötet, das Hauptaugenmerk der Kreuzritter lag aber eindeutig bei den Osmanen.
 
den Threadnamen find ich irgendwie unpassend, da es meiner Meinung keinen Schöpfer gab, sondern nurn paar kleine Urgesteinsteile (oder was weiß ich)
jetzt sind wir beim Urknall (kleines Atom explodiert und breitet sich innerhalb von einer billionstel sek. auf astro. Größe aus) so ist das Universum entstanden naja so könnte es entstanden sein...
weil die wirkliche Antwort weiß keiner oder?
und das der (christliche) Gott der Schöpfer ist bezweifle ich, da das Christentum auch nur eine Splittergruppe aus dem Judentum ist...
Ich denke, das es keinen wie manche hier meinen, menschlichen Schöpfer gegeben hat, sondern unsere Erde und das Universum auf andere Weise zu erklären sind
 
analdeckel schrieb:
jetzt sind wir beim Urknall (kleines Atom explodiert und breitet sich innerhalb von einer billionstel sek. auf astro. Größe aus) so ist das Universum entstanden naja so könnte es entstanden sein...
weil die wirkliche Antwort weiß keiner oder?
Selbst wenn es so entstanden wäre, bliebe die Frage, woher diese Singularität (kein Atom) oder die Quantenfluktuation her kommt.

Wer die Frage stellt "Na wer hat denn Gott erschaffen?", hat die Idee "Gott" nicht verstanden. Gott ist hier kein Wesen mit potenzierten menschlichen Eigenschaften und "Superkräften" wie im AT beschrieben, sondern die Ursache von Raum und Zeit nicht darunter zu ordnen. Damit hat sich die Frage, wer Gott erschuf schon erledigt, weil diese Frage an unser Verständnis von Zeit geknüpft ist und nicht einmal versucht, über den menschlichen Tellerrand hinaus zu denken.

Noch ein paar Gedanken zum Allmachtsparadoxon: "Einen Stein heben" ist ein zeitlicher Prozess und der Hebende wird dabei automatisch den physikalischen Gesetzen unterworfen. Das heißt, wenn Gott besagten Stein heben würde, wäre Gott nicht mehr Gott, denn Raum und Zeit würden dann darüber stehen (und selbst Gott sein, wenn man so möchte).
Gleichzeitig hieße das für mich, dass es Allmacht, wie wir sie verstehen, wahrscheinlich nicht gibt.
 
Hallo
irgendwie vermisse ich den Anspruch logisch zu sein... wenn ich hier so manches lese. Ich ging davon aus das diskutiert wird um einen Erkenntnisgewinn zu erzielen. Ich habe aber den Eindruck das es nur darum geht "seine" Position mit allen Mitteln zu verteidigen. Das ist für mich keine Grundlage.
Außerdem stelle ich fest das über Religon geurteilt wird ohne auch nur den geringsten Bezug zur Grundlage (stellvertretend die Bibel) hierfür zu haben um sich daraus das Recht zu nehmen Beweise gegen die Existenz Gottes zu formulieren. Komischerweise wissen dann die jenigen das dies aus der Bibel herauszulesen sei.
Ich bin sicherlich die Letzte die geeignet wäre über die Auslegung oder den Inhalt der Bibel zu schreiben, weil ich meine ganz eigene "Erkenntnis" bzw. Sicht habe und deswegen auch nicht im Religionsverein organisiert bin.

Es wäre also durchaus ratsam sich beim Religionsvertreter seines Vertrauens oder Guru seines Vertrauens oder Bibelausleger, Bibelforscher, Pfarrer seines Vertrauens oder am besten beim Zeugen Jehovas (kein Scherz) seines Vertrauens zu informieren. Damit hätte man dann auch eine Basis um mitreden zu können und schafft sich unabhängig vom Ergebnis eine erweiterte Sichtweise auf vorliegenden Fakten und nicht auf Hirngespinnste.

So sind die Argumente mancher Gottesgegner hier nur beschämend für die Menschheit.

Liebe Grüße
Carmen
 
... So sind die Argumente mancher Gottesgegner hier nur beschämend für die Menschheit. ...
Weshalb ja auch die Gottesbefürworter aller Sekten und Fraktionen seit jeher darum bemüht waren, diese Beschämung der „Menschheit“ (Denkende, Ungläubige) auszumerzen*.

* Von dem großen deutschen Katholiken Adolf Hitler bei Gelegenheit gebrauchter Ausdruck.
 
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