Ich sehe kaum Erkenntnisgewinn bei Dir, Meik

Leider.
Nicht nur das griechische Volk,
sondern ALLE europäischen Steuerzahler müssen zukünftig zahlen.
Und besonders hart wird dies Gering- und Kleinverdiener bis hin in den Mittelstand treffen.
Die Finanzmarktgrößen, wozu auch deutsche "Unternehmungen" zählen, haben sich längst schon seit der Finanzkrise, beginnend vor ein bis zwei Jahren und spätestens noch in den letzten Monaten aus griechischen Investments größtenteils verabschiedet!
Lediglich halb-staatliche Landes- und "Bad" Banks sowie Banken mit Staatsbeteiligung (Commerzbank) sind jetzt noch in Griechenland involviert.
Und auch französische (Privat)Banken haben ihre Anteile in den letzten beiden Monaten zumindest halbiert, und arbeiten weiter an dieser Reduzierung
Von daher ist es inzwischen bezüglich vorhersehbarer Verluste auch für deutsche Steuerzahler völlig schnuppe,
ob man den Geldhahn jetzt ganz zudreht, und damit Griechen total im Regen stehen lässt,
oder konstruktiv quasi am Wiederaufbau Griechenlands mit wirkt.
Erste Kostenschätzungen gehen in beiden genannten Fällen von allein mindestens 35 Milliarden nur für deutsche Steuerzahler aus.
Im Einem sind es halt völlige Abschreibungen von Krediten,
im Anderen sind es quasi Entwicklungsverluste einer momentan existenziell bedrohten Volkswirtschaft, die dann aber wieder auf die Beine kommen kann.
Für uns Steuerzahler bleibt der angerichtete Schaden eh relativ gleich
Das Signal aber, welches bei einem unkontrollierten, aber dann auch so weltweit von D bzw. der EU akzeptiertem Bankrott Griechenlands als EU-Mitgliedsland jetzt sowohl an die europäischen Bürger wie in die Finanzwelt ausgestrahlt wird, ist dabei ungleich schlimmer, was die weitere Zukunft betrifft.
Denn wenn europäische "Großmächte" vorweg, wie Frankreich und D, es sich gleich mehrfach im Vorfeld auch erlauben konnten,
europäische Verträge bzgl. der Schuldenübernahme Griechenlands sowie auch der EZB bewusst zu brechen,
sollte man sich gerade jetzt auch über die Folgen eines kurzfristigen totalen Bankrotts Griechenlands auch im Klaren sein.
Denn die Verluste werden sich dann doch auch Europa weit in allen Euro-Ländern wie auch bei der EZB zeigen.
Konjunktureinbrüche auch in D würden nicht lange auf sich warten lassen
denn die Effekte auf und in Irland, Spanien, Portugal und Italien wären absehbar.
Und das wird letztlich ähnlich katastrophale Auswirkungen wie die Leeman-Pleite zeitigen.
Nur das diese Folgen letztlich den EU-Bürger allein wesentlich härter treffen werden,
solange keinen restriktiven Beschränkungen bzgl. der europäischen wie auch weltweiten Finanzmärkte EU-weit getroffen werden.
Denn die in der letzten Krise zuerst betroffenen Großbanken werden jetzt dabei besser weg kommen als noch vor zwei Jahren.
Zumindest dafür hat sowohl die EU"Politik" Merkels wie auch die Sarkozy's gesorgt,
wenn auch teils von völlig unterschiedlichen Ausgangspunkten geprägt