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famfam
Themenstarter
joungster schrieb:Falsch (sie duldet nicht): Die SPD hat die Gesetze, die diese Form der Sklaverei ermöglichte (der Lohnabhängige muss für – mindestens – zwei Firmen zu Löhnen arbeiten, die den Unterhalt nicht sichern), erst durchgesetzt
Schon richtig, aber erfunden hat die S.P.D den modernen Sklavenhandel sicher nicht, Leiharbeit und Subunternehmen gab es schon vor der Schröderregierung.
Hinweis: Clement sitzt meines Wissens im Vorstand von Adecco. Immerhin ist er wegen Frau Ypsilanti nicht mehr in der S.P.D.
Ja, wirklich widerlich! Du meinst also wirklich, dass „die Linken“ der SPD und der CDU wertvolle Mitglieder, ja sogar Minister – abwerben wollen?
Wen meinst Du damit? Wer vielleicht hilfreich, hier Namen zu nennen.
Genau: Am 4. August 1914 genehmigte die SPD-Fraktion im Reichstag die Kriegskredite für den Ersten Weltkrieg. Mit den berühmt-berüchtigten Worten ihres Vorsitzenden Hugo Haase, „wir lassen in der Stunde der Gefahr das eigene Vaterland nicht im Stich“, stellte sich die SPD in der bisher blutigsten Massenschlächterei der Weltgeschichte hinter Kaiser Wilhelm II und seine Regierung.
Die Zustimmung zu den Kriegskrediten bedeutete schon damals einen beispiellosen Verrat an den (vorgegebenen) eigenen Grundsätzen und Prinzipien (Vergleiche zum 24. März 1999 sind durchaus angebracht).
Immerhin durften unter SPD-Regierung 1919 erstmals „auf Befehl von oben“ (wie sich doch die Argumentation wiederholt) streikende Arbeiter umgelegt werden (Recht geschah ihnen, demnach)!
Die Anfänge der SPD waren aber etwa 50 Jahre früher. Siehe auch Sozialistengesetz ...
Was sagen die Historiker dazu? ... Glaubst Du, dass es den 1. WW sonst nicht gegeben hätte. Und danach den 2. WW samt Judenverfolgung und Rassenvernichtungskrieg auch nicht? Das glaubst Du doch selbst nicht. Soweit würde ich nicht gehen.
Aber es wäre sehr interessant, die Bedeutung der Zustimmung zu den Kriegskrediten einmal genauer zu untersuchen und das Szenario durchzuspielen, wie die Geschichte verlaufen wäre, wenn die S.P.D. nicht zugestimmt hätte. Wäre die S.P.D. verboten worden. Ist es das, wovor sie Angst hatte. Gebärdete sie sich besonders staatstragend, um dem erneuten Verbot zu entgehen.
Soweit geht – bisher – nicht einmal der behinderte (leider nicht: verhinderte) Verfassungsfeind Wolfgang Schäuble (CDU-Politiker).
Das geht mir zu weit, man kann dem Mann vieles vorwerfen, aber nicht seine Querschnittlähmung als Folge eines brutalen Attentats auf ihm.
Ich will mal annehmen, das Du meinst, seine verfassungsfeindlich Politik sei behindert worden ...
Mein Resümee: Nicht noch einmal zurück „an Ihre Anfänge“. Wer sich mit der Geschichte der SPD nur einigermaßen beschäftigt – auch die verlogenen Phrasen ihrer Minister auf deren Websites abklopft – kann nur hoffen, dass sie endlich am Ende ihrer Geschichte angelangt ist.
Die SPD hat das bewirkt, was dem Geldadel und den Christsozialen mit den Freien Liberalen alleine niemals gelungen wäre:
Die deutsche Sozialdemokratie ist der Totengräber des ersten deutschen Sozialstaates.
Das sehe ich ganz genau so. Ein Wunder eigentlich, dass es diese Parei überhaupt noch gibt. Sie hat in der Schröder-Ära jämmerlich versagt und sie versagt immer noch ...
joungster schrieb:Die SPD-Sozialpolitik diente auschließlich ihrer Klientel:
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Das ist völlig richtig erkannt. Das ist übrigens allen Parteien vorzuwerfen. Das ist überhaupt der Nachteil einer Parteiendemokratie.
Rätedemokratie wäre eine gute Alternative. Leider sind alle Versuche in dieser Richtung historisch gescheitert, ob man die Pariser Commune nimmt, oder die kurzlebigen Räterepubliken nach dem 1. WW in Deutschland. Alles brutal niedergeschlagen worden von Rechts.
Gescheitert sind auch die Räte in der Sowjetunion, einmal infolge des 1. und 2. WW aber natürlich auch unter der brutalen stalinistischen Tyrannei.
Ganz liebe Grüße
famfam
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