Henry277 schrieb:
Und solange "Deutsche" Angst haben, von Migranten angegriffen und tot getreten zu werden, die sich dann, dank doppelter Staatsbürgerschaft, in ihre "Heimatländer" (in denen sie nie gelebt haben) absetzten, […]
Solche persönlichen Erfahrungen – um solche handelt es sich wohl – mögen durchaus traumatisierend wirken; sollten aber nicht verallgemeinert werden.
Andere,
persönliche, Erfahrungen: Es muss aber – auch – wahrgenommen werden, dass Polizei/Justiz äußerst lasch agieren, wenn es um Straftaten nicht von, sondern
gegen Ausländer geht; sei es, wenn Ausländer ermordet werden, sei es, dass sich die Polizei weigert, die Diebstahlsanzeige eines Ausländers – ein ausländischer Akademiker (Mathematiker) wurde von einem deutschen Akademiker (Zahnarzt) bestohlen – aufzunehmen (dazu war erst eine gerichtliche Verfügung notwendig).
Unbestritten ist es, dass es vermehrt Reibungspunkte zwischen Aus- und Inländern gibt. Darüber sollte von Interessierten ein eigener Diskussionspunkt eröffnet werden (meiner Meinung nach liegen die Wurzeln dazu schon mehr als vierzig Jahre zurück).
Warum diese Reibung allerdings in den okkupierten Ostgebieten der BRD besonders groß ist, bei einem Ausländeranteil, der besonders klein ist (2,5%), ist wohl nur durch die hoffnungslos prekäre Lage am Arbeitsmarkt und durch den zielstrebigen Einsatz der braunen Truppen zu erklären.
Ausländische Bevölkerung nach Ländern | bpb
Kriminalität in der BRD (die insgesamt 830 Seiten sind schnell überflogen):
BMI - Kriminalität -2. Periodischer Sicherheitsbericht (Langfassung)
Nebenbei: Auch die Auswertung von amtlichen Statistiken richtet sich nach den politischen Zielen des Regimes (aktuell: Armutsbericht).
Henry277 schrieb:
[…]In vielen anderen Ländern ist Nationalismus weit verbreitet und wird ganz öffentlich ausgelebt.
Stimmt, leider! Allerdings hat der braune Abschaum dieser Länder wohl nicht im Entferntesten die Vergangenheit der deutschen Nationalen (ich besuche aufgrund meiner Tätigkeit regelmäßig andere Länder, die Tätigkeit deutscher Nationalisten im vergangenen Jahrhundert ist in diesen Ländern – zumindest in Europa – immer noch unübersehbar).
Der deutsche Nationalismus wurde bereits einmal „ganz öffentlich ausgelebt“. Ich setze voraus, dass die Folgen zumindest ansatzweise bekannt sind.
Morgen fliege ich wieder für ein paar Tage in meine Heimat. Über Stätten deutschen Wirkens stolperst Du in Polen nahezu überall. Und egal, ob Polen, Norwegen, Holland, Frankreich, Italien etc.: Mach Dir keine Illusionen, nichts ist vergessen!
Henry277 schrieb:
[...]Aber StaryWojownik, was schlägst du denn vor? Was machen wir mit kriminellen Ausländern? Müssen wir jetzt ganze Stadtgebiete einigen Familienclans überlassen, nur um nicht als Nazi Deutsche hingestellt zu werden?[…]
Ich schlage vor, Gesetze, wie sie für alle Bewohner der BRD gelten (sollten), auch anzuwenden.
Und auf die Gefahr hin, von der falschen Seite Beifall zu bekommen: Wer die „Rules and Regulations“ eines Vereins nicht zu akzeptieren gewillt ist, kommt nicht hinein bzw. sehr schnell wieder hinaus. Ähnliches sollte auch für den „Verein“ BRD gelten (evtl. nach Abbüßung einer verhängten Strafe). Wie zuvor schon angeschnitten, wurde der (falsche) Weg, alles zu tolerieren (Beispiel: „Ehrenmord“) schon vor mehr als vierzig Jahre beschritten.
Henry277 schrieb:
[...]Darf über Straftaten die von Ausländern begangen wurden, nicht mehr berichtet werden, damit die "BRD Untertanen" keine Angst bekommen und Ruhe bewahren? [...]
Woher hast Du diese Information?
Einerseits tut die Polizei alles Mögliche, faschistisch/rassistische Gewalt als „normale“ Straftat hinzubiegen, andererseits ist wohl – immer noch – (oder schon wieder?) „Ruhe“ erste Bürgerpflicht.
Hierzu auch:
OPFERPERSPEKTIVE
Henry277 schrieb:
[...]Liegt es wirklich nur an der Armut und der Perspektivlosigkeit, die man dann immer ganz schnell als Erklärung aus dem Ärmel zaubert, wenn es um kriminelle jugendliche Ausländer geht?
Bestimmt
nicht nur. Allerdings trägt Armut und Perspektivlosigkeit stark dazu bei: Wer nichts hat, hat nichts zu verlieren …
Nebenbei: Die Armut breiter Bevölkerungsschichten der BRD ist politisch gewollt. Nichts lenkt wirkungsvoller von einer gerechten Verteilung des (einer immer kleineren Schicht zu Verfügung stehenden) Reichtums ab, als die – auch geistige – Verelendung des Proletariats und das Aufeinanderhetzen deutschstämmiger gegen nichtdeutschstämmige Proleten.