Was haltet ihr von den Linken Parteien 

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Ich muss mal schnell ein OT einwerfen:

Mich würde, nachdem ich das alles hier sehr interessiert verfolgt habe, gern wissen, wie alt Ihr seid. Damit meine ich PCOpa und TurboFSI
(bei den anderen weiss ich's ungefähr) und wo Ihr aufgewachsen seid.

Warum?

Diese Schwarz/Weiss-Denkerei im Bezug auf das Leben in der ehem. DDR und die damit verbundene, teilweise unterstellte "ewig Gestrige"-Diskussion, treibt mir persönlich die Gänsehaut auf den Rücken.

Bisher hab ich nur Allgemeinphrasen gelesen, die ich seit der "Wende" schon so oft gelesen/gehört hab, dass mir der Babykeks hochkommt.

Um sich eine Meinung bilden zu können, müsstet Ihr dann schon
1. dort gelebt haben bis mindestens zum Berufsalter
oder
2. Familie/sehr gute Freunde haben, die das erlebt haben (auch nicht im Wickelalter)

alles andere ist und bleibt Hörensagen.... immer im Interesse derer, die diese Ansichten unters Volk bringen!

m.M.... lg... nehe
 
TurboFSI:
Das DDR-Regime war vergleichbar mit den Nazis
Also bei aller Liebe, das ist es nicht. Guck mal bei Wikipedia, wie viele Tote es im zweiten Weltkrieg gab; Judenverfolgung, Konzentrationslager. Das alles gab es nicht in der DDR, und das ist ja wohl wirklich kein kleiner Unterschied. Vielleicht verwechselst du das ja mit dem Stalinismus in der Sowjetunion?
 
Zuerst:
Dies ist meine persönliche Meinung, für die ich stehe, und von der ich kein Wort zurücknehmen werde, da es Fakten sind.

Wenn ich mir also das korrupte Gesindel ansehe, das uns in Gemeinden, Land und Bund regiert und das überwiegend noch nie im Leben wirklich gearbeitet hat, dann ist mir eigentlich alles recht, was diesen Dreck abschießt. Deshalb werde ich definitiv die Linken wählen. Trotz Kasper Gysi, Schaumschläger Lafontaine und PDS Hintergrund.

Man sollte auch bedenken, von wem wir eigentlich regiert werden:
einer Bundeskanzlerin, die nicht weiß, was Brutto und Netto ist (davor Schröder, der Oberkorrupte, davor Kohl, der es bis heute nicht nötig hat und auch nicht gezwungen wird, über die Geldwäsche, an der er beteiligt war, auszusagen. Du und ich wären deshalb längst hinter Gittern.), einem Haufen fauler Volksschullehrer, die gerade mal das kleine EinXEins können und damit in Deutschland als Wirtschaftsminister qualifiziert sind.
Und natürlich die cleveren Drecksäcke wie Friedrich Merz und Coll., die sich mit unglaublicher Dreistigkeit die Taschen füllen und sich von der Industrie bestechen lassen, das es nur so kracht.
Seht mal auf die Fußnoten eurer Versicherungen oder Krankenkassen oder Banken oder Sparkassen etc. Wo immer es Pöstchen gibt, da findet Ihr das ganze Lumpenpack, glücklich mit Ihren Sahneportionen, für die sie zwar völlig unqualifiziert sind, für die sie aber Ihre Leistung erbracht haben, indem sie uns verkauft haben.

Und noch eins:
Wem ist eigentlich bekannt bzw wo kann man lesen, das mittlerweile ca. 20% der deutschen Bevölkerung sog. Migrationshintergrund haben und zusätzlich 8 Millionen Ausländer sind. Das sind zusammen ca 24 Mio, also etwa ein Drittel der gesamten Bevölkerung. Ganz überwiegend "hochqualifizierte" Türken und Russen, letztere mit zinsfreien Darlehen für Ihre nagelneuen Häuser, von denen die meisten Deutschen ihr Leben lang nur träumen können. Und mit Rentenansprüchen, owohl sie nie einen Pfennig Beitrag gezahlt haben.
Und in unseren Gefängnissen beträgt der Anteil von sog. Deutschen mit Migrationshintergrund und Ausländern fast 80%.
Warum wird bei den ganzen Verbrechen nicht mehr gesagt, um wen es sich bei den Tätern handelt?

Und noch ein Letztes:
In einer Demokratie, wie ich sie verstehe, bestimmt das Volk. In unserem Land sind Volksabstimmungen nicht möglich. Aus gutem Grund: Fast alle der so wichtigen Entscheidunge wie zB die Einführung des Euro oder die Osterweiterung der EU dienen ausschließlich der problemfreien Einfuhr im Ausland produzierter Güter, Dienstleistungen und Arbeitskräften. Keine Zollschranken, kein Währungsrisiko für Unternehmen, billige Arbeitskräfte. Für Unternehmen, die Ihre Arbeitsplätze ins Ausland verschieben, sind alle uns Bürger schützenden Schranken weggefallen. Und dafür gibt es für unsere kriminellen Unternehmer auch noch Steuerhilfen in Milliardenhöhe . Die wir Steuerzahler natürlich zB über die Mehrwertsteuer etc bezahlen.
Aber als Ausgleich dafür braucht ihr im Urlaub kein Geld mehr zu wechseln. Toll.
(Amerika ist auch eine Demokratie - mit einem Großteil der Bevölkerung in Gefängnissen - und mit Menschenentführung und Folter).

Ich frage mich immer öfter, ob die RAF vielleicht Ihrer Zeit vorraus war?

Ich habe noch unendlich viel mehr Fakten, zB über unsere schönen neuen Ausweise, was man alles damit machen kann (aber natürlich nie macht) und wem das alles nützt. Aber das würde dann wirlich viel zu lang.
Denkt aml drüber nach, wie das hier wohl weitergehen wird.
Gruß
globulus
 
Ich muss mal schnell ein OT einwerfen:

Mich würde, nachdem ich das alles hier sehr interessiert verfolgt habe, gern wissen, wie alt Ihr seid. Damit meine ich PCOpa und TurboFSI
(bei den anderen weiss ich's ungefähr) und wo Ihr aufgewachsen seid.

m.M.... lg... nehe

Aufgewachsen in Ost-Berlin, Lehre in West-Berlin (war damals durchaus normal) 1962 durch die Spree geschwommen (getürmt hieß das bei den „Normalos“, Republikflucht bei den real praktizierenden Sozialisten) und anschließend Studium an den Ingenieurschulen Gauß. Verheiratet, viele Kinder, alle restlos normal und aufgewachsen unter dem Hartz 4-Standard heutiger Meßlatte, aber tolle Kinder, alle Akademiker.

P.S. Ich fühle mich in dieser Republik trotz aller verbesserungswürdigen Missstände wohl und vor allem frei. Ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ständig abgehört, (in der DDR immer), ich kann mich frei bewegen (in der DDR nie ohne Aufpasser) und vor allem: hier gibt keine STASI. Wer einmal Kontakt zu dieser Sorte von Mensch gehabt hat, der kennt den Abgrund. Fazit: Die Partei die „Linke“ hat zu viele von diesen DDR-Gespenstern, deshalb meine strikte Ablehnung, wohl wissend, dass ich einigen Redlichen unrecht tue.
 
Ach ja. Schon wieder ein Held. Wenn man sich die Fernsehberichte so ansieht, könnte man denken, die DDR bestand nur aus Märthyrern, die unter Lebensgefahr flüchten mußten, weil dort alles so schrecklich war. Ich kenne deine persönlichen Beweggründe nicht, die DDR zu verlassen, und ich verstehe auch, daß du durch deine Biographie nicht in der Stimmung zu Objektivität bist. Aber nicht alle, die bei Nacht und Nebel abgehauen sind, waren politisch Verfolgte. Es gab auch einen nicht unerheblichen Teil von leichtsinnigen Jugendlichen, wohlhabenden Privatunternehmern oder Kriminellen, die der Strafverfolgung durch die Flucht entgehen wollten. Das wird häufig verschwiegen. Das bedeutet nicht, daß ich das Grenzregime der DDR gut fand. Ich wurde selbst zu den Grenztruppen eingezogen, 1989 kurz vor der Wende. Fakt war, der Posten wußte ja nicht, wer ihm da Nachts über den Weg läuft. Bewaffnet oder nicht? Von den vielzitierten Schießbefehl habe ich so nichts mitbekommen. Unsere Anweisung war, den Verdächtigen anzurufen: "Grenzposten. Halt, stehenbleiben." Wenn keine Reaktion "Halt, stehenbleiben, oder ich schieße". Keine Reaktion: Warnschuss. Wenn der dann immernoch nicht steht, gezielter Schusswaffeneinsatz unter Schonung des Lebens, nach Möglichkeit auf die Beine. Also ich weiß nicht, aber ich glaube, das ist heute bei der Polizei auch nicht viel anders, und keiner regt sich auf. Es wurde ja keiner hinterrücks aus dem Gebüsch hingerichtet.
Bei mir kam es nicht dazu. Weil die Eltern meines besten Freundes einen Ausreiseantrag gestellt hatten, und ich noch Briefkontakt hatte, wurde ich zu den Baupionieren versetzt. Aber ich denke, ich hätte im Ernstfall auch geschossen. Wer so blöd war, dieses Risiko bewußt in Kauf zu nehmen, mußte damit rechnen. Daß die Geschichte das im Nachhinein als falsch ansieht, kann daran auch nichts ändern. Als Grenzposten hat man eine Aufgabe, und kann nicht vorher ein Vorstellungsgespräch mit dem Grenzverletzer führen. Es gab ja auch etliche, die einfach die Grenzer umgeballert haben, um rüberzukommen. Da hält sich mein Verständnis in Grenzen. Trotzdem habe ich schon in der Schule immer gefragt, wieso die Grenzanlagen nach Osten zeigen, wenn die Bösen doch im Westen sitzen.
Wenn ich mich an meine persönliche Jugend erinnere, war es auch nicht so, daß die Leute die Ausreisekandidaten als Helden verehrt haben. Man dachte: Aha, denen ist es hier nicht fein genug. Zumindest in unserer Vorstellung konnte jeder, der weg wollte, einen Ausreiseantrag stellen, und mußte uns nicht nachts vor die Flinte laufen. Wer so einen Antrag laufen hatte, wurde eigentlich von allen schief angeguckt, auch bei den Kindern in der Schule. Sowas machte man eigentlich nicht, weil auch der normale DDR-Bürger sowas wie Stolz hatte. Meckern ja, aber abhauen? Die Heldenverehrung von heute finde ich schon etwas verzerrend. Zwei Schüler aus meiner Klasse sind während meiner Schulzeit in den Westen gegangen. Der eine war der schlechteste der ganzen Schule mit jeder Menge Tadeln und die Mutter alleinerziehend und Trinkerin. Der andere ist kurz vor der Wende über die Grenze. Auch so eine Leuchte, sitzt nach letzten Informationen jetzt bei Hamburg zehn Jahre ab wegen Drogenhandels.

Was nun den alten oder potentiellen Stasi-Kader bei den Linken betrifft, so hat die Zeit wohl aus den meisten alte Männer gemacht. Ich bin ja seit kurzem in der Partei, und meine Basisorganisation besteht aus einem Kaffeekränzchen von Greisen, die ein bisschen über alte Zeiten plaudern. Ich denke die, die heute in der Linken aktiv Politik machen, sind da nicht mehr belastet. Die waren zu DDR-Zeiten höchstens mittlere Laufburschen im System.
 
@TurboFSI: Ein Ewig-Gestriger ist jemand, der sosehr ins Gestern verstrickt ist, daß ihm der Blick für das Heute und Morgen verstellt ist. Es ist keineswegs ein Nazi-spezifischer Sachverhalt, obwohl dies gerade für jene in hohem Maße zutrifft. Wie lernt man denn aus Fehlern, wenn man den Blick nur nach hinten richtet?

Der Vergleich DDR-Regime - Nazis ist entweder eine bodenlose Oberflächlichkeit von dir, oder aber eine bewußt-provokative Äußerung, welche dich in meinen Augen als konstruktiven Diskussionsteilnehmer disqualifiziert, wenn dem so wäre. Was ich in diesem Zusammenhang beschämend finde, das behalte ich besser für mich.

Aber zurück zum eigentlichen Thema. Wenn ich mich mit der/den Linken auseinandersetze (wovon die parteimäßig organisierten nur ein gewisses Spektrum abdecken), dann tue ich dies, weil mich deren Position hier und jetzt interessiert und mit der ehemaligen DDR hat das wenig bis überhaupt nichts zu tun.

Deine Position hingegen erinnert mich ein wenig an die Behauptung während einer Diskussion über die hiesigen Fahrpreiserhöhungen, daß es in Moskau auch keinen Nulltarif gibt.

@globulus: Das, was du da erzählst, kommt mir recht unausgegoren vor. Einerseits scheinst du recht migrationsfeindlich eingestellt zu sein (du hat offenkundig das Gefühl, wobei auch immer zu kurz gekommen zu sein), andererseits fabulierst du davon, daß alles, was du zum Besten gibst, Fakten seien, obwohl es bestenfalls Meinungen sind.

Aber den Vogel schießt du mit der Bemerkung über die RAF ab. Was weißt du über die RAF? Hast du dich jemals mit ihren Methoden und Zielen ernsthaft auseinandergesetzt oder z.B. das Konzept Stadtgerilla von Carlos Marighela auch nur gelesen? Es stößt bei mir jedenfalls auf tiefstes Unverständnis, solche Äußerungen über die RAF von jemandem lesen zu müssen, der derartig migrationsfeindlich eingestellt ist wie du.

Gruß Konradin
 
....Von den vielzitierten Schießbefehl habe ich so nichts mitbekommen..... Es wurde ja keiner hinterrücks aus dem Gebüsch hingerichtet.
... Aber ich denke, ich hätte im Ernstfall auch geschossen. ..


Erschreckend, was du da von dir gibst! An den Grenzbefestigungen der DDR starben genügend Menschen, die die DDR verlassen wollten und hinterrücks erschossen wurden. Zu den Zahlen und Statistiken empfehle ich Seite 8 ff des nachfolgenden Dokuments:
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/064/1606486.pdf
(Bundestag, 2007).

Im Gegensatz zu Staaten, die ihre Grenzen gegen Eindringlinge von außerhalb schützen, hat das DDR-Regime schließlich auf überwiegend eigene Bürger geschossen, die das Land verlassen wollten. Das Schlimme war doch, dass dieses Regime die eigenen Bürger der Freizügigkeit beraubte und wer einfach nur ausreisen wollte, aus welchen Gründen auch immer, hatte in der Regel jahrelange Repressalien zu fürchten. Vom Verlust des Arbeitsplatzes bis hin zu Verhören und Gefängnis. Sogar die Wegnahme der eigenen Kinder wurde nicht selten praktiziert (Zwangsadoptionen). Einfach einen Ausreiseantrag stellen und dann darf man den Staat verlassen, ist doch ein Märchen! Viele Anträge wurden begründungslos oder unter den Vorwand, man wäre 'Geheimnisträger', abgelehnt. Man wollte staatlicherseits stets klar machen, dass ein Ausreiseantrag ein schändliches Verhalten darstellt und möglichst wenige Bürger das Land verlassen.

Wieso wurde denn die Mauer und die Grenzbefestigungen gebaut? Weil immer mehr Menschen die damalige DDR verließen, vor allem auch Menschen mit guter Schul- oder Berufsausbildung. Um dem Ausbluten der DDR entgegen zu wirken, wurde die Mauer 1961 gebaut. Man versuchte sie als 'antiimperialistischen Schutzwall' der eigenen Bevölkerung zu verkaufen, sie war aber immer so gebaut, dass sie das Verlassen des Staatsgebiets verhindern wollte und viel weniger das Eindringen.

Du selbst schreibst, dass du während deines Militärdienstes versetzt wurdest, wegen der Aufrechterhaltung des Kontakts zu Ausreisewilligen. Merkst du was? Dass Menschen, die den Staat verlassen wollten, dann bei der Normalbevölkerung 'unten durch' waren, ist nicht mehr als bewusste Steuerung der Volksmeinung gewesen. Sieht man doch an deinen abfälligen, subjektiven Äußerungen über zwei ausreisewillige Familien.

Es sollte jedem hier klar sein, dass Gefängnis in der DDR nicht vergleichbar war mit Gefängnis in der BRD damals bzw. heute in Deutschland. Selbst Todesurteile wurden 'heimlich' vollstreckt. Ja, denn es gab dort die Todesstrafe, auch wenn sie nicht häufig verhängt wurde.


@ Konradin:
Man kann durchaus strukturelle Vergleiche zwischen dem Nazi- und dem DDR-Regime anstellen:
- Die absolutistische Partei (SED). Die weiteren Parteien waren nur Anhängsel, mehr nicht.
- Die Organisation der Menschen bis hinein ins Privatleben durch zahllose Gruppierungen aller Art als Tochterorganisationen der SED

- Die straffe Sammlung der Kinder und Jugendlichen, vom staatlichen Kinderhort bis hin zur FDJ inklusive Wehrsportunterricht.

- Literatur- und Kulturförderung unter dem Vorzeichen des Sozialismus/Kommunismus.
Wer kritische Gedanken, Meinungen oder gar Kunst veröffentlichte, musste mit Sanktionen rechnen, bis hin zu Gefängnis oder Veröffentlichungsverbot

- Überwachung des Bürgers in seiner direkten Umgebung, ob am Arbeitsplatz oder zuhause. Denkt nur mal an den Blockwart, der Besucher der Nachbarn, die dort mal ein paar Tage blieben, melden musste. Die StaSi muss man wohl in dem Zusammenhang nicht extra erwähnen!

Machen wir uns nichts vor! Die DDR-Oberen hatten die Eingliederung jeden Bürgers in ihr Gesellschaftsschema nach Art der Nazis verwirklicht und weiter entwickelt. Dies kann man offen sagen und da ist nichts dabei!

Meines Erachtens hat sich die einstige PDS und spätere LINKE weder komplett von diesem Unrechtsregime losgesagt, noch hat sie es bis heute verstanden, sich von Alt- oder Neo-Stalinisten und ähnlichen Spinnern los zu sagen. Eine Sahra Wagenknecht ist bis heute einflussreich im Vorstand der LINKEN.

Zudem haben die LINKEN bis heute nur Forderungen und plakative Versprechungen zum Sozialstaat geäußert ohne je zu sagen, wie sie ihr Utopia finanzieren wollen. Leider hat die SPD auf der bürgerlich-linken Seite in den letzten Jahren bis heute versagt, aber die LINKEN sind keine Alternative, solange dort Politiker aktiv sind, die an Stalin und Honecker, sowie ihren Regimen, noch gute Seiten propagieren.
 
Frau Wagenknecht redet wenigstens nicht um den heißen Brei herum und sagt immer deutlichst Ihre Meinung bsp. in Talk Shows wie Klipp und Klar und am Applaus sieht man auch das die Mehrheit keinen Kapitalismus mehr will der so Radikal ist wie der Heutige in Deutschland aka Plutokratie.
Niemand aus dem anderen Lager kann so Faschistisch sein wie das Kapital was mit seinem globalen Raubzug den Wohlstand der Mehrheit zerstört aber jeder der nicht Neoliberal ist ist hier ja ein Staatsfeind soweit ist das gekommen dabei sind die ganzen Bürgerlichen Medien der wahre Feind die das Kapital vertreten !!
 
@ Kongo Otto:
Du vergisst dabei aber zu erwähnen, dass Sahra Wagenknecht bis heute die ehemalige Politik der Sowjetunion und der DDR verteidigt und unwidersprochen gute Seiten an Stalin propagiert hat.

Es gibt in Deutschland sicher wichtige aktuelle Themen und das globale Großkapital und dessen gewissenloses Handeln gegenüber den Menschen und der Umwelt ist mir ein ähnlicher Dorn im Auge. Dennoch möchte ich niemals in einem Staat wie der DDR oder UdSSR leben!

Nenn mir eine realistische Möglichkeit eines halbwegs gerechten Staatsmodells, ohne dass die Bürger darin ihrer Freizügigkeit beraubt würden und Meinungsfreiheit möglich wäre! Die Diktatur des Proletariats, die immer nur eine Diktatur weniger war und wäre, ist absolut keine Alternative.



// EDIT:

...
Um sich eine Meinung bilden zu können, müsstet Ihr dann schon
1. dort gelebt haben bis mindestens zum Berufsalter
oder
2. Familie/sehr gute Freunde haben, die das erlebt haben
...

Ehrlich gesagt ist das Nonsens! Denn dann dürfte sich kaum jemand zu anderen geschichtlich-gesellschaftlichen Themen und Vorgängen äußern, die er nicht selbst live erlebt hat oder die aktuell weltweit geschehen! Mag sein, dass ehemalige DDR-Bürger, sofern man eher unpolitisch eingestellt war, dies anders empfunden haben. Man hat sich eben 'eingerichtet'. Man darf aber nicht vergessen, welche Menschenrechtsverletzungen die Verantwortlichen dieses Staates permanent begangen haben bzw. anordneten. Das Rechtssystem war absolut anders als heutzutage in Deutschland und Richter urteilten gerade in politischen / gesellschaftsrelevanten Verfahren nicht staatsunabhängig. Also sollten auch ehemalige DDR-Bürger einfach mal das Gesamtbild dieses Staats beurteilen und nicht nur ihre beschaulich-bürgerlichen Erfahrungen anbringen. Denn ich bin mir sicher, dass Leute, die das DDR-Bild stets zurechtrücken wollen, selbst unkritisch und nicht oppositionellpolitisch (öffentlich) in diesem Land gelebt haben.
 
@MusterMann: erst einmal: grüß dich, ich hoffe, der Urlaub hat dir gut getan.

Natürlich kann man strukturelle Vergleiche zwischen dem Nazi- und dem DDR-Regime anstellen, was ich aber recht überflüssig finde. JEDE Diktatur verfügt über ein straff organisierte hierarchische Strukturen, ohne diese könnte sie ihre Ideologie oder was auch immer nicht an den Mann bringen, bzw. nicht durchsetzen. Je diktatorischer diese Tendenz, desto straffer auch die Organisation. Das ist ein alter Hut und betrifft beileibe nicht nur die DDR und die Nazis, auf deren Mist das auch nicht gewachsen ist.

//Edit Klar, daß es nicht nur Diktaturen betrifft. Aber zumindest diese benötigen eine exzessive Straffheit ihrer Organisationen, um zu funktionieren. Umgekehrt ist die Straffheit der Organisationen natürlich keineswegs ein hinreichendes Indiz für deren diktatorische Tendenzen. Sorry, wenn ich mich falsch bzw. mißverständlich ausgedrückt habe.

Ich persönlich werde mich von überhaupt keinem Unrechts-Regime lossagen, weder von einem deutschen, noch von einem anderen, ebesowenig von einem wie auch immer gearteten Rechts-Regime. Sie sind mir alle unheimlich und haben meine Sympathie genausowenig wie diejenigen, welche sie bejubeln. Aber ich lebe nicht in einer Welt, in der man sich nur mit Meinungen von Leuten positiv auseinandersetzen darf, die sich von allem und jedem ausreichend distanzieren. Selbst ich vermag der ehemaligen DDR einige gute Seiten abgewinnen, auch wenn ich die damalige Situation als ganzes keineswegs gutheiße und ihren Strukturen eher ablehnend gegenüberstehe, um es einmal sehr vorsichtig auszudrücken.

MusterMann schrieb:
Im Gegensatz zu Staaten, die ihre Grenzen gegen Eindringlinge von außerhalb schützen, hat das DDR-Regime schließlich auf überwiegend eigene Bürger geschossen, die das Land verlassen wollten.
Falsch. Andere Staaten schießen durchaus nicht pauschal, um ihre Grenzen von außerhalb zu schützen. Wenn es so wäre, so fände ich es moralisch genauso verwerflich wie das schützen vor 'Ausdringlingen'. Es gibt viele 'gute' (und natürlich auch schlechte) Gründe, warum an Grenzen geschossen wird. Zum Beispiel, um Schmuggler daran zu hindern, Waffen, Drogen, oder was auch immer über die Grenze zu bringen (wobei die Richtung des Grenzübertritts nicht das entscheidende Kriterium ist). Dies wird eigentlich in allen Staaten praktiziert, die ich kenne, und darüber regt sich anscheinend niemand auf.

Wenn ich hierzulande inhaftiert werde, dann wird mir mitgeteilt, daß bei einem etwaigen Fluchtversuch auf mich geschossen wird. Für solche Fälle gibt es auch hier einen Schießbefehl und Justizangestellte, die ihn gegebenenfalls ausführen, in diesem System ist das völlig legal. Gesetzt der Fall, die Machtverhältnisse würden sich ändern. Gäbe es da einen sogenannten Knastmauerschützenprozess, da man sich gern über die 'Kleinen' hermacht, wenn man ihrer habhaft wird. Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen.

Ich weiß, das ist durchaus etwas überzeichnet, aber letztendlich war Republikflucht in der DDR ein Straftatbestand, oder etwa nicht? Damals hatte das BRD-Recht in der DDR keinerlei Gültigkeit, die hatten ihre eigenen Gesetze. Und dazu gehörte auch der Schießbefehl. Nicht, daß ihr mich mißversteht. Ich bin weiß Gott kein Freund der Mauer. Aber welches Recht haben wir denn, in die Rechtsprechung eines anderen Staates einzugreifen und ein anderer Staat war die DDR gewiß. Zumindest ein anderer Teilstaat mit einer eigenen Gesetzgebung. Wenn es uns nicht gepasst hätte und uns die 'Brüder und Schwestern' aus dem Osten des 'einig Vaterland' so sehr am Herzen gelegen hätten, dann hätten wir deren Regierung absetzen und ihnen den Segen unserer Zivilisation bringen müssen. Aber das hat damals weder jemand wirklich gewollt, noch gekonnt.

Gruß Konradin
 
@ Konradin :)
Korrekturvorschlag ;)
"JEDE [Diktatur] Herrschaftsform verfügt über straff organisierte hierarchische Strukturen...
... Je [diktatorischer] repressiver diese Tendenz ...
Sorry, aber dies ist nicht nur für "Diktaturen" so allgemein gültig :)

@ topic
Strukturelle Vergleiche kann man überall ziehen xD
Dennoch scheitern derartige Theoreme all zu oft ja an der Praxis ;)

Man beachte auch hier das Threadthema: -> Was haltet ihr...
Als Exkurs hier mal Äpfel mit Birnen (rechte & linke Diktaturen) zu vergleichen mag ja ganz interessant sein,
geht aber am Kern des Problems völlig vorbei.
Die Protagonisten beider Systeme haben sich zumeist (im Nachherein) als Verbrecher geoutet,
ohne dabei jemals vollständig zur Rechenschaft gezogen worden zu sein.
Es sei nun dahin gestellt, wie ich Repressalien wie Mord, Unterdrückung etc. am "eigenen" wie anderem Volk in den Kontext zu einem korrupten System stelle, welches egoistische Vorteilsnahme zum unausgesprochenen Credo erhoben hat, andererseits aber heuchlerisch genau dieses im kleineren bzw. "machtloserem" Maßstab unter Strafe stellt.
Eine letztliche Gewichtung fällt hier schwer, da die (auch tödlichen) Auswirkungen des jeweiligen Handels nicht immer so offensichtlich zu Tage treten wie bei den meisten repressiven Staaten wie z.B. auch der DDR.

Aber auch hier stehen doch letztlich "Glaubensrichtungen" und praktizierte Realität jedes Einzelnen zu oft diametral im Gegensatz.
Ob man es dabei nun als Religion oder Ideologie benennt.

Hier zu unterscheiden (lernen),
unbelehrbare und eher heuchlerisch agierende Führerpersönlichkeiten beider "Seiten" zu entlarven und klar ins Abseits zu stellen, wäre doch wohl eher das Gebot jeder Stunde.
Und dies gilt für alle Gruppierungen, egal ob sie sich der eigenen favorisierten Glaubensrichtung verschrieben haben oder nicht.
An ihren Taten erkennt ihr sie...sofern sie jemals offen gelegt werden ;)

Aber
"Man" fürchtet ja eher um "Einfluss" als der Wahrheit einmal konsequent die Ehre zu geben.

Von daher kann ich zwar Unterschiede (aus)machen, Positives und Negatives auf beiden Seiten gegen einander versuchen auf zu rechnen...
Nur weiterhelfen wird dies letztlich überhaupt nicht.

Wenn beide Seiten negativen Ideen und Taten gehuldigt haben bzw. es auch jetzt noch tun, muss man gänzlich unabhängig vom eigenen Standpunkt dieses Fehlverhalten benennen
und sich nicht aus falschverstandener Solidarität scheinbar pragmatischen Erklärungsversuchen beugen.

Völlig egal, wie auch immer die Verdienste dieser Personen ansonsten aussehen mögen ;)
Was bringt mir der "barmherzige Samariter, der gleich darauf mordet?

Von daher erlaube ich mir durchaus, diese auch als Verbrecher auch im internationalen Maßstab zu benennen.

Ob es nun die Taten eines Hitler, Honecker, Kohl oder Schröder sind,
oder die Glaubenssätze einer Merkel oder Wagenknecht,
Sie alle lügen sich nicht nur selbst in die eigene Tasche,
sondern täuschen zudem noch (bewusst?) andere, die lediglich wieder an (irgend)etwas "glauben" wollen.

Da wünsche ich mir doch wirklich lieber "Leitfiguren" wie Willy Brandt oder Regine Hildebrandt,
die u.a. auch in ihren Schwächen offen, durchschaubar und vor allem menschlich waren.
Das...
würde nämlich den Allermeisten doch schon reichen :D

Aber stattdessen wird gemauschelt, gelogen, manipuliert, entschuldigt und auch noch Schlimmeres initiert,
nur "glauben" mag man dabei wirklich an nichts mehr ;)

mfg

PS @ Kongo Otto
Applaus ...
ist vllt. bei der Landung eines Flugzeugs angebracht, wenn man ... :D
aber als Richtschnur von Glaubwürdigkeit ....:ööm:
 
@ Konradin:

O.T. on / Danke zunächst bezüglich Urlaub - nur mal wieder zu kurz ;) / O.T. off


Konradin schrieb:
....

Falsch. Andere Staaten schießen durchaus nicht pauschal, um ihre Grenzen von außerhalb zu schützen. ...

Das war leider von mir missverständlich formuliert. Es hätte besser heißen müssen:
Andere Staaten schützen ihre Grenzen gegen Einfluss und Übergriffe von außerhalb, die DDR und andere ehemalige Ostblockstaaten mit Grenzen zum Westen 'schützten' dagegen ihre Grenzen gegen Menschen, die den Staat verlassen wollten.

Dass Republikflucht einen Straftatbestand in der DDR darstellte, sollte man aber nicht so einfach hinnehmen, da die Menschen, die das Land auf legalem Wege verlassen wollten, meistens daran gehindert wurden und mehr (siehe meinen letzten Beitrag).


muesli schrieb:
...
Aber stattdessen wird gemauschelt, gelogen, manipuliert, entschuldigt und auch noch Schlimmeres initiert,
nur "glauben" mag man dabei wirklich an nichts mehr ...

So geht es vielen Menschen und sicher nicht nur in Deutschland. In meiner Sport- und Verbandstätigkeit habe ich bisweilen mit kommunalen und sogar Landespolitikern zu tun und man ist erschüttert, wie man von denen hingehalten, belogen und betrogen wird - und alles immer mit einem telegenen Lächeln versetzt.

Doch sage mir mal einer, was die Alternativen wären? Hier sind bisher jedenfalls noch keine wirklich brauchbaren Alternativen genannt worden. Zudem wäre ein radikaler Richtungswechsel hin zu einem menschenfreundlicheren Staat und weg vom Großkapitalismus zwar wünschenswert aber angesichts der globalen Vernetzungen der Großkonzerne und des Großkapitals nur auf der Ebene eines einzelnen Staates sehr, sehr schwierig.

Hat mal jemand daran gedacht, wie sehr inzwischen arabische oder auch russische Multimilliardäre sich in westlichen Ländern und Firmen finanziell engagiert haben und wie groß deren Einfluss inzwischen ist?

Wir kommen zwar etwas ab vom Thema, aber die LINKEN mögen zwar mit ihrer Kritik an vielen Dingen recht haben, aber realisierbare Alternativen sehe ich bei denen echt nicht!
 
Mustermann schrieb:
Doch sage mir mal einer, was die Alternativen wären?
Gerne, ich kann's ja mal versuchen :)

Wie wäre es, wenn wir erst einmal uns selbst gegenüber ehrlicher werden ;)
(Ich schließe mich da durchaus mit ein)
und z.B. hier (in der BRD) niemanden mehr wählen würden, dem wir nicht wirklich vollständig glauben und trauen können, von dessen Kontrolle mal ganz zu schweigen ;)
Nebenbei, das Verweigern auch der Kontrolle über Daten, Eigentum und Individualität macht uns dann nicht mehr vermehrt zu Stimmvieh ohne eff. Einfluss, sondern eher zu Risikofaktoren einer bisher vorgeplanten, aber für die meisten doch unsicheren Zukunft.

Wie wäre es, wenn wir unseren Konsum im Sinne der Jüngeren (unter 15-20 Jährigen) den Realitäten dieses Jahrhunderts anpassen würden ;)
Ich spreche hier noch gar nicht vom change of climate, sondern den zunehmenden effektiven und künstlichen Verknappungen, die uns in einigen Jahren bis spätestens Jahrzehnten verstärkter ins Haus stehen.

Wie wäre es, wenn wir unseren Ausbildungs- und Wissensstand den zukünftigen Notwendigkeiten anpassen würden.
Denn die Verschwendung von Ressourcen ist endlich...und die Weltmeister der Improvisation sitzen nicht mehr hier im Osten oder Nachkriegswesten, sondern selbst in der durchgezählten 2. und 3. Welt schon im Outback.
Entweder wir lernen wieder solidarische Zusammenarbeit mit Allen und Eigenversorgung sowie Eigenverantwortlichkeit oder wir müssen uns auf einen gnadenlosen Verdrängungskampf einrichten, den anderen Ethnien und Länder schon derzeit kräftig üben.

In allen o.g. Bereichen sind nur mal auf Westeuropa bezogen unsere Defizite schon gewaltig, vom ethischen Einfluss auf andere Gesellschaften mal ganz abgesehen.
Den einzigen Bonus, den die westliche Sphäre momentan noch besitzt, ist der bisherige pekuniäre Einfluss und damit verbundene bisherige Konsumlevel.
Aber auch dies alles sinkt und wäre bei einem wie auch immer gearteten Crash noch schneller in Frage gestellt.

Bitte keine Kommentare aka Pessimist, der das Ende der Welt nahen sieht :D
Oh, nein...aber den Clash of Civilizations,
so wie wir ihn uns vllt. doch nicht ersehnten ;)

Wohin uns "Brot und (Kriegs-)Spiele" in der Geschichte immer wieder geführt haben,
liegt zumindest nicht in meinem Interesse ;)
Nebenbei...die mediale Spieleindustrie ist die Branche mit den höchsten "Wachstumsraten"...weltweit *thumbs down*
Warum wohl ?

mfg

PS.
MusterMann :) Urlaub ist Urlaub, Du Glücklicher :D
Welcome back
 
@ globulus:
Teilweise muss ich dir rechtgeben, leider, leider...

@alle anderen:

Habt ihr schonmal drüber nachgedacht das die DDR nicht das personifiziert Böse gewesen sein kann? Warum? Dafür gab es den Staat zu lange und er war wirtschaftl. durchaus überlebensfähig (ich muss nicht an den Schuldenberg der BRD erinnern, oder?). Das Sozialismus funktioniert sieht man in:
Schlagt mich alle:
CUBA!
Die Jungs haben ein Kranken und Bildungssystem aufgestellt was seinesgleichen sucht, daher verdient auch grausamer (Ex)Diktator und Sozialist Castro meine tiefste Achtung! Das ganze nebenbei trotz heftigster Putschversuche und Sanktionen seitens des Terroristenstaates Nr. 1)

USA

Ich habe die DDR nicht erlebt, doch was ich von ELTERN und GRoßELTERN höre reicht mir. keiner von ihnen wra je in der SED o.ä.

Man beschwert sich über Überwachung:
Bundestrojaner, Kameras und Telefonüberwachung lassen grüßen, dazu die Biometrietechnik...

Man beschwert sich über "Aufzwängen von Meinungen in Schulen"
Ein komplett Pro-Amerikanisches Lehrerteam, den Höhepunkt bildet der "Sozialkundeunterricht! Denken verboten! Lehrer befiehl, wir folgen dir!"

Dazu kommt das der Bildungsstandard in der DDR um WEITEN höher war und ist als hier. ich gelte in meiner Klasse als Freak da ich mind. 1x täglich Nachrichten (MDR INFO) höre, dazu noch viel lese über die aktuellen Geschehnisse... ich war auch er einzigste der in unserer Klasse wusste wie der iranische Präsident heißt oder das Hussein von den Amis aufgerüstet worden war (da musste unsere SK-Lehrerin auf einmal GAAAAANZ schnell meinen Votrag abrechen ;))

EDIT:
wie findet ihr meinen Avatar? Das ist ein etwas seltsames Foto welches ich vom Mond gemacht habe (kein Witz)
 
@Rosenrot: globulus hat so einiges geschrieben, auf welche seiner Äußerungen beziehst du dich, wenn du ihm Recht gibst? [OT - Deine Signatur, warum nicht, das ist mal was anderes.]

Natürlich war die DDR nicht das personifizierte Böse, aber das Gegenteil war es eben auch nicht. Ich finde diesen ewigen Wettstreit zum K***en, welches beider Systeme das schlechtere war, für beide empfinde ich wenig Sympathie.

Warum sollte man eigentlich nicht hinnehmen, daß Republikflucht ein Straftatbestand war, Herr MusterMann? Republikflucht war das eine, die Behinderung von Menschen, die einen Ausreiseantrag gestellt hatten (und deren Angehörige natürlich) das andere. Beides kann ich nicht gutheißen, aber ehrlich gesagt war es mir damals wichtiger, sozusagen vor der eigenen Haustür zu kehren, andererseits gab es in meinen Augen genug Staaten auf dieser Welt, in denen es den Menschen erheblich schlechter ging als ausgerechnet in der DDR.

Gruß Konradin
 
@Rosenrot:
ich war auch er einzigste der in unserer Klasse wusste wie der iranische Präsident heißt oder das Hussein von den Amis aufgerüstet worden war

Die Taliban in Afghanistan auch, nur dass sie früher Mujaheddin hießen. Guck dir mal den Film "Der Krieg des Mr. Wilson" mit Tom Hanks an.

Was das Grenzregime der DDR angeht, kann man sich als Westler hinterher gut hinstellen und zetern, das das alles falsch war, und man das doch gewußt haben muss. Damals fand ich das zwar auch nicht toll, aber es war eben so geregelt. Die meisten konnten nach einem Ausreiseantrag innerhalb von ein, zwei Jahren raus. Klar wurden die vorher durch die Mangel genommen, aber bevor ich über die Grenze kletter? Das war bestimmt nicht bei jedem das letzte Mittel, und acht Grenzsoldaten sind ja auch von Flüchtlingen ermordet worden.
 
Ach ja. Schon wieder ein Held. Wenn man sich die Fernsehberichte so ansieht, könnte man denken, die DDR bestand nur aus Märthyrern, die unter Lebensgefahr flüchten mußten, weil dort alles so schrecklich war.

Wo bist Du denn verbogen worden? Im Tal der Ahnungslosen? Wie ich, wollten viele in dieser Zeit einfach wieder mit denen zusammen sein, die einem alles bedeuteten. Berlin war nicht immer geteilt mein Freund. Da gab es Familien verstreut über die ganze Stadt und von einem Tag zum nächsten war nix mehr mit Freundin, Bruder, Eltern usw. zusammen zu sein. Wie viele Ausreiseanträge hast Du denn gestellt, um zu wissen, was danach abgeht?

Mir graut vor Leuten, die daran etwas normal finden können und ich hoffe, die werden nie wieder Macht oder Einfluss haben
 
Ich habe deine Situation nicht eingeschätzt, sondern nur kritisiert, daß im Fernsehen fast nur die spektakuläre Fluchtfälle gezeigt werden. Man könnte denken, das wären alle oder die Mehrzahl gewesen. Und wie gesagt, das waren die Eltern meines damals besten Freundes. Die mußten zweimal zum Rapport beim "Rat des Kreises" antreten, und das wars. Das es auch härtere Fälle gab, weiß ich auch. Ab Mitte der Achziger war es wohl einfacher, wegzukommen. Verbogen hat mich auch keiner, ich habe damals genauso den Mund aufgemacht wie heute. Nur als Jugendlicher kam man darfür eben nicht nach Bauzen.
 
sasch.chem schrieb:
... Klar wurden die vorher durch die Mangel genommen,
...
acht Grenzsoldaten sind ja auch von Flüchtlingen ermordet worden.


Durch die Mangel genommen? Weißt du Ahnungsloser denn, was das bedeutet hat? Hast du jemals mit Betroffenen gesprochen? Keinesfalls durfte jeder, der einen Ausreiseantrag gestellt hat, nach 1 - 2 Jahren einfach so ausreisen! Selbst Verwandtenbesuche im Westen waren oftmals nicht möglich. Lediglich Rentner konnten problemloser ausreisen, da sie in der DDR nur noch einen Kostenfaktor darstellten. Ich verstehe echt nicht, dass man so ein menschenunwürdiges Verhalten der DDR-Diktatur auch noch schönreden will!

Die acht Grenzsoldaten sind umgekommen, aber nicht alle wurden ermordet von Flüchtlingen.

Im Übrigen, das dürftest du kaum leugnen können, galten in den 70-er Jahren Rockmusik und lange Haare in der DDR als quasi staatsfeindlich. Viele Rockbands wurden mit Auftrittsverboten bis hin zu Gefängnis belegt bei Nichteinhaltung der Gängelung. Es ist einfach nur noch lächerlich, wie man so einen Staat verteidigen kann!

Genau aus dem Grund ist für mich diese Partei der LINKEN nicht wählbar, solange entsprechende Leute dort in maßgeblichen Positionen aktiv sind, die an den Unrechtsregimen nachträglich noch die guten Seiten rauskehren wollen!


@ Konradin:
Republikflucht konnte es als Straftatbestand in der DDR nur geben, weil es keine Freizügigkeit gab. Nicht mal innerhalb des Landes. Hätte jeder beliebige Bürger nach einem Ausreiseantrag ohne Schikanen, Verhöre, Arbeitsplatzverlust und Sippenhaft einfach so das Land verlassen können, wäre es kein Problem gewesen. Aber unter den damals herrschenden Bedingungen war die Republikflucht als Straftat einfach nur ein menschenverachtender Baustein dieses Unrechtsstaates.


@ Rosenrot:
Rate mal, wer auf CUBA bevorzugt das tolle Gesundheitssystem nutzen darf? Genau! Ausländer, die es sich leisten können. Auch wenn sich CUBA seit einigen Jahren, wie ähnliche Länder auch, für den Tourismus aus kapitalistischen Ländern geöffnet hat, darf man dies nicht gleichstellen mit einer demokratisch gewählten Regierung. Nach wie vor ist das eine Diktatur, mehr nicht. Die Bevorteilten der Öffnung sind überwiegend Günstlinge der Partei und der Herrschenden dort. Dafür wäre jede, aber auch jede Hochachtung für Castro fehl am Platz. Mit Sozialismus hat Castro nie wirklich etwas am Hut gehabt.

Die DDR konnte in ganz vielen Bereichen industriell und wissenschaftlich nicht mehr mithalten, viele Industrieanlagen waren Ende der 80-er Jahre des letzten Jahrhunderts hoffnungslos überaltert und marode. In Spitzentechnologien war die DDR fast gar nicht mehr vertreten. Es mag Vorteile gegeben haben, auch im Bildungssystem. Aber ein Kind regimekritischer Eltern durfte ganz einfach weder Abitur machen noch studieren. Vergiss das nicht bei deinen leichtfertigen Äußerungen!
 
@MusterMann: Also ich brauche als gelernter DDR-Bürger weder Geschichts-Nachhilfe von dir, noch beeindruckt mich das aufgeregte Nachgeplapper der Fernsehweisheiten. Ich weiß auch, daß nicht jeder problemlos raus kam. Ich habe hier vom Regelfall gesprochen, und das es gerade in den achzigern lockerer wurde. Mich regt nur dieser übersteigerte Belastungseifer auf, mit dem manche hier die DDR-Geschichte mit dem Nationalsozialismus vergleichen wollen und so tun, als kämen sie selbst gerade aus der Stasi-Haft.

Apropos Gesundheitssystem: Da hätten wir einen Punkt, der definitiv in der DDR besser war als in der BRD. Der Großteil der Ärzte waren angestellt, das medizinische Niveau war auf der Höhe der Zeit, und alles kostenlos. Wenn ich heute als Kassenknilch auf Krücken zum Orthopäden humpel, krieg ich einen Termin in drei Monaten. Früher bin ich damit in die Poliklinik, gleich Röntgen und zum Arzt. So ein aufgeplustertes Gesundheitssystem wie im Westen konnten wir uns gar nicht leisten.
 
Ich glaube nur in der DDR hättest du als Avatar nicht die rote UdSSR Flage mit deinem hier verwendeten Vermerk benutzen können. Dafür wärst du sicher in Bautzen eingesperrt worden.

Wenn ich mich doch noch Recht erinnere sind euch doch die Leute über 3. Länder, wie euer Staat sich so schön ausdrückte, ausgereist.
Wenn ich mich doch Recht erinnere hattet ihr doch euere Montagsdemos bei denen für Freiheit und ein Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland demonstriert wurde.
Es scheint fast so, wenn man deine Ausführungen liest, als wäre die DDR tatsächlich das Arbeiter und Bauernparadies gewesen.
Deshalb meine Frage:
Waren jene Demonstranten vielleicht vom Westen, womöglich sogar von den USA gelenkt?
Oder waren es geistig verwirrte Menschen?

Fragen über Fragen tun sich in mir auf; bin ich einer Lüge aufgessen, war es wirklich so schön "Drüben"???

Bitte kläre mich auf, ich will nicht dumm sterben.
 
PCOpa schrieb:
Mir graut vor Leuten, die daran etwas normal finden können und ich hoffe, die werden nie wieder Macht oder Einfluss haben.
Dann graut dier auch vor mir. Was für ein Glück, daß ich weder nach politischer Macht, noch nach dementsprechendem Einfluß strebe.

Aber mal im Ernst, scheinst du nicht Normalität mit Qualität zu verwechseln? In meinen Jugendtagen lebte Franco noch war Spanien ein faschistisches System. Dies empfand ich als normal, wenngleich ich davon träumte, daß diese Normalität eines Tages beendet sei. Ebenso finde ich es heutzutage normal, daß es zahlreiche Diktatoren auf dieser Welt gibt, daß kranke Bundesrollstuhlfahrer mit ihrem Überwachungswahn die Restdemokratie Stück für Stück zu Grabe tragen und vieles mehr. Normal? Leider schon, wenn auch kein hinreichender Grund, dies kritiklos hinzunehmen.

@MusterMann: Sicher war es so, wie du schreibst und der Mangel an Freizügigkeiten war durchaus menschenverachtend. Aber der Begriff Unrechststaat schmeckt mir in diesem Sachzusammenhang wenig. Wenn ich mir einige Rechtsbeugungen und Kunstgriffe hier im Westen anschaue, dann bin ich mir nicht so sicher, daß dieser Begriff nicht auch hier seine Berechtigung hätte.

Im Grunde genommen sind alle Diktaturen menschenverachtend, gleichgültig, um wessen Diktatur es sich handelt. Wenn schon die negativen Seiten der DDR gern hoch- und diejenigen des 'goldenen Westens' heruntergespielt werden, so krass wie in manchen anderen Ländern war es in der DDR nun auch nicht, ohne damit auch nur das geringste entschuldigen zu wollen.

@MikeB: Welchen Äußerungen von sasch.chem entnimmst du das mit dem Arbeiter- und Bauernparadies? Jetzt hast du mich aber echt neugierig gemacht. :confused:

Gruß Konradin
 
@Konradin, mit dem Rollstuhlfahrer gebe ich dir Recht. Das sind Ideen wie von der Stasi und ich bin froh dass er nicht alles durchbekommt!
Er schreibt doch es wäre nicht so schlimm gewesen und man hätte durchaus einen Ausreiseantrag stellen können.
Meine Frau ist Lettin wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe. Man könnte sie (fast) als Kommunistenfresserin bezeichenen und wir haben öfter politische Diskussionen bei der sie meine Einstellung als zu links empfindet. Ich bin in keiner Partei und entscheide mich vor der Wahl wen ich wähle oder ob ich es ganz sein lasse.
Man kann dem Kommunismus ja nicht nur schlechtes nachsagen, die Idee selbst finde ich genial und Karl Marx ist ein großer Denker gewesen. = Meine Meinung.
Aber in der praktischen Umsetzung hat es dann doch nicht so funktioniert, leider muss ich sagen, = auch meine Meinung.
Da ist mir das Leben in einem freien Land doch lieber.
 
MikeB schrieb:
Da ist mir das Leben in einem freien Land doch lieber.
Wem nicht? Aber darum geht es doch überhaupt nicht. Erst einmal geht es darum, die politische Situation hier und jetzt so zu sehen, wie sie ist und dann zu entscheiden, ob man mit ihr zufrieden ist oder ob man nach Alternativen zur derzeitigen Politik sucht, weil man mit ihr nicht zufrieden ist. Um die DDR geht es dabei nicht, die ist Geschichte.

Um aber aus der Geschichte zu lernen, darf man sie nicht verklären, nicht negativ, aber auch nicht positiv. Jeder, der sich heutzutage Gedanken über die ehemalige DDR macht verfügt über Erfahrungen (von Unbelehrbaren einmal abgesehen), die zu Zeiten der DDR niemand haben konnte und selbst wenn man sich am Gedankengerüst der DDR festmacht, was immer das auch heißen mag, dann sieht man, was geschehen ist und kann daraus lernen.

Zumindest ich glaube nicht daran, daß eine alle zufriedenstelllende Veränderung innerhalb dieses Systems möglich ist. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Solange einige nicht auf ihre Privilegien verzichten und hemmungslos Machtpolitik in ihrem Sinne betreiben, wird sich daran nichts ändern, zumindest nicht in positiver Hinsicht. Und ich glaube nicht, daß eine hinreichende Veränderung im Rahmen einer sozialen Martwirtschaft möglich ist.

Sicher wird man hier keinen Konsens über mögliche Wege erreichen, die den Karren aus dem Dreck ziehen können. Aber man sollte zumindest nicht die Augen vor den Realitäten verschließen und zugeben, daß alles den Bach runter geht, wenn man die Hände in den Schoß legt und darauf wartet, daß es von selbst besser wird.

Noch halte ich diesen Trend (in weiten Teilen) durchaus für aufhaltbar, aber auch nur, wenn wir allmählich anfangen, nicht nur zu reden, sondern auch etwas dafür tun (siehe auch die erste Zeile meiner Signatur).

Gruß Konradin
 
Ich will das alles ja auch gar nicht verteidigen oder über den grünen Klee loben. Meine Güte, wie haben mich diese Agit-Prop-Veranstaltungen angeödet und dieses verlogene Getue. Privat hat sowieso jeder anders geredet und gedacht. Ausgangspunkt meiner Verteidigung war hier, dass die Linken immer mit der SED gleichgesetzt werden, und heutige Mitglieder quasi mit dem Schießbefehl verleumdet werden. Das haben wir zugegebenermaßen etwas aus den Augen verloren beim Diskutieren. Diese Schwarz-weiß-Seherei regt mich da auf. Die Idee des Kommunismus (ja, man muß nicht immer verschämt von Sozialismus sprechen) ist eine gute Sache. Mit der DDR hatte das oft nicht viel zu tun. Aber es gab durchaus Dinge, die man von der DDR hätte lernen können, anstatt die Sache mit Beitritt zu regeln. Mal angefangen von der Staatsform mit diesem unerträglich trägen Förderalismus, ein Ein-Kammer-Parlament ist ja auch nicht undemokratisch, über das zentrale Bildungssystem bis zur Gesundheit. Und zum Thema Unrechtsstaat: Mal abgesehen von politischen Vergehen, die nach Ordere per Muffti entschieden wurden, hatten wir hier so ziemlich die gleichen Gesetze wie drüben, mit Strafen für Diebstahl, Körperverletzung oder Betrug. Also im unpolitischen Bereich war die DDR durchaus rechtsstaatlich.
 
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