@ Basss
vielen Dank für deinen äußerst konstruktiven Beitrag
@ muesli
schöner Beitrag, schließe mich dem mal im großen und ganzen an
@ (erweiterte) Topic / gesellschaftliche Entwicklung
zuerst mal die Theorie, von der man ausgehen kann, um das richtige Gesellschaftsmodell zu finden.
als theoretische Grundlage zur "richtigen" Entwicklung eines Modells könnte man die Optionen nehmen, die von dem Großteil der Menschen als richtig angesehen werden, wenngleich es da auch schon wieder einige fragwürdige Punkte gibt, wie zum Beispiel Rassismus oder auch Massensteuerung (Religionen, Propaganda, Falschinformationen, Verdummung).
Rauskommen würden dann vermutlich die Deckung der menschlichen Grundbedürfnisse sowie die Grundrechte, zumindest für die eigene Gruppe.
Alles andere, wie beispielsweiße Gleichheit, wird von zuvielen Leuten schon wieder abgelehnt, als das man auch danach gehen könnte.
Gehen wir nach moralischen/humanitären/religiösen Werten kämen ebenfalls die Deckung der menschlichen Grundbedürfnisse und die Grundrechte heraus, so wie ein gewisses Grad an Fairness und Hilfsbereitschaft, sprich Gemeinschaftssinn, der allerdings bei den verschiedenen Ansichten unterschiedlich stark ausgeprägt ist.
Eine Gleichheit ist zu einem gewissem Teil gegeben.
Weiterhin könnte man versuchen auf wissenschaftlichen Grundlagen ein Gesellschafts bzw Lebensmodell zu finden, wobei dies nur beschränkt möglich ist.
Dabei sind dann wohl hauptsächlich die biologischen und neurobiologischen Erkenntnisse sowie die physikalischen und chemischen Grundlagen, auf denen unsere Welt beruht, zu beachten.
Heraus kämen eine auf biologischen Grundlagen beruhende Entwicklung des Körpers und der Emotionen, die eine Arterhaltung sichern, dies schließt auch eine zu starke Entwicklung, in deren Folge die Welt zerstört wird, aus.
Zuletzt fällt mir noch die Logik ein, wobei diese auf das äußerste durch die Wervorstellungen, geistige Entwicklung und anderes, im gesamten Subjektivität, begrenzt wird.
Ableiten könnte man die Deckung der Grundbedürfnisse, die Grundrechte, Gleichheit, freie Entwicklung, freie Entfaltung, möglichst effektives Zusammenleben, sowie die größtmögliche Eindämmung schlechter Einwirkungen.
Zusammenfassend, unter der Annahme, das die oben genannten Punkte richtig sind, was leider keinesfalls sicher oder auch nur wahrscheinlich ist, kann man sich also auf ein dementsprechendes Grundmodell für die Gesellschaft einigen.
Um dieses zu errichten, müssen bei der Umsetzung die oben genannten Punkte alle gewährleistet werden.
Soweit mal zur Theorie, praktisch gesehen, stößt man damit allerdings auf einige Probleme, insbesondere bei der Umsetzung, wie ja bereits festgestellt wurde.
Eine Etablierung käme also nicht in Frage.
Dennoch, und da liegt das alte Problem, ist das momentane System nicht mit dem obrigen vergleichbar, da einige Dinge, wie die Grundrechte nur teilweise oder gar nicht beachtet werden.
Und da stellt sich die Frage, wie weit darf man gehen, um den momentanen Zustand zu verändern und den Optimalzustand zu erreichen.
Rein mathematisch gesehen, darf man gleich viel oder weniger Leid ausführen, wenn dadurch das andere verhindert wird
(vgl Notwehr).
Allerdings stellt sich da zum einen das Problem der Berechnung
(welche Negativität ist wieviel "wert"), zum anderen das der zukünftigen Vermeidung
(darf negatives vollbracht werden, wenn damit negatives in der Zukunft verhindert wird).
Zuletzt noch ein Aspekt, den man aufgrund unserer Menschlichkeit leider auch nicht vergessen darf, inwieweit ist negatives für uns nötig, um positives zu erleben, wäre es auch möglich positives zu erleben, wenn es nichts negatives gäbe, bzw könnte man das negative simulieren?
Konkret stellt sich also die Frage, welche Schritte dürfen alles unternommen werden, um die aktuelle Situation der Menschheit zu "verbessern". Darf Aufklärung betrieben werden? Darf positives verhindert werden? Darf negatives vollführt werden? Wenn ja wie weit?
Wie schnell man bei solchen Überlegungen an seine Grenzen stoßen kann, merke ich bereits selber bei einer Vereinsführung.
Wie weit darf ich mir Macht aneignen beziehungsweiße die Mitglieder beeinflussen um die
(meiner Meinung nach) beste Entscheidung für den Verein herbeizuführen?
Inwieweit darf ich mich über die Meinung der Mitglieder hinwegsetzen in dem Glauben, das diese nicht auf reiner Vernunft beruht und dem Verein schadet?
Meiner Meinung nach ist es nicht möglich, sich gleichzeitig an die oben genannten Prinzipien zu halten und einen Verein,... bestmöglichst zu führen, im Endefekt das gleiche Problem wie bei einer Partei oder auch vielen anderen gutmütigen Organisationen.
Zuletzt stellt sich mir noch die Frage, angenommen, das oben genannte Gesellschaftsmodell währe Realität und alle Prinzipen wurden umgesetzt, wie weit darf ich gehen, um es vor Veränderungen
(die nicht durch die Vernunft der Menschen herbeigeführt werden) zu schützen?
Läuft das ganze nicht wieder auf eine Einschränkung der Prinzipien hinaus um diese zu erhalten?
mfg
neo