Todesstrafe in den USA - Eure Meinungen Diskussion 

  • Ersteller Ersteller CharlyH
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Todesstrafe in den USA - Was meint Ihr?

  • Ja

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  • Nein, eine lebenslange Haftstrafe reicht völlig

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  • Nur bei erschwertem Mord (z.B. Raubmord, Vergewaltigung mit anschließendem Mord)

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  • Umfrageteilnehmer
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Jeder ist/kann eine tickende Zeitbombe sein, ist falsch.
Jeder kann eine tickende Zeitbombe werden, passt wohl besser.
Das ist ausschliesslich eine Frage der Blickrichtung.

Schaut man (präventiv) auf andere, dann muss man (mangels besserem Wissen) davon ausgehen, daß er möglicherweise schon länger eine tickende Zeitbombe ist (oder kannst du dies explizit ausschliessen, daß diese in unmittelbarer zeitlicher Nähe hochgeht, am Ende gar durch Hellseherei)?

Schaut man aber (nachdem er dazu wurde explizit mit diesem Wissen) auf die Zeit vor der Tat zurück und analysiert die Begleitumstände, dann sieht man etwas anderes.

Und noch ein Wort zur Therapie, Therapien sind in diesen Fällen sind voll vom Arsch! Sollen lieber finanziellen Mittel sofern vorhanden, weiter in die AIDS und Krebsforschung stecken.
Dort sind die finanziellen Mittel (vom Gewinn der beteiligten Unternehmen einmal abgesehen) aber meines Erachtens auf Dauer auch im Arsch.

Denn glaubst du im Ernst, die Natur lässt sich von uns derart ins Handwerk pfuschen, daß sie dies hinnimmt ohne sofort neue Krankeiten und Seuchen zu schaffen? Wir belästigen die Natur und diese wehert sich nicht nur, sie sitzt dabei auch immer am längeren Hebel.

Ach ja, die Therapien. Schon Karl Kraus schrieb: 'eine der verbreitetsten Krankheiten ist die Diagnose'. Dem ist wahrlich nichts mehr hinzuzufügen.
 
Und noch ein Wort zur Therapie, Therapien sind in diesen Fällen sind voll vom Arsch! Sollen lieber finanziellen Mittel sofern vorhanden, weiter in die AIDS und Krebsforschung stecken.

....natürlich ist die forschung für aids und krebs auch sehr wichtig! Es sollte dabei nicht um entweder-oder gehen :)

....was meinst du mit "in diesen Fällen"?
Und was macht Dich so sicher, dass es in diesen Fällen "voll vom Arsch" ist?
 
....was meinst du mit "in diesen Fällen"?
Und was macht Dich so sicher, dass es in diesen Fällen "voll vom Arsch" ist?

In diesen Fällen meine ich, dass eine Therapie bei einen Schwerverbrecher einfach (noch) nicht möglich ist.
Man kann den Hebel einfach so nicht umlegen und behaupten, so, der Bursche verübt bis Lebendsende keine Verbrechen mehr aus.
Wenn er irgendwann wieder Blut lecken sollte, war es das mit der Therapie.

Passend dazu, aber anderes Beispiel, wenn man einen Alkoholiker versucht durch eine Therapie "trocken" zu machen. Gut, letzteres gelingt auch meistens, dass der Alki nicht mehr zu Flasche greift, aber ein Tropfen Alkohol in der Blutbahn reicht aus um ihn wieder rückfällig zu machen. Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker, auch wenn man "trocken" ist.
Alkoholismus ist trotz Therapie nicht wirklich heilbar.

Wenn du andere Meinung bist, nenne mir bitte dann Beispiele, wo eine erfolgreiche Therapie auf langer Sicht gelungen ist. :)

EDIT: Oder, wie würdest du dich fühlen, wenn dein Nachbar ein therapierter Massenmörder wäre?
Ich denke mal, ein gewisses Restrisiko besteht immer.
 
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stimmt, Matthew, Alkoholismus ist genausowenig heilbar wie Diabetes.
Beides ist oft behandelbar.

Übrigens geht es mir bei dem fließenden Übergang durchaus nicht um nahtloses Entlassen in den Alltag.
Das kann auch oft nicht der Sinn sein.
Selbst wenn der Massenmörder nicht in die Gesellschaft zurückgeht, kann es sehr sinnvoll sein, ihn nicht nur im Gefängnis zu lassen, unbehandelt.

Es sollte mehr Zwischenschritte geben zwischen Gefängnis und Gesellschaft.
Und wirklich langfristige, gut betreute Behandlungskonzepte.
(Um "Hebel umlegen", da stimme ich Dir absolut zu, kann es nämlich nicht gehen.)
Für Täter UND Opfer (oder Hinterbliebene) sollte es diese Behandlungskonzepte geben, und zwar ganz selbstverständlich.
 
In diesen Fällen meine ich, dass eine Therapie bei einen Schwerverbrecher einfach (noch) nicht möglich ist.
Man kann den Hebel einfach so nicht umlegen und behaupten, so, der Bursche verübt bis Lebendsende keine Verbrechen mehr aus.
Wenn er irgendwann wieder Blut lecken sollte, war es das mit der Therapie.
Das wäre auch ausgesprochen unsinnig. Verbrechen ist die eine Sache, Krankheit eine andere.

Aber selbst wenn, verlangst du da nicht ein wenig zuviel? Kannst du eigentlich garantieren, bis an dein Lebensende kein Verbrechen zu begehen? Was du da erwartest ist eine Art Generalabsolution, ein Blankoscheck für Alles und Jedes. Sorry, aber den gibt es höchstens im Märchen.

Passend dazu, aber anderes Beispiel, wenn man einen Alkoholiker versucht durch eine Therapie "trocken" zu machen. Gut, letzteres gelingt auch meistens, dass der Alki nicht mehr zu Flasche greift, aber ein Tropfen Alkohol in der Blutbahn reicht aus um ihn wieder rückfällig zu machen. Einmal Alkoholiker, immer Alkoholiker, auch wenn man "trocken" ist.
Alkoholismus ist trotz Therapie nicht wirklich heilbar.
Das ist schon wieder viel zu pauschal. Ich kenne ehemaliger Alkoholiker, die durchaus in der Lage sind, kontrolliert Alkohol zu trinken. Ihre Sicht der Dinge ist inzwischen eine völlig andere als früher, denn sie sind keine 'Problemtrinker' mehr.

Natürlich ist es für viele trockene Alkoholiker besser, ganz auf Alkohol zu verzichten, denn solange sie ihr Suchtverhalten selbst nicht vollkommen im Griff haben, solange ist die Gefährdung durch Alkohol natürlich da.

Aber davon einmal ganz abgesehen, Sucht als solches ist primär Sucht und wer der Sucht nicht standhalten kann (egal ob mit oder ohne Therapie), sondern ihr lediglich stofflich aus dem Wege geht, der ist nach wie vor süchtig, freilich ohne die seiner spezifischen Sucht zugehörigen körperlichen Nebenwirkungen.

Sicher ist jedenfalls, Sucht ist grundsätzlich heilbar - wenn auch nicht unbedingt für jeden.

Wenn du andere Meinung bist, nenne mir bitte dann Beispiele, wo eine erfolgreiche Therapie auf langer Sicht gelungen ist. :)

Beispiele sind z.B. alle ehemaligen Alkoholiker, die mittlerweile wieder kontrolliert trinken können. Oder ehemalige Raucher, welche die Gegenwart von Rauchern nicht meiden, und sich dadurch nicht beeinflussen lassen.

Oder ganz konkret im Zusammenhang mit Pädophilie. Ein ehemaliger Bekannter von mir interessierte sich stark für die Altersklasse der Schulanfänger beiderlei Geschlechts. Er konnte seine Fantasien nicht bei sich behalten und so gelangte er in die Fänge der Psychiatrie. Einem realen Kind hätte er sich ohnehin nie genähert.

Das Ergebnis ist nun, daß er nach mehreren Jahren als bedauernswerte Kreatur entlassen wurde. Seinen Trieb hat er immer noch. Aber inzwischen ist er christlicher Fanatiker, der sich fast wie im Mittelalter dafür bestraft, diesen Trieb zu haben. Und weil dieser Trieb unchristlich ist (schaut man sich die katholische Kirche an, dann kann man durchaus anderer Meinung sein), deswegen würde er ihm niemals zulassen.

Ehrlich gesagt, vorher ging es ihm weitaus besser und im Gegensatz zu andere, die ich gekannt habe, ging nie eine echte Gefahr von ihm aus. Geheilt? Die Frage ist, wovon. Aber im Sinne der 'potentiellen Opfer' natürlich schon.

Therapien sind eben keine linearen Vorgänge und auch kein Schalter, den man ein- und ausschalten kann, sondern wesentlich komplexer.
 
@Konradin

stimmt. es gibt "ehemalige" die den kontrollierten umgang erlernen und beherrschen, keine frage.
ob das jedoch auch bedeutet, dass sie nicht mehr süchtig sind, ist - für mich - eine 2. frage.

denn das ist so eine sache mit dem "vollkommen" im griff haben.
;)

ergänzung:
es kann um "vollkommen" nicht gehen, denn wir sind nicht vollkommen. maximal nach bestem wissen und gewissen. gegen irrtümer sind wir nicht gefeiht. daher finde ich, uns fehlen angemessene unterbringungen, es gab (gibt?) da zb in holland modelle die interessant waren....
ich kann mir durchaus vorstellen, dass jemand vielleicht siogar selbst findet, dass es zu gefährlich ist für ihn/sie, zurückzukehren in die gesellschaft und mit versuchung konfrontiert zu werden, aber mit behandlung (therapie, evtl medikamente) durchaus in eine andere lebensform/wohnform eingegliedert werden kann, als in einem gefängnis.
angemessener.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Frage ist doch, wieweit sie ihre Sucht steuern können.

Ich persönlich habe es gelernt, Süchte ein und auszuschalten. Zum Beispiel habe ich damals (als starker Raucher) genau ein Jahr lang eine Raucherpause eingelegt, anschliessend ungeniert weiterzurauchen. Die Spielregel war, mir jeden Samstag um 15 Uhr eine dicke Zigarre per Lunge zu gönnen bzw. gönnen zu müssen, um meinen Nikotinspiegel einmal pro Woche hochzutreiben. Nach diesem Jahr habe ich anstandslos weitergeraucht, die Samstagszigarre habe ich natürlich weggelassen.

Ich kann auch andere suchtbildende Substanzen zu mir nehmen und deren suchtmachende Wirkung ignorieren (mit ignorieren meine ich keinesfalls lediglich nicht wahrnehmen). Warum das so ist? Weil ich eine ausserordentliche mentale Stärke habe und in jungen Jahren den Sumpf der Süchte ausgiebig kennenlernen durfte/musste und eines daraus gelernt habe: wenn ich im Leben eine Chance haben will, dann kann ich Süchte zwar (begrenzt) zulassen, muss aber immer tatsächlich stärker sein als diese. Wie gesagt, ich kann. Andere nicht unbedingt.

Bitte, Kinder, nicht nachmachen!
 
es gibt leute, die das können, konradin. ja.

in aller regel funktionieren diese mechanismen multifaktoriell.
bei manchen menschen - einige davon verbrecher (nicht alle) - bis hin zu abweichungen in hirnfunktionen.
die kontrolle kan zum teil gerade bei abweichenden hirnfunktionen gut funktionieren (sonst wären nicht so viele davon in mächtigen positionen zu finden), da die emotionalen reaktionen dann anaders funktionieren.

von ausnahmebeispielen wie dir kann man natürlich jetzt nicht ausgehen ;)

wir müssen uns zunächst nach der statistisch größeren gruppe richten.
die können das nicht, was du kannst. :)
 
Ich weiss, sorei. Aber ich wehre mich vehement dagegen, ohne den Einzelnen zu kennen, 'geht nicht' zu sagen. Denn auch in dieser Hinsicht hat jeder eine Chance verdient.

Eine erfolgreiche Therapie ist immer eine Einzelsache und kein Pauschalfall für Schwarzmaler und Ideologen.
 
..."geht nicht" sage ich ja gar nicht. :)

selbst wenn nach meiner definition die sucht-struktur noch besteht, gibt es trotzdem kontrollmöglichkeiten.
im sinne einer chronischen erkrankung und deren behandlung.
 
Strukturen bestehen immer, quasi wie ein Netz. Netze aber lassen sich mitunter formen und verbiegen.

Übrigens war mein Einwand 'geht nicht' keineswegs an dich gerichtet...
 
ich kann mir durchaus vorstellen, dass jemand vielleicht siogar selbst findet, dass es zu gefährlich ist für ihn/sie, zurückzukehren in die gesellschaft und mit versuchung konfrontiert zu werden,

@sorei, da kam vorgestern Nachmittag erst ein Bericht auf ZDFinfo.
Dort wurde ein Massenmörder in einer Sicherheitsverwahrung interviewt, was er machen würde wenn er wieder in Freiheit käme, die Antwort war: Das es für ihm sinnlos sei, er würde garantiert weiter morden, in die Sicherheitsverwahrung fühlt er sich besser aufgehoben als wie in der Gesellschaft, hier kann nichts passieren...

@Konradin
die Sucht zu steuern schaffen wohl die meisten eher nicht, also ich könnte das auch nicht. Ich finde es aber bewundernswert das du es kannst, Konradin.
Ich war selbst auch jahrelang starker Raucher, ich glaube wenn ich nur eine Zigarette anfassen würde, würde ich wieder rückfällig werden.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Strukturen bestehen immer, quasi wie ein Netz. Netze aber lassen sich mitunter formen und verbiegen.




darauf setze ich. dass sich "lebendige" netze formen lassen. nicht endlos, aber zuweilen genug.

:)



@matthew:
ja. die sendung hab ich gesehen, aber sowas meine ich.
bei selbst-erkenntnis und behandlungsbereitschaft ist eine gefängniszelle dauerhaft nicht der angemessene ort.
die gesellschaft auch nicht.
da fehlen alternativen...
 
Der Staat soll seine Bürger schützen und nicht einfach umbringen.
Die Inhaftierung ist zwar teurer, aber wollen wir ein Menschenleben mit Geld aufwerten?
 
Die Inhaftierung ist zwar teurer, aber wollen wir ein Menschenleben mit Geld aufwerten?

laß mich mal provokativ zurückfragen und bewußt mal eine andere Position einnehmen:

...ob wir wollen oder nicht, wir müssen.
Die Bürger sind die ersten, die sich beschweren, wenn sie ein Mehr an Staatsschulden in Kauf nehmen sollen, um den zu finanzieren, der sie ausgeraubt/überfallen/Angehörigen umgebracht (etcetc) hat.... meinst du nicht?
Oder möchtest du demjenigen, der einen deiner Lieben umgebracht hat, finanzieren dass er es schön warm hat, während du um Deinen Job kämpfen mußt?
 
Gebäudekosten, Strom, Verpflegung, Aufseher....
Wie schön, wenn ein Weltbild allein vom Geld abhängig ist. Das macht es zwar nicht sinnvoller, dafür aber um so überschauberer.


Der Weg direkt in den Abgrund ist eigentlich immer der geradeste.
 
sorei schrieb:
laß mich mal provokativ zurückfragen und bewußt mal eine andere Position einnehmen:

...ob wir wollen oder nicht, wir müssen.
Die Bürger sind die ersten, die sich beschweren, wenn sie ein Mehr an Staatsschulden in Kauf nehmen sollen, um den zu finanzieren, der sie ausgeraubt/überfallen/Angehörigen umgebracht (etcetc) hat.... meinst du nicht?
Oder möchtest du demjenigen, der einen deiner Lieben umgebracht hat, finanzieren dass er es schön warm hat, während du um Deinen Job kämpfen mußt?

Hallo alle zusammen.

Solche Pauschalaussagen habe ich von dir nicht erwartet, sorei :(

Ich glaube, und da bin ich richtig intolerant, es gibt keine Diskussionsbasis
sowie keine Rechtfertigung für die Todesstrafe.
Sie gehört abgeschafft.
 
Einen kleinen positiven Seiteneffekt hat die Todesstrafe aber doch. Fast auf keinem anderen Gebiet haben es deren Befürworter einfacher, sich zu outen und ihren Zeitgenossen das Rätselraten zu ersparen, wo sie sich sowohl menschlich als auch politisch recht eindeutig positionieren.

Da weiß man wenigstens (fast) sofort, woran man ist.
 
Und ganz im Ernst - da würden sich im Zweifelsfall durchaus so einige Befürworter finden, sollte irgendeine Partei mit diesem, bzw. ähnlichen kruden Argumenten versuchen, die Todesstrafe wieder einzuführen.

Unter anderem gäbe es sogar hier den einen oder anderen Mitdiskutanten, der vor die Alternative gestellt eine Partei wählen zu können, die sich für die Todesstafe einsetzt, analog argumentieren könnte.
Daran mag man sich stören, aber es ist möglicherweise eine Tendenz, die sich auch gesamtgesellschaftlich vorhanden ist. Wahrscheinlich käme zusätzlich noch der Prozentsatz der Dunkelziffer derer, die sich nicht öffentlich bekennen möchten, on Top oben drauf.
Über dessen Höhe möchte ich nicht spekulieren - es ist schon so erschreckend genug.

Gruß
AnakinSky
 
[...]Daran mag man sich stören, aber es ist möglicherweise eine Tendenz, die sich auch gesamtgesellschaftlich vorhanden ist.[...]
Werden „Tendenzen“ nicht – so von der Machtelite als notwendig erachtet – von diesen Kreisen formuliert, (publizistisch) vorbereitet, finanziert und letztlich durchgesetzt?
 
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